Father Figure

Name: Father Figure
Englischer Name:
Originaltitel: Father Figure
Herausgebracht: Japan: Guilt|Pleasure 2011
Deutschland: Altraverse 2018
Autor: Kichiku Neko
Illustrator: TogaQ
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 14,00 €

Story
Der junge Polizist Gabriel hat seinen Vater nie kennengelernt. Das ändert sich, als er eines Tages in den Unterlagen seiner verstorbenen Mutter einen Brief findet und endlich den Namen seines Vaters erfährt: Uriel Blackstone. Der Mann ist schnell gefunden, immerhin stehen Gabriel als Polizist ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung, eine fremde Person zu finden. Als er Uriel schließlich findet, lässt er sich versetzen, bezieht eine Wohnung im selben Appartmentkomplex und beobachtet seinen Vater. Schon bald wird aus Stalking eine handfeste Obsession und bei Gabriel bricht eine physische Erkrankung aus, die tief in ihm geschlummert hat. Sie gipfelt schließlich in der Entführung seines Vaters und dem Wegsperren in einem kleinen Häuschen – mit dem Ziel Uriel endgültig ganz für sich zu haben…

Eigene Meinung:
Mit „Father Figure“ erschien die nächste Novel des „In these Words“-Universum bei altraverse. Die Geschichte um Gabriel und seine physische Erkranken wurde bereits in „New York Minute“ angesprochen, da es sich bei hierbei um Katsuyas ersten Fall handelt. In der vorliegenden Novel erfährt man, welche Hintergründe es zum Fall gibt und wie es überhaupt zu den tragischen Ereignissen gekommen ist.

Die Geschichte ist recht kurz, wenn man bedenkt, welch schwieriges Thema die Autorin behandelt. Es geht um zwanghafte Obsessionen und psychische Störungen, die in Inzest und Vergewaltigung münden – kein leichtes Thema, das viel Fingerspitzengefühl erfordert und bei dem man sich viel Zeit für die Figuren lassen muss. Kichiku Neko wird den hohen Anforderungen nur teilweise gerecht, was vor allem daran liegt, dass sie sich zu sehr auf die Erotikszenen zwischen Gabriel und Uriel konzentriert und die übrigen Szenen zu kurz kommen. Natürlich werden auch das Umfeld und die Hintergründe beleuchtet und man bekommt einen groben Einblick, welche Ereignisse zu der Entführung geführt haben, aber den Punkt, an dem Gabriels Wunsch seinen Vater zu finden, in eine krankhafte Obsession umschlägt, sucht man vergeblich. Allgemein geht alles sehr schnell – man kann Gabriel nicht nachvollziehen, da er „zu normal“ daherkommt. Sicherlich kann man einem solchen Menschen nicht in den Kopf schauen, aber da die Geschichte aus seiner Sicht erzählt wird, hätten versteckte Hinweise oder mehr Einblicke in seine Gedanken mehr vom eigentlichen Thema transportiert. So hat man leider das Gefühl, die Autorin kratzt nur an der Oberfläche, was Gabriels Psyche anbelangt und verpasst Möglichkeiten, der Geschichte mehr Tiefe zu geben.

Nichtsdestotrotz sind die Figuren gut gezeichnet und handeln in sich logisch – wenn man davon absieht, dass man Gabriels Erkrankung nur schwer greifen kann und der Charakter dadurch nur schwer verständlich ist. Er hat eine Menge Probleme, die man nur schwer greifen kann, weil es dem Leser schwer fällt, sich in diese Situation hineinzudenken. Sein Vater Uriel bleibt leider recht blass, denn man lernt ihn nur durch Gabriels Augen kennen. Weder erfährt man, was in ihm vorgeht, noch welche Gefühle die Ereignisse in ihm auslösen. Das ist schade, denn Uriels Sicht hätte der Geschichte mehr Raum und Tiefgang gegeben.

Stilistisch gibt es wenig auszusetzen – Kichiku Neko hat einen tollen Stil, der gut zur Geschichte passt. Sie weiß, wie man mit Worten umgeht und Szenen und Dialoge schreibt. Trotz des harten, fast schon kranken Themas kommt man als Leser gut mit der Novel zurecht – allerdings sollte man sich im Vorfeld bewusst machen, dass es in „Father Figure“ um Vergewaltigung und Inzest geht und die Geschichte alles andere als gut ausgeht. Ebenso ist die Novel nichts für Romantikfans (keine Rape-to-Love – Beziehung), stattdessen geht es hart zur Sache, die die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt.
Wie bei den anderen Novels ist auch diese von TogaQ illustriert worden – fast 20 Illustrationen findet man in „Father Figure“ – zwei wurden als spezielle Postkarten als Gimmicks beigelegt. Die Illustrationen passen gut zur Geschichten, sind sehr realistisch gehalten und wie gewohnt dynamisch und stilsicher. Einziges Manko – bei doppelseitigen Illustrationen geht der ein oder andere Knick direkt durch die Gesichter, was weniger schön ist.

„Father Figure“ ist eine schöne Ergänzung und Erweiterung des „In these Words“-Universum und beleuchtet eine ganz andere Geschichte. Die Novel ist härter, bis zu einem gewissen Grad kranker, schöpft das Potenzial aber nicht komplett aus – dazu bleiben die Figuren zu blass und die Geschichte aufrgrund des Schwerpunktes auf Erotik zu einseitig. Nichtsdestotrotz ist „Father Figure“ von Guilt Pleasure ein Muss für Fans des Duos. Man sollte aufgrund der Thematik vorher einen Blick riskieren, denn die Novel ist keine leichte Kost und man muss das Genre und die angesprochenen Themen schon mögen. Daher reinlesen, wenn möglich und dann entscheiden …

© Koriko

Father Figure: © 2011 GUILT|PLEASURE (TogaQ / Kichiku Neko) / Altraverse

 

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Köstlich verliebt

Name: Köstlich verliebt
Englischer Name:
Originaltitel: Itadakimasu, Gochisousama
Herausgebracht: Japan: Hobunsha 2016
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Tomo Kurahashi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Liebe geht bekanntlich durch den Magen! So auch bei Haru!

Haru wird von Hiroto auf der Straße aufgegabelt, nachdem er auf der Straße gelandet ist und kurz vor dem verhungern steht. Der ältere Mann nimmt ihn mit in seine WG und versorgt ihm mit selbst gekochtem und ehe er sich versieht, ist er verliebt und zieht sogar mit in die WG ein.

Allerdings ziert sich Hiroto, seinen Avancen nachzugeben, da er was Beziehungen angeht ein gebranntes Kind ist und Haru um so einiges jünger ist als er.

Wird Haru sein Herz noch erweichen können? Wird aus ihnen ein Paar?

Eigene Meinung
„Köstlich verliebt“ ist etwas süßes für zwischendurch. Das Paar so unterschiedlich es auch ist, passt einfach perfekt zusammen, auch wenn Hiroto es ihnen nicht so leicht macht mit dem zusammenkommen.

Nebenbei mischen sich auch noch ihre Mitbewohner ein, was mitunter noch mehr Chaos verursacht. Wobei ich es gut fand, dass man später auch noch ein wenig mehr auf dieses Paar einging, das selbst so ihr Päckchen zu tragen hat. Die Geschichte der Beiden ist nämlich nicht gerade uninteressant!

Zeichnerisch ist der Manga sehr detailreich und hübsch anzusehen. Ich hätte mir nur gewünscht, das man Hiroto sein Alter mehr angesehen hätte, da der Altersunterschied zwischen den beiden Hauptcharakteren so nicht wirklich deutlich wurde.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren, passt auch sehr gut, da es zwar zum Ende hin etwas stürmischer zu geht, allerdings nie zu freizügig oder frivol.

Fans von guten Boys Love Manga, sollten bei „Köstlich verliebt“ ruhig zu greifen!

Köstlich verliebt: © 2016 Tomo Kurahashi, Hobunsha/ Tokyopop

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Secret XXX

Name: Secret XXX
Englischer Name:
Originaltitel: Secret XXX
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Meguru Hinohara
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Da er zuhause aufgrund der Berufe seiner Eltern ständig mit eher Angst einflößenden Tieren zu tun hat, sehnt sich Shohei nach etwas kleinem, niedlichen und ungefährlichem.

Es ist nur Schade, dass er auf seine so innig geliebten Kaninchen allergisch reagiert! Dass er dennoch in einem Tiergeschäft stundenweise aushilft, das nur diese verkauft, ist dann wohl Ironie des Schicksals. Aber was soll man tun, wenn man in den Inhaber des Ladens verliebt ist?

Nur was passiert, wenn Mito herausfindet, dass er allergisch ist und wird er überhaupt seine Gefühle erwidern? Und wenn, ja, wird ihre aufkeimende Beziehung der Familie und anderen Geheimnissen standhalten können?

Eigene Meinung
Ich fand „Secret XXX“ wirklich richtig toll! Die Charaktere sind einfach wunderbar gestaltet, sowohl vom Aussehen, als auch ihrem Verhalten. Die Story ist witzig, ein klein wenig dramatisch und einfach nur herrlich zu verfolgen.

Ich hätte es auch toll gefunden, wenn man noch ein wenig mehr auf Mitos und Shoheis Brüder eingegangen wäre, die würden sicher auch ein gutes Paar abgeben, zumal einer der Beiden gerade an Liebeskummer leidet und warum sollte dann nicht auch mal ein Mann einen trösten. Aber bis auf ein kurzes Aufeinander treffen passierte da leider nix!

Muss auch nicht, denn auch so ist die Geschichte wirklich toll. Etwas textlastig vielleicht, aber darüber sieht man gern hinweg, denn die Zeichnungen sind hinreißend, besonders was die süßen Kaninchen und Mitos Vergangenheit angeht.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und passt perfekt. Zwar geht es später noch heiß her, aber nie zu explizit!

Fans von wirklich richtig guten Boys Love Manga sollten unbedingt bei „Secret XXX“ zugreifen!

Secret XXX: © 2016 Meguru Hinohara, Shinshokan/ EMA

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Fair Blue

Name: Fair Blue
Englischer Name:
Originaltitel: Fair Blue
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Asami Takahashi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Nachdem ständig versucht wurde, über ihn an seinen berühmten Bruder heran zu kommen, ist Tomoyo dazu übergegangen eher unscheinbar daher zu kommen. Dennoch fällt er jemanden an der Uni auf, der ihn daraufhin einfach anquatscht.

Allerdings hält sein Mitstudent ihn zuerst auch für seinen Bruder, was ihn ziemlich sauer macht. Doch nach diesem Vorfall sucht Kaido weiter gezielt die Aufmerksamkeit des jungen Mannes und verunsichert ihn damit ziemlich. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen und je mehr sie übereinander erfahren, desto näher kommen sie sich!

Kann es diesmal wirklich sein, dass jemand Interesse an ihm hat und nicht an seinem Bruder? Kann er Kaido wirklich trauen, als dieser ihm gesteht, dass er sich in ihn verliebt hat? Und wird er dessen Gefühle erwidern?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Fair Blue“ sehr gut. Man kann Tomoyos Verhalten ziemlich gut nachvollziehen. Ständig im Schatten von jemanden zu stehen, ist schon hart. Zumal man nie sicher sein kann, ob wirklich Interesse an einem selbst besteht oder ob jemand nur versucht an den eigenen Bruder heran zu kommen. Kein Wunder das man da nicht wirklich selbstbewusst ist und an den Menschen zweifelt! Dagegen gibt sich Kaido wirklich Mühe Tomoyo zu erobern und geht dabei ziemlich ruhig und gelassen vor, auch wenn es schwer fällt. Daher freut man sich dann um so mehr, als die Beiden einander immer näher kommen. Zum Ende hin taucht auch noch der Bruder von Tomoyo auf und bringt noch ein wenig Witz in die Geschichte, da er doch einen ganz schönen Bruderkomplex hat!

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut, auch wenn die Charaktere ein wenig stereotypisch herüber kommen. Spaß den Manga zu lesen, hatte man aber dennoch.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren hätte meinem Empfinden nach aber auch ab 16 Jahren sein können, da es zwar zum Ende hin etwas mehr zur Sache geht, allerdings nie zu explizit!

Fans von Boys Love Manga sollten sich „Fair Blue“ nicht entgehen lassen.

Fair Blue: © 2016 Asami Takahashi, Shinshokan/ EMA

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Süße Erinnerung

Name: Süße Erinnerung
Englischer Name:
Originaltitel: Kowagaranaide sobani ite
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2019
Mangaka: Long
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Als sich Yukihiko von Shizuka trennen möchte, kommt es zu einem hitzigen Streit, bei dem ein Unglück geschieht. Shizuka stürzt und verletzt sich schwer!

Im Krankenhaus erfährt sein besorgter Freund, dass dieser unter Gedächtnisverlust leidet und trifft die Entscheidung sich von nun an von ihm fern zu halten. Doch das Schicksal will es anders und so verliebt sich sein Ex erneut in ihn!

Wird Yukihiko sich weiter gegen seine Gefühle auflehnen oder wird er verstehen, dass er für seinen Ex die Liebe seines Lebens ist und er am liebsten nur ihn, mit seinen süßen Dessertkreationen, verwöhnen möchte!

Würde er sich sonst so schnell erneut in ihn verlieben? Wird es diesmal eine Chance auf ein Happy-End geben oder läuft Yukihiko weiter davon?

Eigene Meinung
„Süße Erinnerung“ fand ich richtig gut! Ich mag es ein wenig dramatischer und ruhiger.

Man kann Yukihiko verstehen, er möchte seinem Freund die Chance auf eine echte Familie mit Kind nicht verbauen. Aber darüber sollte man reden und nicht versuchen einfach Schluss zu machen! Für Shizuka ist es die große Liebe und er hätte sicher was dazu zu sagen gehabt, aber stattdessen kam es zu dem Unfall und er schien Yukihiko vergessen zu haben. Doch selbst in dem Moment war die Liebe stärker und er verliebt sich erneut in ihn und macht sich daran den ihm fremden Mann zu erobern, was dieser ihm aber nicht gerade leicht macht. Dennoch war man froh zu sehen, dass diese Liebe so tief war, dass sie selbst so einen Vorfall überstehen konnte.

Zeichnerisch ist der Manga eher Geschmackssache, mir fehlte einfach das gewisse Etwas, ohne es aber genau benennen zu können. Sehr detailreich war der Manga aber dennoch, besonders in der Darstellung der Desserts und der pikanteren Szenen.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren! In meinen Augen etwas zu hoch angesetzt, auch mit 16 Jahren kann man der Handlung schon folgen und die Sexszenen war nun auch nicht so heftig, da hab ich schon andere Sachen in Manga gesehen.

Fans von Boys Love Manga sollten bei „ Süße Erinnerung“ unbedingt zugreifen!

Süße Erinnerung: © 2016 Long, Shinshokan/ EMA

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After School Dates

Name: After School Dates
Englischer Name:
Originaltitel: Houkago, Aimashou
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Kazumi Ohya
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Itsuki und Seiya besuchen dieselbe Akademie, allerdings jeweils einen anderen Fachbereich, welchen sie auch noch als Schülersprecher vertreten.

Diese Fachbereiche sind ständig am streiten, zumal die ISB Schüler (reiche, einflussreiche Eltern) auf die Schüler der AGM, wegen ihres niedrigen sozialen Status, hinabblicken. Itsuki und Seiya sind ständig bemüht Streit zu schlichten und ein besseres Verhältnis untereinander zu schaffen, auch wenn sie sich dabei mitunter selbst einige Wortgefechte liefern.

Was allerdings niemand ahnt ist, dass die Beiden nach Schulschluss ein Paar sind! Am wenigsten hätten sie selbst das wohl erwartet, da ihre Familien seit je her im Streit miteinander liegen und sie sich entsprechend ebenfalls die Kindheit und Jugend über nur am streiten waren.

Doch was passiert, wenn sie auffliegen? Gibt es dann noch eine gemeinsame Zukunft für sie?

Eigene Meinung
Endlich gibt es etwas Neues von Kazumi Ohya!

Ich hab schon ihre „Takumi-kun“-Reihe geliebt, auch wenn sie etwas weniger offen hätte enden können. Um so glücklicher bin ich nun über „After School Dates“ welcher mit „After School Dates Re“ im nächsten Jahr noch fortgesetzt wird.

Wie von der Mangaka gewohnt, sind die Zeichnungen wirklich toll, sehr filigran und detailreich. Dies kommt auch den expliziteren Szenen zu gute, obwohl dort meist viel mehr angedeutet, als wirklich gezeigt wird. Aber dies passt auch wieder zur Handlung, da das Augenmerk wirklich mehr auf das Paar und seinen Problemen gelegt wird, als auf den Sex zwischen den Beiden.

Es macht daher auch wirklich Spaß zu erfahren, wie die beiden Hauptcharaktere überhaupt zusammen gekommen sind und wie schwer es ihnen fällt, Zeit füreinander zu finden. Gerade dieses auf und ab, die Missverständnisse, die Heimlichtuerei und die Liebe der Beiden macht den Manga so lesenswert.

Die Altersempfehlung liegt bei 15+ und passt sehr gut, da die Sexszenen nun wirklich nichts für jüngere Leser sind.

Fans von Kazumi Ohya und sehr guten Boys Love Manga sollten unbedingt bei „After School Dates“ zugreifen

After School Dates: © 2015 Kazumi Ohya, Kadokawa/ Tokyopop

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Give me this Man!

Name: Give me this Man!
Englischer Name:
Originaltitel: Kono Hito wo Ore ni Kudasai
Herausgebracht: Japan: Libre 2013
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Saeko Kamon
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Wataru versucht über eine Partnervermittlung die Frau für’s Leben zu finden. Dies gestaltet sich wegen seiner Menschenscheu und seiner schnellen Erregbarkeit als ziemlich schwierig. Neu an die Seite wird ihm daher Shishinai gestellt. Der Angestellte der Partnervermittlung tut sein möglichstes, um seinen Klienten an die Frau zu bringen!

Nur warum hat er in Watarus Nähe, je mehr Zeit sie miteinander verbringen, solches Herzklopfen? Warum wird er eifersüchtig, nachdem er dann doch noch eine potentielle Partnerin für den scheuen Mann gefunden hat? Und was ist mit seinem Klienten? Sucht er nicht auch gezielt seine Nähe?

Kann Shishinai es wagen zu hoffen, das er der „Mann“ für Wataru sein könnte? Die Person die das Schicksal ihm bestimmt hat?

Eigene Meinung:
Ich hab mich sehr gefreut, das mal wieder ein neuer Boys Love Manga von Saeko Kamon erschienen ist! Nachdem, meiner Meinung nach, nicht so tollen „Das Raubtier in dir“, hoffte ich, dass „Give me this Man!“ von der Qualität wieder mehr in Richtung „Royal Fiance“ geht und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Geschichte wird genügend Raum gegeben um sich zu entwickeln. Gerade Wataru ist anfangs noch so scheu, er taut mit der Zeit auf und auch Shishinai ist nicht sofort in den anderen Mann verliebt, wie es so oft der Fall in Boys Love Manga ist. Die Beiden haben stattdessen ihre Höhen und Tiefen, was die Spannung erhöht und einen den Manga ungern aus der Hand legen lässt.

Zeichnerisch ist der Manga wie immer wirklich toll, sehr detailreich, im sexuellen Bereich nie zu explizit, aber dennoch sehr gut dargestellt.

Die Altersempfehlung von 18 Jahren finde ich hier etwas hoch gegriffen, die hätte meiner Meinung nach auch bei 16 Jahren liegen können. Es gibt zwar eine Szene die etwas über griffig dargestellt wird, aber diese kann man auch mit 16 Jahren schon nachvollziehen!

Fans von wirklich guten Boys Love Manga, sollten bei „Give me this Man!“ unbedingt zugreifen!

Give me this Man!: © 2013 Saeko Kamon, Libre/ EMA

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Taste of Desire

Name: Taste of Desire
Englischer Name:
Originaltitel: Shitasaki ni Yoake no Aji
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2017
Deutschland: EMA 2018
Mangaka: Aki Ueda
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Bei Yoruji und Akemi dreht sich alles um Ramen.

Yoruji hat endlich einen eigenen Laden eröffnet, allerdings nur mit mäßigem Erfolg, was ihn langsam aber sicher in Verzweiflung stürzt. Dies ändert sich erst, als er sich den jungen Akemi von seinem alten Chef ausborgt. Dieser kann zwar nicht gut kochen, hat dafür aber einen außergewöhnlichen Geschmackssinn.

Gemeinsam wollen die Beiden nun das Ramenrezept schlechthin ausarbeiten, was einiges an Schweiß und Tränen kosten wird. Aus dieser engen Zusammenarbeit wird schon bald sehr viel mehr; mehr als die Beiden je erwartet hätten. Doch was ist, wenn jemand Akemi abzuwerben droht? Wird dieser gehen oder bei Yoruji bleiben?

Eigene Meinung
Zeichnerisch wird „Taste of Desire“ nicht jedem gefallen. Mich erinnert der Zeichenstil ein wenig an die Werke der Mangaka Scarlet Beriko oder auch Ogeretsu Tanaka. Deren Zeichnungen unterstreichen ebenfalls den Realismus, den auch dieser Manga einzufangen versucht.

Daher kommt einem die Geschichte die erzählt wird auch wie aus dem Leben gegriffen vor, als könnte sie an der nächsten Ecke wirklich passieren. Zwar wird schon ein wenig mit der Liebe zu Ramen übertrieben, aber die beiden Hauptcharaktere sind dabei so liebenswert, dass man den Manga ungern aus der Hand legt.

In den Sexszenen geht es dagegen ziemlich heiß her, was aber auch zu der Leidenschaft passt, die Yoruji und Akemi ausstrahlen. Daher ist die Altersempfehlung mit 18 Jahren auch passend gewählt.

Fans von wirklich hervorragenden, eher aus dem Leben gegriffenen, Geschichten sollten sich „Taste of Desire“ unbedingt kaufen! Damit macht man absolut keinen Fehler!

Taste of Desire: © 2017 Aki Ueda, Shinshokan/ EMA

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New York Minute

Name: New York Minute
Englischer Name:
Originaltitel: New York Minute
First, do no harm
One of these nights
Herausgebracht: Japan: Guilt|Pleasure 2012/2013
Deutschland: Altraverse 2018
Autor: Kichiku Neko
Illustrator: TogaQ
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 10,00 €

Story
Das New York Police Department bekommt einen neuen Polizeipsychologen – den 24-jährigen Japaner Katsuya Asano, der sich seine ersten Sporen verdienen will. Leicht hat er es nicht, denn wie jeder Neuling wird er Opfer der seltsamen Aufnahmerituale der höhergestellten Beamten, allen voran Abteilungsleiter Lane, der sich keiner Schikane zu schade ist. Der Leiter der Mordkommission David Krause beobachtet die Vorfälle skeptisch, greift jedoch nicht ein, da sich jeder Neuling erst Respekt verdienen muss. Erst als Lane handgreiflich wird, greift David ein, da er selbst Interesse an dem schweigsamen, jungen Doktor hat. Die beiden lernen sich näher kennen und kommen sich zwischen all den Fällen, einer Reihe Familienprobleme und polizeilichen Überstunden näher kennen…

Eigene Meinung:
Mit „New York Minute“ erweitert der Altraverse Verlag das „In these Words“-Universum um einen weiteren Einzelband, in dem Asanos Vergangenheit in New York beleuchtet wird. Der Band enthält die Kurzgeschichten „Prey“ und „Remember tomorrow“, ebenso die Kurzmangas „New York Minute“, „First, do no harm“ und „One of these nights“. Zudem enthält die Erstauflage zwei farbige Minidrucke.

Die Kurzgeschichten bauen aufeinander auf und erzählen von Asanos ersten Tagen bei der New Yorker Polizei und seinen Schwierigkeiten mit Lane und den übrigen Kollegen. Dabei ist „Prey“ vollkommen aus Davids Sicht geschrieben, der die Hexenjagd, die auf Asano gemacht wird, von außen beobachtet und am Anfang zögert einzugreifen. Erst bei „Remember tomorrow“ bekommt Asano seine eigene Stimme, denn bei dieser wesentlich längeren Geschichte wechselt die Perspektive zwischen Asano und David, so dass man beide Männer gut kennenlernt. Der Leser erfährt, wie sich die beiden näherkommen und nach und nach ihre Differenzen überwinden. Die Kurzmangas schließen direkt an die Ereignisse der Geschichten an und beleuchten ihr teils geheimes Zusammensein – natürlich auch auf erotische Art und Weise, denn die beiden Männer können nur schwer die Finger voneinander lassen.

Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch, wenngleich man Asano die 24 Jahre nur schwer abnimmt, da er wesentlich reifer wirkt. Nichtsdestotrotz ist sein Handeln nachvollziehbar, insbesondere wenn man seine Familie kennenlernt und herausfindet, wie er aufgewachsen ist. David Krause ist ein loyaler und gerechter Mann, der Asano sowohl in den Kurzgeschichten, als auch in den Mangas ein wenig den Rang abläuft. Man schließt ihn schnell ins Herz und würde gerne mehr über ihn erfahren.

Kichiku Neko, die sich für die Story und die Geschichten verantwortlich zeigt, legt solide geschriebene Kurzgeschichten vor, die sich stilistisch stark von den gängigen Novels abheben, da sie wesentlich lebendiger und flüssiger geschrieben sind. Sie hat ein Händchen für Beschreibungen, gerade was die Polizeiarbeit anbelangt – hier merkt man ganz deutlich, dass die Autorin selbst Polizistin ist und ihre Erfahrungen in die Geschichten mit einfließen lässt. Das sorgt für zusätzliche Authentizität, da sie die Abläufe bei der Polizei entsprechend gut beschreiben kann.

Aber auch die Zeichnungen sind, wie gewohnt, sehr gut – TogaQ beherrscht ihr Handwerk, hat einen sicheren Strich und weiß, wie man realistische Charaktere entwirft. Zeichen- oder Proportionsfehler sucht man vergeblich, da sie sowohl Perspektiven, als auch Action und Dynamik beherrscht. Ebenso verhält es sich mit erotischen Szenen, die sehr ansprechend umgesetzt sind. Ihr erwachsener, sehr realistischer Stil passt zudem sehr gut zu den Geschichten und der authentischen Figuren, die die Autorin eingeführt bzw. aufgebaut hat.

„New York Minute“ ist eine gelungene Ergänzung des „In these Words“-Universum, um die Fans der Reihe nicht herumkommen werden. Die Kurzgeschichten und Kurzmangas geben Katsuya Asano, der Hauptfigur der Hauptmangas, mehr Tiefe und dem Leser einen guten Blick in seine Vergangenheit. Sowohl die Kurzgeschichten, als auch die Mangas sind stilistisch gut gelungen und können überzeugen. Sie hätten lediglich noch ausführlicher ausfallen können, denn man hätte gern mehr über David Krause erfahren. Wer „In these Words“ mag, wird an diesem Zusatzband von Guilt Pleasure nicht vorbei kommen – es ist eine mehr als lohnenswerte Erweiterung der Reihe. Zu empfehlen.

© Koriko

New York Minute: © 2012 GUILT|PLEASURE (TogaQ / Kichiku Neko) / Altraverse

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I hear the sunspot

Name: I hear the sunspot
Englischer Name:
Originaltitel: Hidamari ga Kikoeru
Herausgebracht: Japan: France Shoin 2018
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Y. Fumino
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Der junge Student Kohei hat es nicht leicht. Sein Gehör ist geschädigt und er braucht mitunter die Unterstützung seiner Mitmenschen. Diese übertreiben es aber entweder mit ihrer Hilfe, oder aber sie meiden ihn, da es ihnen zu anstrengend ist. Darum ist es auch kein Wunder, dass er sich zurückzieht und kaum jemanden an sich heran lässt.

Doch dann trifft er auf Taichi. Der junge Student fällt ihm direkt vor die Nase und er teilt sein Essen mit ihm, denn dieser ist ständig hungrig und knapp bei Kasse. Daher ist Taichi auch begeistert, als er Koheis Aushang am schwarzen Brett liest und wird dessen Mitschreiber in den Vorlesungen. Essen gegen Mitschriften ist der Deal, allerdings ist er mitunter nicht immer zuverlässig.

Dennoch entwickelt sich eine innige Freundschaft, nicht zuletzt weil Kohei Taichis Stimme von allen am deutlichsten wahrzunehmen scheint.

Doch was passiert, wenn es mit seinem Gehör weiter bergab geht und sich zudem noch ein Mädchen für Taichi zu interessieren scheint? Oder steht das Mädchen doch eher auf ihn? Wird aus den zarten Banden zwischen den beiden Studenten vielleicht Liebe?

Eigene Meinung
Mir gefiel „I hear the sunspot“ sehr gut: Eine einfühlsame, ruhige Geschichte, die den Charakteren Zeit zum Entwickeln gibt und bei der man so sehr hofft, dass die beiden zusammen kommen.

Die beiden tun sich gegenseitig gut. Taichi wird zuverlässiger, Kohei dagegen offener. Zwar gibt es immer noch einige Probleme und Missverständnisse zu überwinden, aber ich hoffe wirklich auf ein Happy-End. Daher legt man den Manga auch nur ungern aus der Hand bis man durch ist, wobei man noch auf Band 2 warten muss, um zu erfahren, wie die Geschichte ausgeht.

Zeichnerisch ist der Manga etwas grober gezeichnet, als manch andere Boys Love-Manga, aber der Stil ist passend zur Geschichte.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und passt sehr gut, da die Geschichte doch etwas realer und tiefsinniger ist als bei so manch anderem Boys Love-Manga.

Neben dem Manga gibt es zudem noch eine Realverfilmung, welche 2017 in den japanischen Kinos lief.

Boys Love-Fans sollten sich diesen Manga nicht entgehen lassen.

i hear the sunspot: © 2018 Y. Fumino, France Shoin/ Carlsen

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