Hybrid Child

Name: Hybrid Child
Englischer Name: Hybrid Child
Originaltitel: Hybrid Child
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2008
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Shungiku Nakamura
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
„Hybrid Child“ vereint mehrere kurze Geschichten über Liebe, Verlust und dem eigentlichen Sinn des Lebens in sich.

Dabei lernt man den jungen Kotaro und Hazuki kennen. Kotaro rettete Hazuki als kleiner Junge von einem Schrottplatz, wo man das „Hybrid Child“ einfach so entsorgt hatte. Hybrid Children sind künstliche Wesen, weder Mensch noch Maschine, die sich erst durch die Liebe und Fürsorge ihrer Besitzer weiterentwickeln und wachsen. Als Hazuki nun anfängt Fehlfunktionen zu haben wendet sich Kotaro an dessen Erschaffer Kuroda mit dem verzweifelten Wunsch einer Reparatur. Doch dieser macht ihm keine großen Hoffnungen. Dennoch ist Kotaro bereit alles zu tun, um Hazuki zu retten, denn ein Leben ohne ihn ist einfach unvorstellbar!

In einer weiteren Geschichte wundert sich Yuzu, ebenfalls ein Hybrid Child, warum er trotz der Fürsorge seines Besitzers nicht wächst. Was ist es, was ihn daran hindert? Warum ist sein Besitzer oft so traurig und sitzt ganz allein in einem Meer aus Blumen im Garten? Nach einem Tipp eines erwachsenen Hybrid Childs, verlangt er von Ichi mit ihm Liebe zu machen, damit er endlich wächst! Dieser geht darauf aber nicht ein und erst nach einem Anschlag auf das Leben seines Besitzers, bei dem dieser schwer verletzt wird, wird ihm klar, was ihm gefehlt hatte, um zu wachsen.

Der Rest des Bandes beschäftigt sich dann mit Kuroda und dessen tragischer Vergangenheit. Erst nach einem großen Verlust, der ihn tief prägte, begann er Hybrid Children herzustellen. Vermutlich um auf eine verdrehte Art das zurückzubekommen, was er einst auf tragische Weise verlor.

Eigene Meinung
„Hybrid Child“ ist ein wirklich toller Manga, voller Melancholie, einer Spur Witz aber auch reichlich Liebe! Mir gefällt das Zusammenspiel dieser Komponenten sehr gut. So gut, dass einem schon mal die Augen feucht wurden oder man einfach nur lächeln musste.

Nach dem Inhalt des Einzelbandes entstand in Japan auch ein Hörspiel sowie eine vierteilige OVA, die auch hier zu Lande unter Boys Love Fans sehr beliebt ist. Auch ich kenne sie natürlich und freute mich daher um so mehr, dass nun auch der Manga dazu bei uns auf Deutsch erschien ist.

Bisher hat mich aber auch noch kein Manga von Shungiku Nakamura enttäuscht. Sowohl „Junjo Romantica“ als auch „Sekaiichi Hatsukoi“ waren und sind wirklich tolle Manga von ihr, die auch ich im Regal stehen hab. Daher freue ich mich auch sehr über diesen Einzelband. Klar hätte man noch mehr aus der Geschichte um die Hybrid Children machen können, aber auch so war das Lesen ein Genuss.

Die Zeichnungen sind Geschmackssache, denn sie sind doch ein wenig kantiger und nicht so weich, wie bei anderen Manga des Genre. Zudem gleichen die Charaktere auch denen aus den anderen Werken der Mangaka. Man sieht darüber aber gern hinweg, denn die Geschichten sind einfach gut und spannend erzählt.

Mit dem Lesen kam man gut voran, ab und an waren die Panele zwar ein wenig textlastig, aber dies machte einem in diesem Fall nicht so viel aus.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und ist gut gewählt. Zwar geschieht im sexuellen Sinn nicht all zu viel und wenn auch nicht gerade explizit, aber man sollte schon eine gewisse Reife besitzen, um die ernsten Themen des Manga wirklich nachvollziehen zu können.

Fans von Shungiku Nakamura und ihren Werken sollten auch bei „Hybrid Child“ zugreifen! Aber auch Neulinge oder Boys Love Fans generell ist der Manga an’s Herz zu legen!

Hybrid Child: © 2008 Shungiku Nakamura, Kadokawa/ Carlsen

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Touch my Jackass

Name: Touch my Jackass
Englischer Name:
Originaltitel: JACKASS!
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Scarlet Beriko
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Versehentlich erwischt Keisuke zusammen mit seiner Jogginghose, die seine Schwester sich genommen hatte, auch deren Feinstrumpfhose. Dies fällt ihm allerdings erst in der Schule auf. Damit die anderen Schüler nichts mitbekommen und er nicht das Gespött der Schule wird, verfrachtet sein Freund Masayuki in in’s Krankenzimmer der Schule. Allerdings stören sie dabei Katsumi, der sich gerade an ihren Schularzt ran macht und dann dafür sorgt, das die Beiden allein sind.

Nur wie hätte Keisuke auch damit rechnen können, dass Masayuki plötzlich scharf auf ihn wird, als er sein Bein in der Feinstrumpfhose erblickt? Danach nötigt sein Freund ihn immer wieder, diese zu tragen und auch ihm scheint das erotische Spiel mehr und mehr zu gefallen. Doch als Gefühle von Keisukes Seite dazu kommen, macht Masayuki ihm klar, dass da mehr, als das was momentan zwischen ihnen läuft, nicht passieren wird. Aber ist das wirklich so?

Zudem hat auch Katsumi Probleme, da er immer wieder von seinem Mitschüler Miyoshi geärgert wird. Natürlich ahnt Katsumi das dies damit zusammenhängt, dass dieser wohl auf ihn steht, sich das aber nicht eingestehen kann. Allerdings wirkt sich das auch auf seine Beziehung zu Schularzt Aramaki aus. Denn dieser ist eines Tages einfach verschwunden, hat gekündigt und ist für Katsumi nicht erreichbar! Wird er ihn aufspüren?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Touch my Jackass“ richtig gut. Wie fast jeder von Scarlet Berikos Manga! Ich finde es immer wieder toll zu erfahren, was sie sich Neues einfallen lässt. Hier war es mal ein Fetisch für Feinstrumpfhosen und Keisukes, in Masayukis Augen, perfekten Beinen. Nicht viele Mangaka trauen sich solche Themen aufzugreifen und gerade das macht ihre Manga so faszinierend. Zudem hat der Manga auch wirklich Handlung und nicht nur eine Sexszene nach der anderen.

Gerade, dass Keisuke und Masayuki, aber auch Katsumi und Aramaki, so ihre Probleme haben, macht die Geschichten für einen selbst nachvollziehbar und emotional. Zudem wird auch Miyoshi noch ein klein wenig Zeit gewidmet, was ich ganz süß fand, da ein Kumpel von Katsumi und Aramaki wohl ein Auge auf diesen geworfen hat.

Die Zeichnungen sind wie immer sehr gut und voller Details, insbesondere in den expliziten Szenen. Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und unterstreichen durch ihr Aussehen noch ihre Wesenszüge.

Das Lesen ging zügig voran, da der Manga wirklich interessant war und man mit den Charakteren wirklich mitfieberte. Die Panele waren zu dem nie zu textlastig.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und ist bei dem Thema des Manga und den deutlichen Sexszenen auch gut gewählt.

Fans von Scarlet Beriko, aber auch Boys Love Leser generell, sollten bei „Touch my Jackass“ ruhig zugreifen, man macht damit eindeutig keinen Fehler!

Touch my Jackass: © 2016 Scarlet Beriko, Shinshokan/ EMA

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Hinata-kun

Name: Hinata-kun
Englischer Name:
Originaltitel: Kakko Warui Hinata-kun
Herausgebracht: Japan: Houbunsha 2013
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Lily Umiyuki
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Der junge Hinata gibt sich in der Schule als Musterschüler. Immer vorbereitet, immer die besten Noten. Bei ihm sieht das für die Anderen so leicht aus, aber kaum einer ahnt, dass auch er dafür hart arbeitet. Er hatte sich auf eine einfaches, normales Leben gefreut, doch dann kam alles anders.
Kagami gesteht ihm seine Liebe. Er sei schon seit der Mittelschule in ihn verliebt und bittet um eine Chance ihn für sich zu gewinnen. Ab da lernen die Beiden zusammen, aber kann Kagami Hinata wirklich für sich gewinnen?

Zusätzlich gibt es noch zwei weitere kürzere Geschichten.

In „Deine Liebe ist mir Befehl“ bekommt der frischgebackene Student Yu einen Tutor namens Mamoru, der ihm den Einstieg ein wenig erleichtern soll. Allerdings ist dieser nicht gerade der lockere Typ und eher ein wenig herrisch. Doch genau dies scheint Yu zu mögen und so schleicht sich Mamoru immer mehr in sein Herz! Aber kann dieser seine Gefühle erwidern?

In „Das Geheimnis am Mittwoch“ führen Sato und Shiono eine heimliche Romanze. Allerdings sind sie sich noch immer nicht körperlich nahe gekommen, was gerade Sato ziemlich fertig macht. Liebt Shiono ihn vielleicht doch nicht wirklich? Soll er vielleicht auf das Liebesgeständnis einer Mitschülerin eingehen oder doch darauf hoffen, dass Shiono sich ihm doch noch nähert? Aber vielleicht ist auch alles nur ein Missverständnis.

Eigene Meinung
Mir gefiel „Hinata-Kun“ recht gut. Herausragend ist der Manga jetzt nicht, aber was Nettes für zwischendurch. Bei der Gestaltung der Charaktere hätte ich mir ein wenig mehr Individualität gewünscht. Die Protagonisten der einzelnen Geschichten waren sich doch recht ähnlich vom Äußeren, da hätte ich mir mehr Abwechslung gewünscht. Auch sonst waren die Geschichten nicht wirklich was Neues, aber dennoch gut gemacht.
Die Zeichnungen sind wirklich gut, etwas kantiger und nicht so weich wie bei manch anderen Manga, aber ich fand, dass es zu den Geschichten gut passte.

Das Lesen ging zügig voran, auch wenn es ab und an ein wenig textlastig war.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist gut gewählt. Es wird nichts zu deutlich dargestellt, aber einen gewissen Sexanteil gibt es in dem Manga dann doch.

Hinata-Kun“ ist jetzt kein Muss, aber man macht mit dem Kauf auch keinen Fehler, denn der Manga unterhält einen dennoch gut!

Hinata-kun: © 2013 Lily Umiyuki, Houbunsha/ Toykopop

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Der Schöne und der Nerd

Name: Der Schöne und der Nerd
Englischer Name:
Originaltitel: Ore noi Yome ni Kareshi wa Hairimasu ka?
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Akiho Kosaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Shinobu ist ein Nerd an der Uni. Dort versucht er dies aber zu verbergen, da er in seiner Schulzeit damit nur traumatische Erfahrungen gesammelt hat. Als er seine heißgeliebte Sammelkarte verliert und der attraktive Sugano, ein Kommilitone, sie ihm zurückgeben will, flüchtet er daher auch erst mal.

Aber Sugano lässt nicht locker und so erfährt er von Shinobus Vorlieben und findet sie sogar echt süß. So süß, dass sich Sugano dazu hinreißen lässt, zu behaupten, dass seine Schwester die Illustratorin der Sammelkarten sei. Alles nur um mehr Zeit mit Shinobu verbringen zu können.

Das passiert dann auch wirklich, aber kann aus dem Nerd und dem Schönen wirklich ein Paar werden?

Als Zusatz gibt es noch die Geschichte von Hidaka und seinem kleinen Sohn Naoki, sowie dessen Kindergärtner Igarashi!

Im Kindergarten die Freundlichkeit in Person, steckt wohl auch noch eine andere Seite in Igarashi, als er Hidaka vor einem pöbelnden Typen beschützt. Aber warum droht er ihm, seinem Sohn zu sagen, dass er nicht sein leiblicher Vater ist, sollte er jemanden was von dem Vorfall sagen? Und warum ist er beim nächsten treffen im Kindergarten wieder die Nettigkeit in Person? Hidaka versteht es nicht wirklich und noch weniger, dass Igarashi, nachdem er die Kinder auf einem Fest vor einem Betrunkenen beschützt hat, sich hat beurlauben lassen! Also sucht er ihn mit Naoki auf!

Aber wie wird er darauf reagieren, dass Igarashi ihm mit einem Mal seine Liebe gesteht?

Eigene Meinung
„Der Schöne und der Nerd“ ist ganz ok für zwischendurch, allerdings auch kein Muss!

Die Geschichten sind nicht gerade neu und von beiden Geschichten gefiel mir die zweite noch am Besten, da Naoki doch ein wenig was durch seine Niedlichkeit bei mir riss.

Dagegen verblassten aber die anderen Charaktere ziemlich. Weder vom Aussehen noch ihrer Art boten sie wirklich etwas Neues! Es fehlte an Spannung und interessante Nebencharaktere gab es auch nicht wirklich!

Man hätte eindeutig mehr aus dem Manga machen können!

Von den Zeichnungen dagegen ist der Manga wirklich gut, mit viel Liebe zum Detail gestaltet! Nur waren die Geschichten so fade, das selbst dies den Manga in meiner Gunst nicht wirklich steigen ließ.

Mit dem Lesen ging es dennoch zügig voran, die Panele waren nie zu textlastig, so dass man gut voran kam und recht schnell mit dem Manga durch war.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und passt sehr gut. Es geht an einer Stelle schon etwas mehr zur Sache, allerdings nicht zu explizit!

Fans von Boys Love Manga können einen Blick riskieren! Ein Must-Have ist der Manga allerdings nicht!

Der Schöne und der Nerd: © 2016 Akiho Kosaka, Tokuma Shoten/ EMA

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Du willst es doch auch

Name: Du willst es doch auch
Englischer Name:
Originaltitel: Toshigoro no otokonoko to are
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2015
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Aya Sakyo
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Als Sakurai eines Tages von seinem Mitschüler und Freund Shinohara beim masturbieren erwischt wird, ändert sich sein Leben drastisch.

Von nun an will Shinohara ständig dabei sein, wenn er es wieder tut. Aber warum nur? Und warum findet Sakurai das auch noch geil? Mit der Zeit reicht es Shinohara aber nicht mehr, nur noch zu zusehen. Er will selbst Hand bei Sakurai anlegen und bringt ihn damit und mit ein paar Küssen sogar zum Höhepunkt.

Die Beiden verstehen sich selbst nicht mehr. Shinohara will allerdings keine Beziehung mit Sakurai, da er überzeugt ist, trotz allem nicht Schwul zu sein. Sakurai will so aber nicht weiter machen, denn er hat sich in seinen Freund verliebt!

Gibt es für die Beiden ein Happy-End?

Eigene Meinung
„Du willst es doch auch“ war ganz okay, allerdings gab es schon bessere Manga von Aya Sakyo. Zwar hat auch die „Kuroneko“-Reihe von ihr nicht so viel Handlung, aber die waren auf jeden Fall unterhaltsamer, als dieser Manga. Mir fehlte einfach ein wenig die Tiefe. Alles ging recht schnell mit den Beiden, da hätte man mehr draus machen können.

Die Zeichnungen dagegen waren wie immer sehr gut und detailreich, gerade in Bezug auf die expliziteren Stellen im Manga.

Mit dem Lesen ging es zügig voran. Die Panele waren nie zu textlastig. Das Augenmerk lag eindeutig mehr auf das sexuelle Geschehen zwischen den Beiden, als auf dem Rest der Handlung. Nebencharaktere wurden nicht wirklich eingeführt, daher dreht sich wirklich alles nur um die Beiden!

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und ist gut gewählt, da es doch recht deutlich zur Sache geht.

Fans von Aya Sakyos Manga sollten auch bei „Du willst es doch auch“ zugreifen, um ihre Sammlung zu erweitern. Ansonsten ist es eben Geschmackssache, ob der Manga einem gefällt oder eben nicht!

Du willst es doch auch: © 2015 Aya Sakyo, Tokuma Shoten/ EMA

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Love Drops

Name: Love Drops
Englischer Name:
Originaltitel: Love Suton
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Kakine
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Einfach so bestimmt die Schwester von Genma, dass ihr Ex bei ihrem Bruder unterkommen soll! Dass dieser das allerdings nicht wirklich will, wird ignoriert. So muss er sich nun mit Mikuriya arrangieren, der einige unangenehme Marotten an den Tag legt. Ständig nervt er ihn mit Anzüglichkeiten ihm gegenüber und für sein Studium lernt er nur wenig.

Letztendlich schafft es der Typ dann doch noch, ihn in’s Bett zu kriegen. Allerdings wohl nur durch die von ihm entwickelten „Love Drops“ Tabletten, die einem angeblich verliebt in jemanden machen können. Von da an landen die Beiden immer wieder im Bett, aber keiner von ihnen glaubt wirklich daran, dass man verliebt sei und aus ihnen was anderes als Sexgefährten werden könnten.

Aber warum ist Genma dann eifersüchtig, als er Mikuriya mit seinem Professor sieht und warum nimmt Mikuriya reißaus, als Genma sich wirklich in ihn zu verlieben beginnt?

Kann es sein, dass die Lösung von allem in ihrer Vergangenheit liegt? Einer Vergangenheit an die sich Genma noch nicht erinnert hat?

Zu dem Teil mit Genma und Mikuriya kommt dann noch eine Zusatzgeschichte.

Diese stellt uns Santaro und Mukai vor. Die beiden lernen sich in einer Bar kennen. Santaro will ein cooler Kerl werden, da seine Freundin ihn gerade verlassen hat, weil sie ihn seinem Verhalten nach für einen alten, öden Mann hält. Das stört Mukai nicht, da es ihn an seinen alten Lehrmeister erinnert, welcher ihm zur Aggressionsbewältigung das Stricken beibrachte. Nun ist der alte Herr leider Tod und er furchtbar traurig. Wird er Santaro näher kommen, während er nun diesem das Stricken beibringt? Oder wird er Reißaus nehmen, wenn er erfährt, das Santaro ebenfalls mit dem älteren Herrn zu tun hatte?

Eigene Meinung
„Love Drops“ war mir ein wenig zu viel von allem auf einmal. Sex, Bewältigung von Vergangenheitsproblemen, hin und her ob es nun was wird oder nicht. Besser wäre es gewesen, wenn man den Beiden und der Geschichte mehr Raum zur Entwicklung gegeben hätte und mindestens zwei Bände herausgebracht hätte, als alles in einen Band zu stopfen.

So wurde man leider mit keinem der beiden Hauptcharakteren wirklich warm und es war einem einfach nicht wirklich wichtig, ob sie am Ende nun zusammenkommen oder nicht.

Mit gefiel in dem Band die zweite Geschichte schon viel mehr. Santaro und Mukai hatten ihren ganz eigenen Charme. Ihre Geschichte wurde langsamer erzählt und bei ihnen fieberte man wirklich schon mehr mit, als bei der vorherigen Geschichte. Ihnen gönnte man ihr Happy-End weitaus mehr!

Dementsprechend hat es sich bei mir auch ein wenig mit dem durchlesen hingezogen, weil es einfach zu textlastig war und meist die Spannung fehlte.

Zeichnerisch war der Manga wirklich gut. Detailreich, wenn auch ein wenig grober, als bei manch anderen Boys Love Manga.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und ist gut gewählt, da man in dem Alter manche Zusammenhänge der Geschichte schon besser versteht und man mit den expliziteren Stellen nicht überfordert wird.

Fans von Boys Love Manga können einen Blick riskieren, ein Muss ist der Kauf allerdings nicht!

Love Drops: © 2016 Kakine, Shinshokan/ EMA

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Royal Tailor

Name: Royal Tailor
Englischer Name:
Originaltitel: Joou to Shitateya
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2016
Deutschland: EMA 2017
Mangaka: Scarlet Beriko
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
Ohmi möchte in seinem Job mehr Erfolg haben. Von seiner Chefin erfährt er von einem Schneider, der Maßanzüge herstellt und damit wohl schon so manchem Angestellten geholfen hat, die Karriereleiter zu erklimmen. Alles natürlich Humbug meint Ohmi, aber aus Neugier geht er dennoch hin und trifft auf Shida, den Schneider! Mit seiner schroffen Art verscherzt er es sich aber zuerst mit diesem.

Dennoch willigt Shida bei einem weiteren Aufeinandertreffen dann doch ein, einen Anzug für Ohmi zu fertigen. Die Beiden verbringen nun mehrfach Zeit miteinander und kommen sich näher und näher.

Aber kann das mit ihnen funktionieren? Shida ist um einiges älter als Ohmi und umsorgt seine Lieben gern. Zu sehr, wie es scheint, denn Shida wurde von seiner Frau verlassen, als sie sein Verhalten als zu erdrückend empfand. Ohmi sieht das ähnlich, aber eher deswegen, weil bisher stets seine große Schwester ein Auge auf ihn hatte und in manchen Dingen zu viel Druck auf ihn ausübte.

Wird er sich diesmal gegen sie durchsetzen, als sie die Beziehung der Beiden spitz kriegt und ihn auffordert, diese zu beenden?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Royal Tailor“ sehr gut. Scarlet Beriko bringt wirklich tolle Manga heraus! Ich bin echt froh, dass sie sich von reinen Sexgeschichten weg entwickelt, zu Manga mit wirklich tollen Geschichten und Charakteren. Man fiebert bei ihren Geschichten immer mit und hofft auf ein gutes Ende.

Zudem finde ich es immer wieder toll zu sehen, dass ihre Charaktere durch ihre individuelles Aussehen noch an Charme und Wesenszügen gewinnen. Dabei werden sie nie zu überspitzt dargestellt, sondern kommen einen einfach wie aus dem Leben gegriffen vor.

Die Zeichnungen sind daher auch wie immer sehr gut und voller Detailreichtum.

Mit dem Lesen kam man sehr zügig voran, weil die Geschichte wirklich sehr unterhaltsam war und man unbedingt wissen wollte, ob es nun was zwischen den Beiden wird oder nicht. Dabei war es durchweg spannend, süß und sogar ein wenig dramatisch.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und ist gut gewählt, da es ab und an doch recht deutlich zur Sache geht und man die nötige Reife für die eigentliche Handlung des Manga erst in diesem Alter hat.

Fans von Scarlet Berikos Manga sollten unbedingt bei „Royal Tailor“ zugreifen. Ich leg ihn aber auch allen anderen Liebhabern von Boys Love Manga an’s Herz. Man macht damit definitiv keinen Fehler!

Royal Tailor: © 2016 Scarlet Beriko, Shinshokan/ EMA

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Let me take responsibility!

Name: Let me take responsibility!
Englischer Name:
Originaltitel: Sekinin Torasete!
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2013
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Kyoko Aiba
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Nach einer feuchtfröhlichen Nacht landet Kouta mit seinem besten Freund Shinobu im Bett. Der junge Mann kann es kaum glauben und ist ein wenig überfordert damit und weiß nicht so recht wie er damit umgehen soll. Dann gesteht ihm Shinobu auch noch, dass er schon länger in Kouta verliebt ist, er aber nichts weiter von ihm erwartet, da dies ein Fehler gewesen sei.

In der Folgezeit macht sich Kouta allerdings so seine Gedanken und scheint zu merken, dass da wohl doch mehr sein könnte. Daher bietet er Shinobu an, für die gemeinsame Nacht die Verantwortung zu übernehmen und ein Paar zu werden. Dieser lehnt allerdings ab und so muss sich Kouta in’s Zeug legen, um seinem Freund zu beweisen, dass er es wirklich ernst meint.

In einer weiteren Geschichte geht es um Shunsuke und Hinata. Letzterer will endlich seine Unschuld verlieren, doch leider klappte es bisher nicht. Da Hinata so verzweifelt scheint bietet Shunsuke ihm an, ihm dabei behilflich zu sein und tatsächlich lässt Hinata ihn Hand anlegen!

Aber was ist wenn echte Gefühle ins Spiel kommen? Kann aus den Beiden tatsächlich ein Paar werden?

Eigene Meinung
„Let me take responsibility“ ist ganz okay für zwischendurch. Die Geschichten kennt man in anderer Form schon aus diversen Boys Love Manga und bieten daher nichts wirklich Neues. Da muss ich leider sagen, dass es schon bessere Manga von Kyoko Aiba gegeben hat! Zudem sollte der Manga erst unter dem Titel „Be an Adult“ erscheinen, wurde allerdings diverse Male verschoben und ist nun unter neuem Titel erschienen.

Die Charaktere stechen nicht wirklich hervor! Weder im Aussehen noch im Charakter. Fand ich sehr Schade, aber bei der Menge an Boys Love Manga, die erscheinen, ist es auch schwer originell zu bleiben.

Bei den Zeichnungen kann man allerdings nicht meckern. Die sind gewohnt gut und detailreich. Besonders in den Sexszenen, geht es sehr deutlich zur Sache.

Mit dem Lesen kam man relativ gut voran. Ab und an waren die Panele ein wenig textlastig, aber das war zu verschmerzen.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist gut gewählt, da es schon des öfteren ein wenig hoch her geht, was den sexuellen Anteil angeht.

„Let me take responsibility“ ist Geschmackssache. Entweder er gefällt einem oder eben nicht! Aber da muss sich jeder selbst ein Bild von machen!

Let me take responsibility!: © 2013 Kyoko Aiba, Kadokawa/ Carlsen

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Gun & Heaven

Name: Gun & Heaven
Englischer Name:
Originaltitel: Gun & Heaven
Herausgebracht: Japan: Libre 2016
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Kazuma Kodaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Die beiden Scharfschützen J.B. und Roy haben nicht nur denselben Job, nein sie sind auch ein Liebespaar. Das macht die Beziehung der Beiden allerdings nicht gerade leichter, denn J.B. neigt dazu, Roy beschützen zu wollen. Dieser sieht das aber nicht ein und möchte gleichberechtigt in ihrer Beziehung sein, weswegen es zu Spannungen kommt. Zu allem Überfluss macht jemand auch noch Roy schöne Augen, was J.B. natürlich nicht gern sieht und daher schnell den Finger am Abzug hat.

Können die Beiden ihre Beziehung retten und es schaffen, ihre gefährlichen Aufträge zu überleben, oder sind sie dem Untergang geweiht?

Eigene Meinung
„Gun & Heaven“ ist ein netter Manga für zwischendurch, aber wahrlich kein Meisterwerk. Der Manga ist ein Spin-off zu dem Manga „Kizuna“, welcher ab 2003 in Deutschland bei Carlsen erschien.

Mir fehlte ein wenig die Vorgeschichte der Beiden, vermutlich weil ich den Hauptmanga „Kizuna“ nicht kenne. Die Vorgeschichte wurde im Spin-off leider nur kurz angerissen, aber das reichte nicht aus, um die Charaktere einem wirklich nahe zu bringen. Viel mehr war es einem schon fast gleichgültig wie es am Ende ausging, da keiner von beiden einem wirklich ans Herz wuchs. Auch die Nebencharaktere sind eher farblos und eher zum Lückenfüllen gedacht, so schien es.

Die Zeichnungen dagegen sind gut. Einen bärtigen Mann in einem Manga zu sehen, war mal was gänzlich neues und wohl mit einer der wenigen Pluspunkte für „Gun & Heaven“.

Die Panele waren ab und an ein wenig textlastig, aber das bremste das Lesen jetzt nicht so sehr aus, wie die, für mich, fehlende Spannung im Manga an sich.

Die Altersempfehlung liegt bei 16 Jahren und passt sehr gut. Es geht doch schon mal expliziter und gewalttätiger zu und die erzählte Geschichte richtet sich doch eher an die älteren Leser!

Man kann sich „Gun & Heaven“ kaufen, denn wirklich schlecht ist er nicht! Es ist wohl eher eine Geschmackssache, mein Fall war er leider nicht! Vermutlich werden dann doch eher Fans des Manga „Kizuna“ zugreifen, da diese die Hauptcharaktere der Geschichte sicherlich schon kennen sollten!

Gun & Heaven: © 2016 Kazuma Kodaka, Libre/ Carlsen

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Dich werde ich niemals lieben

Name: Dich werde ich niemals lieben
Englischer Name:
Originaltitel: Kono Ore ga Omae Nanka Suki na Wakenai
Herausgebracht: Japan: Taiyo Tosho 2013
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Chise Ogawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Wenn man immer gewohnt ist im Mittelpunkt zu stehen, und dann doch mal einen Korb bekommt, dann nimmt einen das doch ganz schön mit. Das muss auch der junge Taisei erfahren, als Keita nach einigen Jahren zurück – in ihre Schule und Klasse – kommt und sich partout nicht daran erinnert, ihn von früher zu kennen.

Das macht Taisei dermaßen wütend, dass er beginnt sich wieder mit Keita anzufreunden, um ihm dann dieses Mal das Herz zu brechen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass die alten Gefühle wieder aufflammen! Diesmal erkennt er, dass er verliebt ist, doch er weigert sich dem nachzugeben. Doch dann macht Keita selbst einen Schritt auf ihn zu und gibt ihm zu verstehen, dass er bereit für mehr ist.

Nur wird dann doch noch Taiseis eigentlicher Plan, von Keitas Cousin Masumi, aufgedeckt und die frische Beziehung der Beiden scheint zu zerbrechen! Kann Taisei beweisen, dass es ihm wirklich ernst ist? Und warum taucht Masumi ständig auf und stört die Beiden? Kann es sein, dass er selbst was für seinen Cousin empfindet?

Eigene Meinung
Ich muss ehrlich zugeben, das mir die bisher erschienenen Manga von Chise Ogawas besser gefallen haben. Sie waren ein wenig ernster im ihrem Grundton. Diesmal scheint versucht worden zu sein, ein wenig Witz mit reinzubringen, allerdings nervt einen dies eher ein wenig. Taisei ist im Grunde zwar ein netter Kerl, doch durch sein kindisches und selbstverliebtes Verhalten wird es einem nicht leicht gemacht ihn zu mögen. Keita dagegen ist so verschlossen, dass man kaum einen Einblick in dessen Gefühlsleben bekommt und wenn doch es einem nur oberflächlich vorkommt. Man hätte mehr aus dem Manga rausholen können!

Die Zeichnungen sind gewohnt gut und detailreich. Allerdings ähneln Keita und Teisei doch von der Gestaltung her Miki und Udou aus „Ein Spiel namens Liebe“, da hätte ich mir doch ein wenig mehr Kreativität gewünscht. Dagegen waren die Nebencharaktere schon interessanter gestaltet. Allen voran Teiseis beste Freunde, die Zwillinge Yasukichi und Tokuko! Diese ragen in ihrer Darstellung wirklich heraus, auch wenn sie nicht ganz so oft vorkommen.

Die Panele waren nie zu textlastig, daher kam man mit dem Lesen zügig voran, zumal man trotz der Kritik meinerseits doch gern wissen wollte, wie es mit den Beiden endet.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und ist passend gewählt. Sexuell geht es nur kurz zur Sache, man sollte aber dennoch eine gewisse Reife besitzen, um das Verhalten und die Taten der einzelnen Charaktere wirklich verstehen zu können.

Fans von Chise Ogawa sollten auch bei „Dich werde ich niemals lieben“ zugreifen, auch wenn der Manga diesmal einige Schwächen aufweist. Solchen Lesern, die gerade erst auf ihre Werke aufmerksam geworden sind, lege ich erst mal ihre bisher erschienen Manga ans Herz! Diese sind weitaus besser als dieser Einzelband!

Dich werde ich niemals lieben: © 2013 Chise Ogawa, Taiyo Tosho/ Tokyopop

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