Diagnose: Liebe

Name: Diagnose: Liebe
Englischer Name:
Originaltitel: To Aru Gekai to Naikai no
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2012
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,00 €

Diagnose LiebeStory:
Seit ihrem gemeinsamen Praktikum ist der Internist Misawa in seinen Kollegen Kazami verliebt, der zu den besten Chirurgen des Krankenhauses gehört, in dem beide arbeiten. Da Kazami nur am weiblichen Geschlecht interessiert ist und vor keiner hübschen Krankenschwester Halt macht, hat Misawa seinem Freund nie seine wahren Gefühle offenbart. Er versteckt sie tief in sich, lediglich der junge Art Tono durchschaut Misawa und bietet ihm seine Hilfe an. Dabei ist Tonos Anliegen nicht ganz uneigennützig, schließlich hat er selbst einen Blick auf Misawa geworfen. Da der junge Internist in seiner Liebe zu Kazami keine Hoffnung hegt, willigt er ein es mit Tono zu versuchen, und ahnt dabei nicht, dass Kazami durchaus auf die Liebelei aufmerksam wird – und anders reagiert, als erwartet.

Eigene Meinung:
Mit „Diagnose: Liebe“ erschien Anfang 2014 ein weiterer Einzelband von Makoto Tateno, zu dem er auch das Sequel „Therapie: Liebe“, das für das kommende EMA Sommerprogramm angekündigt ist du Tonos Geschichte weiterführt.

Die Geschichte bietet wenig Neues und ist bereits nach wegen Seiten offensichtlich. Man weiß im Grunde ganz genau, wie der Manga endet und welche Höhepunkte er bietet. Makoto Tateno wartet mit gewohnter, recht stereotyper Kost auf, die aufgrund der Figuren und der Zeichnungen wie ein Abziehbild ihrer bisherigen Einzelbände ist. Lediglich das Setting Krankenhaus und die Sidestory um die kleine Yuko bringt en bisschen Schwung in den Alltagsbrei und bietet dem Leser zumindest eine weitere Facette. Dennoch bleibt die Handlung des Mangas weitestgehend auf der Strecke, da es sich vorwiegend um die Dreiecksbeziehung zwischen Misawa, Kazami und Tono dreht.

Auch die Figuren bieten leider wenig tiefgründige Facetten. Sowohl Misawa, als auch Kazami und Tono sind stereotyp und handeln genau so, wie man es vorhersieht. Es ist schade, dass Makoto Tateno nie den Versuch macht auszubrechen und neue Figuren zu entwickeln, anstatt an ihren üblichen Rollenschemen festzuhalten, die man jedem ihrer Mangas findet. Dass sie auch optisch Charakteren aus anderen Einzelbänden und Serien ähneln, erschwert es dem Leser zusätzlich, sich auf die Charaktere einzulassen. Es ist schade, da man verstärkt das Gefühl hat, die Zeichnerin stagniert, sowohl in ihrer Art Geschichten zu erzählen, als auch bei ihren Hauptfiguren.

Wir bereits erwähnt, sind die Zeichnungen zwar sicher und solide, jedoch sehr blass und nichtssagend. Die Figuren ähneln den Hauptcharakteren älterer Mangas, es gibt optisch einfach nichts Neues zu entdecken. Sicherlich weiß Makoto Tateno um Anatomie, Perspektive und Hintergründen, ist sie doch seit Jahrzehnten aktiv im Geschäft, doch mit der Zeit langweilen ihre Zeichnungen ebenso sehr, wie die Inhalte ihrer Mangas. Es fehlt das Besondere, um „Diagnose: Liebe“ wirklich in Erinnerung zu behalten.

„Diagnose: Liebe“ ist ein netter BL Einzelband, der jedoch nur Hardcore Fans der Zeichnerin zu empfehlen ist, oder allen, die wirklich jeden deutschen Boys Love Manga besitzen müssen. In der breiten Masse geht er leider vollkommen unter, da sowohl die Charaktere, als auch die Handlung nichts Neues bereit hält. Makoto Tateno stagniert als Mangaka immer mehr und es fällt schwer, sich auf Einzelbände von ihr einzulassen. Ihre Stärken liegen in Action und längeren Reihen, weswegen „Diagnose: Liebe“ leider nicht überzeugen kann.

© Koriko

Diagnose: Liebe: © 2012 Makoto Tateno, Shinshokan Co., Ltd. / EMA

Devil’s Game

Name: Devil’s Game
Englischer Name:
Originaltitel: Akuma Game
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2010
Deutschland: EMA 2012
Mangaka: Ryo Takagi
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Devil's Game Band 1Story:
Schon von Kindesbeinen an hat der Adelssohn Setsuna mit einer außergewöhnlich hohen Anziehungskraft zu kämpfen, die er auf andere ausübt. Die Pheromone, die er versprüht, sorgen dafür, dass ihm nahezu jeder (egal ob Frau oder Mann) an die Wäsche will. Setsuna selbst kann nur schwer damit umgehen und ist es Leid, sich gegen die täglichen Übergriffe von Verwandten oder Angestellten zu wehren. Nachdem seine Eltern gestorben sind, wird es für ihn immer unerträglicher. Als er auf der Suche nach einem Buch ist, stößt er auf einen Spiegel, in den er als Kind einen magischen Bannkreis geritzt hat, in der Hoffnung einen Teufel heraufzubeschwören, der ihn vor all den Menschen beschützt. Da ihm dies nicht gelang, vergaß er diesen Spiegel nach und nach.

Ohne es zu wollen, aktiviert Setsuna den Bannkreis, als er mit seiner blutenden Hand die Oberfläche des Spiegels berührt und der Teufel Jin tritt in Setsunas Leben. Er bietet Setsuna an, sich um dessen Pheromone zu kümmern, damit der junge Mann endlich ein friedliches Leben führen kann. Der Preis gefällt Setsuna jedoch weniger. Jun offenbart ihm, dass er ihm die Pheromone, von denen sich Teufel wie er ernähren, nur mit einem Kuss absaugen kann. Zudem hält diese Wirkung gerade einmal eine halbe Stunde an, danach ist alles so wie vorher.

Widerwillig steigt Setsuna auf Jins Vorschlag ein, ohne zu wissen, dass der Teufel ihm einiges verschwiegen hat. Nach und nach muss Setsuna erkennen, dass es durchaus noch andere Möglichkeiten gibt, seine Pheromone dauerhaft unter Kontrolle zu bringen. Doch diese Optionen gefallen Setsuna überhaupt nicht, zumal er dabei Jin wesentlich näher kommt, als er es möchte. Als Jin ihm auch noch offenbart, dass er Jahre lang darauf gewartet hat, dass Setsuna ihn zu sich ruft und die ganze Zeit in den jungen Adeligen verliebt ist, ist Setsuna vollkommen verwirrt, denn auch er empfindet mehr für den Teufel, als ihm lieb ist.

Devil's Game Band 2Eigene Meinung:
„Devil’s Game“ ist bereits der siebte Band aus der „Game“- Reihe Ryo Takagis. Die Handlung ist recht simpel aufgebaut und wirkt zu Beginn ein wenig an den Haaren herbei gezogen. Zudem fällt es dem Leser schwer nachzuvollziehen, warum Jin das Ganze mitmacht, ohne für den Pakt eine wirkliche Gegenleistung zu verlangen. Es ist ein wenig unausgegoren, zumal es bei einem Einzelband nur wenig Platz für die Charakterentwicklung und einen wirklichen Spannungsbogen gibt. Daher wirken sowohl Jin, als auch Setsuna sehr blass, haben kaum Ecken und Kanten. Es gibt den üblichen aktiven, gutaussehenden Part und den passiven, igeligen Part, mit dem wohl jeder Manga Ryo Takagis aufwartet. Das macht ihre Werke unterdessen unheimlich langatmig und langweilig, insbesondere da man schon am Anfang weiß, wie der Manga ausgeht.

Die Zeichnungen sind seit dem ersten Band der „Game“- Reihe noch schlechter und fehlerhafter geworden. Konnte man die falschen Proportionen zu Beginn noch weg ignorieren, fällt es zunehmend schwer diese unendlich langen Oberkörper (die mitunter länger erscheinen, als die Beine der Charaktere) und die falschen Perspektiven als Teil des Stil zu akzeptieren. Auch die Arme sind viel zu lang, ebenso haben die Finger der Charaktere mitunter vier Gelenke, oder mehr. Ryo Takagi kann unterdessen fast nur noch Gesichter und Haare zeichnen, alles andere geht ihr vollkommen ab. Die Perspektiven und Hintergründe sind so falsch, dass es mitunter schwerfällt zu erkennen, was sich eigentlich in den Panelen abspielt. Dementsprechend häufig findet man Seiten, in denen die Panele nur von Gesichtern bestimmt werden, was unheimlich ermüdend und langweilig ist.

Insgesamt ist „Devil’s Game“ nur etwas für Fans der Künstlerin und solche, die wirklich jeden Manga von ihr besitzen müssen. Die Handlung ist langweilig und wirkt wie eine schlechte Kopie von „Black Butler“, die Zeichnungen sind unterdessen noch schlechter und falscher geworden. Nur Hardcore-Fans zu empfehlen…

© Koriko

Devil’s Game: © 2010 Kadokawa Shoten Co., Ltd. / EMA

Destiny

Name: Destiny
Englischer Name:
Originaltitel: Bokura no unsei
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2003
Deutschland: EMA 2005
Mangaka: Matsumoto Temari
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Destiny„Destiny“, von Matsumoto Temari, ist ein Einzelband, der neben der Hauptgeschichte „Destiny“ noch drei weitere Kurzgeschichten aus dem Genre Shonen-ai beinhaltet.

Destiny
Der 16-jährige Asahi Nitta wird vom Pech verfolgt. Das geht schon sein ganzes Leben so. Das Einzige was zu helfen scheint, ist die „spirituelle Reinigung“ von Rokujo-Sensei, dem Betreuer des Wahrsage-Clubs. Nach einem Kuss von ihm ist Asahi einen Tag von seinem Pech befreit. Da er seinem Sensei so viel zu verdanken hat, ist er gar nicht glücklich darüber, dass dieser in der Schule einen schlechten Ruf genießt – außer ihm ist Asahi das einzige Clubmitglied. Zwar ist es Rokujo ziemlich egal, was andere von ihm halten, aber Asahi zuliebe lädt er dann doch einige Schülerinnen zur Club-Vorstellung ein. Darunter ist auch ein Mädchen, dass das gleiche Problem wie Asahi hat und sich sehr für Wahrsagerei interessiert.

Doch der Gedanke, dass Rokujo-Sensei bei dem Mädchen das selbe Ritual – den Kuss – wie bei Asahi durchführen könnte, gefällt diesem überhaupt nicht. Unglücklich verlässt er den Raum und läuft davon. Rokujo-Sensei folgt ihm und beiden wird klar, dass sie Gefühle füreinander hegen. Sie werden ein Paar und sollten eigentlich von nun an glücklich sein. Doch dann holt die Vergangenheit die beiden ein…

Mechanics of Love
Die Geschichte beginnt damit, dass der sonst sehr menschenscheue, zurückgezogen lebende Yoshino, der seinen Lebensunterhalt mit dem Reparieren von Spielzeugen verdient, Besuch von seiner Schwester, mit einem Androiden im Schlepptau, bekommt. Diese möchte, dass Yoshino und der Androide fortan zusammen leben um Yoshino’s Misanthropie zu kurieren. Yoshino ist von der Idee erst überhaupt nicht begeistert, kann sich gegen den Willen seiner Schwester aber nicht wirklich durchsetzen.

Der Androide wurde von Yoshino’s Schwester so konstruiert, dass er sich wie ein richtiger Mensch verhält. Doch da er künstlich ist, kann Yoshino seine Gegenwart und seine Berührungen ertragen. Mit der Zeit fasst er immer mehr Vertrauen zu seinem neuen Mitbewohner und dann stellt sich heraus, dass dieser gar nicht mal so künstlich ist, wie gedacht.

Meine Uniform und Du
Schulsanitäter Ogasawara hat einen Uniform-Fetisch. Der Schüler Sugiura ist sein Opfer, da dieser seiner Meinung nach besonders süß in seiner Uniform aussieht. Schritt auf Tritt verfolgt er ihn. Abwimmelversuche klappen nicht und andere Schüler scheinen ihn nicht zu interessieren. Doch liegt es wirklich nur an der Uniform, dass er Sugiura-kuns Gesellschaft sucht?

Die berüchtigten Zwei
Der stellvertretende Schülersprecher Hiroshi Akabane und der Schülersprecher Seiichi Aoyama gelten als das perfekte Paar. Nur die beiden sind anderer Meinung, hegen sie doch nicht mehr als freundschaftliche Gefühle füreinander.
Oder etwa doch nicht?

Eigene Meinung
Die Kurzgeschichten bestechen nicht gerade durch eine besonders anspruchsvolle Story oder interessante Charaktere und sind alle nach demselben Schema aufgebaut. Die innovativste Geschichte ist „Die berüchtigten Zwei“, allerdings umfasst diese nicht mehr als ein paar Seiten. Die Zeichnungen sind recht gut, trotzdem ist der Manga wegen der oben genannten Gründe nur an wirkliche Shonen-ai Fans zu empfehlen. Die Anderen werden wohl nicht wirklich auf ihre Kosten kommen.

© Raine

Destiny: © 2003 Matsumoto Temari, Kadokawa Shoten / EMA

Desire

Name: Desire
Englischer Name: Desire
Originaltitel: Desire
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2001
Deutschland: Carlsen 2007
Mangaka: Story: Maki Kazumi
Zeichnungen: Yukine Honami
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,00 €

DesireStory
„Wenn ich dich anschaue, macht mich das irgendwie geil.“, Toru glaubt seinen Ohren nicht. Sein Freund Ryoji sagt ihm das so nebenbei beim Essen auf dem Schuldach. Das bringt ihn völlig aus dem Gleichgewicht, denn er empfindet mehr für Ryoji als nur Freundschaft. Nun stellt er sich natürlich die Frage, ob er auch mehr für ihn fühlt. Doch als Toru ihm dann doch ausweicht, stimmt Ryoji zu und meint nur, er soll es doch vergessen. Leider ist das nicht so einfach. Denn er kann es nicht vergessen und weiß nicht wie er sich nun verhalten soll.

Ryoji ist wahrlich kein Kind von Traurigkeit und nicht lange nach dem Geständnis kommt heraus, dass er eine Freundin aus der Unterstufe hat. Das verletzt ihn sehr und der gemeinsame Freund Tadashi merkt das sehr schnell. Nicht nur das, er weiß was Ryoji zu Toru gesagt hat. Tadashi warnt seinen Freund Toru, denn Ryoji ist ein Tier was das Thema Sex angeht. Er lässt nichts anbrennen und Tadashi hat die Befürchtung, dass Toru verletzt wird, wenn er sich auf die Avancen von Ryoji einlässt. Aber allein der Fakt, dass er mit einem Mädchen geschlafen hat verletzt ihn schon. Um es sich nicht anmerken zu lassen weicht er Ryoji aus.

Doch der lässt nicht locker. Immer wieder spricht er Toru darauf an, dass er doch mit ihm schlafen möchte. Als er ihm das so direkt sagt, gibt Toru doch nach und geht mit zu ihm nach Hause. Sicher ist er sich aber immer noch nicht und so wehrt er sich, als Ryoji sich an ihn ranmacht. Am Ende kommt es doch zum Sex. Danach sagt Ryoji nur, dass er es sich anders vorgestellt hat. Mit der Annahme, dass es seinem Freund nicht gefallen hat, verlässt er dessen Wohnung und hat einige Bedenken, wie es nun weiter gehen soll.

Entgegen seiner Erwartungen verhält sich Ryoji ganz normal und so gibt sich Toru damit zufrieden, dass es nur dieses eine Mal seien würde. Er irrt sich, denn es dauert nicht lange und Ryoji will wieder Sex, denn das erste Mal war besser als er sich es vorgestellt hat und so will er mehr davon. Auf die Gefühle von Toru nimmt er dabei keine Rücksicht. Es passiert ein zweites Mal. Hinterher wird Toru richtig deprimiert und vertraut sich seinem AG-Leiter Kashiwazaki an. Entgegen aller Erwartung bietet dieser an seinen Freund zu spielen, um Ryoji von Toru abzubringen. Verwirrt stimmt dieser zu und so kommt es, dass beide ein Date haben. Hat Ryoji am Ende doch Gefühle für Toru?

Eigene Meinung
„Desire“ ist ein Manga ist von Maki Kazumi und Yukine Honami. Empfohlen ist er ab 16 und das ist durchaus berechtigt. Inhaltlich gibt es für mich einige Dinge, die mir nicht gefallen. Da wären zum Beispiel die Texte im Manga. Wenn ich so Worte finde wie „abspritzen, ihn problemlos in dich reinstecken, ect.“ finde ich es nicht besonders gefühlvoll erzählt. Kann natürlich sein, dass es genau so gewollt ist, es trifft eben nicht meinen Geschmack. Zeichnerisch hat der Manga eine gute Qualität.

Insgesamt würde ich dem Manga die Note 2 bis 3 geben. Allerdings ist es bestimmt für Freunde des reinen Shonen-Ai eine Bereicherung der eigenen Sammlung.

© Kari

Desire: © 2001 Maki Kazumi / Yukine Honami, Tokuma Shoten / Carlsen

Des Teufels Geheimnis

Name: Des Teufels Geheimnis
Englischer Name: The Devil’s Secret
Originaltitel: Akuma no Himitsu
Herausgebracht: Japan: Libre 2007
Deutschland: Tokyopop 2007, 2015
Mangaka: Hinako Takanaga
Bände: Einzelband
Bände: 6,50 € (Taschenbuch)
14,95 € (Perfect Edition)

Des Teufels GeheimnisStory
Pfarrer Mauro ist gottesfürchtig und hat sich vollkommen seinem Leben als Priester verschrieben. Eben jenes wird gehörig durcheinander gebracht, als er in seinem Garten den verletzten Raoul findet- einen Mann mit Hörnern und Teufelsschwanz. Zunächst hält er ihn für einen Dämon, doch als dieser ihn um Hilfe bittet und beschwört, dass er kein Dämon ist, überwindet sich Mauro dazu den Mann bei sich aufzunehmen. Seitdem ist Raoul beständiger Bestandteil seines Lebens, doch nach und nach wird dieses gehörig auf den Kopf gestellt. Raouls gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich zusehends und trotz heftiger Diskussionen weigert sich Raoul ein Krankenhaus oder zumindest einen Arzt aufzusuchen, um sich untersuchen zu lassen, da er schlechte Erfahrungen gemacht hat. Die Anfälle Raouls werden schlimmer und in einer hitzigen Diskussion verführt Raoul den unbedarften Priester, der seine Gefühle nicht mehr einzuordnen vermag.

Dass Raoul wirklich ein Dämon, noch dazu ein Inkubus ist, scheint nicht mehr zur Debatte zu stehen, besonders da es diesem nach ihrem kleinen Intermezzo wieder fabelhaft geht und Raoul langsam begreift, dass es für ihn lebensnotwendig ist, mit jemandem zu schlafen. Mauro scheint der perfekte Part zu sein und auch wenn dieser zunächst wenig davon hält, kann er sich nur schwer Raouls Charme entziehen.

Als jedoch Raouls Bruder Baldur auftaucht, der den jüngsten Spross seines Vaters mit sich zurück in die Unterwelt nehmen will, überschlagen sich die Ereignisse. Mauro ist hin- und hergerissen von seinen Gefühlen und Beldurs Auftauchen macht es nicht besser- im Gegenteil. Als Mauro erfährt, dass ein Inkubus allein durch Magie Gefühle und Gedanken beeinflussen kann, ist er sich nicht mehr sicher, ob er Raoul wirklich liebt, oder ob dieser ihn kontrolliert…

Kann Raoul letztendlich Mauro doch noch von seiner Ehrlichkeit überzeugen? Gelingt es Baldur seinen Bruder zurückzubringen und was empfindet der Pfarrer wirklich gegenüber Raoul.

Der Manga enthält zudem noch zwei weitere Kurzgeschichten, sowie zwei Bonusgeschichten zum Hauptmanga. In der Kurzgeschichte „Tun wir was Sinnloses!“ will Kenya seinen neuen Lehrer Hagino davon überzeugen, dass Liebe und Leidenschaft nicht unbedingt so sinnlos ist, wie dieser sie empfindet. In der Geschichte „Bis der Winter kommt“ geht es um alte Freunde, die sich nach der Highschool nicht mehr gesehen haben. Die Offenbarung Yubas, dass er in Tomono verliebt ist, bringt den Jungen ziemlich durcheinander und er kann sich nicht einmal dazu durchringen, seinem Freund auf die vielen SMS zu antworten. Erst das Gespräch mit einem Freund öffnet ihm die Augen.

Für alle Fans des Dämons Baldur aus der Hauptgeschichte dürfte die lustige Bonusstory „Die Geheimnisse der Dämonen“ interessant sein, in der Baldur auf seinen früheren Liebhaber Zahan trifft, der sich ein halbes Jahrhundert nicht hat blicken lassen, jedoch ein besonderes Geschenk als Wiedergutmachung bei sich trägt.

Eigene Meinung
Insgesamt ist „Des Teufels Geheimnis“ ein typischer Manga von Hinako Takanaga. Kurze Stories, zumeist mit recht eindeutigem Ende, hübsche Kerle zuhauf und recht seichte Stories. Lediglich die Idee mit den Dämonen ist ganz amüsant und geht einmal in eine andere Richtung, als ihre gängigen Werke, die sooft im Schulmilieu spielen. Die Zeichnungen sind solide, hübsch anzusehen und einfach durch und durch typisch für sie, auch die Charaktere bieten nicht viel Neues. Wer niedliche Shonen-Ai Mangas mit einer Brise Erotik mag, dem sei auch dieser Einzelband empfohlen. Hinako Takanaga Fans werden sowieso zugreifen, jedoch sollte sich der interessierte Shonen-Ai Leser auch mal nach Alternativtiteln umsehen. Ich persönlich hätte gerne mehr Abwechslung von ihr, da unterdessen fast immer dieselbe Story mit unterschiedlichen Charakteren von ihr erzählt wird.

Des Teufels Geheimnis Perfect EditionPerfect Edition
2015 erschien bei Tokyopop eine Special Edition zu Hinako Takanagas „Des Teufels Geheimnis“. Der Manga kommt im edlen Hardcover und größerem Format daher, was sich auf den recht stolzen Preis von 14,95 € niederschlägt. Die Perfect Edition ziert ein neues Cover, das alte ist in leicht abgeänderter Form (kein rosafarbener Hintergrund mehr) als Farbseite enthalten. Als zusätzliches Gimmick liegt ein Sticker bei, ansonsten wurde die Übersetzung ein wenig überarbeitet. Weitere Extras, Zusatzkapitel oder Gimmicks sind leider nicht enthalten – die Aufmachung entspricht dem 2008 veröffentlichen Manga.

Wie schon bei der Perfect Edition von „A foreign Love Affair“ ist der Druck sehr gut gelungen, gestochen scharf und die Aufmachung edel. Dennoch ist die Neuauflage des Mangas eher etwas für Hardcore Fans oder all diejenigen, die den inzwischen vergriffenen Manga noch nicht im Regal stehen haben. Wem der Manga noch fehlt und wer Hinako Takanagas Mangas mag, sollte einen Blick riskieren – allen anderen bietet die Perfect Edition bis auf den besseren Druck, das neue Cover und den Sticker leider nicht viel Neues.

© Koriko

Des Teufels Geheimnis: © 2007 Hinako Takanaga, Libre Publishing / Tokyopop

Der Duft der Apfelblüte

Name: Der Duft der Apfelblüte
Englischer Name:
Originaltitel: Shizuku Hanabira Ringo no Kaori
Herausgebracht: Japan: Libre 2009
Deutschland: Tokyopop 2011
Mangaka: Toko Kawai
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Der Duft der Apfelblüte Band 1Story:
Der junge Vertreter Haruna wird im Auftrag seiner Firma zu der Sakebrauerei Wakatake geschickt, um dort im Rahmen eines geplanten Vertrages bittstellig zu werden. Schnell wird Haruna klar, dass er ein schweres Los gezogen hat, ist der Besitzer der Brauerei doch gänzlich abgeneigt mit der Firma zu verhandeln. Da diese jedoch nicht so einfach aufgibt und einen ihrer Mitarbeiter täglich vorbeischickt, ist das Verhältnis gespannt. Nicht selten bewirft der übellaunige Kuramoto die Vertreter mit Schöpfkellen, Eimer oder sonstigem Inventar. Doch da Haruna in der Brauerei auf Koramotos Enkel, den jungen Nakagawa trifft und sich auf Anhieb in ihn verliebt, hat er keinerlei Probleme damit täglich bei Wakatake vorbei zu schauen. Dass Haruna keinerlei Alkohol verträgt und schon der geringste Schluck fatale Wirkungen auf seinen Körper hat, verschweigt er lieber.

Nakagawa selbst ist eher brüsk, unnahbar und überhaupt nicht an dem aufdringlichen Geschäftsmann interessiert. Harunas tägliche Besuche gehen ihm gewaltig auf die Nerven und er versucht zumeist dem anderen aus dem Weg zu gehen. Als Haruna herausfindet, dass Nakagawa als Servicetechniker für seine Firma arbeitet, nutzt er die Chance für ein Gespräch, und gesteht Nakagawa seine Liebe. Damit macht es Haruna jedoch noch schlimmer, denn Nakagawa weist ihn sofort zurück, da er keinerlei Interesse an einer Beziehung hat. Doch Haruna gibt nicht so schnell auf. Er versucht weiterhin sein Glück und lässt nichts unversucht, um Nakagawa besser kennen zu lernen und aus der Reserve zu locken. Mit viel Ausdauer, Anhänglichkeit und Hartnäckigkeit gelingt es ihm nach und nach die Familie besser kennen zu lernen. Er freundet sich nicht nur mit Nakagawas Schwester an, sondern sogar mit dem Besitzer der Brauerei. Doch obwohl Haruna das Gefühl hat seiner großen Liebe näherzukommen, weist dieser ihn immer wieder zurück und sorgt dafür, dass Haruna allmählich bezweifelt, überhaupt eine Chance zu haben. Als er, aufgrund seiner amerikanischen Abstammung, nach New York versetzt werden soll, nimmt sich Haruna vor, seine Liebe aufzugeben…

Der Duft der Apfelblüte Band 2Eigene Meinung:
„Der Duft der Apfelblüte“ stammt aus der Feder Toko Kawais, von der bereits die Einzelbände „Café Latte Rhapsdoy“ und „Just around the Corner“ bei Tokyopop erschienen sind. Wie schon bei ihren anderen Werken ist die Geschichte witzig und romantisch aufgebaut. Dennoch gelingt es Toko Kawai recht interessante Charaktere zu entwickeln, die der Geschichte ein wenig mehr Würze verleihen. Nakagawa ist extrem sperrig, meistens schlecht gelaunt und hat die meiste Zeit überhaupt keine Lust mit Haruna zusammen zu sein, der lebenslustiger und offener ist. Das ewige Hin und Her und die extrem unterschiedlichen Persönlichkeiten machen einen Großteil der Spannung und der Handlung aus. Auch die Tatsache, dass der Leser gemeinsam mit Haruna den jungen Nakagawa kennenlernt, macht einen großen Reiz aus. Es ist ganz angenehm, dass Harunas erste Annäherungen überhaupt nicht fruchten und die Beziehung der beiden ziemlich verworren ist.

Die Zeichnungen der Künstlerin sind sehr hübsch anzusehen. Toko Kawai hat einen sehr feinen, leichten Stil. Hintergründe sind eher spärlich gesät, auch an Dynamik mangelt es, weswegen die Charaktere ein wenig statisch und konstruiert wirken.

Insgesamt ist „Der Duft der Apfelblüte“ ein Muss für Fans romantischer Boys Love Stories und Fans von Toko Kawai. Dank Nakagawa und seines extrem sperrigen Charakters ist der Manga interessant und hebt sich ein wenig vom üblichen Einheitsbrei ab. Wer einer Mischung aus Comedy und Romance nicht abgeneigt ist, sollte einen Blick riskieren…

© Koriko

Der Duft der Apfelblüte: © 2009 Toko Kawai, Libre Publishing CO., Ltd. / Tokyopop

Der bittere Kuss der Lüge

Name: Der bittere Kuss der Lüge
Englischer Name: Lies & Kisses
Originaltitel: Uso to Kiss
Herausgebracht: Japan: Oakla 2005
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Masara Minase
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Der bittere Kuss der LügeStory:
Der 26-jährige Tatsuya ist seit Monaten auf der Suche nach seinem jüngeren Halbbruder Haruka, der vor vielen Jahren mit seiner Mutter das Haus verließ, nachdem sich ihr Vater hat scheiden lassen. Er möchte wissen, was aus seinem kleinen Bruder geworden ist, doch die Suche erweist sich als schwierig, da die Mutter des Jungens noch einmal geheiratet hat. Zudem lebt er nicht mehr bei seiner Mutter und ist nahezu unauffindbar. In dieser Zeit stolpert er in seiner Stammbar auf einen neuen, jungen Kellner, der dort hin und wieder Piano spielt. Er stellt sich als Haru Igarashi vor und sofort ist Tatsuya angetan von dem hübschen, jungen Mann.

Schon in der folgenden Nacht verführt er Haru, in den er sich verliebt hat. Auch Haru scheint dem Werben des älteren Mannes nicht abgeneigt zu sein und schließlich treffen sie sich immer öfter. Als Tatsuya kurz darauf erfährt, wer wirklich sein Halbbruder ist, ist er nicht nur entsetzt, sondern auch verzweifelt – ausgerechnet Haru ist sein gesuchtes Familienmitglied und er beginnt sich von dem Jungen zurückzuziehen. Haru kann dieses Verhalten nur schwer nachvollziehen und versucht immer wieder Tatsuya zu treffen und herauszufinden, was plötzlich geschehen ist. Doch sein neuer Freund schweigt, da er Haru nicht sagen will, dass sie eigentlich miteinander verwandt sind.

Als Tatsuya schließlich herausfindet, wie Haru lebt entschließt er sich seinen Bruder bei sich aufzunehmen, jedoch weigert er sich auf Harus Verführungsversuche einzugehen. Die Beziehung der beiden wird immer komplizierter, da Haru nicht versteht, warum er jetzt zurückgewiesen wird und Tatsuya sich immer noch körperlich von seinem Bruder angezogen fühlt.

Alles wird schlimmer, als Kaname Igarashi auftaucht, ebenfalls ein älterer Halbbruder Harus. Als dieser auch noch gegenüber Tatsuya äußert, dass sie sich als Brüder beide sehr ähnlich sind, wird Tatsuya klar, dass Haru die ganze Zeit über bereits wusste, dass sie Halbbrüder sind. Wütend wirft er Haru aus seiner Wohnung…

Eigene Meinung:
„Der bittere Kuss der Lüge“ ist der zweite Manga, den Masara Minase jemals veröffentlicht hat. Die Handlung folgt den üblichen Mustern ihrer Mangas und man kann in ihrem Fall durchaus sagen, dass sich ihre Mangas inhaltlich wiederholen, besonders was die Charakterentwicklung und die dramatischen Höhepunkte anbelangt. Kennt man einen – kennt man alle. Dementsprechend wird man sich beim Lesen an anderer ihrer Werke erinnert fühlen, wenngleich ihre Mangas trotz allem ein wenig von den üblichen Boys Love Geschichten abweichen. Die Charaktere sind nicht nur erwachsen, sie sehen auch so aus und zumeist zeichnet Masara Minase Männer in Anzügen und verzichtet auf die typischen High School Storys, die es in diesem Genre zuhauf gibt. Schön ist ebenfalls, dass die Geschichte weitestgehend realistisch abläuft und Handlungsträger die dramatischen Elemente sind. Natürlich dürfen auch entsprechende erotische Szenen nicht fehlen, die anatomisch gesehen besser aussehen, als in ihren späteren Mangas, wo gerade die Beine manchmal viel zu lang wirken.

Die Zeichnungen sind schön, teilweise sogar noch besser, als in ihren neueren Werke. Vielleicht liegt das daran, dass die Charaktere wärmer und detailreicher wirken, als in den späteren Mangas. Wie immer findet man auf jeder Seite wunderschöne Bishonen, ebenso hübsche Gesichter und fein ausgearbeitete Gesichtszüge. Großformatige Portraits nehmen auch den Hauptteil der Panels ein, man merkt, dass Masara Minase darauf besonders viel Wert legt. Doch auch ältere Menschen und Hintergründe sind für die Mangaka kein Problem.

Insgesamt ist „Der bittere Kuss der Lüge“ als eines der Debütwerke Masara Minases durchaus empfehlenswert. Wer die Künstlerin antesten möchte ist mit diesem Manga gut beraten, da er wärmer und wenig steril wirkt, als ihre späteren Werke. Doch auch wer Boys Love und realistische Dramas mag, sollte einen Blick hinein werfen. Zu empfehlen…

© Koriko

Der bittere Kuss der Lüge: © 2005 Masara Minase, Oakla Publishing Co.,Ltd. / Carlsen

Der beste Liebhaber

Name: Der beste Liebhaber
Englischer Name:
Originaltitel: Gokujyo no Koibito
Herausgebracht: Japan: Oakla 2007
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Masara Minase
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 5,95 €

Der beste Liebhaber Band 1Story:
Suda Yoshimi ist arrogant, überheblich und egoistisch. Als er sich dafür entscheidet unbedingt zu modeln und dank seines Vaters den Fuß in eine bekannte Agentur setzen kann, wird Kuniyoshi Masahiro damit beauftragt sich um den unverschämten Jungen zu kümmern. Immerhin will sich niemand den finanziellen Rückhalt des Vaters verscherzen und man geht davon aus, dass Yoshimi schon bald das Interesse am modeln verliert. Ein schweres Los für Masahiro, denn Yoshimi ist viel schlimmer, als zunächst gedacht. Er fordert nur die besten Jobs, will sofort an die Spitze und Masahiro kann ihn nicht ausstehen.

Dennoch ist Yoshimi ungewöhnlich begabt, hat ein ausgezeichnetes Gefühl für Shootings und versteht es sich vor der Kamera zu profilieren. Masahiro muss sich auch eingestehen, dass Yoshimi sowohl das perfekte Aussehen, als auch die idealen körperlichen Voraussetzungen mitbringt, um Model zu werden. Masahiro gibt sich alle Mühen, doch alles ändert sich, als Yoshimi herausfindet, dass sein Manager schwul ist und dieser auch noch offen dazu steht.

Yoshimi, der es gewohnt ist, als verzogenes Bürschchen alles zu bekommen, was er will, zwingt Masahiro dazu mit ihm zu schlafen. Er möchte die Erfahrung machen, wie es ist mit einem Mann zusammen zu sein und obwohl Masahiro sich nicht wehrt, hat Yoshimi noch lange nicht gewonnen. Das erste Mal erfährt Yoshimi, was es heißt abgewiesen zu werden und das stachelt seinen Zorn und seinen Ehrgeiz gleichermaßen ab. Zudem schafft er sich mit seinem rasanten Aufstieg in der Agentur nicht nur Freunde, besonders da er sich gegenüber den anderen Models sehr ungehobelt und überheblich verhält.

Der beste Liebhaber Band 2Die Ereignisse überschlagen sich als das Topmodel der Agentur aus dem Ausland zurück nach Japan kommt- Akito. Und ausgerechnet Masahiro ist mehr als nur gut mit Akito befreundet; sie scheinen auch ein Paar gewesen zu sein, bevor Akito seine Profikarriere startete. Voller Zorn und Eifersucht versucht Yoshimi alles, um Masahiro für sich zu gewinnen und den Rivalen auszustechen, doch das erweist sich als schwieriger als gedacht. Zum einen weil er erkennt, dass er mehr für seinen Manager empfindet, zum anderen weil er Akito noch lange nicht das Wasser reichen kann. Er beschließt sich mit vollem Ernst dem Modeln zu widmen, um so nicht nur Akito ebenbürtig zu sein, sondern auch Masahiros Herz für sich zu gewinnen…

Eigene Meinung:
„Der beste Liebhaber“ ist bisher die einzig lange Reihe Minase Masaras und umfasst bisher zwei von vier Bänden, da die Geschichte bereits komplett in einer Anthologie erschienen ist. Die Handlung ist dementsprechend ausgebaut und ermöglicht der Künstlerin ihre Charaktere tiefgründiger zu gestalten. So entwickelt sich Yoshimi durchaus im Laufe der Handlung, ebenso Masahiro. Zudem bringt sie mit Akito ein wenig Dynamik in die Handlung, da er die Möglichkeit einer Dreiecksbeziehung bietet und die Geschichte sich dadurch ein wenig abseits vom üblichen Schema entwickeln kann. Insgesamt ist der Manga erwachsener und folgt nicht den üblichen Bahnen, wie man es von anderen Boys Love Mangas gewöhnt ist. Zudem ergeben sich einige, wenn auch verklärte, Einblicke in die Welt des Modelns. Zwar liegt das Hauptaugenmerk immer noch auf der Beziehung zwischen Yoshimi und Masahiro, doch die Rahmenhandlung ist gelungen.

Der Zeichenstil ist wie nicht anders erwartet sehr erwachsen und elegant. Besonders die Gesichter und die Haare sind sehr schön und auf nahezu jeder Seite findet man hübsche Bishonen und Nahaufnahmen der Protagonisten. Leider wirken die Körper manchmal etwas steif, sogar die ansonsten lockere Kleidung fällt unnatürlich und die Linienführung verstärkt diesen Eindruck noch. Besonders bei den erotischen Szenen (von denen es nicht gerade wenige gibt) fallen die langen Gliedmaßen oder Oberkörper störend auf.

Insgesamt ist „Der beste Liebhaber“ ein schöner Manga, der sich eher an erwachsene Leser richtet und jeden, der nicht die übliche Romantikstory lesen möchte. Wer zudem erotische Sequenzen und eine mögliche Dreiecksbeziehung mag, sollte sich den Manga holen. „Der beste Liebhaber“ ist eine lohnenswerte Anschaffung.

© Koriko

Der beste Liebhaber: © 2007 Masara Minase, Oakla Publishing Co.,Ltd. / Carlsen

Demon Flowers

Name: Demon Flowers
Englischer Name:
Originaltitel: Kuruizaki no Hana
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2004
Deutschland: EMA 2009
Mangaka: Hakase Mizuki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Demon Flowers Band 1Story:
Demon Flowers- Kinder, die von Göttern und Menschen abstammen sind ins Visier der Dämonen geraten. Letztere haben zuerst alle Götter gefressen, die Japan beschützten und dadurch die Kräfte und Fähigkeiten erlangt, die einstmals den Göttern gehörten. Jetzt, wo es keine Götter mehr gibt, jagen sie die Demon Flowers, um mehr Kraft zu erlangen. Ushitora ist ein solcher Dämon und sogar der Killer seiner Familie. Wenn immer ein Demon Flower aufgespürt wird, wird er ausgesendet um diesen zu töten und anschließend zu seinem Clan zurück zu bringen.

Doch als er zusammen mit seinen Gefolgsleuten Inugami und Botan ein junges Mädchen tötet und die Leiche zu seinem Clan bringen will, lernt er den vierjährigen Masato kennen, den Bruder des Mädchens. Das Lächeln des Jungen erschüttert ihn und die kindlichen Worte Masatos bringen Ushitora zu einem Entschluss, der sein Leben verändert. Um den Jungen, der selbst ein Demon Flower ist, zu beschützen, verlässt er die Familie und nimmt sich des Jungens an.

Fortan zieht er Masato auf und ist dabei stets auf der Flucht vor seiner eigenen Familie. Nach einigen Jahren nimmt Ushitora noch das Waisenmädchen Nao auf und damit ist die kleine Familie komplett. Ushitora verrät nie, wer er ist und was er getan hat; auch Masato scheint an ihre erste Begegnung keinerlei Erinnerung zu haben. Dennoch vertrauen sich die drei blind und als sie schließlich doch von Ushitoras Familie entdeckt werden, überschlagen sich die Ereignisse. Masato und Nao haben es mit einer Horde niederer Dämonen zu tun, die urplötzlich auftauchen und den Demon Flower zu Gold, dem Anführer der selbst Familie der zugleich Ushitoras Vater ist, zu bringen. Ushitora selbst gerät in einen Hinterhalt, als er eine alte Freundin in der Stadt besucht. Bei dem Kampf kommen Masato seine besonderen Fähigkeiten zugute und es gelingt ihm sogar sich recht erfolgreich gegen die Übermacht zu wehren, auch wenn er dabei verletzt wird. Nao selbst versteckt sich zwar, wird jedoch von Kagero entdeckt, dem älteren Bruder Ushitoras. Dieser bringt sie direkt zu Gold und so wird sie zur Geisel des Dämons.

Auch Masato wird zu Gold gebracht und auch Ushitora taucht kurz darauf in dessen Anwesen auf, um seine Kinder zurückzuholen und Gold endgültig zu töten. Dabei fliegen nicht nur Ushitoras Geheimnisse und seine Gefühle gegenüber Masato auf, Gold hat mit Nao eine Trumpfkarte in der Hand, die dafür sorgt, dass Ushitora seinen Vater nicht so leicht überwältigen kann, wie er es sich wünscht. Als Gold Masato und Ushitora einen Battle Royale vorschlägt, beginnt der Kampf…

Demon Flowers Band 2Eigene Meinung:
„Demon Flowers“ von Hakase Mizuki schlägt in eine ähnliche Richtung wie ihr Werk „Demon Ororon“, ist jedoch von den Zeichnungen her noch extremer geworden. Der Stil der Künstlerin lässt sich am einfachsten mit einer Mischung von Clamps „XXX Holic“, „One Piece“ und sogar dem Großmeister Yoshitaka Amano beschreiben. Dementsprechend muss man die Zeichnungen wirklich mögen und der Künstlerin eine Chance geben, auch wenn der Manga am Anfang fast schon abstoßend wirkt. Nach ein paar Seiten fällt der skizzenhafte, flüchtige Stil nicht mehr negativ ins Gewicht. Im Gegenteil- er ist unheimlich dynamisch, besticht durch großformatige Panele und relativ wenig Hintergründe. Man kann den Stil fast schon als expressionistisch beschreiben, und die spitzen, kantigen Zeichnungen laufen definitiv fernab des Mainstreams und sind somit etwas erfrischend Neues auf dem deutschen Mangamarkt, der Lust auf mehr macht.

Die Story macht zumindest im ersten Band etwas wenig her, auch wenn die Handlung im Grunde mit einem Konflikt zwischen den Charakteren startet. Ushitoras Verrat ist hierbei das zentrale Thema, wird später jedoch von den Gefühlen des Dämons gegenüber Masato abgelöst. Denn er empfindet deutlich mehr für Masato, als der Junge ahnt und spätestens ab dem zweiten Band wird klar, dass „Demon Flowers“ durchaus BL-Elemente enthält. Damit bestimmt nahezu dauerhaft eine Krise zwischen den beiden Männern die Haupthandlung, Nao ist vielmehr der willkommene Ausgleich, wird jedoch später auch zentraler Bestandteil der Geschichte. Zudem wird „Demon Flowers“ recht blutig und zuweilen auch ein wenig brutal, was man den Kämpfen und Dämonen verdanken kann. An Action mangelt es somit nicht.
Der erste Band dient der Charaktervorstellung, erst im zweiten Band tauchen Gold und die Familie auf, was endlich für Action und Dynamik in der Story selbst sorgt. Somit sollte man unbedingt mehr als den ersten Band lesen, um sich ein klares Urteil bilden zu können.

Insgesamt ist „Demon Flowers“ etwas vollkommen Neues. Es bietet neue Perspektiven, ist dank der Zeichnungen innovativ und dank des BL-Ansatzes vertraut zugleich und wartet mit dem wohl ungewöhnlichsten Protagonisten auf, die man sich vorstellen kann- einem obercoolen, verschlossenen Dämon, einem stets gut gelaunten, fröhlichen Masato und einer kecken Nao, die nicht auf den Mund gefallen ist. „Demon Flowers“ bewegt sich damit wunderbar fernab des Mainstreams und jeder sollte dem Manga von Hakase Mizuki eine Chance geben. Er lohnt sich und verdient es wirklich, beachtet zu werden.

© Koriko

Demon Flowers: © 2004 Hakase Mizuki, Shinshokan Co., Ltd. / EMA

Dein süßer Duft

Name: Dein süßer Duft
Englischer Name:
Originaltitel: Kimi Note
Herausgebracht: Japan: Kaiohsha 2010
Deutschland: Tokyopop 2014
Mangaka: Junko
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Dein süßer DuftStory:
Sawatari und Miyasaka sitzen im Klassenzimmer direkt hintereinander und sobald sich auch nur ein Windhauch hegt, hat Miyasaka den minzigen Duft des Parfums seines Mitschülers in der Nase. Als er eines Tages zufällig das Parfum in der Stadt entdeckt und am nächsten Tag in der Schule ausprobiert, muss er feststellen, dass seine Versuche bei seinen Klassenkameraden weniger gut ankommen. Dennoch kommt er Sawatari näher, der ihm unter anderem bei der Wahl eines passenderen Parfums hilft, und schon bald, gesteht Miyasaka seinem neuen Freund seine Liebe. Eine zarte Beziehung entwickelt sich, die noch das ein oder andere Problem mit sich bringt …

Neben der titelgebenden Geschichte „Dein süßer Duft“ enthält der Band weitere Kurzgeschichten, die sich um die Liebe zwischen zwei Männern drehen. In „Replay“ begegnen wir Nishigaki und Yaguchi, die einst ein Paar waren, sich jedoch aufgrund unausgesprochener Worte trennten und auf einer Hochzeit wieder begegnen. „Des Königs Geflüster“ handelt von Ashiya und Kugayama, die eine sexuelle Beziehung miteinander haben, sich jedoch nie wirklich über ihre Gefühle ausgesprochen haben, und in „Geh heim“ versucht der junge Student Nakano alles, um seinen Kommilitonen Katsuragi aus seiner Wohnung zu kehren. Letzterer hat sich bei ihm festgesetzt, nachdem er aus seiner eigenen Bleibe geworfen wurde und macht es Nakano nicht leicht, seine Gefühle zu verbergen.

Eigene Meinung:
Mit dem Kurzgeschichtenband „Dein süßer Duft“ legt Tokyopop einen weiteren Manga von Junko vor, die bereits mit ihrem Debüt „Geliebter Raufbold“ auch in Deutschland ihre Fans gefunden hat.

Die Kurzmangas bieten inhaltlich wenig Neues. Es geht um Liebe, Beziehungskisten und Missverständnisse, sprich versierten BL-Lesern wird der Manga keine neuen Erkenntnisse oder innovative, spannende Grundideen bieten. Dennoch macht es Spaß den Einzelband zu lesen und sich von den kurzen, gefühlvollen Geschichten begeistern zu lassen. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Aspekte, die Junko in „ Dein süßer Duft“ einarbeitet. Seien es nun witzige, romantische, erotische oder dramatische Geschichten, der Manga deckt eine Vielzahl unterschiedlicher menschlicher Emotionen ab und zeigt wie vielseitig die Liebe sein kann. Hin und wieder hätte es gerne mehr sein können, doch bei Kurzgeschichten sollte man einfach keinen Tiefgang erwarten oder irgendwelche unvorhergesehen Wendungen.

Junkos Charaktere sind liebenswert, sympathisch und gut nachvollziehbar. Eine tiefgehende Charakterwandlung sollte man nicht erwarten, doch auch auf wenigen Seiten ändern sich die jeweiligen Protagonisten der einzelnen Mangas ein wenig und entwickeln sich weiter. Insbesondere Sawatari und Miyasaka, deren Geschichte knapp die Hälfte des Mangas einnimmt, ändern sich mit der Zeit, werden reifer und erwachsener.
Dennoch sollte man auch hier nicht zu viel erwarten – man muss mit den, für das Genre üblichen, Stereotypen leben, sprich egal wie liebenswert die einzelnen Figuren sind, sie bleiben leider unrealistisch und bieten wenig Neues.

Zeichnerisch bewegt sich „Dein süßer Duft“ auf hohem Niveau. Junko hat einen sehr schönen, angenehmen Stil, der zu den Kurzmangas und den Geschichten passt. Gravierende Fehler findet man nicht, auch die Hintergründe sind schön ausgearbeitet. Auch die erotischen Szenen sind gut umgesetzt und wirken nicht künstlich eingebaut oder in die Länge gezogen. Hin und wieder sind sich die Gesichter ein wenig zu ähnlich, doch man hat keine größeren Probleme, die Charaktere auseinander zu halten.

„Dein süßer Duft“ ist ein schöner Einzelband, der Fans von Junko und allen, die Kurzgeschichten mögen zu empfehlen ist. Inhaltlich bietet sich dem BL Fan wenig Neues, doch es macht Spaß den Manga zu lesen und sich von den sympathischen Charakteren und dem angenehmen Zeichenstil mitreißen zu lassen. Wer einen guten Boys Love Manga für zwischendurch sucht, ist hier an der richtigen Adresse – „Dein süßer Duft“ bietet abwechslungsreiche Unterhaltung, gepaart mit einer guten Portion Romantik und Erotik.

© Koriko

Dein süßer Duft: © 2010 Junko, Kaiohsha Publishing Co., Ltd. / Tokyopop

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