Carlsen-Programm Frühjahr/Sommer 2020

Carlsen hat das neue Sommerprogramm 2020 veröffentlicht:

 

Action:
Samurai 8 von Masashi Kishimoto und Akira Okubo – 2+ Bände ab April
Fairy Tail – Happy’s Adventure (OT: Fairy Tail – Happy no daibôken) von Hiro Mashima und Kenshiro Sakamoto – Einzelband im Juni
The Heroic Legend of Arslan – Einsteigerset (Band 1+2 im Doppelpack) im April

Mystery:
Sherlock – Ein Skandal in Belgravia von Jay., Steven Moffat und Mark Gatiss – 2 Bände ab Juni
H.P.Lovecrafts – Berge des Wahnsinns von Gou Tanabe – 2 Bände ab August
The Promised Neverland: Band 13 wird auch als Limited Edition mit Booklet erscheinen

Fantasy:
The Snack World von sho.t – 2 Bände ab Juli

Comedy:
My Roommate is a Cat (OT: Dôkyonin wa hiza, tokidoki, atama no ue) von Tsunami Minatsuki / Asu Futatsuya – 5+ Bände ab Mai
Süße Katze Chi (OT: Kyô no koneko no Chi) von Konami Kanata / Kinoko Natsume – 4 Bände ab Juli (farbig)
Shiba – Ein Hund zum Verlieben von Mayumi Muroyama – Einzelband im August
The Royal Tutor – Doppelpack (Band 1+2)

Slice of Life:
Blue Giant Surpreme von Shinichi Ishizuka – 8+ Bände ab Mai
I had that same Dream again (OT: Mata, onaji yume wo mite ita) von Yoru Sumino und Idumi Kirihara – 3 Bände ab Juni
Arte von Kei Ohkubo – 11+ Bände ab Juni
Unsere Farben (OT: Bokura no shikisai) von Gengoroh Tagame – 2+ Bände ab September

Boy’s Love:
Alpha² von Kamineo – Erweiterte Gesamtausgabe – Einzelband im April

Special:
Manga Zeichenstudio – Charmante Charaktere von Hikaru Hayashi und Tsubura Kadomaru – Einzelband im Mai

Graphic Novel:
Das Buch des Windes (OT: Kaze no sho) von Kan Furuyama und Jiro Taniguchi – Einzelband im Mai

Quelle: Carlsen.de

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Sherlock

Name: Sherlock
Englischer Name: Sherlock
Originaltitel: Sherlock
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2013
Deutschland: Carlsen 2017
Mangaka: Drehbuch: Steven Moffat / Mark Gatiss
Manga: Jay.
Bände: 5 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 12,99 €

Story
Dr. John Watson ist gerade aus dem Kriegseinsatz in Afghanistan zurück, wo er als Militärarzt gedient hatte. Verwundet und von Alpträumen geplagt tut er sich schwer, sich im neuen zivilen Leben zurechtzufinden. Zu allem Überfluss sieht es auch noch so aus, als müsse er sein geliebtes London verlassen, da seine magere Army-Rente nicht für die Miete reicht.

Zufällig trifft er einen alten Studienkollegen wieder, der ihn einem Freund vorstellt, der einen Mitbewohner sucht – Sherlock Holmes. Der scheint zwar auf den ersten Blick genial und von einer unglaublichen Auffassungsgabe zu sein, allerdings ist er auch exzentrisch und seine Sozialkompetenz lässt zu wünschen übrig.

Nichtsdestotrotz ist Dr. Watson fasziniert von Sherlock – umso mehr, als der ihn unvermittelt zum Tatort eines Mordes mitnimmt. Diese Faszination steigert sich noch, als er erfährt, was sein zukünftiger Mitbewohner beruflich macht: Wenn die Polizei nicht weiterkommt, ziehen die Beamten Sherlock als „Consulting Detective“ hinzu. Durch seine Kombinationsgabe entlarvt Sherlock jeden Verbrecher.

In diesem Fall geht es um eine Reihe Selbstmorde. Aber kann es Serienselbstmorde geben? Sherlock ist sich sicher, dass die Toten miteinander in Zusammenhang stehen. Zusammen mit John Watson taucht er tief ein in die Hintergründe dieses Verbrechens. Dadurch gerät er selbst ins Fadenkreuz des Mörders…

Eigene Meinung
Sherlock Holmes ist zurück! Als vor wenigen Jahren die BBC eine Mini-Serie zum bekanntesten Meisterdetektiv produzieren ließ, entwickelte diese in kürzester Zeit Kult-Status. Zu Recht! Denn die Serie schaffte es auf unnachahmliche Weise nicht nur die Handlungen um Sherlock Holmes und seinen Freund Dr. Watson nahtlos in die Gegenwart zu übertragen, sondern gleichzeitig auch noch dem Original Rechnung zu tragen. Den Rest besorgte die Topbesetzung der Protagonisten mit Frauenschwarm Benedict Cumberbatch, der mit schwarzen Haaren und langem Mantel unverschämt gut aussieht bzw. Martin Freeman, der den Spagat schafft, Watson in Anlehnung an die Bücher, aber auch als eigene, selbstbewusste Persönlichkeit zu spielen.

Die logische Folge blieb nicht aus: Weitere Staffeln und ein TV-Special wurden in Auftrag gegeben, Merchandise und Franchise-Produkte wurden in umfangreichem Maße produziert. In Japan verarbeitete man den Stoff zum Manga. Der ist eine 1:1-Adaption der TV-Serie, jeder Band stellt eine der spielfilmlangen Episoden dar. Leider kann die Adaption mit dem Original nicht mithalten. Das liegt allein schon am Format und der handwerklichen Umsetzung. Die Spannung der TV-Serie lebt von häufigen Wechseln des Erzähltempos, von Licht- und Schattenspielen und nicht zuletzt der Leistung der Schauspieler. Der Zeichner gibt sich ehrliche Mühe, doch durch die Übertragung auf Papier geht davon einiges verloren.
Das Charakterdesign mag angelehnt sein an die Schauspieler und ihnen ähnlich sehen, aber die Zeichnung der Münder ist nicht immer geglückt.
Die Dialog-Texte wurden leider weder aus dem Original übersetzt, noch aus dem Dialogbuch der deutschen Synchronisation entnommen. Stattdessen übersetzte man die bereits ins Japanische übertragenen Texte auf Deutsch, sodass es einige kleinere Diskrepanzen gibt.

So bleibt der Manga hinter seinen Möglichkeiten zurück und bietet nur eine analoge Ergänzung für eingefleischte Fans.

© Rockita

Sherlock: © 2013  Steven Moffat & Mark Gatiss / Jay.  Kadokawa Corp. / Carlsen

 

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