Selena Lin: Comic Schule

Name: Selena Lin – Comic Schule
Englischer Name:
Originaltitel: Selena’s Comic School
Herausgebracht: Taiwan: Sharp Point Press 2004
Deutschland: Tokyopop 2006
Mangaka: Selena Lin
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 15,00 €

Selena Lin: Comic SchuleInhalt & Eigene Meinung
Der Band beginnt mit einer kleinen Bildgeschichte, die den Alltag von Selena darstellt. Danach werden die Grundmaterialien vorgestellt, die zum Zeichnen eines Comics notwendig sind, wie natürlich Tuschefedern, Bleistifte und Pinsel, aber auch Rapidographe, Fineliner und anderes. Wichtig ist hierbei auch, ob man ein Titelblatt – was für gewöhnlich farbig ist- oder eine Comicseite gestalten möchte. Je nachdem sind andere Papierarten oder Rasterfolie wichtig.

Als nächstes erklärt Selena, wofür man welche Art von Tuschefeder am besten verwenden kann und wie man die Markierungen von Manuskriptpapieren zu verstehen hat. Besonders günstig, wenn man zwar an japanisches Manuskriptpapier herangekommen ist, die Markierungen sonst aber nicht verstehen kann! Auch wer nicht in den ständigen (und somit teuren!) Genuss von Manuskriptpapier kommt, bekommt eine sparsamere Lösung vorgestellt.

Das nächste Kapitel beschäftigt sich speziell mit Rasterfolie und Tuschearten. Die Vor- und Nachteile jeder Tusche werden erläutert, sodass man sich letztendlich für die Art entscheiden kann, welche sich für sich selbst am besten eignet.

In der zweiten Lektion werden grundlegende Dinge für den Aufbau einer Geschichte erklärt: Das Konzept, die Figurenentwicklung und die Panelkomposition. Zu allen Bereichen ist natürlich eigene Kreativität nötig, aber mit guten Beispielen, Erklärungen und Tipps wird auch unkreativen Köpfen Abhilfe geschaffen. Die Schwerpunktsetzung in Panels wird verständlich gemacht, damit auch Anfänger eine schnelle Chance auf Fortschritte haben.

Als nächstes wird in Lektion 3 ganz genau, in kleinen und nachvollziehbaren Schritten, die Erarbeitung eines Comics gezeigt. Nicht wenige haben Probleme, Speedlines oder andere Effektlinien zu machen – mit hilfreichen Tricks wird selbst das kinderleicht und supersauber.
Mit den einfachsten Rasterfolien kann man durch Überkleben ganz eigene Muster erstellen und schlagartig sind deine Möglichkeiten zum Gebrauch ganz deiner Fantasie überlassen!

Das Letting – also Anbringen der Dialoge- ist ebenfalls verdeutlicht, bevor eine völlig andere Art zur Umsetzung des Comic vorgestellt wird: die Bearbeitung am Computer. Erklärt anhand eines Photoshop- Programms wird von Einscannen bis Abspeichern alles erklärt. Schon gewusst, wie man digitale Rasterfolie erstellt und einfügt? Eigentlich nicht so schwer, wenn man ein paar Grunderklärungen erhält.

In der vierten Lektion wird zu Beginn auf unterschiedliche Darstellungen von Haarfarben und Frisuren eingegangen, dann von Kleidung und der Auswirkung anderer Gesichtsausdrücke im gleichen Bild. Erstaunlich, wie verschieden ein- und dasselbe Bild wirken kann! Nicht unwichtig sind auch die Körperproportionen; aber auch SD-Figuren können einen Comic lebendiger machen.

Die Bildkomposition ist fundamental, weswegen auch dazu Beispiele vorgestellt werden. Danach folgen einige Seiten zum Zeichnen eines Hintergrunds- auch sehr wichtig für einen guten Comic und häufig unterschätzt, denn hier ist Ausdauer gefragt! Als letztes werden noch einige Spezialtechniken vorgestellt, bevor wir zur 5. Lektion kommen.

Die letzte Lektion beinhaltet die Kolorierung, hier erklärt mit Aquarell. Zwar ist Aquarell für einen Anfänger nicht gerade die leichteste Technik, aber mit ein wenig Übung wohl eine der schönsten. Wichtig hierbei sind richtige Pinsel und ein geeignetes Papier. So wird aus jedem Bild ein kleines Kunstwerk!

Nachdem nun alles genau beschrieben wurde, sind einige Bilder von Selena Lin enthalten, die garantiert Lust zum Zeichnen auslösen. Nur Mut und viel Ausdauer, denn wir wissen ja: Übung macht den Meister!

© Miaka-chan

Selena Lin: Comic Schule: © 2004 Selena Lin, Sharp Point Press / Tokyopop

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Selena Lin: Farben Schule

Name: Selena Lin: Farben Schule
Englischer Name:
Originaltitel: Selena’s Colored Drawing School
Herausgebracht: Taiwan: Sharp Point Press 2007
Deutschland: Tokyopop 2009
Mangaka: Selena Lin
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 14,95 €

Selena Lin Farben SchuleStory
Nachdem Tokyopop bereits „Selena Lin- Comic Schule“ herausgebracht hat, die dem angehenden Mangazeichner offenbart, wie man schwarz/weiß Illustrationen zeichnet und eine Story entwickelt, erschien nun auch „Selena Lin- Farben Schule“. In ihr erklärt die Künstlerin, wie sie mit Farben arbeitet und gibt einen ziemlich genauen Überblick welche Techniken sie anwendet um ein Bild zu kolorieren. In verschiedenen Lektionen erhält man zunächst ein Gesamtbild über die Materialien mit denen Selena Lin arbeitet und einen Einblick in ihr Arbeitszimmer. Stets wird das Zeichenmaterial erklärt und sogar mit Farbpaletten genau erläutert, so dass man einen Einblick in die unterschiedlichen Beschaffenheiten des Materials erhält.

Anschließend zeigt die Künstlerin wie man mit Aquarell umgeht und vermittelt im dritten Lektion die grundlegenden Techniken. Dabei erfährt man was Begriffe wie „Nass-in-Nass“- Technik bedeuten und wie man überhaupt mit Aquarell arbeiten sollte, bevor sie erklärt, wie ein Bild koloriert wird.

Erst in Lektion zeigt Selena Lin an ihrem Bild „Mond und Ahorn“ Schritt für Schritt, wie sie bei der Kolorierung einer Illustration vorgeht. Dabei verdeutlicht sie dem Nachwuchszeichner, wie man Haare koloriert, Details in Kleidungen zeichnet und was es bei Hintergründen und dem Umgang mit gewissen Medien zu beachten ist. Auch besondere Techniken und was der Unterschied zwischen dünner Gaze und dickem Stoff ausmacht, werden genauer beleuchtet, so das man den ein oder anderen Trick aufschnappen kann. Auch einige andere Materialien werden beschrieben, so zum Beispiel der Umgang mit Airbrush und mit Gel- oder Glitzerstiften.

Den Abschluss bilden ein paar Linearts von Werken Selena Lins, die man selbst kolorieren kann, sowie einige leere Seiten, die jeder selbst mit Skizzen und Entwürfen füllen kann.

Eigene Meinung
„Selena Lin – Farben Schule“ bietet einen schönen Überblick im Umgang mit Aquarellfarben. Copic Marker und Airbrush werden zwar kurz angerissen, jedoch nicht ausführlich vorgestellt. Selena Lin führt selbst durch die Farben Schule und man hat viele lustige Einwürfe und kleine Illustrationen am Rande, die jüngere Zeichner sicherlich niedlich und amüsant finden. Ältere Künstler und Erwachsene wird diese Art des Tutorials auf die Dauer ein wenig nerven, da nicht nur die Bilder extrem süßlich und kitschig sind, sondern auch die Fotos der Künstlerin und die gesamte Aufmachung des kleinen Büchleins.

Das Buch ist im Grunde nicht anders als jeder andere Aquarellkurs, den man auch auf normalem Wege im Kunsthandel erwerben kann, nur ein wenig teurer, wenn man bedenkt dass das zirka 100-seitige Buch knapp 15 Euro kostet, was im Vergleich zu normalen Kunstbüchern recht teuer ist. Für Fans der Künstlerin, die die bunten Arbeiten mögen und selbst die Techniken der Künstlerin lernen wollen, ist „Selena Lin – Farbenschule“ genau das Richtige. Sie bietet einen umfassenden Einblick in die Vorgehensweise der Künstlerin und regt durchaus zum Nachmachen an.

Wer Selena Lin mag und gerne einmal selbst zum Pinsel greifen möchte, sollte sich dieses kleine Werk nicht entgehen lassen. Anfänger und Amateure erhalten einen guten Überblick und lernen die Grundlagen des Aquarellierens. Wer schon mit dem Medium arbeitet und umgehen kann, erfährt nicht viel Neues und kann dementsprechend wenig mit dem Buch anfangen. Zudem ist „Selena Lin – Farben Schule“ deutlich für ein jüngeres Publikum gemacht, da sich die gesamte Aufmachung an Teenager zwischen 12 und 16 richtet.

© Koriko

Selena Lin Farben Schule : © 2007 Selena Lin, Sharp Point Press/Tokyopop

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Manga-Zeichnen mit Arina Tanemura

Name: Manga-Zeichnen mit Arina Tanemura
Englischer Name:
Originaltitel: Paint Ribon Art of Arina Tanemura
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2009
Deutschland: Tokyopop 2011
Mangaka: Arina Tanemura
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 12,95 €

Manga-Zeichnen mit Arina TanemuraInhalt
Mit dem Büchlein „Manga-Zeichnen mit Arina Tanemura“ erschien ein weiterer Zeichenkurs beim Tokyopop Verlag und gibt einen Einblick in die Arbeitsweise der beliebten Shojo- Mangaka.

Auf den ersten zehn Seiten wird sehr genau beschrieben, wie die Künstlerin das Titelcover coloriert hat. Es werden die Werkzeuge und Materialien beschrieben und ihre Nutzung erklärt, anschließend gibt es eine umfangreiche Schritt-für-Schritt Erklärung, in der man genau nachvollziehen kann, wie Arina Tanemura ihre aufwendigen Farbillustrationen zeichnet. Zu jedem Zwischenschritt gibt es Tipps, Tricks und Hinweise, wie man schnell das gewünschte Ergebnis erzielen kann.

Diesem Part schließt sich ein kurzer Illustrationsteil an, in dem einige Arbeiten der Mangaka präsentiert werden. Dieser Part ist wie ein Artbook aufgemacht, jedoch sieben Seiten nicht wirklich umfangreich.

Den größten Teil des Buches nehmen schwarz/weiß Vorlagen ein, die auf stabilerem Papier gedruckt sind. Die seiten sind hier perforiert, können also aus dem Buch gelöst und bemalt werden. Es handelt sich hierbei um bekannte Illustrationen zu Arina Tanemuras beliebtesten Serien, aber auch kleinere Gimmicks wie Lesezeichen, Stundenpläne und Briefpapier. Hier kann man die Colorations- Technik der Künstlerin direkt ausprobieren.

Eigene Meinung:
Wer einen richtigen Zeichenkurs erwartet, wird von „Manga-Zeichnen mit Arina Tanemura“ enttäuscht sein. Bis auf die wenigen Seiten am Anfang bekommt man keinerlei hilfreiche Zeichenkurse geboten, sondern vielmehr ein Ausmalbuch. Fans und Hobbyzeichner werden in diesem Büchlein kaum etwas Hilfreiches finden, da lediglich die Coloration erklärt wird. Wer auf eine Einführung in die Zeichengrundlagen oder auf Tipps und Tricks in Richtung Stil oder Charakterdesign hofft, wird dies in diesem Buch vergeblich suchen. Im Grunde hätte eine solche Schritt-für-Schritt Erklärung auch einem normalen Artbook einen Platz finden können, wie es bei vielen bekannten Mangakas gehandhabt wird.

In Japan lag dem Buch noch eine 2-stündige DVD bei, bei der man die Coloration mitverfolgen konnte. Da diese bei der deutschen Fassung fehlt, ist „Manga-Zeichnen mit Arina Tanemura“ nichts Halbes und nichts Ganzes. Für einen Zeichenkurs bietet es zu wenig Inhalt, da es kaum etwas gibt, was man wirklich lernen könnte. Die Zeichnungen sind zwar hübsch anzusehen und im Illustrationsteil gibt es einige ihrer schönsten Werke, doch das macht leider keinen guten Zeichenkurs aus. Zudem besteht der Großteil des Buches aus Ausmalbildern, was nicht wirklich hilfreich ist, um das Manga-Zeichnen selbst zu erlernen.

Insgesamt ist „Manga-Zeichnen mit Arina Tanemura“ lediglich etwas für extreme Fans der Künstlerin und solche, die unbedingt wissen wollen, wie Arina Tanemura ihre Illustrationen coloriert. Wer Ausmalbücher mag und schon immer einmal Bilder der Shojo-Mangaka colorieren wollte, findet hier viele Motive, die man nach eigenen Wünschen ausmalen und gestalten kann. Viel Inhalt und Nützliches sollte man in jedem Fall nicht erwarten.

Wer wirklich Interesse am Manga-Zeichnen hat und sich die Grundlagen aneignen will, sollte sich eher nach den „How-to-Draw-Manga“ Büchern umschauen, die in Deutschland erschienen sind.

© Koriko

Manga-Zeichnen mit Arina Tanemura: © 2009 Arina Tanemura, Shueisha / Tokyopop

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How to draw Manga: Süße Jungs im Manga

Name: How to draw Manga: Süße Jungs im Manga
Englischer Name:
Originaltitel: How To Draw Manga: Drawing Bishonen
Herausgebracht: Japan: Graphic-sha 2009
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Tamami Myo / Koichiro Yuzawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 17,90 €

How To Draw Manga Süße Jungs im MangaStory
Im Rahmen der „How to Draw Manga“ – Reihe erschien bei Carlsen der Band „Süße Jungs im Manga“ von Tamami Myo und Koichiro Yuzawa, der für die Fotos verantwortlich war. Diese bilden den Hauptbestandteil des Buches, da dieser „How to Draw Manga“ Band vorwiegend aus Fotografien besteht, auf denen man die unterschiedlichen Posen als Vorlage nutzen und abzeichnen kann. Aus diesem Grund findet sich direkt am Anfang des Buches eine zweiseitige Anleitung, wie man das Buch lesen und mit ihm arbeiten kann. Erst dann kommt man zum Inhaltsverzeichnis und einer kurzen Galerie, in der man einige Arbeiten der Zeichnerin bewundern kann.

Im ersten Kapitel „Knochen und Muskeln“ erklärt Tamami Myo auf 30 Seiten die Grundlagen der menschlichen Anatomie und gibt einen kurzen Einblick in dynamische Posen und Perspektiven. Dieser Bereich ist für Anfänger ein wenig zu kurz gehalten, um die wirklichen Grundlagen passend zu vermitteln, bietet aber immerhin einen guten Einstieg.

Das zweite Kapitel ist zugleich das umfangreichste und umfasst über 60 Seiten. Hier finden sich in drei Unterkapiteln die Fotografien von Koichiro Yuzawa. Unter „Ein-Mann-Posen“ gibt es Fotos von einzelnen Models in verschiedenen Positionen. Ob beim Gehen, Sitzen oder Telefonieren – die meisten alltäglichen Posen sind vorhanden und können direkt abgezeichnet werden.

Unter „Zwei-Mann-Posen“ und „Verschlungene Posen“ gibt es Dutzende Fotografien von zwei Jungs in unterschiedlichen Situationen und Positionen. Egal ob beim Umarmen, Prügeln, miteinander sprechen oder Küssen – für nahezu jede Lage findet man passende Fotografien aus verschiedenen Blickwinkeln und Perspektiven. Dabei wurden auch ganze Fotoreihen berücksichtigt, so dass man auch komplette Bewegungsabläufe findet und sich die beste Pose auswählen zum Abzeichnen aussuchen kann. Hier finden gerade Boys Love Fans unendlich viele Posen und Fotografien, um seine eigenen Illustrationen anzufertigen.

Das dritte Kapitel ist den „Zeichenanleitungen für Gesicht, Körper, Falten und verschlungenen Posen“ gewidmet. Ähnlich wie im ersten Kapitel findet man hier zeichnerische Grundlagen, in denen ein wenig mehr auf unterschiedliche Gesichtsausdrücke, Faltenwürfe und Perspektiven eingegangen wird. Dennoch wird hier nur an der Oberfläche gekratzt, wenn man wirklich zeichnen lernen will, sollte man sich nach anderen Bänden umsehen.

Den Abschluss des „How to Draw Manga – Süße Jungs im Manga“ bildet eine kurze Info über die beiden Künstler und die Models.

Eigene Meinung:
„How to Draw Manga – Süße Jungs im Manga“ erschien 2012 beim Carlsen Verlag und ist im Gegensatz zu den üblichen Lernbüchern der Reihe nicht unbedingt für Anfänger geeignet, da der Hauptteil des Buches aus Fotografien besteht. Grundlagen wie Anatomie, Bewegung und Perspektive werden nur oberflächlich behandelt, wirkliches Zeichnen lernt man nicht. Das liegt auch daran, dass Tamami Myo nicht unbedingt eine solide Zeichnerin ist und das erste und dritte Kapitel deswegen nur bedingt nützlich ist. Daher sollte man als Zeichner bereits Erfahrung haben und die Grundlagen beherrschen, ansonsten wird es sehr schwer fallen mit dem Buch zu arbeiten. Der Fototeil ist sehr umfangreich und bietet etliche Motive, die man Abzeichnen und für eigene Bilder verwenden kann. Es wird sogar gezeigt, wie man die Fotos umwandeln kann, sprich wie man abzeichnet oder durchpaust.

Insgesamt ist „How to Draw Manga – Süße Jungs im Manga“ eine nette Ergänzung der Reihe, ist aber für Einsteiger und Zeichenanfänger kein brauchbares Werk um wirklich das Handwerk eines Mangaka zu erlernen. Dafür sind andere Bücher der Reihe (z.B. „Ausdrucksstarke Skizzen im Manga“ und „Manga-Skizzen zeichnen“) besser geeignet, da sie die Grundlagen und das passende Know-How vermitteln. Wer eine Posensammlung und unterschiedliche Vorlagen zum Zeichnen sucht, der kann durchaus einen Blick riskieren, insbesondere wenn man Hübsche Jungs und Boys Love mag. Alle anderen sollte sich nach anderen Bänden dieser Reihe umsehen…

© Koriko

How to Draw Manga – Süße Jungs im Manga : © 2009 Tamami Myo / Koichiro Yuzawa, Graphic-sha Publishing Co., Ltd. / Carlsen

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How to draw Manga: Manga-Skizzen zeichnen

Name: How to draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen
Englischer Name:
Originaltitel: How to Draw Manga, Sketching Manga Style Vol. 1: Sketching to Plan
Herausgebracht: Japan: Graphic-sha 2005
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Hikaru Hayashi, Takehiko Matsumoto, Kazuaki Morita
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 17,90 €

How to Draw Manga - Manga-Skizzen zeichnenStory
Es gibt etliche deutsche Bücher, die sich dem Mangazeichnen widmen. Dennoch hat Carlsen mit „How to Draw Manga“ eine neue Reihe begonnen, die nicht unbekannt ist und schon einmal in Heftvariante in Deutschland erschienen ist. Der erste Band widmet sich hierbei rein dem Zeichnen von Mangaskizzen. Die Künstler Takehiko Matsumoto und Kazuaki Morita führen den lernbereiten Zeichner durch vier Hauptkapitel und zeigen eindrucksvoll wie Mangafiguren entstehen. Das erste Kapitel „Etwas aus dem Kopf zeichnen“ schaut einem Mangaprofi über die Schulter, gibt einen groben Überblick darüber was den Leser beim Studium des Buches erwartet und welche Unterschiede es zwischen Mangaskizzen und normalen Skizzen gibt. Es dient noch nicht der praktischen Übung, sondern ist angefüllt mit Tipps und Tricks, die man später immer wieder braucht und deren Hinweise den Künstler weiterhelfen sollen.

Erst mit dem zweiten Kapitel „Die Grundlagen für das Zeichnen eines Gesichts im Manga-Stil“ geht es für den Künstler mit der praktischen Arbeit los. Auf über zwanzig Seiten wird der Aufbau eines Gesichtes erklärt, verschiedenen Gesichtsausdrücke und auch unterschiedliche Alterstufen. Auch die typischen Darstellungen von Augen, Nasen, Mündern und Ohren sind vertreten, die Zusammenhänge zwischen Mimik und den Gesichtsmuskeln und die unterschiedlichen Perspektiven und Schattenwürfe bei Neigung oder Betrachtungswinkel des Gesichtes.

Hierbei wird immer von einem realistischen Vorbild ausgegangen und erst dann nach und nach entfremdet. Der umfangreichste Teil ist Kapitel drei. Fast 80 Seiten umfasst die Erklärung und Darstellung des menschlichen Körpers. Es wird Dynamik erklärt, die richtige Schwerpunktsetzung und die Muskelverläufe bei bestimmten Bewegungsabläufen. Hier erfährt man sehr schön dargestellt, was beim Skizzieren alles gefordert ist und was man berücksichtigen muss, um ein stimmiges Bild und einen guten Aufbau zu erhalten, der nicht statisch wirkt.

Erst im letzten Kapitel „Von der Skizze zum Charakter“ widmen sich die Künstler dem eigentlichen Schaffen von unterschiedlichen Figuren. Hier wird erstmals auf körperliche Unterschiede eingegangen und auch gezeigt, wie stark Stil variieren können, wenn es darum geht eigene Charaktere zu erschaffen. Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt die Charaktere allein durch eine Änderung der Frisur, des Kiefers oder den Augen zu verändern, welche Rolle die Kleidung spielt und wie aus Mangafiguren Chibis werden und man somit als Künstler mehr und mehr die eigenen Charaktere abstrahiert.

Ein Einblick in die Herstellung des Covers, ein kurzer Ausblick in die Coloration eines anderen Bildes und ein Interview mit den Künstlern rundet das Zeichenbuch ab. Zudem wird auch kurz vorgestellt, welche Projekte Takehiko Matsumoto und Kazuaki Morita betreut haben.

Eigene Meinung
„Manga-Skizzen zeichnen“ ist ein unheimlich umfangreiches Zeichenbuch, das einwirklich solides Grundwerk für jeden angehenden Mangazeichner ist. Dadurch, dass es sich komplett dem Zeichnen von Skizzen widmet, sprich den wirklichen Grundlagen eines jeden Bildes, kann es einen sehr guten und komplexen Überblick über das Zeichnen liefern. Es wird kein Platz für das Tuschen und Rastern aufgewendet, was mehr Möglichkeiten gibt das Zeichnen an sich zu erlernen und sich wirklich mit den Grundlagen zu beschäftigen. Jeder Schritt wird deutlich erklärt, es gibt auf jeder Seite eine Fülle von Tipps, Hinweisen und Kniffen, mit denen jeder Künstler seine Werke erheblich verbessern kann.

Somit ist „Manga-Skizzen zeichnen“ nicht nur ein Werk für Anfänger, sondern auch eine unschätzbare Wissensquelle für Fortgeschrittene und Profis. Die beiden Künstler Takehiko Matsumoto und Kazuaki Morita sind dabei wahre Profis, sind unheimlich wandlungsfähig und können durchaus verschiedene Stile vorweisen, die jedem Zeichner den Einstieg erleichtern. Im Vergleich zu anderen Mangazeichenbüchern schneidet es deutlich besser ab, insbesondere da nicht nur die reinen Grundlagen vermittelt werden, sondern auch Schritt für Schritt gezeigt wird, wie Bilder entstehen.

Insgesamt ist „Manga-Skizzen zeichnen“ qualitativ eines der hochwertigsten Mangazeichenbücher, die es derzeit auf dem deutschen Markt gibt. Wer wirklich Interesse daran hat Mangas zu zeichnen oder sein Hobby zum Beruf zu machen, sollte sich dieses Basiswerk nicht entgehen lassen. Es ist sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene eine unerschöpfliche Quelle aus Inspiration und Wissen. Jedem Zeichner zu empfehlen!

© Koriko

How to Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen: © 2005 Hikaru Hayashi, Takehiko Matsumoto, Kazuaki Morita, Graphic-sha Publishing Co., Ltd. / Carlsen

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How to draw Manga: Ausdrucksstarke Skizzen im Manga

Name: How to draw Manga: Ausdrucksstarke Skizzen im Manga
Englischer Name:
Originaltitel: How To Draw Manga: Sketching Manga Style Vol. 7: Expressive Sketching
Herausgebracht: Japan: Graphic-sha 2010
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Hikaru Hayashi, Tatsuta & Kawarayane
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,90 €

How To Draw Manga Ausdrucksstarke Skizzen im MangaStory
Die bekannte „How to Draw Manga“ Reihe erfreut sich steigender Beliebtheit und bietet Neueinsteigern und Profis eine Fülle von Zeichenkursen und Nachschlagewerken. Mit „Ausdrucksstarke Skizzen im Manga“ legt Carlsen einen weiteren knapp 200-seitigen Band von Hikaru Hayashi, Tatsuta & Kawarayane vor, wobei Ersterer bereits für einen Großteil der Zeichnungen in „Manga-Skizzen zeichnen“ verantwortlich war.

In vier Kapiteln wird dem Interessierten das Mangazeichnen näher gebracht, wobei auch dieser Band bei den zeichnerischen Grundlagen beginnt. Das erste und zugleich umfangreichste Kapitel ist daher dem Skizzieren einzelner Partien und Körperteile (Gesicht, Hände, Füße, etc.) gewidmet, sprich man lernt die Grundlagen der Proportionen kennen. Hierbei wird auch auf die Unterschiede zwischen Mann und Frau eingegangen, welche Besonderheiten es bei dicken und dünnen Menschen zu beachten gibt und wie man perspektivisch zeichnet. Auch findet man an dieser Stelle bereits erste Hinweise und Anmerkungen zu unterschiedlichen Gesichtstypen und Emotionen, die im dritten Kapitel vertieft werden.

Im zweiten Kapitel geht es darum, das Gelernte des ersten Kapitels miteinander zu kombinieren und aus den „Einzelteilen“ einen ganzen Körper zu zeichnen. Hierbei wird auf die unterschiedlichen Verhältnisse der Einzelbereiche eingegangen, welche Faustregeln es gibt, um eine Figur in sich stimmig aufs Papier zu bringen und mit welchen einfachen Mitteln man dynamische Posen hinbekommt.

Im dritten Kapitel „Ausdrucksskizzen eines Charakters“ lernt der Zeichner die Unterschiede bei den Altersstufen einer Figur kennen und was bei Kindern, Teenagern und alten Menschen zu beachten ist. Es wird darauf eingegangen, wie man einen Charakter optisch überzeugend altern lässt und welche Besonderheiten es bei der Darstellung von Emotionen zu beachten gibt. Zudem wird erneut auf Bewegungen und unterschiedliche Posen eingegangen, ebenso auf ungewöhnliche Perspektiven und wie man dynamische Charaktere zeichnet.

Im letzten Kapitel „Mit dem eigenen Stil zeichnen“ geht es schließlich darum, das Gelernte mit seinem eigenen Stil und einem eigenen Charakterkonzept zu verbinden. Hierbei wird anhand des Themas „Flügel“ gezeigt, wie unterschiedlich man diese Thematik umsetzen kann und wie effektiv die Grundlagen der ersten 3 Kapitel miteinander verwoben werden, um interessante und ungewöhnliche Skizzen anzufertigen.

Eigene Meinung:
„Ausdrucksstarke Skizzen im Manga“ ist ein umfangreiches, übersichtliches und sehr solides Grundlagenbuch, dass sowohl für Anfänger, als auch für Profis interessant ist, obgleich man Erklärungen für das Tuschen und Colorieren vergeblich sucht. Die Künstler beschränken sich ausschließlich auf Skizzen und somit bleibt viel Platz für ausführliche Erklärungen und jede Menge Tipps und Tricks um das eigentliche Zeichnen zu erlernen. Dank der unterschiedlichen Stile der Zeichner werden sie den Anforderungen eines hochwertigen Zeichenkurses gerecht und bieten gerade Anfängern einen kompletten Überblick.

Einziges Manko ist hierbei, dass sich der Band nur marginal von „Manga-Skizzen zeichnen“ unterscheidet, teilweise sogar dieselben Zeichnungen und Erklärungen erhält. Daher ist dieser Band für diejenigen uninteressant, die den „How to Draw Manga“ Band „Manga-Skizzen zeichnen“ bereits besitzen. Es ist an vielen Stellen eine Wiederholung, so dass es nicht notwendig ist, beide Bücher im Regal stehen zu haben. Wer keines der beiden Bücher besitzt, hat die Qual der Wahl.

Insgesamt ist „Ausdrucksstarke Skizzen im Manga“ ein schönes Zeichenbuch, das besonders Anfängern das Zeichnen auf sehr anschauliche und übersichtliche Weise nahe bringt. Doch auch Profis können in dem Zeichenkurs den ein oder anderen Trick lernen und sich anhand der vielen anschaulichen Skizzen verbessern. Ein Muss für angehende Mangakas und Profis, insofern man „Manga-Skizzen zeichnen“ noch nicht in seinem Regal stehen hat …

© Koriko

How to Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen: © 2010 Hikaru Hayashi, Tatsuta & Kawarayane, Graphic-sha Publishing Co., Ltd. / Carlsen

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How to draw Manga with Yuu Watase

Name: How to draw Manga with Yuu Watase
Englischer Name:
Originaltitel: Manga-Yuugi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2005
Deutschland: EMA 2006
Mangaka: Yuu Watase
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

How to draw Manga with Yuu WataseInhalt & Eigene Meinung
Mit diesem Zeichenkurs hat Yuu Watase ihren Fans einen langersehnten Traum erfüllt; wer ihren Zeichenstil und ihre Geschichten mag und zudem noch gern selbst so zeichnen würde, der ist mit diesem Band sehr gut beraten und wird viel Freude an dem Manga haben.

Zu Beginn geht Watase – Sensei auf einige Grundlagen ein, die zum Zeichnen von Charakteren entscheidend sind. Dabei tauchen einige dem Leser vertraute Figuren aus Watases Manga auf, was die Atmosphäre des Kurses stark auflockert. An einer Farbzeichnung von Tamahome und Miaka (aus: Fushigi Yuugi) erklärt sie einige Basiskenntnisse zur Handhabung mit Copic – Markern und Tricks für ein sauberes und ordentliches Lineart. Unterschiede im Körperbau von männlichen und weiblichen Figuren werden durch Uruki (aus: Fushigi Yuugi Genbu Kaiden) verdeutlicht. Watase erklärt einiges zur Benutzung von Rasterfolie an Nakago (aus: Fushigi Yuugi), danach über die Unterschiede zwischen alten und jungen Charakteren. In dem nachfolgenden Interview verrät sie, was einen echten Profi ausmacht und motiviert den Leser, den Berufswunsch des Mangazeichners anzugehen.

Dann folgen die Hauptkapitel „Manga Yuugi“, die wie Lehrstunden in 65 Lessons eingeteilt sind. Diese Kapitel bringen dem Leser in unterhaltsamer Art und Weise das Zeichnen näher. Jeder Zeichner erkennt sich sofort in der Hauptfigur Eri Mangawa wieder – ein Mädchen, das unbedingt Shojo – Mangaka werden möchte. Gelangweilt vom Unterricht kritzelt sie vor sich hin, als ihre Zeichnung plötzlich beginnt, sie zu beschimpfen! Sie weist sie zurecht, dass sie ordentlicher zeichnen solle. Da beschließt Eri, Watase–sensei um Hilfe zu bitten, damit die gezeichnete Figur eine Hauptrolle spielen kann… und der Charakter bekommt den Namen Asuka!

Begonnen mit dreidimensionalen Zeichnungen von Gesichtern und Mimiken wird der Leser in die Geheimnisse guter Bilder eingeweiht. Bei jedem Problem, was Eri auf dem Weg zum Profi hat, steht Watase–sensei ihr – und vor allem dem Leser – mit Rat und Tat zur Seite. Dabei lernt man oft aus Eris Fehlern mehr, als wenn Watase alles perfekt vorpinseln würde.

Währenddessen kommt Watase–sensei den Hauptproblemen vieler Zeichner auf die Schliche: Ganzkörperzeichnungen, Hände, ein ausgefeiltes Storyboard, durchdachte Charaktere, die lebendig und menschlich wirken und vielem anderen. Besonders positiv an diesem Zeichenkurs ist, dass nicht nur auf die Zeichnungen und Proportionen an sich, sondern auch besonders auf die Entwicklung von Handlungssträngen eingegangen wird. Eine Geschichte, in der alles wie am Schnürchen klappt, wird schnell langweilig – also müssen den Charakteren Steine in den Weg gelegt werden! Jeder Watase–Fan kennt Watases Handlungswendungen, die ihre Manga immer wieder unglaublich spannend machen. Wie man Storywenden genauso gut hinbekommt, erklärt Watase in leicht nachvollziehbarer Weise. Charaktere wirken erst durch Stärken und Schwächen menschlich, also gebt euren Figuren nicht nur gute Eigenschaften! Und zwischen all diesen mit Witz und Freude präsentierten Tipps erfährt der Leser noch ganz nebenbei Hinweise, wie er die eigenen Zeichnungen verbessern kann.

Unsere Meisterin Watase erklärt, wie wichtig genaue Recherchen sind und warum auch Profis oft Vorlagen benutzen. Am Beispiel von Eris Manga werden Anhaltspunkte zum Höhepunkt gegeben, auch Grundregeln zur Sprechblasen – und Panelverteilung werden vorgestellt.

Zwischen den Lessons beantwortet Watase–sensei im „Manga Ratgeber“ von Lesern gestellte Fragen. Schon gewusst, warum gute Vorzeichnungen so wichtig sind? Watase gibt einfache Tipps, wie man auch schwierige Posen besser skizzieren kann, sodass man seine Seite nicht durch einen Fehler im letzten Panel wegwerfen muss. Auch greift sie häufige Fehler in der Verwendung von Perspektiven auf. Effekte in den Hintergründen können die gesamte Situation völlig anders wirken lassen, auch der Umgang mit der Zeichenfeder will geübt sein. Bewegung macht den Manga lebendig, aber noch wichtiger ist es, dass der Manga die Situation und die Gefühle des Charakters darstellen kann. Das Titelbild ist entscheidend, denn einen Manga mit einem langweiligen Vorstellungsbild weckt kein Interesse beim Leser. Genauso sollte der Titel wohl durchdacht sein. Der Verlagsbesuch verläuft nicht immer sofort so, wie man es sich wünscht, daher betont Watase zum Schluss noch einmal, wie wichtig die Einstellung des Zeichners ist!

Auf den abschließenden Seiten erfahrt ihr noch einige Infos über Yuu Watase selbst, ihre Manga und über die wichtigsten Zeichenutensilien.

Jeder fortgeschrittene Zeichner sollte sich diesen Zeichenkurs unbedingt genauer anschauen – manchmal kann man noch viel mehr lernen, als man denkt! Und wenn man zusätzlich Watases Zeichnungen liebt, darf man ihn sich erst recht nicht entgehen lassen… 😉

© Miaka

How to draw Manga mit Yuu Watase: © 2005 Yuu Watase, Shogakukan / EMA

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Manga Trainer

Name: Manga Trainer
Englischer Name:
Originaltitel: Manga Techniques
Herausgebracht: Japan: Deleter 2001
Deutschland: Tokyopop 2005
Autor: Deleter
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 5,50 €

Manga Trainer Band 1Inhalt & Eigene Meinung
Der Manga Trainer ist ein Lehrwerk für alle Zeichner, die im Mangastil zeichnen können wollen. Doch um einzuschätzen, ob man selbst entsprechende Grundkenntnisse noch benötigt oder es nur noch am Training mangelt, sei hier eine kurze Zusammenfassung der Bände gegeben. Der Manga Trainer ist in einzelne Lektionen eingeteilt, was dem Anfänger ein Voranschreiten in kleinen Schritten ermöglicht.

Band 1
Lektion 1 beschreibt das nötige Handwerkzeug eines angehenden Mangaka zum Loslegen. Dazu werden in präzisen und leicht verständlichen Kurzbeschreibungen die Einsatzmöglichkeiten unterschiedlicher Feder-Arten, schwarzer Tinte bzw. Tusche sowie Deckweiß erläutert.

Die 2. Lektion behandelt das Vereinfachen der Kopfform, des Gesichts, der Frisuren und Proportionen bis hin zum fertigen Manga-Charakter. Beispielposierungen sowie Unterschiede in Körperregionen wie Hüfte, Arme und Hände bei Mann und Frau werden gezeigt. Das waren grundlegende Vorübungen!

Jetzt geht’s erst richtig los:
In der 3. Lektion wird ein Hauptproblem vieler Zeichner, der Hintergrund, in Beispielbildern verdeutlicht. Hierzu werden Grundkenntnisse in Zentral-, Zwei-Punkt- und Froschperspektive vermittelt. Effekte durch unterschiedliche Schraffuren werden erzielt, außerdem wird Rasterfolie zur Darstellung mechanischer Objekte (z.B. eines Roboters), Wolken und der Elemente Wasser, Feuer, Erde/Boden und Wind verwendet. Die nächste Doppelseite gibt Anregung zur Nutzung von Speedlines, dann wird gezeigt, wie man mit Rasterfolie am besten Schatten ins Bild einsetzen kann. Wer sich schon immer gefragt hat, womit Zeichner die Muster von Kleidung darstellen, bekommt eine präzise Antwort… =)

Darauf folgen einige Beispiele für Soundwords, was allerdings für angehende Zeichner ohne Japanisch-Kenntnisse weniger hilfreich sein wird, weil sie wie in der Originalfassung in japanischer Sprache belassen wurden. Als Abschluss dieser Lektion wird weiße Rasterfolie vorgestellt, die mir noch völlig neu war.

In der vorletzten Lektion werden weitere Hilfsmittel zum Mangazeichnen vorgestellt:
Das Zeichenpapier, Pinselstifte (mit ein wenig Glück auch bei uns zu finden, einfach mal in Schreibwarenläden nachfragen), Read Powder, Leuchttische, Tuschestifte, Reissfedern und Lineale/Schablonenarten können das Zeichnen um Einiges einfacher gestalten.

In Lektion 5 wird dem Anfänger beim Umsetzen der eigenen Geschichte mit Hilfe von Skizzen, Charakterstudien und Manuskripten geholfen. Sprechblasenplatzierung ist ebenfalls ein entscheidendes Mittel zum guten Manga. Was soll man tun, wenn man auf der fertigen Seite einen Fehler findet und korrigieren möchte, ohne die gesamte Seite neu zeichnen zu müssen? Auch hierbei wird einfache und schnelle Abhilfe geschaffen.

Manga Trainer Band 2Das wusstest du schon alles? – Dann betrachte den 2. Band mal genauer:

In Lektion 1 findest du das Bild mit den SD-Figuren wieder, was bereits im ersten Band zu bewundern war, dieses Mal allerdings in Farbe. Das Kolorieren mit Neopiko-Markern der Marke DELETER ist auf farbigen Extraseiten beschrieben. Neopikos besitzen zwei Spitzen: Eine Pinsel- und eine Markerspitze. Daher können verschiedene Effekte erzielt werden. Ebenso mit dem Neopiko Solvent (einer Art Tintenkiller für Neopikos), der gesondert vorgestellt wird, oder durch unterschiedliche Papierarten bzw. mehrschichtiges kolorieren. Schattierungstechniken und der richtige Einsatz von Deckweiß sollen auch nicht vorenthalten werden und zudem widmen sich danach einige Seiten dem Kolorieren mit dem Computer, welche immer mehr an Beliebtheit gewinnt und bereits von vielen Zeichnern genutzt wird.

Die zweite Lektion hilft zum verbesserten Einsatz der Perspektive bei Charakterdarstellungen. Andere Blickwinkel können den Bildern mehr Abwechslung und Spannung verleihen, mit Hilfe der sogenannten Horizontlinie wird „Perspektiv-Akrobaten“ geholfen.

Dann werden einige Anregungen für Frisuren gegeben, aber die meisten Zeichner setzen sowieso am liebsten ihre eigenen Ideen um, also sei hier nur Unkreativen geholfen 😉

Wie zeichne ich alte Leute, Kinder oder Tiere am besten? Die nachfolgenden Seiten können gute Tipps geben. Fantasy- Liebhaber aufgepasst: auch Drachen sind nicht so schwer, wie sie aussehen…

Lektion 3 vertieft den Schwerpunkt Perspektive mit besonderer Anwendung in einzelnen Panels. Unterschiedlich geformte Objekte müssen in Perspektiven verschieden umgesetzt werden, also sei in dieser Lektion gut aufgepasst.

Auch wird hier zum ersten Mal die Drei-Punkt-Perspektive erwähnt, bei deren Beherrschung ein Bild wirklich gut in Szene gesetzt werden kann. Als Nächstes behandelt diese Lektion das Bearbeiten von Rasterfolie genauer, bei der Wolken zu verschiedenen Tageszeiten und der Moiré-Effekt aufgerollt werden. Schon mal einen Hintergrund durchgepaust? Probier es aus! Und auch bei Schattensetzung darf Kreativität eine Rolle spielen, wie die letzten Seiten der Lektion beweisen.

In der 4. Lektion werden Grundlagen zum Seitenaufbau, Panelanordnungen und Aufteilungen gegeben. Viele Beispielseiten helfen beim Umsetzen der Ideen. Da lernen nicht nur Anfänger noch etwas dazu!

© Miaka-chan

Manga Trainer: © 2001 Deleter, Tokyopop

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