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Im KulturSPIEGEL, der monatlichen Beilage des großen deutschen Nachrichten-Magazins Der Spiegel ist in der aktuellen Ausgabe ein Bericht über deutsche Manga-Zeichnerinnen.
Vor allem an den Zeichnerinnen von Tokyopop, aber auch bei DuO von EMA und Judith Park von Carlsen wurde der schnell wachsende Boom deutscher Manga hervorgehoben und mit der "guten Möglichkeit der Identifikation" der jungen Zeichnerinnen durch ihre "kaum älteren Fans" erklärt. Nach früherer Abwehrhaltung gegen alles "Nicht-japanische" würden die Fans inzwischen nicht mehr von Abklatsch bei Manga aus dem Inland reden.
Nach Joachim Kaps, Chef von Tokyopop, soll zudem der "Marktanteil der deutschen Bände", der im Moment noch "im einstelligen Bereich" liegt, "langfristig auf 20 % gesteigert werden", so zumindestbei Tokyopop. Auch wird bei der Überraschungshit-Serie Gothic Sport von Anike Hage erstmals der Versuch gemacht, Fanartikel zu einer deutschen Serie zu vermarkten. So wird es voraussichtlich ab der Leipziger Buchmesse im kommenden Jahr Fußballtrikots, T-Shirts und Schreibtischequipment zur Serie geben. Dies sei auch "ein Versuch, für die Zeichnerinnen eine neue Einnahmequelle zu schaffen", so Kaps.
Auch wurde auf die verschiedenen Zeichnewettbewerbe im deutschen Bereich hochgelobt. Judith Park bezeichnete diese als eine "gute Gelegenheit, seine Arbeiten den Verlagen und dem Publikum zu präsentieren". Auch ein "besseres Messen mit der Konkurrenz" sei so möglich.
Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Punkt im deutschen Manga-Markt sind die Fans. So würden durch Internet-Foren und ähnliches eine breite Palette an Möglichkeiten zur Diskussion der einzelnen Werke geboten, wodurch die Wünsche der Fans besser berücksichtigt werden könnten.
Quelle: KulturSPIEGEL |