Love Berrish!

Name: Love Berrish!
Englischer Name:
Originaltitel: Love-Berrish!
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2005
Deutschland: Tokyopop 2008
Mangaka: Nana Haruta
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Love Berrish! Band 1Story
Die 15 jährige Yuya Fukushima ist total aufgeregt. Ab morgen wird sie auf die Natsuka High School gehen. Es ist ein Mädcheninternat, was für sie etwas ganz neues ist. Einen Tag vor Schulbeginn macht sie sich mit ihrer Wegbeschreibung auf den Weg zum Internat. Nun ist sie irritiert. Laut Plan ist sie auf dem richtigen Weg, doch jetzt steht sie vor dem Shiramomo Internat. Sie soll aber zum Kiichigo Internat. Sie schaut sich einen Gebäudeplan an. Doch das Kiichigo Internat ist auf diesem nicht verzeichnet. Das ist ja merkwürdig.

Yuya hört ein Geräusch. Sie entschließt sich, diesem Geräusch zu folgen. Denn schließlich muss sie ja jemanden nach dem Weg fragen, bevor sie sich noch richtig verläuft. Plötzlich wird sie von einem Jungen angerannt, dieser entschuldigt sich und läuft weiter. Das Merkwürdige war, dass dieser Junge Schwellungen im Gesicht hatte. Als sie weiter geht, entdeckt sie einen weiteren Jungen. Dieser hält eine Holzstange in den Händen und hat eine Schramme im Gesicht. Haben die beiden sich etwa geprügelt?

Der Junge sieht Yuya giftig an und gibt ihr zu verstehen, dass sie nicht so glotzen soll. Etwas eingeschüchtert entschuldigt sie sich und erklärt, dass sie gar nicht stören wollte. Sie war nur auf der Suche nach dem Kiichigo Internat. Yuya dreht sich um und will gerade weg laufen, als der Typ ihr die Wegbeschreibung hinterher ruft. Verblüfft bleibt sie einen Moment stehen, schaut sich noch mal zu dem Jungen um und läuft dann weiter.

Endlich ist sie im Kiichigo Internat angekommen. Die Internatsleiterin Yunko, fragt sie warum Yuya so spät kommt. Sie hat sich Sorgen gemacht. Yuya erzählt ihr, das sie sich verlaufen hatte. Denn auf dem Gebäudeplan, ist das Kiichigo Internat nicht verzeichnet. Yunko sieht Yuya verständnislos an und sagt, dass das Kiichigo Internat natürlich nicht auf dem Plan verzeichnet ist. Nun versteht Yuya gar nichts mehr. Was soll das denn heißen?

Yunko zeigt Yuya ihr Zimmer und fordert sie auf die Hausregeln zu lesen. Auf einmal kommt ein total hübscher Junge vorbei. Yunko nennt ihn Azusa und bittet ihn, Yuya das Internat zu zeigen, sobald er Zeit hat. Yuya ist begeistert von dem schönen Jungen bis ihr dämmert, dass es doch ein Mädcheninternat ist. Yunko erklärt, dass das Kiichigo ein gemischtes Internat ist. Normalerweise kommen die Jungs auf das Nishiuri und die Mädchen auf das Shiramomo Internat. Doch diese sind derzeit überfüllt und daher kommen alle weiteren Schüler auf das Kiichigo Internat. Yuya findet das alles sehr merkwürdig, aber dann stellt sich der hübsche Junge mit einem strahlendem Lächeln noch einmal selbst vor. Sein Name ist Azusa Chiba. Jetzt hat Yuya ihre ganzen Bedenken erst einmal beiseite gekehrt. Wer kann so einem Lächeln widerstehen?

Love Berrish! Band 2Azusa zeigt ihr das ganze Gebäude. Bei der Führung treffen sie ein paar Mitbewohner. Die etwas überdrehte heißt Emika Mito und der lustige Typ neben ihr Kon Miyagi. Und dann ist da noch der Streithammel des Internats. Nagisa Takamatsu. Dieser ist laut Kon und Emika des Öfteren in Schlägereien verwickelt. Heute zum Beispiel mal wieder mit den Schülern des Nishiuri Internats. Eine abstreitende Stimme aus dem Hintergrund macht sich nun bemerkbar. Ein blonder gut aussehender Junge kommt zum Vorschein. Yuya ist überrascht. Das ist doch der Typ, der ihr den Weg zum Internat beschrieben hat!

Azusa teilt Yuya mit, dass Nagisa ihr Zimmernachbar ist. Denn sein Zimmer ist genau neben ihrem. Plötzlich kommt ein komisches Vieh um die Ecke, direkt auf Azusa zu gestürmt. Yuya ist total erschrocken. Als sie jedoch genauer hinsieht, erkennt sie das dieses komisch aussehende Wesen, eine Katze sein soll. Sie sitzt bei Azusa auf dem Arm und wird von ihm liebevoll gestreichelt. Azusa stellt das Tier mit dem Namen Michelle la France vor. Sie ist die Internatskatze und wird aber von allen nur Milein genannt. Yuya möchte Milein streicheln, bekommt aber gleich eine gewischt.

Müde und irgendwie ratlos sitzt Yuya nun zusammen mit Emika im Bad und genießt das warme Wasser. Yuya schwirrt eine menge im Kopf herum. Sie fragt sich, wie sie in diesem Internat nur zurecht kommen soll. Komische Typen, komisches Internat und eine komische Katze. Das Einzige was sie im Moment positiv stimmt, ist der Gedanke an Azusa. Denn das ist echt ein netter Kerl und dazu noch so extrem gut aussehend. Unsanft wird Yuya aus ihren Gedanken gerissen. Denn hinter ihr ist auf einmal Emika aufgetaucht, die ihr erstmal ohne Schamgefühl an die Brust fasst. Dann fragt sie auch noch, wie selbstverständlich, welche Körbchengröße Yuya hat. Yuya weiß vor Panik schon gar nicht mehr wohin sie soll. Sie steigt aus dem Bad und wird immer noch von Emika verfolgt. Komische Leute sind das hier!

Im Flur treffen sie Azusa, Kon und Nagasi. Sie waren auch gerade baden. Yuya steht noch völlig benommen abseits. Kon fragt Emika gleich, was sie mit Yuya gemacht hat. Weil diese total verängstigt wirkt. Emika erzählt, dass sie nur ihre Brust angefasst hat, weil Yuya ihre Körbchengröße nicht verraten wollte. Nagasi hält daraufhin Yuyas BH hoch und teilt die Körbchengröße 70B mit. Yuya reißt ihm den BH aus der Hand und schreit ihn mit Tränen in den Augen an. Nagasi hingegen erwidert darauf ganz ruhig, dass sie hier überhaupt nicht rein passt, wenn sie sich immer so anstellt und dass sie Yuya überhaupt nicht so wichtig nehmen. Weinend und verletzt geht Yuya auf ihr Zimmer. Plötzlich ruft ihre Freundin von zu Hause an und fragt wie es Yuya so auf dem Internat geht. Yuya steht mit ihrem Handy auf dem Flur und erzählt ihr, wie schrecklich sie es auf diesem Internat findet. Als sie sich umdreht, sieht sie Azusa und Nagasi. Sie haben alles mit angehört. Yuya entschuldigt sich für den Ausraster. Nagasi entgegnet nur, dass das nicht nötig ist. Wenn es ihr auf dem Internat nicht gefällt, soll sie halt verschwinden und zu Mami und Papi laufen. Das hat das Fass wohl zum Überlaufen gebracht. Yuya bricht emotional zusammen, dreht sich um und läuft weg. Azusa läuft ihr hinter her. Yuya denkt, dass alle sie hassen. Azusa redet ruhig auf sie ein und bringt sie zurück ins Internat. Yuya geht zu Nagasi und entschuldigt sich bei ihm. Im Gegenzug bekommt sie wieder einen patzigen Spruch an den Kopf geworfen aber auch den Hinweis darauf, dass im Kühlschrank noch was zu Essen für sie steht. Falls sie Hunger hat.

Weil sie noch nichts gegessen hat, geht Yuya einfach mal nachsehen und tatsächlich. Es steht im Kühlschrank ein gefüllter Teller für sie bereit. Sogar mit einem Schild dran, auf dem ihr Name steht. Dann kommen Kon und Emika an der Küche vorbei. Die beiden entschuldigen sich bei Yuya und erzählen ihr auch, dass Nagasi das Essen für Yuya gemacht hat. Nun versteht Yuya gar nichts mehr. Der Typ ist doch immer so fies zu ihr, warum macht er ihr nun was zu Essen?

Warum ist Nagasi immer so gemein zu Yuya und versucht sie ständig bei Azusa schlecht zu machen? Empfindet auch Azusa etwas für Yuya? Und warum ist alles in diesem Internat so merkwürdig?

Eigene Meinung
“Love Berrish!“ ist ein wirklich süßer Manga. Die Zeichnungen sind sehr niedlich und detailliert. Sie erinnern ein wenig an Mangas wie z.B.: “Rockin‘ Heaven – Teen’s Premier Love Beat“, “Orange Planet“ oder “Kleines Biest“. Auch die Story ist sehr schön. Es gab schon öfter Mangas, die in einem Internat spielen. Nur war es bei denen meist so, dass sich ein Mädchen als Junge ausgibt und sich in ihren Zimmergenossen verliebt. Ganz anders ist es in “Love Berrish“. Denn Yuya denkt ja eigentlich, dass sie auf ein Mädcheninternat kommt und ist völlig schockiert, als sie erfährt das es ein gemischtes Internat ist. Das und die teilweise durchgeknallten Charaktere wie z.B. Emika, verleihen der Story das richtige Maß an Humor. Die Charaktere muss man einfach lieben und die Story ist nicht unbedingt berechenbar. Denn anders als bei anderen Serien, weiß man in diesem ersten Band noch nicht, welche Pärchen sich bilden werden, ob es überhaupt Pärchen geben wird oder ob die Gefühle einseitig bleiben.

© AyaSan

Love Berrish!: © 2005 Nana Haruta, Shueisha / Tokyopop

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Love Beast

Name: Love Beast
Englischer Name:
Originaltitel: Koisuru Yajyu
Herausgebracht: Japan: Akita Shoten 2007
Deutschland: Tokyopop 2009
Mangaka: Kasane Katsumoto
Bände: 3 Bände
Bände: 6,50 €

Love Beast Band 1Story
Hinako besucht die Oberschule und hat sich in ihren Mathelehrer verliebt. Das ist auch der Grund für ihre Nachhilfe. Sie ist nämlich die Einzige, die Nachhilfe benötigt und kann so mit ihm alleine sein. Das hat Hinako zumindest so geplant. Doch ein Mitschüler aus ihrer Klasse namens Go Hanzawa macht ihr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Auch er nimmt an der Nachhilfe teil. Es nervt sie nicht nur, dass sie mit ihrem Lehrer nicht alleine sein kann, sondern auch das es ausgerechnet Go sein muss, der mit ihr Nachhilfe hat. Er ist ein Rowdy der Typen deren Gesicht ihm nicht passt verprügelt und Mädchen, die seinem Blick begegnen flach legt. Eine richtige Bestie eben.

Wütend und in Gedanken versunken, schielt Hinako zu Go herüber. Doch dann sitzt ihr der Schreck bis in die Glieder. Ihre Blicke haben sich begegnet. Oh oh……

Nach der Nachhilfestunde sitzen Hinako und Go noch alleine in der Klasse. Go fragt Hinako, ob sie dumm sei. Schließlich sind die Aufgaben so leicht, dass selbst er sie beantworten kann und er nimmt so gut wie nie am Unterricht teil. Hinako lächelt nur. Go bemerkt darauf hin, dass sie in den Mathelehrer verliebt ist und zieht sie damit auf. Sie fangen an darüber zu streiten, bis Go irgendwann anmerkt, dass sie mit ihm ganz alleine ist und sich eigentlich mal zusammenreißen müsste. Hinako ist sprachlos und bevor sie etwas sagen kann, wird sie von Go auch schon auf einen Tisch gedrückt. Er flüstert ihr nur ins Ohr, dass ihre Blicke sich begegnet sind und sie wissen sollte was das bedeutet.

Anfangs wehrt Hinako sich, doch Go macht immer weiter. Schließlich stellt sie fest, welch wunderschönes Gefühl sich in ihr ausbreitet. Er verbindet ihr die Augen und erlaubt ihr nun auch an den Mathelehrer zu denken. Hinako erlebt ihr erstes Mal mit jemand ganz anderes als geplant und stellt fest das es sich einfach wunderbar anfühlt. Nach dem gefühlten Finale, macht Go ein Foto von Hinako, auf dem sie ein sehr erregtes Gesicht offenbart. Er nutzt es als Druckmittel, damit sie es nicht dem Lehrer erzählt. Zu Hause schaut sie sich in ihrem Spiegel an. Die Stellen an ihrem Körper, die von Go berührt wurden, glühen immer noch.

In der nächsten Nachhilfestunde, fängt Go an sie zu ärgern. Er piekst ihr mit seinem Stift in die Brust. Sofort zickt sie an, doch er lächelt nur und flüstert: “Foto!“ Dieser Mistkerl! Jetzt führt er den Stift auch noch in ihren Schritt. Sie kann nichts dagegen tun. Wieder scheint in ihr ein Feuerwerk zu explodieren. Und das auch noch genau vor dem Lehrer. Doch dieser scheint nichts mitbekommen zu haben, denn er bittet Hinako darum an die Tafel zu kommen. Sie soll dort eine Aufgabe lösen und taumelt noch ganz benebelt nach vorne. Der Lehrer schaut sie verdattert an und fragt sie nur, ob das schon die Sommermüdigkeit sei.

Love Beast Band 2Nach dem Unterricht packt Go sie am Arm, als diese gerade das Gebäude verlassen will. Er teilt ihr mit, dass er noch lange nicht mit ihr fertig sei. Hinako schnauzt ihn an, dass er sie in Ruhe lassen soll. Schließlich ist sie in den Lehrer verliebt. Go löst seinem Griff und scheint ihren Wunsch zu akzeptieren. Doch dann fängt er wieder an sie zu erregen und verkündet, sie gehen zu lassen, sollte ihr Körper nicht auf ihn reagieren. Hinako kann nichts dagegen tun. Denn es fühlt sich einfach zu gut an. Ein Gerücht über Go lautet: Frauen die von Go flach gelegt worden sind, werden seine Sklavinnen. Das scheint nicht nur ein Gerücht zu sein, denn Hinako kann ihm einfach nicht mehr widerstehen und scheint Gefühle für ihn zu entwickeln.

Morgens in der Schule hört Hinako zufällig ein Gespräch zwischen dem Mathelehrer und Go mit an. Der Lehrer bedankt sich bei Go dafür, dass er dem Nachhilfeunterricht beiwohnt. Denn seine Hochzeit steht kurz bevor und er möchte seiner Verlobten keinen Anlass für einen Streit geben. Also wusste der Lehrer die ganze Zeit über, was Hinako für in empfindet?

Wütend spricht sie etwas später Go an. Sie bezeichnet ihn als einen Hund, der brav macht was man ihm sagt. Sie bedankt sich zickig fürs Babysitten und bittet um Gos Handy, um die Bilder löschen zu können. Sie teilt ihm mit, dass sie nicht mehr in den Lehrer verliebt sei und diese Farce so schnell wie möglich beenden möchte. Gos Augen werden schmal. Wütend holt er sein Handy aus der Tasche, klappt es in die falsche Richtung auf, um es zu zerstören. Anschließend schmettert er es auf den Fußboden und meint nur, dass sich das Löschen nun erledigt hätte. Wütend kehrt er Hinako denn Rücken zu und geht.

Hinako stellt fest, dass Gos Reaktion sie viel mehr trifft, als die Tatsache das ihr Lehrer heiraten wird. Warum nur? Sie hebt das Handy auf und was ist das? Es ist ja noch an! Sie schaut die Dateien durch, auf der Suche nach den Fotos. Doch was sie stattdessen findet verblüfft sie. In diesem Handy sind massenhaft Bilder von ihr gespeichert, aber nicht die die sie löschen wollte. Nein….es sind Bilder auf denen sie lacht. Auf dem Schulhof, in der Klasse und auf dem Heimweg. Ganz normale Bilder.

Was hat das zu bedeuten? Und was ist Go eigentlich für ein Typ? Stimmen die ganzen Gerüchte über ihn wirklich?

Eigene Meinung
Endlich erscheint eine ganze Serie von Kasane Katsumoto. Da warte ich schon so lange drauf. Mit “Love Beast“ macht sie ihrem Namen wieder alle Ehre. Eine prickelnde Lovestory mit vielen Lachern und viel viel Erotik. Wie man in der Review lesen kann, geht es ziemlich schnell zur Sache. Aber das stört eigentlich eher weniger. Mein einziges Problem war es, die erotischen Szenen in der Review so harmlos wie möglich zu schreiben. Denn weglassen konnte ich sie nicht, weil sie für den Verlauf der Story wichtig sind. Ich hoffe die Review gefällt euch, auch wenn sie diesmal etwas erotisch ist ^^“

Für Katsumoto Fans ist “Love Beast“ ein absolutes Muss. Ich werde mir auf jeden Fall die ganze Serie zulegen. Für Mayu Shinjo und Yuki Yoshihara Leser ist es eine lohnenswerte Abwechslung. Viel Spaß ^^

© AyaSan

Koisuru Yajyu: © 2007 Kasane Katsumoto, Akita Publishing/Tokyopop

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Lost and Found

Name: Lost and Found
Englischer Name:
Originaltitel: Lost and Found
Herausgebracht: Deutschland: The Wild Side 2007, Tokyopop 2011
Mangaka: Mikiko Ponczeck
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Lost and FoundStory
Kurosawa Shunske ist mit seinen 17 Jahren ein ganz normaler Schüler. Er hat Freunde, ist sehr gut in der Schule und führt eigentlich ein ruhiges Leben. Doch so einfach ist sein Alltag dann doch nicht, hat er doch vor einigen Wochen herausgefunden, dass er schwul ist und sich ausgerechnet in seinen besten Freund Kyohei verliebt, der jedoch nur Augen für Mädchen hat. Shun verheimlicht es nicht nur seinen Freunden, sondern auch seinen Eltern, doch als Ruri, seine alte Sandkastenfreundin ihm eines Tages ihre Liebe gesteht, rückt er doch mit der Wahrheit heraus. Ruri hört dem unsicheren Jungen zu und ermutigt ihn, sich endlich nach außen hin zu seiner Sexualität zu bekennen und auch Kyohei davon zu erzählen. Bestärkt von Ruris Zuspruch vertraut er sich auch Kyohei an, verrät ihm im gleichen Atemzug jedoch, dass er sich in seinen Freund verliebt hat.

Die nächsten Wochen versprechen nach diesem Geständnis die Hölle zu werden, verbreitet sich doch die Geschichte wie ein Lauffeuer an der Schule und machen Shun unweigerlich zum Außenseiter und Opfer der gesamten Schülerschaft. Vollkommen mit der Situation überfordert findet Shun unerwartet Hilfe und Zuflucht bei dem mysteriösen Hikami Tatsuya, der neue Nachbar der direkt über Shuns Familie eingezogen ist. Die beiden freunden sich an, doch ein dunkles Geheimnis umgibt Tatsuya, der einer nicht ganz alltäglichen Beschäftigung nachgeht. Als Shun zufällig dahinterkommt, überschlagen sich die Ereignisse und zwischen den beiden entwickelt sich ein ungewöhnlich starkes Band aus Vertrauen und Zuneigung…

Eigene Meinung
„Lost and Found“ von Mikiko Ponczeck erschien bereits 2007 beim Wild Side Verlag. Für die Neuauflage bei Tokyopop wurde von der Künstlerin ein neues Cover und neue Farbseiten und Kapitelcover gezeichnet. Zudem gibt es ein paar zusätzliche Infoseiten und Skizzen am Ende des Bandes. Ansonsten ist der Manga 1:1 mit der ursprünglichen Version.

„Lost and Found“ ist ein gelungenes Werk. Die Zeichnungen sind durchweg gut bis sehr gut, der Stil ist konstant und obgleich recht einfach gehalten, doch sehr schön anzusehen. Mikiko Ponczeck beherrscht Perspektiven, Verkürzungen und Bewegungen, die den Manga unheimlich lebendig und dynamisch machen.

Die Geschichte selbst ist in sich schlüssig, interessant und mitfühlend erzählt, wenngleich das Geheimnis um Tatsuya ein wenig aufgesetzt wirkt. Der Handlungsbogen in der Schule und um das Mobbing mag vielleicht ein wenig vorhersehbar sein, doch in Anbetracht der Hintergründe um Tatsuya und dem Switch in den letzten Kapiteln, fällt er gar nicht so negativ ins Gewicht. Das Hauptproblem ist hierbei, dass es einfach an Hintergrundinformationen mangelt, was Tatsuya anbelangt. Ihm und seiner Person wird zu wenig Platz eingeräumt, was auch zur Folge hat, dass das Ende ein wenig überstürzt wirkt. Zudem droht die Geschichte am Schluss doch stark in Richtung Kitsch und Unglaubwürdigkeit abzurutschen.

Teilweise wirken die Charaktere ein wenig stereotyp, insbesondere da ihnen wenig Platz eingeräumt wird, um sich weiter zu entwickeln. Sie bleiben recht blass, lediglich Shunsuke bekommt ein wenig Tiefe, da seinen Problemen viel Platz eingeräumt wird.

Insgesamt ist der Manga trotz aller Kritikpunkte empfehlen, insbesondere, da er jetzt wesentlich günstiger zu haben ist. Wer den alten Manga bereits hat, für den bietet die Neuauflage, bis auf einige Extras nicht viel Neues. Wer bisher vor dem hohen Preis zurückgeschreckt hat oder Drama, Action und eine Brise Erotik mag, sollte auf jeden Fall einen Blick hineinwerfen. Es lohnt sich…

© Koriko

Lost and Found: © 2007 Mikiko Ponczeck, The Wild Side Verlag/ Tokyopop

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Losing Neverland

Name: Losing Neverland
Englischer Name:
Originaltitel: Losing Neverland
Herausgebracht: Deutschland: Butter & Cream 2006
Mangaka: Fahr Sindram
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 10,00 €

Losing Neverland Band 1Story
Laurie ist vierzehn Jahre alt. Seine Mutter starb vor sieben Jahren, doch er vermisst sie noch immer sehr und träumt oft von ihr und der heilen Welt. Nun lebt er mit seinem Vater zusammen, einem Säufer. Dieser zwingt ihn zur Prostitution. Es ist ein kalter Wintertag und Laurie soll in seinem knappen Outfit auf die Straße. Als er die Treppe herunter geht, sieht er den vier jährigen Tim, der seine große Schwester aus den Augen verloren hat. Der Junge hat schon aufgegeben sie zu suchen, doch Laurie hilft ihm. Auf dem Markt treffen sie Tims Schwester, die schon die ganze Zeit verzweifelt nach ihrem Bruder suchte. Tim möchte ihr Laurie vorstellen, doch dieser hat sich versteckt, weil er davon ausgehen konnte, dass die Schwester weiß was er ist.

Stunden später geht ein junger Mann die Straße entlang. Laurie spricht ihn an und nach ein wenig Überredungskunst hat er ihn soweit, dass er ihn für seine Dienste bezahlt. In einer Seitengasse will Laurie seiner „Arbeit“ nachgehen, doch muss er sich selbst Mut zusprechen. Plötzlich hat er das Gesicht seiner Mutter vor Augen und er wird sehr traurig. Er bittet den jungen Mann seinen Dienst zu verschieben, aber dieser wird sauer und packt ihn am Arm. Laurie kann sich gegen ihn schlecht wehren und so passiert es, dass er fast vergewaltigt wird. In letzter Sekunde erhascht Laurie einen großen Stein und wirft ihn dem jungen Mann an den Kopf. Schnell klaut Laurie dessen Geld, aber in diesem Moment kommt der Mann wieder zu sich und bedroht ihn. Laurie nimmt die Beine unter den Arm und flieht.

Wenig später stirbt Finnegan, ein zehn jähriger Straßenjunge und Freund von Laurie.
Nur wenige Minuten vergehen, bis Laurie Tim mit seiner Schwester in der Stadt trifft. Als das Mädchen ihn sieht, ruft sie ihren kleinen Bruder sofort zurück, weil dies keine gute Gesellschaft für Tim sein kann. Aber er hört nicht und freundet sich stattdessen mit Laurie an…

Losing Neverland Band 2Eigene Meinung
„Losing Neverland“ ist der erste Manga der deutschen Zeichnerin Fahr Sindram. Sie richtet sich in diesem Werk gegen Shotacon (Shotaru Complex) – Kindesmissbrauch und Vergewaltigung. Leider nimmt in letzter Zeit die Fangemeinschaft dieses so genannten „Genre“ im deutschsprachigen Raum stark zu und schon in 2006 soll der erste Manga & Anime dieser Art erscheinen. Kurz gesagt: Es ist genau der richtige Zeitpunkt, einen „Anti-Shotacon“-Manga zu veröffentlichen.

Der Zeichenstil ist gut und wird besonders durch die schönen Hintergründe in Szene gesetzt. Die Story ist sehr tragisch, düster und verzaubert durch ihre ganz eigene Art. Kaum ein anderer Manga weißt derart ausdrücklich und unnachgiebig auf einen Missstand hin, der damit droht, sich als „normal“ in unseren Gefilden zu etablieren. Fahr Sindram leistet mit „Losing Neverland“ im wahrsten Sinne des Wortes Pionierarbeit. Dieses Werk ist so einzigartig auf dem deutschen Markt, dass es wirklich für jeden Leser unbedingt zu empfehlen ist.

Losing Neverland: © 2006 Fahr Sindram, Butter & Cream

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Lone Wolf & Cub

Name: Lone Wolf & Cub
Englischer Name: Lone Wolf and Cub
Originaltitel: Kozure Ôkami
Herausgebracht: Japan: Koike Shoin 1995
Deutschland: Planet Manga 2003
Mangaka: Story: Kazuo Koike
Zeichnungen: Gôseki Kojima
Bände: 28 Bände
Preis pro Band: 9,99 € (Band 1-15)
11,00 € (Band 16-25)
12,95 € (Band 26-28)

Lone Wolf & Cub Band 1Story
Im Japan zur Zeit der Bürgerkriege hält sich ein Ronin mit Auftragsmörderdiensten über Wasser. Immer dabei ist sein kleiner Sohn Daigoro. Wo immer die beiden hinkommen, erregen sie zunächste Aufsehen: Ein Ronin mit einem kleinen Jungen in einem Kinderwagen, an dem eine Fahne mit der Aufschrift „Kind zu vermieten, Schwert zu vermieten“ hängt. Letzteres können die meisten Leute noch als einen herrenlosen Samurai verstehen, der Arbeit sucht, zu welchem Zweck man allerdings ein Kind mieten sollte, können sich die Leute nicht ausmalen. Doch das stört Ogami, den Ronin, wenig, schließlich ahnt niemand, was seine wahre Natur ist.

Gerade erst hat er wieder einen Auftrag angenommen, den Mord an Sugito Kemmotsu, dem Lehnsherren der Gegend. Niemand schaffte es bisher, diesen Auftrag zu erfüllen, da sich der schwerreiche Mann von acht kampferprobten Leibwächtern beschützen lässt. Und auch für Ogami scheinen die Sterne nicht günstig zu stehen. Die Informanten dieser Leibwächter erhalten die Nachricht, dass der nächste Attentäter in Begleitung eines Kleinkinds unterwegs ist, was Ogami natürlich eindeutig ausweist. Schnell ist der richtige Mann gefunden und trotz einem spektakulären Fluchtversuch samt Kind geschnappt.

Lone Wolf & Cub Band 2In der Residenz seines Gegners erreicht er durch einen Trick, dass seine Fesseln gelöst werden. Auch kommt heraus, dass er sich absichtlich hat schnappen lassen, um so ungehindert in das Herzstück des Schlosses zu seinem Opfer zu kommen. Nun kann er mit Hilfe des Überraschungsmomentes den Schlossherren und mittels seiner ausgefeilten Lanzenkunst die Leibwächter ausschalten. Nach getaner Arbeit macht sich der Wolf wieder auf die Reise.

Viele weitere Abenteuer werden auf den nicht ganz alltäglichen Attentäter warten und auch viele Erlebnisse, die er nie zuvor erwartet hätte… Doch wie kam es überhaupt dazu, dass er zusammen mit seinem Sohn Auftragsmörder wurde? Das Beisein Daigoros ist nicht etwa eine Schwäche sondern zeugt im Gegenteil eher von neuen Möglichkeiten…

Eigene Meinung
„Lone Wolf & Cub“ ist ein Manga, der im mittelalterlichen Japan spielt. Ohne irgendwelche fantastischen Elemente wird man hier Zeuge von Personen und Handlungen, die zwar frei erfunden sind, aber doch damals gelebt bzw. passiert sind. Man könnte meinen, dass man selbst zu jener Zeit zur stehen würde. Darüber hinaus werden im Anhang einige Wörter erläutert, die zum Teil auch mangakundigen Lesern noch unbekannt sein dürften. Wie schon bei „Lady Snowblood“ ist Kazuo Koike ein kleines Meisterwerk für Fans des Genre gelungen. Schade, dass Kazuo Kamimura, der damalige Partner Koikes, bereits tot ist. Die Zeichnungen Gôseki Kojimas reichen nämlich bei weitem nicht an seine heran.

© Rockita

Lone Wolf & Cub: © 1995 Gôseki Kojima, Koike Shoin / Planet Manga

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Living for Tomorrow

Name: Living for Tomorrow
Englischer Name:
Originaltitel: Bokutachi wa Asu ni Mukatte Ikiru no da
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2005
Deutschland: EMA 2010
Mangaka: Taishi Zaou
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Living for TomorrowStory
Tasuku kennt Ryouta schon von Kindesbeinen an und war immer mit diesem zusammen. Als er sich in ihn verliebt, beschließt er, sich nichts anmerken zu lassen, da er keine Zukunft für eine Beziehung zwischen zwei Männern sieht. So kommt es auch, dass er Ryouta immer wieder halb verprügelt oder ihn k.o. schlägt, wenn dieser ihm zu nahe kommt. Ryouta nimmt das alles hin, zum einen weil er beweisen will, dass er es mit Tasuku aufnehmen kann, zum anderen weil er dennoch gerne mit Tasuku zusammen ist.

Als eines Tages in einer Fernsehsendung von einer Frau namens Yuuko berichtet wird, die angeblich Glück bringen kann, ist Tags darauf die Hölle an Tasukus Schule los. Plötzlich tauchen seltsame Leute auf, die herausgefunden haben, dass Tasuku Yuukos Sohn ist und damit ebenfalls über die Gabe der Glücksmuse verfügen könnte. Sie alle erhoffen sich, dass Tasuku ihren Karrieren auf die Sprünge hilft. Besonders aufdringlich sind zwei junge Männer, die als Musiker erfolgreich sein wollen. Sie versuchen alles, um Tasuku für sich zu gewinnen.

Ryouta ist alles andere als begeistert von dem plötzlichen Wirbel, der um seinen Freund veranstaltet wird. Diesem wird plötzlich klar, dass diese Gabe seine Möglichkeit wäre, Ryouta für sich zu gewinnen. Immerhin ist Ryouta ein Glücksspielfan, der an keiner Losbude vorbei kommt. Er beschließt diese Trumpfkarte für sich zu nutzen. Selbst Katsuyama, ein Freund der beiden, kann ihn nicht von dem Gedanken abbringen. Tasuku schlägt Ryouta seinen Handel vor und dieser ist so überrascht von der Entwicklung, dass er wortlos zustimmt mit Tasuku zusammen zu sein. Ryouta selbst ist sich seinen Gefühlen dabei zwar noch nicht im Klaren, doch er freut sich darüber wieder mehr Zeit mit Tasuku verbringen zu dürfen.

Als immer mehr Leute auftauchen, die es auf Tasukus vermeintliche Gabe abgesehen haben, beschließt dieser herauszufinden, ob er wirklich in der Lage ist, seinem Partner Glück zu bringen. Er schläft mit Ryouta, dem alles viel zu schnell geht und der sich wie ein Lügner vorkommt, da er immer noch nicht weiß, was er für seinen Freund empfindet. Als sie am nächsten Morgen bei einer Lotterie herausfinden wollen, ob es geklappt hat, ist das Ergebnis ziemlich ernüchternd. Ryouta verliert in allen Fällen und Tasuku muss sich eingestehen, dass er die Gabe nicht besitzt. Und damit auch nicht das Recht hat mit Ryouta zusammen zu sein…

Eigene Meinung
„Living for Tomorrow“ stammt von Zaou Taishi, die unter dem Namen Mikiyo Tsuda, die besonders durch „Princess Princess“ bekannt geworden ist. Die Geschichte ist, wie bei ihren meisten Mangas, sehr wirr, verrückt und ein wenig seltsam. Der Hauptschwerpunkt wird deutlich auf Comedy und die seltsame Beziehung zwischen Ryouta und Tasuku gelegt. Als Ausgleich und Stimme des Gewissens tritt immer wieder der Freund der beiden Katsuyama auf, der die Beziehung von einem neutralen Blickpunkt aus beobachtet und in vielerlei Hinsicht die Vernunft walten lässt. Die Charaktere sind ein wenig stereotyp, insbesondere Tasuku, der irgendwie inkonsistent wirkt. Immer wieder springt er in seinen Entscheidungen und macht alles von seiner vermeintlichen Gabe abhängig.

Zeichnerisch ist der Manga gut gelungen. Zaou Taishi hat ein Faible für detaillierte Panele und liebt den Einsatz von Rasterfolie. Damit wirken ihre Zeichnungen immer sehr voll, was in ihrer Gesamtheit dennoch gut funktioniert. Auch schafft sie eine gewisse Dynamik durch wechselnde Perspektiven und die ein oder andere Kampfszene, immerhin sind die drei Freunde ja Kampfsportler.

Insgesamt ist „Living for Tomorrow“ ein Muss für jeden Fan von Eiki Eiki und Mikiyo Tsuda. Die Geschichte ist zwar absurd und krude, der Handlungsbogen ein wenig merkwürdig und die Charaktere nur schwer nachvollziehbar, dennoch ist der Manga ideal für zwischendurch. Wer Drama und ernste Plots mag, ist bei „Living for Tomorrow“ an der falschen Adresse, doch wer Comedy und Boys Love mag, sollte einen Blick riskieren…

© Koriko

Living for Tomorrow: © 2005 Zaou Taishi, Shinshokan / EMA

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Lip Flip

Name: Lip Flip
Englischer Name: Cigarette Kisses
Originaltitel: Kuchibiru no Yukue
Herausgebracht: Japan: Libre 2007
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Nase Yamato
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Lip FlipStory:
Schon seit der Mittelstufe ist Yusuke in seinen besten Freund Soji verliebt. Als sich dieser heiratet, weiß Yusuke, dass er keinerlei Chancen hat Soji jemals für sich zu gewinnen. Dennoch sehen sich die beiden täglich, da sie nicht nur in derselben Firma arbeiten, sondern beide Raucher sind und zumeist in den separaten Räumen aufeinander treffen. Yusukes Versuche Soji aus dem Weg zu gehen, scheitern immer wieder, während Soji versucht die alte Freundschaft wiederzubeleben.

In diese unmögliche Situation stolpert Masahito, der neu in der Firma anfängt. Er gehörte ebenfalls zum Freundeskreis der beiden jungen Männer und weiß seit jeher von den Gefühlen Yusukes. Dass er selbst in Yusuke verliebt ist, ahnt dieser nicht und ist ganz und gar nicht von Masahitos Versuchen begeistert, die alten Freunde einander näher zu bringen. Masahito vermisst nämlich die alte Runde und will seinen besten Freunden wieder näher sein. Yusuke versucht verzweifelt seine Liebe vor Soji zu verbergen, während Masahito ihn fast schon dazu drängt Soji seine Gefühle zu gestehen. Immerhin tritt er die ganze Zeit zurück und hat nicht vor den beiden ewig bei ihren Problemen zuzusehen, sondern scheint nur auf eine Gelegenheit zu warten, Yusuke für sich zu gewinnen.

Als Soji urplötzlich die Wahrheit um seine Ehe offenbart und erzählt, dass seine Heirat nicht nur eine Flucht war, sondern auch firmenpolitische Hintergründe hat, ist Yusuke entsetzt. Er dachte stets, dass Soji glücklich ist und fühlt sich schuldig, dass er als Sojis Freund nicht da war. Der Umstand, dass Soji überlegt die Ehe aufzulösen macht alles noch schlimmer. Als auch noch Masahito beginnt Yusuke zu umwerben, überschlagen sich die Ereignisse. Yusuke ist von der Situation überfordert, kann er die Gefühle Masahitos doch nicht erwidern. Er gesteht Soji schließlich seine Liebe, doch nahezu zeitgleich macht in der Firma ein Gerücht die Runde – Sojis Frau sei schwanger und erwarte ein Kind. Noch bevor Yusuke verstehen kann, was das für ihn bedeutet, taucht Soji unter und verschwindet vollkommen von der Bildfläche…

Eigene Meinung:
„Lip Flip“ ist neben „Ein Lehrer zum Verlieben“ der erste Manga von Nase Yamato, der in Deutschland erschienen ist. Die Künstlerin präsentiert einen recht stereotypen Oneshot, der von einer Dreiecksbeziehung handelt. Die Geschichte des Mangas ist demnach nicht sonderlich spannen, da sich Nase Yamato mehr auf die Beziehung und die Gefühlswelt der Charaktere konzentriert, als auf eine ungewöhnliche Grundstory. Dennoch vermag zumindest das Ende ein wenig zu überraschen, da nicht unbedingt das bevorzugte Pärchen am Ende zusammenkommt.

Die Charaktere sind recht eintönig geraten, sind jedoch glücklicherweise erwachsen und bodenständig. Viel Charakterentwicklung kann man nicht erwarten, was einer der Gründe ist, dass der Manga doch gewisse Längen aufweist und zwischendurch ein wenig langweilig wird. Für den Leser ist es unverständlich, warum sich Yusuke so sehr dagegen sträubt Soji seine Gefühle zu gestehen, zumal dieser ihm genug Andeutungen macht. Demnach wirkt der Manga künstlich in die Länge gezogen.

Der Zeichenstil Nase Yamatos ist sehr schön, detailreich und aufwendig. Sie liebt Haare und Gesichter – dementsprechend viel Zeit scheint sie dafür aufzuwenden; doch auch Kleidung, Proportionen und Hintergründe sind sehr gut gelungen. Die Seiten wirken recht voll, da Nase Yamato eher viele kleine Panele zeichnet, anstatt ihre Figuren großformatig in Szene zu setzen. Das ist am Anfang etwas ungewohnt, da auch sehr viel Text vorhanden ist, aber man gewöhnt sich schnell daran.

Insgesamt ist „Lip Flip“ ein Muss für alle Fans von Nase Yamato. Wer Beziehungsgeschichten, Mangas mit erwachsenen Männern und Dreiecksbeziehungen mag, sollte zugreifen. Für einen Manga von Yamato Nase ist zwar überraschend wenig Erotik erhalten, doch das ist bei der Story eher ein Pluspunkt. Wer es von der Geschichte her realistisch mag und wem der Zeichenstil gefällt, sollte einen Blick riskieren…

© Koriko

Lip Flip: © 2007 Nase Yamato, Libre Publishing Co., Ltd./EMA

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Line

Name: Line
Englischer Name:
Originaltitel: Line
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2003
Deutschland: Carlsen 2005
Mangaka: Yua Kotegawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

LineStory
Chiko befindet sich auf ihrem Weg zur Schule, als sie durch das Klingeln auf ein fremdes Handy aufmerksam  wird. Da sie es etwas eiliger hat, steckt sie das Handy ein und nimmt sich vor es später abzugeben. Doch das ständige Klingeln macht sie neugierig, also nimmt sie irgendwann doch ab. Jedoch bereut sie dies kurz darauf, denn der Fremde prophezeit ihr einen Selbstmord, der auch kurz darauf passiert.

Chiko muss mit ansehen wie sich ein Mädchen ihrer Schule vor einen Bus wirft. Der Anrufer erklärt ihr, dass er Zeitpunkt und Orte der nächsten Selbstmorde voraussagen wird und Chiko soll die Aufgabe übernehmen, diese zu verhindern. Bando, eine Mitschülerin von Chiko bekommt das mit und findet es im Gegensatz zu Chiko total spannend.

Chiko möchte gar nicht mehr an das Handy gehen, Bando aber verlangt es von ihr. So sagt ihr der Fremde immer wieder einen Ort und eine Uhrzeit zu dem Chiko und Bando dann so schnell wie möglich hinrennen, um den Selbstmord zu verhindern. Anfangs müssen sie jedoch immer wieder mit ansehen, wie ein weiterer Mensch stirbt. Was Chiko dabei am meisten schockiert ist die Tatsache, dass andere Leute einfach nur zusehen ohne etwas zu unternehmen. Sie möchte schon alles aufgeben und übergibt das Handy an Bando. Doch als sie dann bei ihren Freunden eintrifft lässt sie das ganze nicht los.

Also verlässt sie ihre Freunde wieder, weil sie es einfach nicht verstehen kann, wieso sich Menschen selbst umbringen. Sie übernimmt das Handy wieder, dass bei Bando kein einziges Mal geklingelt hatte. Mit dem festen Vorhaben die nächsten Selbstmörder aufzuhalten, macht sie sich erneut mit Bando auf den Weg. Dabei riskieren sie sogar ihr Leben und legen sich mit der Polizei an.

Aber woher weiß der Anrufer wer sich wann und wo umbringen möchte? Und wieso tun sie alle das? Chiko denkt immer mehr über Selbstmord und die Begründung zu diesem nach. Können die beiden überhaupt irgendjemanden retten bevor er sich umbringt, obwohl die Orte und Zeiten immer erst sehr kurzfristig durchgegeben werden?

Eigene Meinung:
„Line“ ist ein Einzelband. Doch Yua Kotegawa schafft es auch nur in einem einzelnen Band sehr viel Spannung aufzubauen. Auch stellen sich dem Leser viele Fragen die fast bis zum Schluss offen bleiben. Ich finde den Manga sehr interessant. Das Thema Selbstmord ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. In „Line“ wird dieses Thema angesprochen. Wer nicht immer nur Witz oder schöne Liebesgeschichten für einen guten Manga braucht, sollte „Line“ unbedingt mal lesen.

© Nekolein
Line: © 2003 Yua Kotegawa, Kadokawa Shoten Publishing / Carlsen

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Limit

Name: Limit
Englischer Name: Limit
Originaltitel: Limit
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2010
Deutschland: EMA 2012
Mangaka: Keiko Suenobu
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Limit Band 1Story
Konno ist eine typische Mitläuferin. Sie legt großen Wert darauf nicht aus der Reihe zu tanzen. Daher läuft sie immer mit dem Strom, um nicht negativ aufzufallen. So auch an diesem Morgen auf dem Weg zur Schule. Ein Mann, gekleidet in einem Anzug mit Krawatte, liegt zusammengekauert auf der Straße. Niemand beachtet ihn, alle gehen an ihm vorbei, obwohl sie ihn eindeutig bemerkt haben. Es dauert eine Ewigkeit bis ein Mädchen dem Mann ihre Hilfe anbietet. Doch so ist die Welt nun mal. Jeder kümmert sich in erster Linie um sich selbst. Dieser Meinung ist auch Sakura, die Chefin ihrer kleinen aber angesehen Gruppe an Schülerinnen, der sich auch Konno als Mitglied unterordnet.

Sakura steht innerhalb der Schule eindeutig an der Spitze der Nahrungskette. Sie ist hübsch, schreibt gute Noten, ist bei Jungen und Mädchen begehrt und auch bei Lehrern mehr als beliebt. Doch auch sie weiß, dass ihr all das nur durch die Oberflächlichkeit der Menschen und ihr umwerfendes Aussehen möglich ist. Für sie gibt es nichts wichtigeres als Make-up und ein gutes Erscheinungsbild.

Arisa Morishige ist daher das genaue Gegenteil von Sakura und ihrer Gruppe. Sie ist dick, ungepflegt, in sich zurückgezogen und introvertiert. Still und einsam zeichnet sie in den Pausen Manga und spricht mit niemanden. Daher ziehen alle über Arisa her und machen sich über sie lustig. Vor allem Sakuras Gruppe erlaubt sich immer wieder ihren Spaß mit Arisa, die sehr darunter leidet.

So wird Arisa auch dazu auserkoren, das Los für die Klassenfahrt zu ziehen. Hier wird bestimmt, in welcher Reihenfolge die Klassen ihre Reise antreten dürfen. Dabei schneidet die Klasse als schlechteste ab, die erst zu guter Letzt ins Klassencamp gehen darf. Denn dann ist bereits die ganze Unterkunft verdreckt, kaputt und die Lehrer sowie die Pensionswirte überaus genervt und gereizt. Zu allem Überfluss zieht Arisa natürlich genau dieses Los, was allen anderen natürlich ein willkommener Anlass ist, um Arisa ordentlich die Meinung zu sagen.

Doch als dann der Termin der Klassenfahrt gekommen ist und alle im Bus sitzen, ist die Stimmung wieder gelockert und alle freuen sich auf ein paar unterrichtsfreie Tage. Es wird viel geplaudert, Karten gespielt, Musik gehört und Pausenbrot gegessen als der Bus plötzlich beginnt, in Schleudern zu kommen. Hektisch rennen die Schüler zum Busfahrer, doch der ist bewusstlos und scheint nicht mehr zu atmen. Noch bevor auch nur ein Schüler reagieren kann, rast der Bus ungebremst durch eine Leitplanke und stürzt einen felsigen Abgrund hinunter.

Limit Band 2Als Kanno wieder zu sich kommt, ist es stockdunkel. Nicht mal die eigene Hand vor Augen kann sie erkennen. Was ist nur passiert? Ein unglaublicher Gestank liegt in der Luft. Vorsichtig tastet Kanno sich durch den engen Gang, als sie auf dem Boden ihr Handy ergreift. Schnell drück sie auf eine Taste und das grelle Licht des Displays erstrahlt. Der Anblick, der sich ihr bietet, lässt Kanno versteinern. Sakura starrt sie aus ihren weit aufgerissenen kalten Augen an. Ihr Körper ist völlig bewegungslos und hängt in einer unnatürlichen Haltung den Sitz herunter. Sakura ist tot, so wie unzählige weitere Schüler in diesem Bus! Mühevoll und voller Panik drängt sich Kanno aus dem Bus heraus. Ihr erscheint die Situation so unwirklich und makaber. In diesem Moment bemerkt sie Haru, ein Mädchen aus ihrer Klicke, die ebenfalls panisch vor dem Bus hockt und verängstigt ist. Zusammen versuchen sie eine Lösung zu finden und entschließen, in der Umgebung nach Hilfe zu suchen. Die Gegend ähnelt einem Dschungel, in dem es nur schwer ist, voranzukommen und der von der Außenwelt abgeschnitten zu sein scheint. An einer Höhle entdecken sie dann aber tatsächlich weitere Klassenkameraden. Die beiden Mädchen Usui-san, deren Bein verletzt ist, und Kamiya haben überlebt und bereits ein Feuer gemacht.

Als Kanno in die Höhle guckt, entdeckt sie eine weitere Überlebende. Es ist Arisa Morishige! Doch sie kann kaum glauben, was sie dort sieht. Arisa kniet in einem Hexenzirkel, bedeckt von Tarot-Karten und als sie vom Tod ihrer Tyrannin Sakura erfährt, bricht sie in hämisches Gelächter aus. Alles ist so gekommen, wie sie es sich gewünscht hat. Haru hält es nicht mehr aus, sie kann nicht mit anhören, wie Arisa über den Tod ihre besten Freundin herzieht. Augenblicklich packt sie einen Holzstumpf und setzt zum Schlag an, als Arisa aus ihrer Tasche eine Sense zieht und Haru verletzt. Niemand wird Arisa mehr schikanieren und herum schupsen, das hat sie sich fest vorgenommen. Hier sind sie nicht mehr in der Schule und Sakura ist tot. Ab jetzt hat sie das Sagen und jeder hat nach ihrer Pfeife zu tanzen. Die Rangordnung um zu überleben steht fest und Arisa steht ab heute ganz oben, fest entschlossen, sich für jede einzelne Schandtat zu rächen!

Eigene Meinung
„Limit“ ist ein düsterer und emotionaler Manga, der tief in die Materie geht und die schlechten Seiten der Menschen sowie die Missstände der heutigen Gesellschaft aufzeigt. Die Geschichte wird aus der Sicht der Schülerin Kanno erzählt, die Angst davor hat, auf sich aufmerksam zu machen und wie Arisa in die Mangel genommen zu werden. Lieber schlängelt sie sich durch und verdrängt ihre eigene Meinung. Dies ist eine Konflikt, in dem fast jeder sicher schon mal verwickelt war.

Als die Schüler dann jedoch in diese ausweglose Lage geraten und um ihr Überleben kämpfen müssen, zeigt plötzlich jeder sein wahres Gesicht. Arisa wittert dabei die Gelegenheit, sich für jede einzelne Gemeinheit zu rächen und es ihnen um ein zehnfaches schlimmer wieder heimzuzahlen.

Dabei wird der Leser immer wieder zum Nachdenken angeregt, wie er selber in dieser Situation gehandelt hätte. Das Manga zieht den Leser förmlich in seinen Bann und lässt ihn auch bis zum Schluss nicht mehr los. Spannung und Nervenkitzel bis zur letzten Sekunde sind garantiert. Auch wenn der Zeichenstil recht einfach gehalten ist, passt die Grobheit trotzdem perfekt zur Handlung und zu den Charakteren. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht.

© Izumi Mikage
Limit: © 2010 Keiko Suenobu, Kodansha Ltd. / EMA

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Liling-Po

Name: Liling-Po
Englischer Name:
Originaltitel: Liling-Po
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 1997
Deutschland: EMA 2003
Mangaka: Ako Yutenji
Bände: 9 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

-Exotische Story von drei Schatzjägern-

Dies steht auf Rücken des ersten Bandes. Damit hat der Autor auch recht. Er ist wirklich exotisch dieser Manga. Aber kommen wir zuerst kurz zu Story.

Story
Aus dem Kaiserpalast wurden acht Kostbarkeiten gestohlen. Wenn jemand alle acht besitzt, kann er sich jeden Wunsch erfüllen den er hat. Der Adel holt den vor 3 Monaten geschnappten Meisterdieb Lilling-Po aus dem Gefängnis und beauftragen ihn die Kostbarkeiten zurückzuklauen. Dazu bekommt er zwei Adelsgefährten. Bucho ein introvertierter arroganter Adeliger und Meikito, sogesehen Neuadel, der von Unsicherheit strotzt und so werden will wie Bucho.

Die Kombination dieser drei Charaktere, gemischt mit den Adelsstand Traditionen von Anno Domini, versprechen sehr viel Streit unter den Dreien. So soll es auch kommen und die Drei machen sich auf die Reise.

Charaktere
Wie oben beschrieben sind die drei Hauptcharaktere komplett verschieden. Sie alle Zeichnen sich im ersten Band eher durch negative als durch positive Eigenschaften aus. Nur Lilling-Po versucht Meikito, von dem man am Anfang nicht weiß ob Junge oder Mädchen, zu helfen und aufzumuntern. So kommen wir auch schon zur Zeichnungsart des Mangas.

Zeichnungen
Bei Zeichnungen ist es ja allgemein immer schwer zu urteilen, da die Geschmäcker immer verschieden sind. Ich erlaube mir aber an dieser bei einer Skala von 1-10, wobei 1 das schlechteste ist, den Manga Zeichnerisch auf eine 3 zu setzen.

Die Charaktere wirken klobig und nicht ausgereift. Proportionen der Gesichter passen überhaupt nicht, sind einfach überspitzt. Von den Hintergründen wollen wir erst gar nicht groß sprechen, da sie nahezu in-existent zu sein scheinen. Unter Hintergrund verstehe ich nicht Gebäude oder das innere eines Zimmers. Auf Sachen wie Natur, Innernausstattung eines Hauses etc. etc. stößt man nur selten. Meistens findet man weißen Hintergrund oder grau schraffierte Flächen.

Fazit
Die ganze Story ist total wirr und wirkt unstrukturiert. Muss fast 2-mal gelesen werden und dies bei einem Manga der einen überhaupt nicht motiviert, ist das schwierig.

Es heißt zwar, dass Sie auf der Suche nach acht Kostbarkeiten sind, doch wirkt es eher das die drei Charaktere mehr auf der Suche nach sich selbst sind, als nach den Kostbarkeiten. Dies kann allerdings auch auf den Mangaka Ako Yutenji zutreffen dessen kleines knuffiges Review am Ende des Bandes fast besser ist als der Manga an sich. Da bringt auch seine Aussage nichts das man zuerst die Charaktere vorstellen muss.

© Ricola

Lilling-Po: © 1997 Ako Yutenji, Shinshokan / EMA

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