„Tsukikage Moratorium“ endet im November 2019

(c) Akita Shoten

In der Oktoberausgabe von Akita Shoten´s Monthly Princess Magazine wurde bekannt gegeben, dass Saki Aikawas Manga „Tsukikage Moratorium“ mit dem Kapitel in der Dezemberausgabe am 6. November 2019 endet (es erscheint kein Kapitel in der Novemberausgabe).

Im Romance-Comedy-Manga geht es um den Highschool-Schüler Saku Tsukimiya, der in der Nacht seines 17. Geburtstags von einer mysteriösen Stimme erfährt, dass er die Reinkarnation von Prinzessin Kaguya sei. Daraufhin beginnt sein Körper eine ungewöhnliche Transformation.

„Tsukikage Moratorium“ wurde im Mai 2017 erstmals veröffentlicht.

Quelle: ANN

Manga News Nr. 799

Diese Woche gibt es folgende neue Reviews:

Final Fantasy – Lost Stranger
Lieblingsstücke
Mermaid Prince
Mirai – Das Mädchen aus der Zukunft  
Wer bist DU zur blauen Stunde?

 

 

EMA hat die Neuheiten ausgeliefert:
5 Seconds to Death 8
Ballad Opera 4
Card Captor Sakura – Clear Card Arc 6
Detektiv Conan 96
Gleipnir 6
Graineliers 3
Horimiya 13
Kuroneko – Auf heißen Pfoten 2
Marry Grave 4
Namaiki Zakari – Frech verliebt 11
No Love in this Business
re:member 16
Tanya the Evil 9
Tokyo Girls – Was wäre wenn…? 3
True Kisses 6
UQ Holder! 18

 

KAZÉs neue Bände sind nun erhältlich:
KAZE_LogoAkame ga KILL! ZERO 6
Chivalry of a Failed Knight 6
Devil’s Line 3
Ein Freund zum Verlieben 3
KENKA BANCHO Otome – Battle Royale der Liebe 2
My Honey Boy 9
Ragna Crimson 2
Renjoh Desperado 3
This Lonely Planet 12
Voll erwischt! 3

 

 

Die neuen Bände von MangaCult sind erschienen:
Dou Kyu Sei – Verliebt in meinen Mitschüler
Ex-Arm 3
Gantz Perfect Edition 4
Golden Kamuy 1
Surviving Wonderland 2

 

 

Japanische Manga-Charts
vom 26. August bis 1. September 2019 von Oricon
01. Kingdom #55
02. Gekkan shôjo Nozaki-kun #11
03. Uchu kyôdai #36
04. Ôoku #17
05. Hôseki no kuni #10
06. Attack on Titan #29
07. Mobile Suit Gundam Thunderbolt #14
08. Honey Lemon Soda#11
09. Super Lovers #13
10. Jibaku shônen Hanoko-kun #11

Quelle: www.oricon.co.jp

Lieblingsstücke

Name: Lieblingsstücke
Englischer Name:
Originaltitel: Nana Haruta renai monogatarishu
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Tokyopop 2019
Mangaka: Nana Haruta
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Story
In der ersten Geschichte „Samurai Darling“ geht es um Amiko. Sie ist Schülerin einer Mädchenschule und hat sich auf ihrem Schulweg in einen Jungen von der Nishi-Highschool verliebt. Mit ihren Freundinnen macht sie sich auf dem Schulfest der Nishi auf die Suche nach dem Jungen, um ihm näher zu kommen. Doch auf ihrer Suche trifft sie auf einen Samurai, in den sie sich Hals über Kopf verliebt!

Die hübsche Rika ist der Hauptcharakter von „ein schwieriges Alter“. Sie war noch nie mit einem Jungen zusammen und kann nicht verstehen, warum ihre Klassenkameradinnen so Interesse an einem möglichen Liebesleben haben. Besonders die Vorstellung einen Jungen zu küssen, findet sie schrecklich. Mit ihrem Mitschüler Sakaki versteht sich Rika sehr gut und kommt auch mit ihm zusammen. Wird sie mit ihm glücklich werden?

In „Blumen, die im Himmel blühen“ sind Eri und Asano gerade zusammen gekommen. Eri möchte gerne mit Asano das Feuerwerk beim Straßenfest ansehen. Sie wartet täglich darauf, dass er sie einlädt. Wird sie mit Asano auf das Fest gehen?

In „das unsichtbare Mädchen“ ist Risa in ihrem Kindheitsfreund Yuki verliebt. An seinem Geburtstag schenkt sie ihm einen selbst gemachten Schokoladenkuchen. Doch er würdigt ihr Geschenk nicht und lässt den Kuchen auch noch achtlos fallen. Risa rennt weinend davon. Da erscheint aus dem Nichts eine Stimme. Yuki bekommt schlimme Kopfschmerzen. Als er wieder zu sich kommt, ist er selbst ein Geist und erlebt die Geschehnisse des Vortags…

Mana hat sich in der Geschichte „Das Symbol der Liebe“ in ihren Mitschüler Kiichi verliebt. Sie ist sehr eifersüchtig auf dessen Kindheitsfreundin. Mana macht sich große Hoffnungen, da Kiichi sie als Einzige anlächelt. Werden sie zusammenkommen?

Eigene Meinung
„Lieblingsstücke“ ist der zweite Sammelband von Nana Haruta, welcher in der „I Love Shojo Short Story Collection“ erscheint. Wie schon im ersten Band „Kleine Schätze“ enthält der Band ausschließlich ältere Kurzgeschichten von Nana Haruta. 

Die fünf Geschichten sind wie schon in „Kleine Schätze“ recht einfach gezeichnet, da diese am Anfang von Nana Harutas Kariere entstanden sind. Die Geschichten sind sehr simpel gestickt und vorhersehbar.

Rundum ist „Lieblingsstücke“ ein netter Manga für Zwischendurch. Fans von Nana Haruta, die schon „Kleine Schätze“ mochten, können bei diesem Manga zugreifen. 

Nana Haruta renai monogatarishu: © 2015 Nana Haruta, Shueisha / Tokyopop

Wer bist DU zur blauen Stunde?

Name: Wer bist DU zur blauen Stunde?
Englischer Name: Our Dreams at Dusk
Originaltitel: Shimanami tasogare
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Yuhki Kamatani
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 10,00 €

Story
Der Oberschüler Tasuku wechselt in einer neuen Stadt auf eine neue Schule. Kurz vor den Sommerferien finden ein paar seiner neuen Klassenkameraden auf seinem Handy eine Website, auf der man einen Shonen Ai-Anime sehen kann. Sofort verbreiten die Mitschüler ihre Entdeckung im ganzen Jahrgang, verbundenen mit der Schlussfolgerung, dass Tasuku selbst schwul sein muss. Alle Erklärungen Tasukus stoßen auf taube Ohren. Und das schlimmste ist: Seine Gefühle fahren auch noch Achterbahn.

Tasuku reagiert geradezu panisch auf diese Entwicklung. Er fürchtet sich davor, in Zukunft in der Schule gemobbt und ausgegrenzt zu werden. Als er schon an einer Brüstung steht und darüber nachdenkt, in den Selbstmord zu springen, sieht er plötzlich eine Frau, die aus dem Fenster eines gegenüberliegenden Hauses springt. Tasuku ist fasziniert und fühlt sich scheinbar magisch angezogen. So findet er zufällig die Lounge der mysteriösen „Frau Jemand“. Hier ist jeder und jede willkommen, der oder die Probleme mit sich herumträgt und jemanden zum Zuhören benötigt. So kommt es, dass sich ganz verschiedene Menschen in der Lounge treffen, um abzuhängen, gemeinsam Dinge zu unternehmen und auch einfach, um sie selbst zu sein.

Da ist zum Beispiel die hübsche Hanako, die ihren Job verlor, weil sie sich als Lesbe outete. Heute lebt sie glücklich mit ihrer festen Freundin Saki zusammen. Aber der Weg dorthin war hart, selbst ihre Eltern brachen zeitweise den Kontakt zu ihr ab. Hanako entdeckt schnell, was in Tasuku vorgeht und nimmt ihn unter ihre Fittische. Denn das, was dem Jungen nirgendwo sonst über die Lippen ging, kann er ihr anvertrauen: Es gibt da tatsächlich einen Jungen, der sein Herz höher schlagen lässt…

Eigene Meinung
Gleich vorneweg: Wer in „Wer bist DU zur blauen Stunde?“ einen einfachen Shonen-Ai-Manga erwartet, der liegt vollkommen falsch. Vielmehr handelt es sich um ein einfühlsames Melodram ums Erwachsenwerden, um Toleranz und die Akzeptanz von Menschen, die nicht in gängige Konventionen passen. Jene, die von der Gesellschaft erdrückt werden, die ausgegrenzt werden oder sich dafür fürchten ihr Anders-sein zuzugeben, gibt es viele. In der Lounge der geheimnisvollen „Frau Jemand“ kommen einige von ihnen zusammen – und finden dort ein Refugium, in dem sie vorbehaltlos so angenommen werden, wie sie sind. Dort können sie entspannen, etwas eigenes Kreatives schaffen und zu sich selbst zurückfinden. Die erwachsene Hanako hat dieses Ziel bereits erreicht, dem Schüler Tasuku steht noch ein langer Weg bevor bis zum Coming-out. Aber dort ist er nicht allein.

Behutsam nimmt Yuhki Kamatani sich seiner Figuren an, verschafft ihnen Räume und Zuspruch, sodass sie selbst die Antwort finden können. Längst geht es dabei nicht nur um Homosexualität – auch wenn das den jugendlichen Protagonisten am meisten beschäftigt. Da sollte man sich auch vom deutschen Titel nicht irreleiten lassen (der engl. Titel trifft das besser). Aber Tasuku dient als Türöffner und Identifikationsfigur, zumindest im ersten Band. Dem Autor gelingt mit der vierbändigen Mini-Serie ein in weiche, offene Bilder verpacktes Plädoyer für Toleranz.  Lesenswert.

© Rockita

Wer bist DU zur blauen Stunde?: © 2015 Yuhki Kamatani  Shogakukan / Carlsen

 

Mermaid Prince

Name: Mermaid Prince
Englischer Name:
Originaltitel: Ningyo Ouji
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2015
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Kaori Ozaki
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Die erste Geschichte handelt von Akari und Fumika, die beste Freundinnen sind und nahezu jede Minute miteinander verbringen. Oft träumen sie in der Bahn zur Schule davon, zusammen bis zur Endstation Ametsukigahara zu fahren und das Leben zu genießen. Doch bisher haben sich beide nie getraut, Taten folgen zu lassen.

Als jedoch Fumika eines Tages verkündet, mit Kaji aus der Parallelklasse zusammen zu sein, ändert sich für Akari alles. Ihre Freizeit verbringt Fumika nun immer mehr mit Kaji. Als Fumika nicht einmal mitbekommt, als Akari in der Bahn von einem Fremden angefasst wird, zerbricht für Akari eine Welt. Beide gehen seitdem getrennte Wege.

Die Jahre vergehen und Akari geht mittlerweile an die Oberschule. Eines Nachmittags im Buchladen sieht sie jedoch Kaji. Sie traut ihren Augen nicht, als er versucht ein Buch zu stehlen und natürlich prompt erwischt wird. Akari kann einfach nicht anders, als Kaji zu helfen. Sie schubst ein Regal um und sorgt für Ablenkung. Beide fliehen und setzen damit den ersten Schritt für eine richtungsweisende Zukunft.

In „Mermaid Prince“ sind Mugi und seine große Schwester vor Kurzem auf die kleine Insel gezogen. Eigentlich wollte er lieber in der Großstadt bleiben, aber als sich seine Schwester in Kotaro von der Insel verliebt und sich beide verloben, beschließt diese mit Mugi umzuziehen.
Zum Glück für Mugi trifft er auf seine Klassenkameradin Matori, die ihm seitdem eine gute Freundin ist.

Dennoch kann sich Mugi einfach nicht mit der Insel und dem Meer anfreunden. Gerne würde er im Meer tauchen gehen, um eines Tages eine Nixe zu treffen, aber durch sein Asthma ist ihm das verwehrt. Umso schlimmer für ihn, dass Kotaro ausgerechnet Tauchlehrer ist. Ein Grund mehr für Mugi, ihn zu verachten.

Doch als Kotaro eines Tages auf offenes Meer hinausgezogen und vermisst wird, bemerkt Mugi, wie sehr das Glück seiner Schwester mit diesem Mann zusammenhängt. Er beschließt, alles zu tun, um Kotaro zu retten. Mugi und Matori machen sich auf die Suche nach einer Nixe, denn wer eine Nixe sieht, kann sich von dieser einen Wunsch erfüllen lassen. Doch damit beginnt auch eine Reise, die mit vielen Gefahren verbunden ist.

Eigene Meinung
Endlich gibt es Nachschub von Kaoru Ozaki. Bereits „Our Summer Holiday“ hat viele Leser in seinen Bann gezogen. Und auch „Mermaid Prince“ schafft es, mit einer gefühlvollen und einfühlsamen Geschichte, zu begeistern.

Dabei ist „Mermaid Prince“ eine Sammlung von 3 Kurzgeschichten (zwei längeren und eine kurze). Überraschenderweise ist jedoch erst die letzte Shortstory die, die dem Band seinen Namen gab. Und auch wenn bereits die erste Handlung um Akari, Fumika und Kaji tiefgründig und berührend ist, überzeugt eben vor allem „Mermaid Prince“.

Vor allem die Bilder von Kaoru Ozaki machen ihre Serien zu etwas ganz Besonderem, denn diese transportieren die Geschichte von „Mermaid Prince“ so eindrucksvoll und fließend, wie ein Film.

„Mermaid Prince“ hat mich ebenso überzeugt wie „Our Summer Holiday“. Eine absolut empfehlenswerte, kurzweilige Reise, die den Leser emotional packen und mitreißen wird.

© Izumi Mikage

Mermaid Prince: © 2015 Kaori Ozaki, Shinshokan/ Carlsen

Top 10 Anime Hits Download-Charts von Spotify

Heute präsentieren wir euch im Rahmen unseres Anime-Musik-Specials die Top 10 am häufigsten heruntergeladenen deutschen Anime-Songs auf Spotify:

Quelle: Spotify August 2019

Na, sind eure Favoriten dabei oder vermisst ihr den ein oder anderen Song in den Top 10? Hat euch irgendein Lied total überrascht? Wie ihr sehen könnt, belegt „Digimon“ die meisten Plätze, was sicherlich auch einer der Gründe dafür ist, dass die „Anime Hits 7“ so viele „Digimon“-Songs beinhaltet 😉

Interview mit Andy Knote

Quelle: Sony Music Entertainment Germany

Passend zur Veröffentlichung der neuen ANIME HITS 7 hatten wir die tolle Möglichkeit mit Andy Knote, dem Produzent und Texter von vielen bekannten Anime Songs und Alben, ein aufschlussreiches Interview führen zu dürfen. Dabei konnten wir viele interessante Hintergrundinformationen erfahren, wie die Songs die ihr alle kennt entstanden sind, wie die Kooperation mit den TV Sendern war und Vieles mehr…

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und bedanken uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei Andy Knote und auch bei Sony Music Germany, welche das Interview ermöglicht haben.

 
 
 

Frage Nr. 1
Hallo Andy – vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, um unsere Fragen zu beantworten. Beginnen wir mit der ersten Frage, die sicher viele Fans am meisten interessiert: Warum produzierst du eigentlich keine Anime-Songs mehr? Bekommst du einfach keine Aufträge mehr von den TV-Sendern und Anime-Publishern, da diese inzwischen fast ausschließlich dazu übergegangen sind, die japanischen Openings und Endings beizubehalten oder war es auch ein eigener Wunsch von dir nach all der Zeit mal etwas anderes zu machen?

[Andy Knote] Klar hatte ich mal wieder Lust etwas anderes zu machen. Dazu kam aber auch, dass wir und auch RTL2 feststellen mussten, dass der Anime Boom 2005 / 2006 doch etwas nachgelassen hatte. Im Zuge dessen hat auch die Plattenfirma wenig Verkaufsargumente mehr gesehen, zumal viele TV-Sender, anstelle deutschsprachige Openings produzieren zu lassen, die Originalversionen verwendeten haben. 

 

Frage Nr. 2
Welchen anderen Projekten bist du nach der RTL2-Anime-Ära nachgegangen oder vielleicht auch parallel dazu, die eben nichts mit Anime zu tun hatten?

[Andy Knote] Während der doch sehr aufwendigen und zahlreichen Anime Produktionen haben wir natürlich nicht viel Zeit für andere Dinge gehabt. Eine Sache hätte ich aber wirklich gerne gemacht, nämlich das Projekt „Anime“ live umzusetzen. Das wäre sicherlich fantastisch geworden: Die AnimeAllstars performen live die besten Animesongs, dazu fette Videoscreens… Aber dazu hat einfach die Zeit gefehlt. Danach habe ich viele verschiedene Sachen gemacht. Ich habe eine Big Band gegründet, habe viel Swing gemacht, aber auch Heavy Produktionen (also so richtig auf die Mütze), einige Pop-Projekte, Werbesongs und sogar Schlager Produktionen, bei denen ich allerdings nur als Engineer und als gebuchter Produzent tätig war.
 
 

Frage Nr. 3
Nach so vielen Jahren wird ProSieben MAXX ja nun endlich doch noch neue „Detektiv Conan“-Folgen ausstrahlen – allerdings mit den japanischen Original-Songs. Bist du etwas traurig deswegen? Schließlich hattest du damals für den deutschen „Conan“-Soundtrack bereits in weiser Voraussicht eine – übrigens sehr schöne – deutsche Version des nächsten „Conan“-Openings produziert: „Der Wind singt lalala“.

[Andy Knote] Ja ich seh mit einem weinenden und einem lachenden Auge was aktuell im Fernsehen passiert. Einerseits ist es schon schade, dass wir nur noch wenig Produktionen für Anime Serien machen, andererseits haben wir ja auch wirklich viel gemacht und es hat auch Spaß gemacht – es war ne geile Zeit! Ein anderer Punkt mag sein, dass die Produktionsfirmen und Fernsehsender versuchten die Kosten massiv zu senken und somit kein oder nur wenig Budget für die Produktion dt. Songs zur Verfügung steht – meiner Ansicht nach der falsche Weg. Das war nichts mehr für uns, da gibt es jetzt andere Leute die das machen wollen… Ist mir relativ egal – wir haben unser Ding gemacht und da sind wir alle stolz drauf.
 
 

Frage Nr. 4
KSM veröffentlicht aktuell „Digimon Adventure tri.“, eine 6-teilige Filmreihe mit den Protagonisten der allerersten Staffel. Der Titelsong hierfür ist dementsprechend eine neue Version von „Leb deinen Traum“. Wurdest du gefragt, ob du den Song ein weiteres Mal auf Deutsch umsetzen würdest und hast abgelehnt oder wusstest du gar nichts davon?

[Andy Knote] Das ist mir neu – mich hat keiner gefragt und wie gesagt ich weiß auch nichts davon.
 
 

Frage Nr. 5
Könntest du dir vorstellen, in Zukunft ganz eigene Remixe von deinen Anime-Songs zu produzieren?

[Andy Knote] Das könnte ich mir sehr gut vorstellen zumal ja auch viele Songs gerade von den Japanern etwas altbacken produziert wurden, da könnte man sicher ganz coole Remixe  machen.
 
 

Frage Nr. 6
Gibt es irgendeinen japanischen oder amerikanischen Anime-Song, den du gerne umgesetzt hättest, aber aus irgendeinem Grund nicht konntest/durftest?

[Andy Knote] Nein, da fällt mir nichts ein und ich glaube auch, dass wir genug Anime-Songs produziert haben.

 
 

Frage Nr. 7
Was war der allererste Anime-Soundtrack bzw. Song für eine Zeichentrick-Serie, den du produziert hast?

[Andy Knote] Das dürfte 1995 Sailor Moon gewesen sein.
 
 

Frage Nr. 8
Wie kam es eigentlich dazu, dass ZDF dich mit dem ersten deutschen „Sailor Moon“-Opening und -Ending beauftragt hat? Und wie hat Jahre später RTL2 den Weg zu dir gefunden?

[Andy Knote] Es ist so wie es meistens ist. Ich habe damals ja schon viel Musik gemacht, auch schon vor Sailor Moon und irgendwann hat man sich wahrscheinlich gedacht, naja der Knote wäre dafür vielleicht der Richtige. Ich habe dann ein Team von hervorragenden Musikern und Sängern zusammengestellt und los gings. Mit RTL2 war es wieder eine ganz andere Geschichte. Dort haben fähige Leute gearbeitet, die das Potential von Anime erkannt haben und ganze Thema wahnsinnig angeschoben haben. Mit diesen haben wir uns dann zusammengesetzt und versucht ein richtig großes Ding daraus zu machen und das ist uns ja auch gelungen.
 
 

Frage Nr. 9
Wie muss man sich die Zusammenarbeit mit RTL 2 vorstellen?

[Andy Knote] Wie schon gesagt, damals sind bei RTL2 die richtigen Leute an den richtigen Stellen gesessen und wir waren uns einig, dass die Musik in diesem ganzen Anime Boom eine ganz entscheidende Rolle spielen sollte und so haben wir es umgesetzt. RTL2 hat mir die Originalsongs geschickt, wir haben uns Gedanken gemacht und die deutschenTexte geschrieben, sowie die Produktion gemacht. Glücklicherweise ist dann auch die Plattenfirma aufgesprungen, damals Sony/BMG, ein Major Konzern mit exzellenten Möglichkeiten und einer gewissen „Vision“ – den Rest kennt ihr ja.
 
 

Frage Nr. 10
Den deutschen Songtext von „Pokémon Thema“ hast ja du geschrieben. Auch im letztes Jahr erschienenen 20. Film wurde mal wieder eine neue Version des Songs verwendet, allerdings stand im Abspann unter Lyrics der Name Ralf Vornberger. Ist sowas ein Verstoß gegen Urheberrechte oder war das abgesprochen? Musst du nicht im Prinzip jedes Mal dein OK geben, wenn eine neue Version von „Leb deinen Traum“, „Pokémon Thema“ etc. produziert wird und dabei der einst von dir geschriebene Songtext 1:1 übernommen wird?

[Andy Knote] Ja, gut dass du mich darauf aufmerksam machst. Das habe ich nicht gewusst. Natürlich kann jeder der einen Song covern möchte das auch tun wenn er ihn nicht allzusehr verändert, nur müssen dann die Urheber und Autorennamen richtig angegeben werden, bzw. der Verlag um Erlaubnis gefragt werden.
 
 

Frage Nr. 11
Was ich schon immer mal wissen wollte, ist, warum sind damals 2 verschiedene deutsche „Yu-Gi-Oh!“-Soundtracks veröffentlicht worden? Einer von dir, der fast ausschließlich aus genialen Eigenkompositionen bestand und einer unter dem Titel „Musik zum Duellieren“, der quasi eine deutsche Version des US-Soundtracks ist und bei dem du offensichtlich nicht involviert warst. Nur „Musik zum Duellieren“ durfte sich selbst als „offiziellen Soundtrack betiteln und enthielt neben einer völlig anderen Version von „Yu-Gi-Oh! Thema“, in der z. B. statt „Du bist dran“, „Dein Kampf“ gesungen wurde, auch noch die Lieder „Ich bin zurück“ und „Egal was kommt“, die zuvor alle bereits im Anime zu hören waren, allerdings mit völlig anderen Songtexten und von dir produziert.

[Andy Knote] Ja, das ist auch so ne Geschichte. Zwischen den großen Industrieunternehmen, den Plattenfirmen und Verlagen, gibt es immer Special-Deals. Ich kann dir nicht sagen, warum es noch eine zweite Version gegeben hat. Vielleicht wollte man sich da einfach dranhängen um noch etwas Profit zu machen.
 
 

Frage Nr. 12
Über die Jahre hast du sehr viele Anime-Songs produziert. Gab es einen Anime, für den du besonders gerne die Musik gemacht hast?

[Andy Knote] Es gab eigentlich zwei: Digimon und Dragon Ball – die haben wirklich großen Spaß gemacht. Wahrscheinlich auch, da es am ehesten der Musikstil war, den ich persönlich gerne höre.
 
 

Frage Nr. 13
Für welchen Anime hast du nur ungern Musik gemacht bzw. bei welchem Anime fiel es dir aus irgendeinem Grund besonders schwer?

[Andy Knote] Es ist zwar kein richtiger Anime, aber das Toggo United Projekt das wir produziert haben war irgendwie ein wenig mühsam. Hier war die Zusammenarbeit mit Super RTL leider nicht so gut. Es sind zwar ein paar ganz gute Songs daraus entstanden, jedoch gab Alben bei denen wir wesentlich mehr Spaß hatten.
 
 

Frage Nr. 14
Du als erwachsener Mann musstest ja auch Musik für einige total niedliche Serien, die sich zum Teil eher an kleine Mädchen richteten, produzieren, wie z. B. „DoReMi“, „Wedding Peach“ und „Hamtaro“. Hat dich das Überwindung gekostet oder war es eine willkommene Abwechslung?

[Andy Knote] Nein, das hat mich überhaupt keine Überwindung gekostet. Ich habe das total gerne gemacht und ich mag es auch heute noch sehr, Musik für Kinder zu komponieren. Wir planen  auch bereits seit vielen Jahren ein Hörbuch mit Musik und Texten für Kinder, mal sehen, wann es soweit ist. DoReMi, Wedding Peach und auch Hamtaro waren teilweise eine echte Herausforderung, aber meine Kinder waren oft im Studio mit dabei, haben zugehört und mitgesungen und manchmal gesagt „Ne, das gefällt uns nicht so gut“ oder „Das gefällt mir“. Das war schon ganz witzig und es war tatsächlich eine willkommene Abwechslung zu den anderen Produktionen.
 
 

Frage Nr. 15
Viele deiner Stücke beinhalten kurze Synchronsprecher-Dialoge aus diversen Episoden. Wie kamst du da ran? Einfach selbst aufgenommen oder beim Synchronstudio angefragt?

[Andy Knote] Ja, das haben wir damals gemacht weil wir fanden dass die Stimmen der Originalsprecher den Songs ganz besondere „Vibes“ mitgaben und manche Dialoge einfach hervorragend zu unseren Songs passten. Klar, wir mussten diese bei den Synchronstudios anfragen und auch von RTL2 genehmigen lassen, aber das war immer ok, da gab es nie Probleme.
 
 

Frage Nr. 16
Schaust du selbst Animes oder liest du womöglich sogar Mangas?

[Andy Knote] Nein, ich schaue momentan keine Animes und lese keine Mangas. Ich habe das damals wirklich intensiv gemacht und mich soviele Jahre lang damit beschäftigt – jetzt habe ich einfach andere Interessen und das passt auch so.
 
 

Frage Nr. 17
Falls du Kinder hast, gucken die Animes? Und wie ist das für sie, dass Papa die Musik gemacht hat?

[Andy Knote] Ja, ich habe zwei Kinder, die auch gewisse Animes ansehen durften. Damals waren sie allerdings  noch sehr jung und manche Serien waren einfach zu heavy. Klar war es toll, dass der Papa die Musik dazu gemacht hat und sie öfter mal im Studio dabei sein durften. Andererseits war es auch nichts Besonderes, da der Papa ja immer schon Musik gemacht hat und das somit nicht wirklich neu für sie war.
 
 

Frage Nr. 18
Wirst du von Fans auf der Straße erkannt? Wie gestaltet sich der Kontakt zu deinen Fans?

[Andy Knote]

Unsere Fans – ja, das ist ein ganz besonderes Thema! Ich bekomme sogar heute noch Fanpost, nach über 20 Jahren, und manchmal sind es sogar Eltern die uns schreiben, wie toll ihre Kinder unsere Musik finden. Während der ganzen Zeit unserer Anime-Produktionen haben wir wahnsinnig viel tolle Post bekommen, so viele E-Mails, Autogramm-Anfragen, Bilder, Zeichnungen… Die Fans waren immer ganz nah bei uns und das war schon eine super Zeit. Das Schönste waren immer Briefe oder Mails, in denen uns Fans schrieben, dass wir ihre Kindheit mit unserer Musik begleitet haben und was für ein großer Bestandteil wir während ihres Erwachsenwerdens gewesen sind. Das ist für einen Musiker natürlich der „Ritterschlag“ und ich bin sehr dankbar dafür.

Nein, auf der Straße werde ich eigentlich nicht erkannt. Da gibt es aber eine ganz coole Geschichte: Wir hatten mal eine Anfrage von der Plattenfirma, ob sie mit einem lebensgroßen Pikachu bei mir im Studio etwas drehen könnten. Eigentlich eine coole Idee, doch der Pikachu war leider so groß, dass er nicht durch die Tür meines Hauses passte. Deshalb haben sie ihn in meinem Garten abgestellt und wir haben das Interview dann in meinem Studio gemacht. Als wir später wieder raus kamen, standen 50 bis 60 Kinder und Teenager vor meinem Gartenzaun die diesen überlebensgroßen Pikachu bewunderten und denen langsam klar wurde, dass in diesem Studio Anime Songs produziert wurden.

 

Frage Nr. 19
Was ist deine persönliche Lieblingsmusikrichtung und hast du irgendwelche Bands und Solokünstler, die dich inspirieren?

[Andy Knote] Zum einen ist das der Sound den ihr kennt, also das was wir machen und was wir auf den ganzen Alben produziert haben. Letztlich denke ich, man kann nur die Musik machen, die man wirklich mag, in meinem Fall rockig, popig, vielleicht auch ein wenig funkig. Deshalb hab ich auch nie Schlager und Volksmusik gemacht – nicht so mein Ding… Zum anderen liebe ich Swing: Bigband Sound der 50er und 60er Jahre, einfach großartig. Deswegen hab ich auch vor einigen Jahren das SonicSwing Orchester gegründet. Ich interessiere mich für (fast) alle Arten von Musik, es gibt wirklich fantastische Bands und die Streaming Dienste wie z.B. Spotify geben mir die Möglichkeit auch immer ein wenig am Puls der Zeit zu sein und zu hören was die nächste Generation so macht.
 
 

Frage Nr. 20
Welche Instrumente beherrschst du?

[Andy Knote] Ich spiele natürlich Klavier und jegliche Art von Synthesizern und Pianos. Dann spiele ich ganz gut Ukulele und so ein wenig Gitarre, wobei es da wirklich viele gibt, die wesentlich besser sind als ich. Früher hab ich viel geübt und konnte auch ganz passabel vom Blatt spielen. Im Laufe der Zeit hat aber die Studioarbeit immer mehr Zeit in Anspruch genommen und ich komme nicht mehr so oft zum Üben.
 
 

Frage Nr. 21
Die letzte Frage: Woher kommt eigentlich der Name „Toyco“?

[Andy Knote] Der Name Toyco ist relativ leicht erklärt. Ich habe damals eine Band gehabt, die hieß Tick A Toy – das war meine erste professionelle Band. Irgendwann ging es darum eine Firma und einen Musikverlag, zu gründen, da haben wir das Toy genommen und ein Co für Coorperation – so entstand Toyco.
 
 

Vielen Dank Andy für das wirklich spannende und aufschlussreiche Interview.

Final Fantasy – Lost Stranger

Name: Final Fantasy – Lost Stranger
Englischer Name: Final Fantasy: Lost Stranger
Originaltitel: Final Fantasy Lost Stranger
Herausgebracht: Japan: SQUARE ENIX 2017
Deutschland: Carlsen 2019
Mangaka: Story: Hazuki Minase
Zeichnungen: Itsuki Kameya
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 13,00 €

Story
Shogo arbeitet bei Square Enix. Allerdings kann er sich leider nicht in den Umfang in „Final Fantasy 14“ einbringen, wie er es gern würde. Schon als Kind hat er davon geträumt ein Spiel zu erschaffen, dass alle Erwartungen noch übertreffen würde. Nun fühlt er sich eher deprimiert! Zwar schafft es seine Schwester Yuko ihn wieder aufzumuntern, allerdings kommt es kurz darauf zu einem folgenschweren Unfall. Dieser befördert die Beiden in eine Welt, welcher „Final Fantasy“ ziemlich ähnlich ist und doch wieder nicht.

Nur nimmt gerade Shogo das Leben dort ein wenig zu leicht! Dies führt zu einem grausamen Verlust! Woraufhin er sich mit neuen Freunden und einer Gilde, die sie sich anschließen, daran macht den Zauber zu finden der Tote wiedererwecken kann.

Wird ihnen dies gelingen? Oder ist die Gefahr zu groß?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Final Fantasy – Lost Ranger“ sehr gut. Das was „Final Fantasy“ ausmacht kommt darin sehr gut zur Geltung. Zudem ist die Geschichte wirklich interessant, auch wenn sie nicht wirklich was neues ist. Schließlich gibt es so einige Manga in denen die Protagonisten auf einmal in eine ihnen völlig fremde Welt geraten und darin überleben müssen. Aber eben dadurch das es „Final Fantasy“ ist, sieht man darüber gern hinweg.

Allerdings hätte ich mich noch ein wenig mehr darüber gefreut, wenn man noch näher auf Shogo und seine Schwester in der „realen Welt“ eingegangen wäre. Für meinen Geschmack wurden sie zu schnell in diese unbekannte Welt geworfen. Ansonsten macht es aber einfach Spaß den Manga zu lesen und man fiebert mit um zu erfahren, was es mit seinen neuen Freunden und der Gilde auf sich hat und ob er sein Ziel am Ende erreicht.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll. Man sieht wie viel Herzblut reingesteckt wurde, gerade bei der Darstellung der Welt und ihrer Bewohner. Am niedlichsten kommen dabei das Mogry und die Chocobos herüber. Doch auch die Actionszenen sind nicht zu verachten. Sie sind sehr dynamisch und spannend gezeichnet.

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist gut gewählt, da es in dem Manga doch recht actionreich und emotional zu geht.

Fans von Final Fantasy und wirklich guten Fantasygeschichten, sollten bei „Final Fantasy – Lost Ranger“ auf jeden Fall zugreifen. Damit macht man garantiert keinen Fehler!

Final Fantasy – Lost Stranger: © 2017 Hazuki Minase, Itsuki Kameya, SQUARE ENIX/ Carlsen

Yu-Gi-Oh! VRAINS endet im September

Die neuesten japanischen TV Guide Informationen haben nun bestätigt, was schon seit einigen Wochen gemunkelt wurde.

Die aktuelle Yu-Gi-Oh! Anime Serie „VRAINS“ wird nicht wie in den vergangenen Jahren üblich Ende März, sondern schon diesen September sein Finale haben.  Die letzte Folge (Episode 120) wird am 25. September auf TV-Tokyo zu sehen sein. An dessen Stelle wird ab 2. Oktober eine Animeadaption von Takeshi Hinatas Basketballmanga „Ahiru no Sora“ zu sehen sein.

Wie es mit dem „Yu-Gi-Oh!“ Franchise weiter geht, ist aktuell noch nicht bekannt. Aktuell wird gemunkelt, dass die aktuelle Serie vorzeitig beendet wurde um mehr Zeit und Ressourcen für eine siebente „Yu-Gi-Oh!“-Serie freizuhaben. Genaue Informationen wird es voraussichtlich spätestens Mitte Dezember während des Jump Festa Festivals geben.

Quelle: Neo Ark Cradle

1 2 3 4