Mama Colle

Name: Mama Colle
Englischer Name:
Originaltitel: Mama Colle
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2006
Deutschland: EMA 2009
Mangaka: Ema Toyama
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,00 €

Mama Colle Band 1Es gab eine Zeit in der fast alle Jugendlichen, dem Tamagotchi Wahn verfallen waren. Doch Zeiten ändern sich. Heute sind es nicht mehr die Tamagotchis, sondern die Babys.

Story
Tamae uns Yosuke sind ganz normale Mittelschüler. Seit neustem ist ein neuer Trend an ihrer Schule und wie es scheint in der ganzen Welt. Auf einer bisher unbekannten Insel wurde eine neue Spezies entdeckt. Sie werden die Baby genannt. Es gibt sie in verschiedenen Farben nur in weiß wurden bisher keine Babys entdeckt. Eine ihrer Eigenschaften ist es, ihre Besitzer Mama und Papa zu nennen. Sie sind klein und rund und sind als Haustiere sehr begehrt.

In Tamaes Klasse hat jeder bereits ein Baby. Nur Tamae und Yosuke haben keines. Yosuke ist auch nicht unbedingt scharf darauf ein Baby zu besitzen, aber Tamae hätte so unwahrscheinlich gerne eines. Aber ihre Mutter ist strickt dagegen. Denn im Gegensatz zu ihren beiden Geschwistern, ist sie eine totale Niete in der Schule. Nicht weil sie dumm ist, sondern eher weil ihr andere Dinge viel wichtiger erscheinen als zu lernen.

Nach der Schule gehen Tamae und Yosuke gemeinsam nach Hause. Was sich anbietet, da die beiden direkt nebeneinander wohnen. Tamae versucht Yosuke zu überreden, sich ein Baby zuzulegen, dann würde sie ihn jeden Tag besuchen kommen. Auch wenn Yosuke gegen einen täglichen Besuch von Tamae nicht abgeneigt wäre, lehnt er dies ab. Denn wenn er jetzt auch noch ein Baby hätte, wäre Tamae die Einzige in ihrer Klasse oder gar an der ganzen Schule, die kein Baby hat. Und das möchte Yosuke ihr nicht antun. Ihr Heimweg führt an einem Fluss entlang. Aus diesem erklingen plötzlich merkwürdige Geräusche. Tamae schaut zum Fluss und fängt an dort hin zu sprinten. In diesem werden gerade drei weiße Babys mit dem Strom mitgerissen und drohen zu ertrinken. Tamae stürzt sich in den Fluss und rettet die Babys. Doch wenn Yosuke sie nicht noch am Arm gepackt hätte, wäre wohl auch Tamae mitgerissen worden. Die Babys sind total geschwächt. Yosuke nimmt sie erstmal zu sich, weil Tamae ja keine Tiere halten darf.

Zu Hause angekommen, wird Tamae auch gleich von ihrer Mutter begrüßt. Natürlich möchte sie unbedingt den Test sehen, den Tamae heute wieder bekommen hat. Bedrückt reicht sie diesen ihrer Mutter. Diese rastet plötzlich völlig aus. Sie ist erschüttert darüber wie Tamae zu so lausigen Ergebnissen kommen kann. Nur 18 Punkte. Bei ihren Geschwistern sind 90 Punkte ein Minimum. Somit erhält sie prompt ein Fernsehverbot und die Aufgabe die Testfragen noch einmal zu überarbeiten. Damit sie beim nächsten Test wenigstens ein annehmbares Ergebnis vorlegen kann.

Mama Colle Band 2Deprimiert schlendert Tamae in ihr Zimmer. Doch ihre schlechte Laune verfliegt, als Yosuke mit den drei Babys vor ihrem Fenster steht. Die Babys sind immer noch sehr geschwächt, doch sie scheinen um ihr Leben zu kämpfen. Tamae und Yosuke wollen ihr Bestes geben und die drei Kleinen zu retten. Natürlich brauchen die Babys erst einmal Nahrung. Aber was essen Babys eigentlich? Sie probieren es mit einer Bisquitrolle, denn wer mag so etwas nicht? Auch die Babys stürzen sich sofort auf diesen Leckerbissen, nur ist das Ergebnis etwas anders als erwartet. Denn wenige Minuten nach dem Verzehr, liegt ihr Erbrochenes auch schon auf dem Teppich. Was nun? Dann fällt Yosuke ein, dass evtl. Milch helfen könnte. Denn normale Babys werden anfangs ja auch mit Milch ernährt. Sofort läuft Tamae los und besorgt warme Milch für die Babys.

Die Milch wird von den Babys gut angenommen. Eines ist gerade am Trinken. Tamae wendet sich den anderen beiden zu, um auch ihnen Nahrung zu geben, doch erschreckender Weise sind die beiden total am Zittern. Sie scheinen kurz vor dem Erfrieren zu sein. Das dritte Babys, dass einiger Maßen fit zu sein scheint, springt zu den beiden schwachen Babys und wärmt diese. Tamae und Yosuke sehen völlig fasziniert zu. Das sind wirklich wunderbare und interessante Wesen diese Babys.

Am nächsten Morgen gehen Tamae und Yosuke zur Schule. Tamaes Mutter ist richtig froh, denn sie geht davon aus, dass die beiden bis spät in die Nacht gebüffelt haben. Zur Belohnung möchte sie Tamaes Zimmer aufräumen. Doch als sie das Zimmer betritt, traut sie ihren Augen kaum. Gegen das Haustierverbot, hat Tamae doch tatsächlich drei Babys in ihrem Zimmer.

Mit Vorfreude auf ihre drei Babys, stürmt Tamae gut gelaunt nach Hause. Doch hinter der Haustür wartet wutentbrannt ihre Mutter auf sie. Sie schimpft ihre Tochter aus und erzählt ihr, dass sie die Babys eben am Hügel ausgesetzt hat. Panisch läuft Tamae los. Yosuke hinter ihr her. Sie fahren mit dem Fahrrad zum Hügel um die Babys zu suchen. Nach einer Weile finden sie sie völlig verängstigt. Glücklich umarmt Tamae sie ohne zu bemerken, dass sie direkt an einem Abhang steht, der sich gerade zu lösen scheint. Sie stürzt mit den Babys hinunter. Doch was ist das? Die Babys fangen an hell zu leuchten und Tamae wird kurz vor ihrem Aufprall weich gebremst und landet geschmeidig und unverletzt auf dem Boden.

Plötzlich steht Tamaes Mutter vor ihr und verpasst ihr eine Ohrfeige. Wieder fängt sie an zu schimpfen, weil Tamae einfach weggelaufen ist und sich in Gefahr gebracht hat. Sie soll die Babys am Hügel lassen und sofort mit nach Hause kommen. Plötzlich stellt Yosuke sich dazwischen und erklärt der Mutter, dass Tamae sogar ihr Leben für die Babys riskiert hat. Perplex von dieser Argumentation, schlägt sie folgendes vor: Wenn die Babys Tamae so wichtig sind, dann soll sie es beweisen, indem sie 100 Punkte im Halbjahrestest schreibt. Wenn sie das schafft, darf sie die Babys behalten.

Wird Tamae es schaffen die Anforderungen ihrer Mutter zu erfüllen? Was für eine merkwürdige Kraft war es, die von den Babys am Abhang ausgestrahlt wurde? Was ist das Besondere an weißen Babys?

Eigene Meinung
“Mamacolle“ ist ein Manga der mehr für jüngere Leser ausgerichtet ist. Die Story ist sehr kitschig, sorgt ab und zu aber auch für ein Schmunzeln. Die Zeichnungen sind im typischen Shojo Stil. Wer also auf ein wenig Kitsch und etwas Fantasy steht, ist mit “Mama Colle‘ gut bedient. Wer allerdings lieber anspruchsvolle Serien bevorzugt, sollte hiervon die Finger lassen.

© AyaSan

Mama Colle: © 2006 Ema Toyama, Kodansha/EMA

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Kami Kami Kaeshi

Name: Kami Kami Kaeshi
Englischer Name:
Originaltitel: Kami Kami Kaeshi
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2011
Deutschland: EMA 2012
Mangaka: Ema Toyama
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Kami Kami Kaeshi Band 1Kamis sind shintoische Götter, die schon seit Ewigkeiten existieren. Aber mit der Zeit werden auch die Kamis müde und erschöpft. Daher ruhen sie sich gerne in jemandes Haar etwas aus, um wieder zu Kräften zu kommen. Sie ruhen zu lassen und anschließend wieder frisch und erholt zurückzusenden ist ein religiöses Ritual, welches man ’’Kami Kami Kaeshi’’ nennt.

Story
Mashiro ist ein sechszehnjähriges Mädchen. Aber sie ist kein normales Mädchen, denn sie sieht aus wie eine Grundschülerin, sie hat sehr sehr langes Haar, ähnlich wie bei Rapunzel. Sie hat seit ihrem dritten Lebensjahr nichts mehr von der Welt gesehen. Denn seitdem lebt sie in einem Zimmer und darf dieses nicht verlassen. Das liegt daran, dass die Mädchen des Hauptstammes ihrer Familie, der Kamitsuka Familie, für das Kami Kami Kaeshi Ritual geboren werden.

In ihren Haaren ruhen sich die Kamis aus und bei dem Ritual bei dem sie wieder erwachen, werden dem Mädchen ihre Wünsche erfüllt. Vor dreizehn Jahren hat Mashiro dieses Ritual versehentlich gestört. Dabei sind die Kamis, die eigentlich in das Haar ihrer Cousine verschwinden sollten in ihr Haar verschwunden und das, obwohl sie nur aus der Nebenlinie der Kamitsuka Familie stammt. Seitdem lebt sie in diesem Zimmer und hat es nicht ein einziges Mal verlassen. Dieses Zimmer befindet sich in dem Haus ihrer Tante welche sie hasst, weil sie das Ritual damals gestört hat und die Kamis nun in ihrem Haar ruhen und die Wünsche nun ihr gebühren.

Der Einzige der sie jeden Tag besuchen kommt ist Hayate ihr Haarbürster. Er erzählt ihr immer wieder wie böse die Welt da draußen ist und das sie nur in diesem Zimmer sicher sei. Er ist dafür da ihr Haar täglich zu bürsten und zu versiegeln, damit die Kamis nicht erwachen. Das allerdings weiß Mashiro nicht. Sie geht davon aus, dass sie nur solange in diesem Zimmer bleiben muss, bis die Götter erwachen.

Alles was sie über das Leben in der Welt da draußen weiß, weiß sie aus Büchern. Eines Nachts schlüpfen aus Mashiros Haar kleine wuschelige Wesen. Mashiro fragt sich was das ist. Schafe vielleicht? Die beiden Wuschels stürmen auf einmal aus dem Zimmer. Komischerweise steht die Tür offen. Mashiro läuft hinterher, um sie zurück zu holen. Denn das letzte Mal als sie ihr Zimmer verlassen hat und erwischt wurde, hat ihre Tante ihr drei Tage lang nichts zu Essen gegeben.

Kami Kami Kaeshi Band 2Sie bekommt ein Gespräch zwischen ihrer Tante und Hayate mit. Bei diesem erfährt sie, dass Hayate ihre Haare mit einem ganz bestimmten Kamm versiegelt, so dass die Kamis nicht hinaus können. Was soll das? Soll sie etwa für immer in diesem Zimmer bleiben? Nein das kann nicht sein. Sie war ihr Leben lang alleine und hat immer darauf gewartet, dass die Kamis erwachen. Sie wurde damals von ihrer Mutter getrennt und ihr wurde gesagt, sie darf erst zu ihr zurück, wenn die Kamis erwacht sind. Und nun soll das alles eine Lüge sein? Sie läuft Davon doch leider wurde sie entdeckt und wird verfolgt. Hayate bekommt sie zu fassen und bittet sie darum zurück in ihr Zimmer zu gehen.

Doch Mashiro wehrt sich. NEIN!! Sie wird nie wieder zurück in dieses Zimmer gehen! Plötzlich hört sie eine Stimme. Sie sagt, dass ihr der Wunsch gewährt wird. Ihr Körper verändert sich plötzlich zu dem einer sechzehnjährigen und sie findet sich auf einmal auf dem Arm eines Mannes wieder, der aus ihren Haaren hervor kam. Sein Name ist Hinokagu der Feuergott.

Wird Mashiro entkommen können? Auf welcher Seite steht Hayate? Was bezweckt Ihre Tante mit ihrem Verhalten?

Eigene Meinung
Es handelt sich hier um einen sehr schönen Manga von Ema Toyama. Die Zeichnungen sind wie immer sehr kindlich und niedlich. Die Erotik sieht man eher versteckt im Hintergrund. Die Story ist sehr interessant und gut verpackt. Sie ist lustig und ebenso spannend und macht wirklich Spaß zu lesen. Ist aber auch sehr leichte Kost. Für Leser die Auf niedlich Shojo Mangas stehen lohnt sich ein Kauf auf jeden Fall.

© AyaSan

Kami Kami Kaeshi: © 2011 Ema Toyama, Kodansha/EMA

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GDGD Dogs

Name: GDGD Dogs
Englischer Name:
Originaltitel: GDGD-Dogs
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2010
Deutschland: EMA 2012
Mangaka: Ema Toyama
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

GDGD Dogs Band 1Story
Kanna Tezuka hat es geschafft: ihr erster eigener Manga ist erschienen und wird im wöchentlichen Magazin abgedruckt! Ihre Freude wäre eigentlich grenzenlos, wenn die Serie nur nicht so schlecht laufen würde. Es droht ihr sogar jetzt schon die Absetzung, obwohl die Serie noch gar nicht lange läuft. Um sich zu verbessern und sich dem Mangazeichnen intensiver zu widmen, schreibt sich Kanna in ihrer Schule für den neu aufgestellten „Manga-Kurs“ ein. Dieses System soll den zukünftigen Mangaka von Morgen eine erfolgreiche Karriere ermöglichen. Doch wie zu erwarten war, hat sich nicht mal eine Handvoll Leute eingeschrieben. Nicht einmal eine kompetente Lehrkraft steht bisher zur Verfügung. Die meiste Zeit steht daher „Selbstbeschäftigung“ auf dem Tagesplan. Für Kanna eine vorteilhafte Situation, denn so kann sie weiter an ihrem Werk arbeiten, ohne gestört zu werden und ohne sich der Gefahr auszusetzen, als bereits publizierender Mangaka entlarvt zu werden.

Wären da nicht die drei Schönlinge, die sich scheinbar ebenfalls für den Manga-Kurs entschieden haben. Dabei passen sie in Kannas Fantasie so gar nicht in das Bild eines Otakus oder Mangakas. Doch sie sind fest entschlossen, erfolgreiche Manga zu zeichnen und es damit bis an die Spitze zu schaffen. Ihr Absichten sind allerdings weniger tugendhaft. Denn das mit dem Erfolg verbundene Geld steht hier für die Jungs eher im Vordergrund. Die angehenden „möchte-gern-Mangaka“ haben aber noch einen weiten Weg vor sich, denn abgesehen vom Mangalesen haben sie sich noch nie mit diesem Thema anderweitig beschäftigt. Sie kennen sich weder mit den nötigen Zeichenmaterialien, noch mit entsprechenden Techniken aus. Trotzdem muss Kanna am eigenen Leib feststellen, dass die Drei ein gutes Auge für Manga haben, denn kaum haben sie erspäht, was Kanna zeichnet, erkennen sie auch schon den Zeichenstil wieder. Kanna kann es nicht länger geheim halten und muss offenbaren, dass sie bereits einen Manga veröffentlicht. Was sie sich mit diesem Geständnis allerdings selber aufgebürdet hat, war ihr nicht bewusst.

Kurzerhand erklären die drei Jungen sie zu ihrem Sensei und fordern zugleich, in den Mangakünsten unterrichtet zu werden. Kannas innerer Konflikt artet beinahe aus. Eigentlich will sie nur in Ruhe zeichnen. Doch ihr Gewissen macht ihr einen Strich durch die Rechnung, sodass sie sich mutwillig bereit erklärt, als Lehrer einzuspringen. Hätte Kanna aber gewusst, dass die Schönlinge dermaßen blauäugig, unmotiviert und faul sind, sobald es an die Arbeit geht, hätte sie sicher abgelehnt. Ohne auch nur einen Strich gezeichnet zu haben, machen sie sich lieber schon mal Gedanken, wie viel Fanpost sie wohl bekommen werden und ob ein Lastwagen für den Transport der Briefe wohl ausreichen wird. Auch die Auswahl eines geeigneten Künstlernamens beschäftigt sie mehr, als das eigentliche Zeichnen am eigenem Manga. Daher hat Kanna Müh und Not, die drei überhaupt einmal an Papier und Stift zu bekommen. Als dann aber noch ein weiterer Schüler in den Kurs kommt, wird die Situation richtig bunt. Wird Kanna es schaffen, bei diesem chaotischen Schülerhaufen überhaupt noch zum Zeichnen zu kommen?

GDGD Dogs Band 2Eigene Meinung
Mit „GDGD Dogs“ hat es Ema Toyama nun schon zu drei laufenden Serien auf den deutschen Mangamarkt gebracht. Dabei bleibt sie mit diesem Werk erneut ihrer Stärke für Alltagskomik und Geschichten des realen Lebens treu.

Auf den ersten Blick wirken die Charaktere wie eine Mischung der Figuren aus anderen Werken Ema Toyamas. Der Leser könnte zunächst meinen Shigure aus „xxx me!“ oder Teru aus „An deiner Seite“ wieder zu erkennen. Aber betrachtet man erst einmal nicht nur die Zeichnungen, sondern fängt an, die Geschichte dahinter zu lesen, entstehen völlig eigenständige Charaktere.
Im Gegensatz zu den vorherigen Werken, setzt „GDGD Dogs“ mehr auf Humor als auf Romantik und Bauchkribbeln. Der Geschichtsverlauf verspricht aber auch das nachzuholen.

Der Aufbau der Geschichte ähnelt ansatzweise einem „Short-Story-Band“ und wirkt damit, als sei die Handlung aus vielen kleinen Erzählungen zusammengesetzt. Der Lesefluss wird dadurch gefördert und das Band liest sich bequem und unterbrechungsfrei.

Die Zeichnungen sind detailliert und eindrucksvoll gezeichnet, wie man es von Ema Toyama gewohnt ist. Viele Unterhaltungen führt Kanna vor allem mit ihrem inneren Ich. Nur selten kommt die schüchterne Kanna aus sich heraus und zeigt ihr wahres Gesicht, das durchaus mal durchgreifen kann und nicht nur aufbauende Worte verliert.

Meine persönliche Meinung ist, dass „GDGD Dogs“ den Leser bisher nicht in dem Maße emotional fesseln konnte, wie „An deiner Seite“ oder „xxx me!“. Es fehlt das gewisse „i-Tüpfelchen“, damit sich der Leser wie ein Beobachter oder Beteiligter fühlen und sich in die Personen und Handlungen hineinversetzten kann. Dennoch ist die neue Serie von Ema Toyama ein Potenzialträger, der seine volle Leistung sicherlich erst noch erreichen wird.

© Izumi Mikage
GDGD-Dogs: © 2010 Ema Toyama, Kodansha/ EMA

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An deiner Seite

Name: An deiner Seite
Englischer Name: I Am Here!
Originaltitel: Koko ni Iru yo!
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2007
Deutschland: EMA 2009
Mangaka: Ema Toyama
Bände: 5 Bände / Einzelband (Luxury Edition)
Preis pro Band: 6,50 €
30,00 € (Luxury Edition)

An deiner Seite Band 1Story
Hikage ist ein sehr unscheinbares Mädchen. Sie ist nicht hässlich und auch nicht komisch. Sie fällt einfach nur niemandem auf. Das ist es auch was sie sehr stört. Schon in der Grundschule wurde sie beim Schulausflug vergessen oder wenn sie in einem Lokal etwas bestellen wollte, wurde sie einfach übersehen. Aber nun kommt sie auf die Mittelschule und es soll sich alles ändern. Das zumindest hat Hikage sich vorgenommen.

Heute ist der große Tag an dem das Schulleben an der Mittelschule beginnt. Auf dem Weg zur Schule sieht Hikage, wie eine kleine Katze über die Straße läuft und ein Auto auf diese zugerast kommt. Ohne zu überlegen läuft Hikage auf die Straße und stellt sich schützend vor die Katze. Das Auto stoppt und Hikage atmet erleichtert auf. Doch Sekunden später wird Hikage von einem Motorrad angefahren. Der Motorradfahrer hat vor Gericht ausgesagt, er hätte nur eine kleine Katze gesehen und nicht Hikage.

Drei Monate nach dem Unfall kann Hikage wieder zur Schule gehen. In der Zeit als sie krank war, haben sich bereits Cliquen gebildet und es scheint keine Möglichkeit mehr zu geben dort hinein zu gelangen. Also geht das unscheinbare Leben weiter, dabei hat sich Hikage so sehr gewünscht ein Teil der Klasse zu sein. Es ist ja nicht so als würden ihre Mitschüler sie hänseln oder ausschließen. Sie merken einfach nur nicht, dass sie da ist.

Wieder einmal sitzt sie alleine in der Klasse an ihrem Pult. Doch plötzlich wird es laut in der Klasse. Alle schauen aus dem Fenster nach unten zu Teru und Hinata. Diese beiden sind die beliebtesten Jungen der Schule. Heute sind sie spät dran und die Schüler feuern sie an, damit sie es noch rechtzeitig zum Unterricht schaffen.

Als sie die Klasse betreten, werden sie von allen Mädchen der Klasse belagert. Hikage hingegen sitzt weiterhin alleine an ihrem Platz. Trotzdem kann sie ihren Blick nicht von den Jungs abwenden, denn sie findet das sie beide wie die Sonne strahlen. Hinata schaut zu Hikage hinüber, doch diese zuckt innerlich zusammen und schaut auf ihren Tisch. Kann es sein das ihre Blicke sich beinahe gekreuzt haben? Nein….das kann gar nicht sein, denn keiner hat sie bisher bemerkt.

An deiner Seite Band 2Die Mädchen der Klasse starten gerade eine Umfrage. Bei dieser geht es darum wer beliebter ist: Hinata oder Teru. Alle haben abgestimmt nur Hikage nicht. Sie wurde wieder vergessen. Bei dem Ergebnis ist ein Unentschieden herausgekommen. Die Mädchen sind am rätseln wie das sein kann. Da muss doch noch jemand fehlen. Hikage würde gerne an der Umfrage teilnehmen, überlegt sogar etwas zu sagen, aber da haben die anderen Mädchen sich bereits mit dem Unentschieden zufrieden gegeben.

Deprimiert geht Hikage nach Schulschluss nach Hause. Sie ärgert sich darüber, dass sie wieder keinen Ton herausgebracht hat. Aber dann erhellt sich ihre Stimmung wieder. Schließlich hat sie ja noch ihren Blog. Jeden Tag schreibt sie in diesem nieder, wie sie sich fühlt oder was sie bedrückt. Sie hat auch zwei treue Leser, die sie jedes Mal wieder aufbauen oder ihr einen Rat geben anhand von Kommentaren.

Dieser Blog tut Hikage unglaublich gut. Denn ihren Internetbekanntschaften gegenüber kann sie sehr offen sprechen, weil sie ja nur die Nicknames kennt. In der Realität könnte sie nie so offen sein.

Am nächsten Tag in der Schule wird sie wie immer nicht beachtet. Selbst die Lehrer bemerken sie nicht. Darum fällt es auch niemandem auf, wenn sie einfach die Klasse verlässt. Sie geht dann zu ihrer Sonnenblume. Diese hat sie an einem Schattenplatz in der Schule gefunden. Doch dort hätte sie nicht überlebt, darum hat sie die Blume an einem sonnigen Ort eingepflanzt. Sie kümmert sich jeden Tag um sie.

Wie friedlich es hier bei der Sonnenblume ist. Hikage genießt es. Doch plötzlich hört sie ein lautes Geschrei. Sie schaut sich um und sieht, dass Teru und Hinata ganz in ihrer Nähe herum toben. Teru läuft vor Hinata weg und versteckt sich hinter Hikage. Diese weiß gar nicht wie ihr geschieht. Sie stolpert und Hinata fängt sie auf. Teru ist währenddessen abgehauen. Er entschuldigt sich bei ihr und spricht sie auf die Sonnenblume an. Sie unterhalten sich ganz kurz und Hinata sagt zu Hikage, dass sie stolz auf diese Blume sein kann, wobei er sie dann sogar bei ihrem Namen nennt. Und dann kommen auch schon ihre Mitschüler und Teru. Die anderen haben Teru für Hinata gefangen. Hikage ist wie erstarrt. Leise sagt sie vor sich selber hin:“ Du kennst meinen Namen?“ Gleich nach dem sie das ausgesprochen hat, hofft sie auch das Hinata das nicht gehört hat. Doch er hat es gehört, dreht sich um und sagt zu ihr, dass er natürlich ihren Namen kennt. Er lächelt sie an und spricht ihren vollen Namen aus.

Ist das ein gutes Zeichen? Wurde Hikage wirklich von jemandem bemerkt? Ist das vielleicht ihre Chance endlich ein Teil der Klasse zu werden und ein ganz normales Schulleben leben zu können?

Eigene Meinung
Im Vergleich zu “Mamacolle“ hat “An deiner Seite“ unheimlich an Reife gewonnen. Die Story ist um einiges weniger kitschig, teilweise sogar etwas dramatisch. Die Zeichnungen sind sehr niedlich und detailliert. Ich stelle es mir schlimm vor nicht wahr genommen zu werden. Man möchte ja nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen, aber Freunde möchte wohl jeder gerne haben oder man möchte zumindest existieren. Für Hikage ist es so, als würde sie nicht existieren und deswegen unglücklich zu sein, ist wohl mehr als verständlich. Doch dann scheint endlich ein Sonnenstrahl in ihr Leben und alles scheint sich zu ändern. Ich bin wirklich gespannt wie es weitergeht.

© AyaSan

Koko ni Iru yo! : © 2007 Ema Toyama, Kodansha/ EMA

Sammelband (Luxury Edition):

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