Kleiner Schmetterling und mehr

Name: Kleiner Schmetterling und mehr
Englischer Name:
Originaltitel: Little Butterfly and more
Herausgebracht: Japan: Kaiohsha 2013
Deutschland: Tokyopop 2014
Mangaka: Hinako Takanaga
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 24,95 €

Kleiner Schmetterling und mehrInhalt
Das Artbook „Kleiner Schmetterling und mehr“ kommt mit einem schönen Schutzumschlag, inklusive silbernem Prägedruck daher und bietet Fans der Künstlerin Hinako Takanaga eine Auswahl ihrer bekannten Aquarellillustrationen.

Die ersten knapp 20 Seiten sind ihrem romantischen Boys Love „Kleiner Schmetterling“ gewidmet, dessen Charaktere auch das Cover zieren. Enthalten sind alle bekannten Farbillustrationen, die zu dem dreibändigen Manga entstanden, ebenso eine zweiseitige Charaktererklärung mit Informationen zu den Figuren und den Hintergründen der Geschichte. Im folgenden Teil finden die Bilder zu „Ohne viele Worte“ einen Platz – auch hier sind nahezu alle Zeichnungen zu dem Manga versammelt, ebenso gibt es eine einseitige Charakterübersicht mit einigen knappen Informationen. Die restlichen Seiten sind den vielen Illustrationen gewidmet, die Hinako Takanaga für ihre Einzelbände zeichnete, darunter u. a.   „Des Teufels Geheimnis“, „K.O. vor Glück“, „Punkt der Umkehr“.

Der letzte Teil bietet gerade den deutschen Fans etwas Neues, sind doch auf knapp 30 Seiten diverse Romanullustrationen zu finden. Mitunter kennt man die Bilder von den Novels „Operation Liebe“, die meisten anderen Werke sind in Deutschland recht unbekannt.

Dem Illustrationsteil schließt sich ein Interview mit der Zeichnerin an, in dem sie Fragen über ihren Werdegang, ihre Vorlieben und ihren Arbeitalltag beantwortet, sowie einen kurzen Specialmanga zu „Kleiner Schhmetterling“, in dem man Kojima und Nakahara auf der Highschool kennenlernt. Eine Illustrationsübersicht mit kurzen Kommentaren rundet das Artbook ab.

Eigene Meinung
Mit dem ersten Artbook der Boys Love Künstlerin Hinako Takanaga bringt Tokyopop eine schöne Zusammenstellung ihrer bekanntesten Werke heraus und erfüllt damit den Wunsch der deutschen Fans nach den im Jahr 2013 in Japan erschienen Artbooks. Wer Tankanagas Topmanga „Verliebter Tyrann“ vermissen sollte, braucht nur auf das zweite Artbook zu warten, das sich vollkommen Souichi und Morinaga widmet und ebenfalls bei Tokyopop erscheint.

Das vorliegende Artbook ist sowohl inhaltlich als auch von der Aufmachung her gelungen. Wer die Mangas von Hinako Takanaga mag und ihre feinen, durchscheinenden Illustrationen schätzt, wird um „Kleiner Schmetterling und mehr“ defintiv nicht herum kommen und sollte auch nach dem zweiten Artbook schauen. Beide Artbooks lohnen sich und bieten einen guten Überblick über ihr Schaffen und ihre Entwicklung.

Tokyopop überzeugt mit einer gelungenen Aufmachung, einem guten Druck und gutem, festen Papier. Lediglich das Interview mit Hinako Takanaga ist sehr klein gedruckt, so dass es etwas mühsam ist, die kleinen Buchstaben zu lesen.

Wer Hinako Takanaga mag, sollte sich diese Artbook nicht entgehen lassen. „Kleiner Schmetterling und mehr“ überzeugt durch tolle Bilder und eine schöne Aufmachung. Ein Muss für Fans.

Kleiner Schmetterling und mehr: © 2013 Hinako Takanaga, Kaiohsha / Tokyopop

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Des Teufels Geheimnis

Name: Des Teufels Geheimnis
Englischer Name: The Devil’s Secret
Originaltitel: Akuma no Himitsu
Herausgebracht: Japan: Libre 2007
Deutschland: Tokyopop 2007, 2015
Mangaka: Hinako Takanaga
Bände: Einzelband
Bände: 6,50 € (Taschenbuch)
14,95 € (Perfect Edition)

Des Teufels GeheimnisStory
Pfarrer Mauro ist gottesfürchtig und hat sich vollkommen seinem Leben als Priester verschrieben. Eben jenes wird gehörig durcheinander gebracht, als er in seinem Garten den verletzten Raoul findet- einen Mann mit Hörnern und Teufelsschwanz. Zunächst hält er ihn für einen Dämon, doch als dieser ihn um Hilfe bittet und beschwört, dass er kein Dämon ist, überwindet sich Mauro dazu den Mann bei sich aufzunehmen. Seitdem ist Raoul beständiger Bestandteil seines Lebens, doch nach und nach wird dieses gehörig auf den Kopf gestellt. Raouls gesundheitlicher Zustand verschlechtert sich zusehends und trotz heftiger Diskussionen weigert sich Raoul ein Krankenhaus oder zumindest einen Arzt aufzusuchen, um sich untersuchen zu lassen, da er schlechte Erfahrungen gemacht hat. Die Anfälle Raouls werden schlimmer und in einer hitzigen Diskussion verführt Raoul den unbedarften Priester, der seine Gefühle nicht mehr einzuordnen vermag.

Dass Raoul wirklich ein Dämon, noch dazu ein Inkubus ist, scheint nicht mehr zur Debatte zu stehen, besonders da es diesem nach ihrem kleinen Intermezzo wieder fabelhaft geht und Raoul langsam begreift, dass es für ihn lebensnotwendig ist, mit jemandem zu schlafen. Mauro scheint der perfekte Part zu sein und auch wenn dieser zunächst wenig davon hält, kann er sich nur schwer Raouls Charme entziehen.

Als jedoch Raouls Bruder Baldur auftaucht, der den jüngsten Spross seines Vaters mit sich zurück in die Unterwelt nehmen will, überschlagen sich die Ereignisse. Mauro ist hin- und hergerissen von seinen Gefühlen und Beldurs Auftauchen macht es nicht besser- im Gegenteil. Als Mauro erfährt, dass ein Inkubus allein durch Magie Gefühle und Gedanken beeinflussen kann, ist er sich nicht mehr sicher, ob er Raoul wirklich liebt, oder ob dieser ihn kontrolliert…

Kann Raoul letztendlich Mauro doch noch von seiner Ehrlichkeit überzeugen? Gelingt es Baldur seinen Bruder zurückzubringen und was empfindet der Pfarrer wirklich gegenüber Raoul.

Der Manga enthält zudem noch zwei weitere Kurzgeschichten, sowie zwei Bonusgeschichten zum Hauptmanga. In der Kurzgeschichte „Tun wir was Sinnloses!“ will Kenya seinen neuen Lehrer Hagino davon überzeugen, dass Liebe und Leidenschaft nicht unbedingt so sinnlos ist, wie dieser sie empfindet. In der Geschichte „Bis der Winter kommt“ geht es um alte Freunde, die sich nach der Highschool nicht mehr gesehen haben. Die Offenbarung Yubas, dass er in Tomono verliebt ist, bringt den Jungen ziemlich durcheinander und er kann sich nicht einmal dazu durchringen, seinem Freund auf die vielen SMS zu antworten. Erst das Gespräch mit einem Freund öffnet ihm die Augen.

Für alle Fans des Dämons Baldur aus der Hauptgeschichte dürfte die lustige Bonusstory „Die Geheimnisse der Dämonen“ interessant sein, in der Baldur auf seinen früheren Liebhaber Zahan trifft, der sich ein halbes Jahrhundert nicht hat blicken lassen, jedoch ein besonderes Geschenk als Wiedergutmachung bei sich trägt.

Eigene Meinung
Insgesamt ist „Des Teufels Geheimnis“ ein typischer Manga von Hinako Takanaga. Kurze Stories, zumeist mit recht eindeutigem Ende, hübsche Kerle zuhauf und recht seichte Stories. Lediglich die Idee mit den Dämonen ist ganz amüsant und geht einmal in eine andere Richtung, als ihre gängigen Werke, die sooft im Schulmilieu spielen. Die Zeichnungen sind solide, hübsch anzusehen und einfach durch und durch typisch für sie, auch die Charaktere bieten nicht viel Neues. Wer niedliche Shonen-Ai Mangas mit einer Brise Erotik mag, dem sei auch dieser Einzelband empfohlen. Hinako Takanaga Fans werden sowieso zugreifen, jedoch sollte sich der interessierte Shonen-Ai Leser auch mal nach Alternativtiteln umsehen. Ich persönlich hätte gerne mehr Abwechslung von ihr, da unterdessen fast immer dieselbe Story mit unterschiedlichen Charakteren von ihr erzählt wird.

Des Teufels Geheimnis Perfect EditionPerfect Edition
2015 erschien bei Tokyopop eine Special Edition zu Hinako Takanagas „Des Teufels Geheimnis“. Der Manga kommt im edlen Hardcover und größerem Format daher, was sich auf den recht stolzen Preis von 14,95 € niederschlägt. Die Perfect Edition ziert ein neues Cover, das alte ist in leicht abgeänderter Form (kein rosafarbener Hintergrund mehr) als Farbseite enthalten. Als zusätzliches Gimmick liegt ein Sticker bei, ansonsten wurde die Übersetzung ein wenig überarbeitet. Weitere Extras, Zusatzkapitel oder Gimmicks sind leider nicht enthalten – die Aufmachung entspricht dem 2008 veröffentlichen Manga.

Wie schon bei der Perfect Edition von „A foreign Love Affair“ ist der Druck sehr gut gelungen, gestochen scharf und die Aufmachung edel. Dennoch ist die Neuauflage des Mangas eher etwas für Hardcore Fans oder all diejenigen, die den inzwischen vergriffenen Manga noch nicht im Regal stehen haben. Wem der Manga noch fehlt und wer Hinako Takanagas Mangas mag, sollte einen Blick riskieren – allen anderen bietet die Perfect Edition bis auf den besseren Druck, das neue Cover und den Sticker leider nicht viel Neues.

© Koriko

Des Teufels Geheimnis: © 2007 Hinako Takanaga, Libre Publishing / Tokyopop

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Bittersüße Erkenntnis

Name: Bittersüße Erkenntnis
Englischer Name: Study Hard!
Originaltitel: Benkyou Shinasai!
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2008
Deutschland: Tokyopop 2010
Mangaka: Hinako Takanaga
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Bittersüße ErkenntnisStory
Zusammen mit seinem Kindheitsfreund Akira in Tokyo dieselbe Universität zu besuchen, ist schon immer Kotas großer Traum gewesen. Als sich Akira entschließt es mit der Aufnahmeprüfung zu versuchen und mit ihm zusammen in Japans Hauptstadt zu ziehen scheint Kota am Ziel aller Träume zu sein. Doch so nett meint es das Schicksal nicht mit ihm, denn während er die Aufnahmeprüfung meistert, gelingt es Akira nicht die Prüfungen zu bestehen. Kota ist enttäuscht und nimmt sich vor Akira ein wenig unter die Arme zugreifen. Dass sein Freund ganz andere Pläne hat und im Grunde überhaupt nicht an den Prüfungen interessiert ist, zeigt sich in der laxen Lebensweise Akiras. Das Lernen scheint ein notwendiges Übel, die Vorprüfungen lässt er sogar ausfallen und immer wieder zieht er durch die Stadt und gibt das wenige Geld aus, dass er besitzt. Immer wieder hat er Mädchen daheim und zu allem Überfluss darf Kota ihm helfen, wenn er finanziell vor dem Ruin steht. Der korrekte und brave Kota ist der Verzweiflung nahe, da Akira seine Ratschläge in den Wind schlägt. Einzig die tiefen Gefühle Kotas lassen den Studenten die Eskapaden Akiras mitmachen, doch irgendwann reißt sein Geduldsfaden – er gesteht Akira seine Liebe und zu seiner großen Überraschung hat dieser keine Probleme damit mit einem Mann etwas anzufangen.

Kota schwebt auf Wolke 7, doch schon bald reißt ihn die Realität jäh aus seinen Träumen – Akira schläft zwar mit ihm, hat jedoch noch eine Hand voll weiblicher Verehrerinnen, die nur zu gerne die Nacht mit ihm verbringen. Kota ist enttäuscht und es kommt zu einem Streit. Als Akira kurz darauf seinem Freund mitteilt, dass er endlich einen Job gefunden hat, um seine Schulden zu begleichen ist Kota erleichtert. Umso erschreckender ist es für Kota, als er herausfindet, dass Akira in einem Club als Gigolo arbeitet. Eifersüchtig taucht er jeden Abend in dem Club auf, um Akira davon zu überzeugen, dass er den falschen Weg einschlägt, insbesondere da die Aufnahmeprüfungen näher rücken. Doch Akira scheint seine Berufung gefunden zu haben – er möchte etwas mit seinem hübschen Gesicht und seiner guten Figur machen. Das geht sogar soweit, dass er Probeaufnahmen von sich machen lässt und damit sogar leichte Erfolge verbuchen kann…

Eigene Meinung:
„Bittersüße Erkenntnis“ ist ein Erstling der beliebten Mangaka Hinako Takanaga. Mit dieser Veröffentlichung erschien auch ihr letztes Werk in Deutschland bei Tokyopop, so dass unterdessen alle Mangas der Künstlerin vorliegen.

Inhaltlich ist „Bittersüße Erkenntnis“ ein typischer Takanaga- Manga. Die Geschichte ist recht stereotyp gehalten, wobei zumindest die Charaktere nicht unbedingt den gängigen Protagonisten der Boys Love Genres entsprechen. Akira ist ungemein egoistisch, arrogant und hat keinerlei Probleme damit immer wieder mit einem Mädchen ins Bett zu fallen, was durchaus seinen Reiz hat. Kota hingegen kommt mir manchmal ein wenig naiv vor, zumal er wirklich unendlich geduldig erscheint, wenn man bedenkt, wie sein Freund mit ihm umspringt. Teilweise verfolgt Hinako Takanaga dennoch die falschen Handlungszweige, da gerade Akiras kometenhafter Aufstieg als Model gerade einmal 10 Seiten einnimmt, ein Handlungsbogen, der durchaus Potential gehabt hätte, interessant zu werden. Sie hält sich fast ein wenig zu lange mit der Prüfungsthematik auf und den vielen Ausrutschern seitens Akira.

Zeichnerisch merkt man deutlich, dass es sich um ein Frühwerk von Hinako Takanaga handelt. Die Zeichnungen sind noch nicht so elegant und routiniert, wie man es von ihren aktuellen Mangas kennt. Man muss sich schon mit den Zeichnungen anfreunden, da sie optisch ungefähr dem Standard von „Küss mich, Student!“ entsprechen. Teilweise sind zudem die Seiten sehr voll, da nicht an Text, riesigen Sprechblasen und auch entsprechenden Rasterfolieneffekten gespart wird.

Insgesamt ist „Bittersüße Erkenntnis“ ein Muss für jeden Hinako Takanaga Fan. Alle anderen sollten in Anbetracht des stereotypen Themas und der teilweise unsympathischen Charaktere vorher einen Blick hineinwerfen. Wer realistische und dramatische Geschichten mag, ist bei Hinako Takanaga sowieso falsch, da ihr Steckenpferd nun mal Comedy ist…

© Koriko

Bittersüße Erkenntnis: © 2008 Hinako Takanaga, Kadokawa Shoten Publishing / Tokyopop

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