Rin!

Name: Rin!
Englischer Name:
Originaltitel: Rin
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2002
Deutschland: Carlsen 2008
Mangaka: Story: Satoru Kannagi
Zeichnungen: Yukine Honami
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,00 €

Rin! Band 1Story
Katsura ist dem Vorbild seines älteren Bruders und dessen Freund Sou gefolgt und ist dem Bogenschützen-Verein der Schule beigetreten. Doch obwohl er Talent hat, kann er das nicht richtig ausbauen. Seine Ängste hindern ihn daran. Woher das kommt kann er sich selbst nicht erklären, aber sobald etwas wichtig ist, wie zum Beispiel eine Prüfung, wird er so nervös, dass ihm nur noch eins hilft. Und das ist eine Umarmung von Sou. Er weiß selbst, dass das lächerlich ist, aber nur das hilft ihm. Und da reicht eine einzige Umarmung und schon sind seine Ängste vergessen.

Die beiden sind deshalb schon das Gesprächsthema Nummer eins an der Schule. Bisher ist es Katsura nicht aufgefallen, aber nun fängt er an sich Gedanken zu machen. Wie fühlt sich Sou dabei? Was wenn er irgendwann einmal eine Freundin hat? Und wer wird ihm dann helfen?

Von da an versucht Katsura es alleine zu schaffen. Ein Klassenkamerad bietet ihm sogar seine Hilfe an, doch bei ihm ist es einfach nicht das gleiche wie bei Sou. Und als dieser Kamerad ihm dann auch noch seine Liebe gesteht ist Katsura vollkommen verwirrt. Eine Liebe zwischen Männern? Wie soll er dem gegenüber treten? Wie steht es überhaupt um seine eigenen Gefühle?

Rin! Band 2Außerdem benimmt sich Sou seit diesem Geständnis komisch. Wieso? Schließlich umarmt er Katsura ein letztes Mal, doch es ist anders als bisher? Aber weshalb? Es hilft nicht, im Gegenteil, das Herzrasen nimmt sogar noch zu. Wie konnte das passieren und was soll Katsura in Zukunft machen? Sou scheint den Grund für diese Veränderung zu kennen. Deshalb möchte er diese Umarmungen in Zukunft auf nicht mehr. Katsura versucht alles um den Grund für diese Meinung zu erfahren und möchte ein Mittel gegen dieses Herzklopfen finden. Er kann nicht glauben, dass Sou ihm plötzlich nicht mehr helfen kann.

Und was ist in Katsuras Vergangenheit passiert, dass er sich immer so an Sou klammert? Welche Rolle hat Sou dabei gespielt?

Eigene Meinung:
Wunderschöne Zeichnungen und eine tolle Story. Der Manga ist flüssig geschrieben und spannend aufgebaut. Auch wenn man sich nicht für Kyudo, das japanisches Bogenschießen, interessiert, sollte man sich diesen schönen Manga nicht entgehen lassen.

Jeder kennt die Angst vor einer Prüfung und jeder wünscht sich ein sicheres Mittel dagegen. Doch hier sieht man die Leiden eines Jungen, der ein Mittel hat und trotzdem nicht glücklich wird. Der Leser fiebert mit ihm mit und will die Rätsel lösen und ein neues Mittel finden.

© Nekolein

Rin: © 2002 Yukine Honami, Tokuma Shoten Publishing / Carlsen

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Only the Ring Finger Knows

Name: Only the Ring Finger Knows
Englischer Name: Only the Ring Finger Knows
Originaltitel: Sono yubi dake ga shitteiru
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2002
Deutschland: Carlsen 2006
Mangaka: Story: Satoru Kannagi
Zeichnungen: Hotaru Odagiri
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,00 €

Only the Ring Finger KnowsStory
Yuichi Kazuki ist auf der Schule von Wataru Fujii, einer der beliebtesten Schüler überhaupt. Er sieht gut aus, ist zu allen freundlich und schafft es sogar seinen Verehrerinnen einen Korb zu geben, ohne das es sie zu sehr verletzt. Doch nicht alle mögen ihn. Kawamura, ein Freund von Wataru, kann ihn nicht leiden, denn er hatte von der Klassenschönheit Mai Tachibana einen Korb bekommen, weil die eben unsterblich in den schönen Yuichi verliebt ist. Wataru selber hat eigentlich nichts gegen Yuichi. Das ändert sich aber schnell, als er sich in der Schultoilette das Gesicht waschen will. Er nimmt seinen Ring ab und legt ihn auf das Waschbecken. Ohne es zu wollen spritzt er mit Wasser um sich und wird so ganz nass. Plötzlich wird ihm ein Taschentuch entgegengehalten und als Wataru aufsieht steht er Yuichi gegenüber. Doch entgegen der landläufigen Meinung, dass dieser zu allen nett ist, verhält er sich Wataru gegenüber fies und ärgert ihn immer wieder.

Als sich die Wege beider wieder trennen und Wataru seinen Ring, der ihm viel bedeutet, wieder aufstecken will, passt dieser plötzlich nicht mehr. Er versteht die Welt nicht mehr und geht davon aus, dass er zugenommen hat, was aber innerhalb von fünf Minuten eigentlich schwer möglich ist. Während er noch darüber nachdenkt, kommt Yuichi in seine Klasse und hält ihm einen Ring entgegen, der genauso aussieht wie seiner. Es stellt sich heraus, dass beide den selben besitzen und dass sie ihn auf der Toilette vertauscht hatten. Prompt hat Yuichi wieder einen Grund Wataru aufzuziehen, denn der dachte ja, dass er zugenommen hätte.

Nun hat Wataru ein Problem. Alle Mädchen wollen wissen wo er den Ring her hat. Leider weiß er es nicht mehr. Er hatte ihn irgendwo gekauft, weil er billig war und eines Tages verloren. Da er ihn nicht wieder gefunden hat, fand er sich damit ab und wunderte sich sehr, als er plötzlich wieder auf seinem Platz lag. Daher ist der Ring etwas Besonderes für ihn. Trotz der ganzen Gemeinheiten entdeckt er an Yuichi eine andere, sensiblere Seite. Doch an der zweifelt er aber immer wieder, denn es sind immer nur kleine Momente in denen sich sein sonst so harter Blick ändert.

Prompt gehen jetzt Gerüchte herum, laut denen die beiden miteinander befreundet sind und die Schwester von Wataru will das ausnutzen. Eine Freundin von ihr findet Yuichi total süß und nun soll Wataru in ihrem Namen ein Geschenk überbringen. Alles wehren bringt nichts und so geht er mit dem Geschenk in die Schule. Als er es ihm überreichen will staunt er, denn dieses mal ist Yuichi nicht gemein zu ihm sondern sieht eher überrascht aus. Als er aber sagt, dass es eben von der Freundin ist, gibt er ihm das Geschenk zurück. Wataru will wissen warum und Yuichi sagt nur, dass er es nicht annimmt, weil er der Überbringer ist. Allgemein weiß Wataru nicht, wie er Yuichi einschätzen soll. Einerseits ist er immer wieder gemein, andererseits kann er auch nett sein.

Irgendwann sieht Wataru den Ring von Yuichi als ein Gegenstück zu seinem an und muss langsam einsehen, dass er sich in ihn verliebt hat. Doch als er Yuichi mit einer Frau im Park sieht, verliert er alle Hoffnung und schenkt seinen Ring einem kleinen Mädchen, welches er zufällig trifft, mit dem Versprechen sie zu heiraten. Als Yuichi das erfährt rastet er total aus und schreit ihn an, warum er so etwas getan hat. Es hätte ihn doch nicht gestört, dass beide denselben Ring tragen. Ein Wort gibt das andere und plötzlich küsst er ihn…

Eigene Meinung
Dieser Manga ist von Satoru Kannagi (Story) und Hotaru Odagiri (Art). Ich muss sagen, ein sehr gelungener Manga. Der Zeichenstil gefällt mir persönlich sehr gut, da die Charaktere schön ausgearbeitet sind, was man besonders bei den unterschiedlichen Gesichtsausdrücken von Yuichi sehen kann. Inhaltlich bin ich wirklich begeistert. Die Story ist romantisch erzählt, hat ein paar unerwartete Elemente und ist insgesamt schlüssig erzählt. Es ist zwar ein Shonen Ai Manga aber einer von der harmlosen Sorte. Bis auf die Kussszenen sieht man nichts was in die sexuelle Richtung geht. Von daher ist es richtig, dass es für diesen Manga keine Altersbeschränkung gibt. Gesamturteil eine glatte 1.

© Kari

Sono yubi dake ga shitteiru: © 2002 Satoru Kannagi / Hotaru Odagiri Tokuma Shoten / Carlsen

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Adel verpflichtet – Die Ehre der Goshoizumi

Name: Adel verpflichtet – Die Ehre der Goshoizumi
Englischer Name:
Originaltitel: Gosho izumiya no yuuga na tashinami
Herausgebracht: Japan: Tokuma Shoten 2005
Deutschland: Carlsen 2011
Autor: Satoru Kannagi
Illustrator: Kae Maruya
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,95 €

Adel verpflichtet - Die Ehre der Goshoizumi Band 1Story:
Als der junge Akira eines Tages von einem fremden zu einer Beerdigung geschleift wird, ist er wütend und verstört. Er weiß weder wer beerdigt wird, noch kann er die rüde Art seines Entführers akzeptieren. Schließlich entschlüpft er dem seltsamen Mann, sieht ihn jedoch bereits wenige Tage später wieder. Der Mann stellt sich als Tsukaza Reizei vor, Antiquitätenhändler und Auktionär, der für wohlhabende Personen an Auktionen teilnimmt. Akiras ist nicht begeistert über das Wiedersehen, doch da Tsukasa daran Schuld ist, dass er seinen Job im Family Restaurant verloren hat, ist er auf die mögliche Arbeit angewiesen, die Tsukasa ihm anbietet. Akiras Misstrauen wird verstärkt, als Tsukasa ihm sagt, dass er sein Leben verändern wird. Schon kurz darauf erfährt Akira, was der Auktionär damit meint – er ist der einzige Erbe der Goshoizumi. Ihm fällt sowohl der Besitz als auch das gesamte Vermögen, die Firmen und die vielen Aktien zu.

Akira ist nicht nur vollkommen überfahren, er hat kaum die Möglichkeit sich die Tragweite des Ereignisses bewusst zu werden. Tsukasa ist hart und rüde in seinen Forderungen, er weist ihn auf nahezu jeden Fehler hin, den Akira in seiner Unwissenheit begeht. Zudem tauchen zwei weitere Männer auf, die reges Interesse am neuen Familienoberhaupt hegen: der Schriftsteller Shizuku Tojo und den berühmten Schauspieler Ko Tokieda. Alle drei waren enge Freunde der Familie und beschließen Akira gemeinsam auf seine zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Dazu zählen unter anderem Manieren, eine gewählte Sprache, die Grundlagen der Etikette und eine klassische Ausbildung in den traditionellen, japanischen Kunstformen. Akira sieht sich mit einem strengen Stundenplan konfrontiert, ebenso muss er ab sofort im Hauptsitz der Familie leben. Zum ersten Mal in seinem Leben ist er derjenige, der bedient wird und muss daher sein ganzes Leben umkrempeln.

Dass der Unterricht nicht leicht wird, zeigt sich daran, dass Tsukasa, Shizuku und Ko einen kleinen Wettstreit um seine Gunst ausfechten. Denn einer von ihnen wird den Platz an Akiras Seite einnehmen, als „Saya“, dem Begleiter und Beschützer. Akira selbst muss denjenigen erwählen, der diese Position einnehmen soll. Dass er selbst noch nichts davon weiß, erschwert die Lage. Mit der Zeit lernt Akira jeden Mann genauer kennen und erkennt, wie unterschiedlich Ko, Shizuku und Tsukasa sind. Doch gerade zu letzterem fühlt er sich, trotz Tsukasas rauer Art am meisten hingezogen…

Adel verpflichtet - Die Ehre der Goshoizumi Band 2Eigene Meinung:
„Adel verpflichtet – Die Ehre der Goshoizumi“ ist eine zweibändige Novelreihe aus der Feder von Satoru Kannagi, die hierzulande bereits durch ihren 5-bändigen Roman „Only the Ringfinger knows“ bekannt geworden ist. Sie erzählt die Geschichte des jungen Akiras, der gleich drei gutaussehende Männer zur Wahl hat. Die Handlung selbst ist nicht wirklich innovativ, leider bereits ziemlich abgedroschen und vorhersehbar. Die Charaktere sind stereotyp und dadurch, dass immer wieder zwischen den Perspektiven der Charaktere gesprungen wird. So erfährt man schon frühzeitig von der Rolle des Sayas und der Wahl, die Akira noch zu treffen hat. Interessanter wäre es gewesen, diesen Umstand Akira selbst herausfinden zu lassen. Auch die Handlung mit dem unwissenden Millionenerben ist nicht neu, so dass die Novel kaum Spannung bietet. Leider gelingt es Satoru Kannagi auch nicht, die Charaktere wirklich glaubhaft herüber zu bringen. Sie wirken alle sehr blass, ihre Handlungen und Reaktionen mitunter aufgesetzt.

Sprachlich ist „Adel verpflichtet“ sehr simpel und einfach geschrieben. Die Geschichte wird sehr kurz abgehandelt, die Autorin verwendet kaum Zeit für Beschreibungen und detaillierte Dialoge. Noch weniger erfährt man, wie sich die Charaktere fühlen und was sie denken, was der Grund ist, warum alles so oberflächlich abgehandelt wird. Hin und wieder schleicht sich zudem ein Fehler ein, der das Lesen erschwert.

Die Illustrationen von Kae Maruya sind sehr schön und passen gut zur Geschichte. Leider sind nur wenige Bilder enthalten, doch die wenigen, die man beim Lesen sehen kann sind stilistisch sehr schön und weich. Die Künstlerin hat ein Gespür für schöne Szenen und wie nicht anders zu erwarten sind die Männer alle typische Bishonen.

Insgesamt ist „Adel verpflichtet“ eine sehr seichte, teilweise langweilige Novel, die lediglich mit schönen Illustrationen punkten kann. Zudem sind die knapp 170 Seiten sehr mager und rechtfertigen den hohen Preis von knapp 8 Euro nicht, zumal nicht einmal Farbseiten enthalten sind. Man hätte problemfrei die beiden Bände in einen Band packen können.

Wer den Stil von Satoru Kannagi mag und gerne ihre Geschichten liest, dem mag auch „Adel verpflichtet“ gefallen. Wer tiefgründigere Lektüre sucht, sollte sich nach normaler Literatur umsehen.

© Koriko

Adel verpflichtet – Die Ehre der Goshoizumi: © 2005 Satoru Kannagi / Kae Maruya , Tokuma Shoten Co.,Ltd. / Carlsen

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