Noah!

Name: Noah!
Englischer Name:
Originaltitel: Noah!
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2012
Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Yuka Shibano
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Noah Band 1Story
Bisher hatte es die süße aber impulsive Noa nicht einfach. Sie verlor ihre Eltern im Kindesalter. Sie wuchs als Waise bei den liebevollen Großeltern im Wohnheim „Wald Eden“ auf. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft zur Malerei. Jede freie Minute verbringt sie seitdem im Atelier und widmet sich der Kunst. Eines Tages entdeckte Noa einen Flyer der „St. Liniére“ auf dem der Sohn des Direktors, Rei Aso, zu sehen war. Auf den ersten Blick war Noa von ihm gefesselt. Ihr Traum war geboren – einmal im Leben würde sie ein Portrait von Rei Aso zeichnen. Und nun erfüllt sich endlich ihr lang ersehnter Traum – Sie wird an die St. Liniére Highschool gehen.

Bei der Einschulungsfeier kann Noa ihr Glück kaum fassen – Rei Aso tritt auf die Bühne um eine Ansprache zu halten und die Neulinge willkommen zu heißen. Plötzlich hält Noa nichts mehr auf ihrem Stuhl. Noa stürmt vor die Bühne und bittet Rei vor der gesamten Schule, sich für sie auszuziehen, um ihr Modell zu stehen. Natürlich sorgt Noas Anfrage für Erschütterung und auch Rei reagiert mehr als abweisend. Auf unhöflichste Weise weist er Noa zurück.

Als wäre dieser Rückschlag auf dem Weg zur Erfüllung ihres Traumes für Noa nicht schon schlimm genug, erfährt sie auch noch, dass im Haus ihrer Großeltern ein Feuer ausgebrochen ist. Beide sind zwar unverletzt, doch nun stehen sie nicht nur ohne Dach über dem Kopf dar, sondern auch ohne finanzielle Absicherung für „Garten Eden“. Das Geld fehlt an allen Ecken, sodass auch der Verlust des Wohnheims droht. Alles scheint in einer Katastrophe zu enden, als Rei Aso seine Hilfe anbietet. Er entschuldigt sich bei Noa und nimmt ihr Angebot an, sich von ihr zeichnen zu lassen. Zudem kauft er „Wald Eden“, damit die Großeltern wieder an Geld kommen. Er verspriche Noa, das Wohnheim weiter zu betreiben.

Alles scheint doch ein gutes Ende zu nehmen, als Noa die Schlagzeile in der Tageszeitung liest – Garten Eden soll abgerissen werden, um einen Mittelschulzweig der St. Liniére bauen zu können. Wurde Noa von Rei nur ausgenutzt?

Noah Band 2Eigene Meinung
Über drei Jahre mussten Fans von Yuka Shibano auf die deutsche Veröffentlichung ihrer weiteren Werke warten. Nach „Runaway Lover“ erscheint nun endlich „Noah!“.

Die Geschichte ist zunächst nicht wirklich innovativ. Der Wunsch eines Mädchens, wegen eines Jungen an eine bestimmte Schule zu gehen, ist nicht sonderlich neu. Dennoch ist die Entwicklung der Handlung ganz unterhaltsam. Vor allem Rei Aso ist ein interessanter Charakter, bei dem dich Absichten noch nicht ganz klar sind. Man weiß noch nicht, ob seine Absichten tatsächlich gut sind. Wiederum erscheint Noas Kindheitsfreund Noahisa nur am Rande. Nebencharaktere erscheinen im ersten Band der Serie völlig überflüssig zu sein.

Dennoch ist die Geschichte auch etwas gewöhnungsbedürftig. Noas Bitte, Rei möge sich für sie ausziehen, entpuppt sich als total übertrieben. Später stellt sie klar, dass sie kein Nacktmodell für ihr Portrait sucht. Wieso stellt sich also vor allen Mitschülern diese provokante Frage?

Die Zeichnungen von „Noah!“ sind sehr feminin. Die Wimpern der Frauen werden hervorgehoben und sind stark vergrößert. Die Gliedmaßen der Charaktere sind zudem deutlich länger als in vergleichbaren Shojo-Manga. Hals, Finger, sowie die Kopfform, wurde zeichnerisch in die Länge gezogen.

Letztendlich nimmt die Geschichte im Verlauf stark Fahrt auf und endet mit einer überraschenden Wendung.

„Noah!“ ist daher ein interessantes und unterhaltsames Shojo-Manga.

© Izumi Mikage

Noah!: © 2012 Yuka Shibano, Shogakukan/ Tokyopop

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