Finder Character Book

Name: Finder Character Book
Englischer Name:
Originaltitel: Finder Character Book
Herausgebracht: Japan: Libre 2007
Deutschland: Tokyopop 2011
Mangaka: Ayano Yamane
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 24,95 €

Finder Character BookInhalt:
Mehrere Jahre sind vergangen, seitdem Tokyopop die deutsche Ausgabe des „Finder“ Charakter Books angekündigt hat. Nach dem nervenaufreibenden Prozess des Indizierung und etlichen Prolemen mit den japanischen Lizenzgebern, ist das Charakter Book nun endlich erschienen und entspricht 1:1 der japanischen Softcoverausgabe. Dass der Hardcoverband, der selbst in Japan nur in Kombination eines limitierten Box-Sets erschienen ist, keinen Weg nach Deutschland gefunden hat, ist verständlich.

Das Characterbook kommt mit Schutzumschlag, einem Aufklappooster und einer Postkarte des Covers daher, die man jedoch aus dem Buch lösen oder herausschneiden muss, um sie zu verwenden. Nach dem Inhaltsverzeichnis gelangt man sofort in die Galerie, die einen Großteil des Artbooks ausmacht. Dort kann man nahezu alle farbigen Illustrationen zu „Finder“ finden, die Yamane Ayano von 2011 bis 2007 anfertigte. Darunter befinden sich Cover, Kapitelillustrationen und Sonderzeichnungen, aber auch farbige Mangaseiten, die bisher nur in schwarz/weiß bekannt waren. Den farbigen Illustrationen schließen sich noch einmal eine Hand voll schwarz/weißer Kapitelcover an, die erstmals ohne Schrift betrachtet werden können. Zu allen Illustrationen gibt es Informationen darüber, wann sie erschienen sind und mit welchem Material sie gezeichnet wurden.

Dem Illustrationsteil schließt sich ein sehr umfangreicher und aufschlussreicher Informationsteil an. Auf mehreren Seiten erfährt man mittels Steckbriefen und einer allgemeinen Beschreibung alles über die Charaktere von „Finder“, angefangen Akihito, Asami und Feilong. Auch Nebencharaktere finden Beachtung und eine interessante Auflistung einiger Trivialitäten rund um „Finder“, die Charaktere oder Yamane Ayano. Nach den Charakterbeschreibungen gint es einen Überblick über die Story, in dem man in den Inhalt der einzelnen Arcs noch einmal verfolgen kann. Da in Japan zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artbooks die Naked Truth- Arc noch nicht beendet war, ist sie im Character Book natürlich noch nocht komplett erzählt.

Der folgende Kurzcomic „Akihito Takabas Bericht über Ryuichi Asami“ zeigt einen Tag im Leben Asamis, erzählt und dokumentiert von Akihito. Natürlich endet der Manga mit einer erotischen Szene.

Eines der interessantesten Bereiche des Charakter Books ist das Gespräch zwischen Yamane Ayano und Ryoichi Minagawa (Shonen- Mangaka von u.a. „Spriggan“ und „Arms“). In diesem erfährt der Leser mehr über die Arbeit als Mangaka, einige Geheimnisse, die beide Zeichner betreffen und wie groß der Unterschied zwischen Boys Love und Shonen sist. Das geführte Gespräch ist sehr aufschlussreich, informativ und wirft einige interessante Aspekte auf zwei Künstler, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Dem Interview schließt sich noch ein Making of des Covers an, in dem in einzelnen Schritte erklärt wird, wie die Illustration entstand und coloriert wurde, und eine Seite, in dem der Leser Einblicke in eines von Yamane Ayanos Zimmer erhält, inklusive passenden Beschreibungen der Einrichtung. Ein knappes Schlusswort rundet das Artbook ab.

Eigene Meinung:
Insgesamt ist das „Finder Character Book“ ein absolutes Muss für alle Fans der Künstlerin und diejenigen, die Boys Love bzw. hübsche Männer lieben. Die Illustrationen sind zwar nicht mehr aktuell und unterdessen ist Yamane Ayano wesentlich besser, doch die Galerie vermittelt einen guten Schnitt ihres Schaffens und ihrer Arbeit. Die Informationen sind interessant, umfangreich und geben einen sehr guten Einblick in die Welt von Finder. Als persönliches Highlight empfinde ich das Gespräch zwischen den beiden befreundete Zeichnern und ihre Meinung zu verschiedenen Thematiken.

Die Qualität der deutschen Ausgabe von Tokyopop ist durchgängig sehr gut, lediglich die Hochglanzseiten sind für meinen Geschmack ein wenig zu dünn. Dennoch sollten sich Fans das Character Book nicht entgehen lassen. Es lohnt sich!

© Koriko

Finder Character Book: © 2007 Yamane Ayano, Libre Publishing Co.,Ltd. / Tokyopop

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Finder

Name: Finder
Englischer Name: Finder Series: Target in the Finder
Originaltitel: Finder no Hyouteki
Herausgebracht: Japan: Libre 2002
Deutschland: Tokyopop 2008
Mangaka: Ayano Yamane
Bände: 9 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,50 € (Band 1-4)
6,95 € (ab Band 5)
8,95 € (Band 6 Sonderheft in limitierter Erstauflage)
9,95 € (Band 7 Sonderheft in limitierter Erstauflage)

Finder Band 1Story:
„Finder“ ist nicht direkt eine durchgehende Story, zumindest zu Beginn nicht. Es gibt Charaktere, die immer wieder auftauchen und somit maßgeblich die Geschichte beeinflussen, doch erst nach dem 3. Band kommt es zu einer längeren Story, die den Gesamttitel „Naked Truth“ trägt. Die ersten beiden Mangas enthalten zudem noch ältere Kurzgeschichten der Künstlerin.

Akihito Takaba arbeitet als freiberuflicher Fotograf und eine Reihe heikler Fotos, die er von einem zwielichtigen Club macht, rufen dessen Inhaber Asami auf den Plan. Schnell wird klar, dass sich Akihito in eine ziemlich ausweglose Situation gebracht hat, dennoch gelingt ihm bei ihrer ersten Begegnung die Flucht. Dass er damit erst recht Asamis Interesse anstachelt, ahnt der junge Fotograf nicht, bis er verschleppt und in einer äußerst misslichen Lage bei Asami aufwacht. Der Abend wird zu einem der schlimmsten für Akihito, als sich Asami an ihm vergeht, ihn demütigt und anschließend frei lässt. Akihito muss zu allem Überfluss erkennen, dass sein Freund und Polizist Yama mit dem Untergrund zusammenarbeitet und dafür gewaltig Geld einheimst. Just in dem Moment, als Yama den jungen Mann für sein Mitwissen töten will, taucht Asami auf und beschützt Akihito.

Für Akihito heißt es nun von vorne zu beginnen, doch unweigerlich gerät er immer wieder an Asami und schon kurz darauf findet er sich zwischen den rivalisierenden Gruppen der Yakuza und der chinesischen Mafia wieder, letztere angeführt von dem hübschen Chinesen Feilong. Dass dieser und Asami eine ältere offene Rechnung haben, wird selbst Akihito klar und unweigerlich beginnt der junge Mann in das Spiel der Mafiabosse hineingezogen zu werden. Dabei wird ihm gerade Asamis Leidenschaft zum Verhängnis, der den jungen Mann immer wieder in seine Arme treibt, während Asami Spaß daran findet den jungen Mann unter sich zu zwingen. Der junge Fotograf steht schon bald im Kreuzfeuer, als sogar Feilong beginnt sich für ihn zu interessieren…

„Love Lesson“ ist eine nette, sehr explizite Geschichte um zwei High School Schüler. Der erste Schultag von Yusuke Sakurai beginnt anders als erwartet. Ausgerechnet er wird im Bus von einem Grabscher belästigt und er fühlt sich außer Stande sich gegen ihn zu wehren. Als ihm der Schülersprecher Takato Ichijo hilft, ist er dankbar, doch er ahnt nicht, wie weit dessen Hilfestellung wirklich geht…

Die Kurzgeschichte „Zwei blinde Hühner finden… zueinander?“ erzählt die Geschichte von Mizuno und Hiyama, die sich beide eigentlich überhaupt nicht ausstehen können. Egal wo und wann, letztendlich streiten sie doch miteinander. Als Hiyama bei einem Nebenjob zufällig beobachtet wie sein und Mizunos Vater zusammen sind und dabei einige intimere Gesten austauschen ist er entsetzt und stellt seinen Rivalen zur Rede. Als dieser keine zufriedenstellende Antwort weiß, beschließen sie der Sache auf den Grund zu gehen und herauszufinden, welche Beziehung ihre beiden Väter untereinander haben. Die Mission schlägt fehl, sie sitzen in einer Suite fest und unweigerlich kommen sich die beiden näher.
Diese Geschichte war so populär, dass sie noch zwei weitere Kurzgeschichten nach sich zog, wovon eine im zweiten Band der „Finder“ Reihe veröffentlicht wurde.

Finder Band 2Die dritte Geschichte „Risky Society“ hat nichts mit High School Storys gemein, sondern handelt von Akira Toda, der über außergewöhnliche Kräfte verfügt, die er nicht kontrollieren kann. Die „Risky Society“ ist hierbei eine Geheimorganisation, die sich solcher Menschen annimmt und sie in Spezialeinheiten zum Einsatz bringt. Todos Fähigkeit trat erst spät zu Tage und er wird Rei Yukimura und dem kleinen Jungen Yuto Miyashita zugeteilt, die ebenfalls über besondere Fähigkeiten verfügen. Die drei werden ein gutes Team, doch Todo hat die Auflage seine Kräfte nicht zu entfesseln und Rei die den Neuzugang zu überwachen. Als bei einem Einsatz einiges schief geht und Sashima, ein Wissenschaftler mit eigenen Augen sieht, was Todo anrichtet, überschlagen sich die Ereignisse und Rei kommt dem jungen Mann näher, als es Todo zu Beginn lieb ist.

Eigene Meinung:
Die Geschichte handelt am Anfang nur davon, dass Akihito sich in Schwierigkeiten bringt und von Asami gerettet werden muss. Natürlich verbindet Asami das „Praktische mit dem Nützlichen“ und Akihito ist daher immer derjenige, der die schlechteren Karten hat. Er wird mehrfach vergewaltigt und gedemütigt, allerdings nicht nur von Asami, sondern auch von Feilong.

Die Zeichnungen sind sehr schön und solide, man merkt den Bildern deutlich an, dass die Künstlerin im Grunde Illustratorin war. Besonders hervorzuheben sind die vielen erotischen Szenen, mit denen in den ersten Bänden nicht gespart wird. Dabei kann man durchaus sagen, dass Yamane Ayano wohl eine der besten Yaoi- Künstlerinnen ist, die momentan in Japan publizieren. Die Geschichte ist ebenso explizit wie ihre Bilder, die Sprache und damit auch die Übersetzung ist definitiv nur für Leute „ab 18“ gedacht, da hier wirklich das gesagt wird, was in anderen Mangas lediglich umschrieben wird.

Die Geschichte wirkt am Anfang sehr zerstückelt, da die einzelnen Episoden kaum eine durchgehende Handlung präsentieren. Erst in den folgenden Bänden baut Yamane Ayano eine äußerst spannende und nervenaufreibende Geschichte auf, dessen Zentrum immer Akihito bleibt. Dabei setzt sie die Elemente der Mafiabosse und der gegenseitigen Jagd packend um und gerade, weil es hier etwas härter zur Sache geht, dürfte die „Finder“ Reihe so erfolgreich sein.

Der Manga ist hart in allen Richtungen- sowohl was die Erotik angeht, als auch was die Action angeht und richtet sich daher eher an erwachsene Leser. Jeder, der sich nach einem härteren Yaoi-Manga gesehnt hat und dem die ständigen High School- Liebesgeschichten langsam auf die Nerven gingen, sollte sich unbedingt die „Finder“ Reihe holen. Es lohnt sich wirklich. Wer hingegen auf Romantik und Gefühlsepen Wert legt, sollte um „Finder“ einen Bogen machen, da er weder Romantik, noch gefühlvolle Liebe und Herzschmerz finden wird.

© Koriko

Finder: © 2002 Yamane Ayano, Libre Publishing Co.,Ltd. / Tokyopop

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FIGHT!

Name: FIGHT!
Englischer Name:
Originaltitel: FIGHT!
Herausgebracht: Deutschland: EMA 2009
Mangaka: DIM€
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

FIGHT!Story
Tatsuro Nakayama ist ein äußerst talentierter Kendo-Kämpfer. An seiner Schule gibt es niemanden, der ihm mit dem Bambusschwert das Wasser reichen kann und auch in der ganzen Stadt hat er sich bereits einen Namen gemacht. Es dauert nicht lange und die Erfolge steigen dem jungen Heißsporn zu Kopf, er wird überheblich und oberflächlich. Selbst seine Freundin Michiru, die er seit Kindertagen kennt, beleidigt er in aller Öffentlichkeit und schert sich nicht darum, was für Gefühle im Kopf des Mädchens herumschwirren.

Eines Tages taucht der etwas ältere Takuro auf, der in seiner alten Heimat Landesmeister im Kendo war. Es dauert keine fünf Minuten, bis Tatsuros Ehrgeiz geweckt ist und er den neuen Kameraden zum Duell herausgefordert hat. Von den Mitschülern zum Kampf des Jahres aufgezogen, finden sich schnell zahlreiche Zuschauer. Darunter auch ein kleines Mädchen, das Tatsuro schon früher aufgefallen ist. Es warnt den siegessicheren Jungen vor Überheblichkeiten.

Doch Tatsuro schlägt sämtliche Warnungen in den Wind und fordert von seinem Gegner als Einsatz die völlige Unterordnung des Verlierers unter den Sieger. Es kommt, wie es kommen muss: Takuro, der Landesmeister, entpuppt sich als weit überlegen. Aber nicht nur das, er konfrontiert Tatsuro auch noch mit der unbequemen Wahrheit, dass dieser sich bisher stets nur schwächere Gegner ausgesucht hatte, um als triumphaler Sieger da zu stehen – bevor er den Angeber in den Staub wirft.

Danach ist für Tatsuro nichts mehr so wie früher. Er fühlt sich erniedrigt, deprimiert und lustlos, weigert sich in die Schule zu gehen und lungert den ganzen Tag in seinem Zimmer herum. Bald schon merkt er, dass ihm wirklich am meisten daran lag, über anderen zu stehen und diese vernichtend zu schlagen – weit mehr, als daran sich durch die Kämpfe selbst zu verbessern. Selbst sein Verhältnis zu seinen Freunden, allen voran zu Michiru, die heimlich in ihn verliebt ist, verändert sich.

Wie soll Tatsuro das alles wieder zurecht biegen, wo er sich doch weigert, seine eigenen Fehler anzuerkennen und sein Verhalten in Zukunft zu ändern? Vielleicht vermag es ja das seltsame kleine Mädchen, etwas in seinem Herzen zu bewegen…

Eigene Meinung
„FIGHT!“ ist eine Zusammenarbeit des Mangaka-Duos DIM€ – bestehend aus Kim Liersch und Roda Makmod. Die recht nett gemachte Story über Freundschaft, Verlust und die Dinge, die im Leben wirklich wichtig sind, präsentiert mit dem Kendoka Tatsuro den typischen Charakter, der vom oberflächlichen Angeber zum offenherzigen Freund in der Not wird. Dabei lassen die Autorinnen das Thema „Kendo“ und die damit verbundene Mentalität „Nur Siege zählen“ geschickt einfließen. Auch die Ansätze mindestens einer – eigentlich sogar zwei – Liebesgeschichten dürfen nicht fehlen.

Leider kommt der Band ab der Mitte etwas von seiner geradlinigen Erzählweise ab, kann den Bogen aber zum Ende wieder schließen. Die Charaktere entspringen größtenteils gängigen Klischees – das bebrillte Mobbingopfer, das unglücklich verliebte Mädchen, der jugendliche Heißsporn, der coole Champion. Allerdings sollte man die Tatsache, dass alle Charaktere rein japanische Namen hoch anrechnen, gerade in Hinblick auf ein Sammelsurium aus deutschen Mangaka, die ihren Charakteren mit Freuden Mischnamen aus allerhand Sprachen geben und ihre Charaktere dabei eindeutig einem oder gar keinem Land zuordnen.

Die Zeichnungen divergieren zwischen detailliert und äußerst ansehnlich und sehr einfach bis etwas lieblos. Vor allem die farbigen Bilder auf dem Cover des Manga überzeugen voll und ganz, aber auch das ein oder andere Art im Band kann sich mehr als sehen lassen. Umso mehr ist es schade, dass der Band auch deutliche Negativbeispiele offenbart (übrigens nicht unbedingt die von den Autorinnen extra aufgestellten Beispiele). „FIGHT!“ lässt aber auf alle Fälle das Talent von DIM€ erkennen, auf die man in Zukunft ein Auge werden sollte. Vielleicht bahnt sich ja schon bald eine erneute Zusammenarbeit an.

© Rockita

FIGHT!: © 2009 DIM€ EMA

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Fetish Berry

Name: Fetish Berry
Englischer Name:
Originaltitel: Fetish Berry
Herausgebracht: Japan: MAG Garden 2010
Deutschland: Tokyopop 2013
Mangaka: Arata Aki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Fetish Berry Band 1Story
Hiyori Mizuhara kämpft schon ihr ganzes Leben gegen ihre heimliche Leidenschaft an. Bisher hat sie jedoch kein Mittel gegen ihre krankhafte Besessenheit gefunden. Denn sobald sie eine hübsche maskuline Hand entdeckt, eine wohlklingende tiefe Stimme hört oder das seidige Haar eines Mannes sieht, verfällt sie diesem mit Leib und Seele. Sie weiß, dass sie mehr Wert auf den Charakter als auf Äußerlichkeiten legen sollte, doch sie kann sich einfach nicht bremsen. Sie fängt unweigerlich an zu sabbern, ihr ganzer Körper beginnt zu zucken und Hiyoris Wunsch denjenigen zu berühren, wächst ins unermessliche. Schon damals war das ein Problem, als sie wie ferngesteuert in den Finger einer wunderschönen männlichen Hand biss. Daraufhin wurde sie schlimm schikaniert und verachtet. Damals hielt nur ihr Sandkastenfreund Takaomi zu ihr, der ihre Marotte kennt und akzeptiert.

Doch ab heute soll sich alles ändern. Schließlich beginnt nun die Highschool und damit ein kompletter Neuanfang. An der neuen Schule möchte sie ihren Fetisch geheim halten und diesen ab sofort unterdrücken. Um ihr Ziel zu erreichen, trägt sie sogar eine dunkle Sonnenbrille, die ihr Blickfeld eindämmen soll und einen Mundschutz, um ihren Speichelausfluss im Fall des Falles zu verdecken.

Zunächst verläuft alles nach Plan, doch in einem Moment der Schwäche, als Hiyori auf der Mädchentoilette ihre Schutzbrille abnimmt, stürmt plötzlich ein Junge hinein, der scheinbar vor einer Lehrerin reiß aus genommen hat! Er schnappt sich die schreiende Hiyori und versteckt sich mit ihr in einer Toilettenkabine. Seine makellose Hand presst sich auf Hiyoris Mund, seine weichen Haare streichen über ihre Wange und seine kräftige Stimme dringt in ihr Ohr. Augenblicklich ist es um sie geschehen. Sie hat sich Hals über Kopf in den Jungen Naohisa verliebt. Dabei täuscht sein strahlendes Aussehen. Denn Noahisas Charakter ist längst nicht so vollkommen. Er ist ignorant, protzig, hinterlistig und nutzt zudem die Schwächen der anderen zu seinem Vorteil aus.

Dennoch kann Hiyori sein tadelloses Erscheinungsbild einfach nicht vergessen. Als sie sich nach Schulschluss auf den Nachhauseweg macht, entdeckt sie Naohisa in einem leeren Klassenraum, der scheinbar eingeschlafen ist. Erneut verliert Hiyori jegliche Kontrolle. Automatisch wollen ihre Hände Naohisas Körper berühren. Als sie sich sicher ist, dass sie unbeobachtet ist, gibt sie ihrem Verlangen nach. Einmal an Naohisa schmalen Fingern knabbern. Doch als sie gerade dabei ist, seine Hand in Richtung ihrer Lippen zu führen, starren sie Naohisas tiefen Augen an.

Fetish Berry Band 2Hiyoris Albtraum beginnt von Neuem, denn Naohisa stempelt sie automatisch als pervers ab. Als Preis für sein Schweigen verlangt er nicht weniger, als Hiyoris absolute Gehorsamkeit. Ab sofort soll sie seine Untertanin sein und nach seiner Pfeife tanzen. So hatte sich Hiyori ihren Neuanfang sicher nicht vorgestellt.

Eigene Meinung
„Fetish Berry“ ist Arata Akis erstes Werk in Deutschland und damit ein gelungener Auftakt. Die Handlung der fünf-bändigen Serie ist erfrischend und neuartig. Hiyoris Besessenheit ist urkomisch und in gewisser Weise auch nachvollziehbar. Wer hat noch nie einem gut aussehenden Mann hinterher geschmachtet? Bei Hiyori scheint dieses Gefühl nur etwas stärker ausgeprägt zu sein…

Doch nicht nur Hiyori ist sympathisch. Auch Naohisa hat seine positiven Seiten, die erahnen lassen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte. Für die gewisse Romantik sorgt dabei auch Hiyoris Sandkastenfreund Takaomi, der scheinbar mehr für sie empfindet, als es Hiyori bewusst ist.

Maßgeblich konzentriert sich die Geschichte aber auf Hiyoris Obsession und dessen Ausprägung. Für Abwechslung sorgt das Mädchen Ritsuka, die im Laufe des ersten Bandes ihren Auftritt bekommt. Auch sie scheint von etwas besessen zu sein und versucht dies mit allen Mitteln zu verheimlichen.

Zeichnerisch lässt sich „Fetish Berry“ ebenfalls sehen. Nur Takaomi wurde im Vergleich zu den anderen Hauptpersonen zu schlicht gezeichnet. Um ihn deutlicher hervorzuheben, hätte er durchaus etwas mehr Feinschliff vertragen können.

Besonders gelungen sind vor allem die Farbillustrationen von Arata Aki. Sie sind noch mal um einiges besser, als die schwarz-weiß-Bilder. Allerdings lässt sich dafür der Zusammenhang der Cover-Darstellung mit der eigentlichen Geschichte nur mit viel Fantasie erahnen.

Letztendlich macht das Zusammenspiel der unterschiedlichen Neigungen den Manga zu einem gelungenen Werk, der den Leser nicht selten zum Lachen bringen wird.

© Izumi Mikage
Fetish Berry: © 2010 Arata Aki, MAG Garden Corporation / Tokyopop

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Feed me Poison

Name: Feed me Poison
Englischer Name:
Originaltitel: Feed me Poison
Herausgebracht: Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Evelyne Bösch
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

Feed me PoisonStory
Hélènes größter Tag in ihrem Leben steht bevor – ihre eigene Hochzeit! Ihre Vater, der König des kleinen Reiches von „Glass“, hat ihre Hochzeit mit Prinz Nathan aus dem Nachbarland „Enell“ bereits arrangiert, als sie noch ein Kind war. Nun sind es nur noch wenige Wochen bis zur Trauung. Vor Hélènes Augen dreht sich alles, wenn sie nur dran denkt, dass sie damit zur zukünftigen Königin wird und über das Schicksal von Enell und Glass entscheiden muss. Denn zwischen den Ländern Enell und Dassarass, einem angrenzenden Staat, herrscht seit über 200 Jahren ein erbitterter Krieg. Glass hingegen war schon immer neutral und keinem Land feindlich gestellt. Seit die Verlobung und somit das Bündnis zwischen Enell und Glass jedoch bekannt ist, fürchtet Dassarass eine Übermacht und damit die baldige Niederlage.

Schon während der Verlobungsfeier herrscht buntes Treiben, auch wenn Hélène weiß, dass sie hier nur Zierde ist, während ihr zukünftiger Mann mit Generälen und Politikern spricht. Dabei möchte sie gerne ernst genommen werden und ihren Beitrag zu diesen Plänen und Gesprächen leisten. Sie hat sich ausgiebig mit der Geschichte der Länder und des Krieges auseinander gesetzt und arbeitet bereits daran, eine friedliche Lösung des Krieges und eine Handelspartnerschaft zu entwickeln.

Der Einzige, der ihr jedoch zuhört, ist Shiin, ihr neuer Vorkoster. Für Hélène ist Shiin allerdings viel mehr. Sie nutzt ihn nicht nur als Vorkoster, sondern auch als Lehrer, Berater, Bodyguard, Einkaufsbegleiter und Wecker. Was Hélène aber nicht weiß – Shiin stammt eigentlich aus Dassaras. Er gehört dort zur Gilde der Shinobi und ist zusammen mit Ines, die sich als Küchenmagd ausgibt, beauftragt wurden, Hélène unauffällig zu töten. Das Bündnis zwischen Enell und Glass muss unter allen Umständen verhindert werden! Um es wie einen natürlichen Tod aussehen zu lassen und keinen Verdacht zu erregen, mischt Ines ihr täglich eine geringe Dosis eines starken Giftes in ihr Essen. Shiin hingegen muss es ihr nur noch auftischen. Über mehrere Wochen hinweg soll dies zum Herzstillstand führen und Hélène töten!
Der Plan scheint keine Mängel zu haben. Alles ist absolut wasserdicht durchdacht. Das einzige was Shiin vergessen hat, sind seine eigenen Gefühle für Hélène!

Eigene Meinung
„Feed me Poison“ trägt den Stempel „Made in Germany“. Auch wenn die deutsche Herkunft eindeutig am Zeichenstil, der sich doch wesentlich von seinen japanischen Vorbildern unterscheidet, zu erkennen ist, kann die Geschichte absolut mit den internationalen Konkurrenten mithalten. Diese ist in sich stimmig und fesselt den Leser. Vor allem der innere Konflikt, in dem sich Shiin befindet, ist höchst interessant zu verfolgen. Den Leser zerreißt es beinahe vor Spannung bei der Frage, wie sich Shiin entscheiden und wie die Geschichte wohl ausgehen wird. Dennoch bleiben viele Fragen offen, wodurch das Finale nicht ganz überzeugen kann. Diese Tatsache ist beim Verlauf der Geschichte wirklich sehr schade.

Die gutherzige Träumerin Hélène und der zwiegespaltene Attentäter mit Herz Shiin sind dennoch eine wirklich spannende und sympathische Kombination.

© Izumi Mikage
Feed me Poison: © 2012 Evelyne Bösch/ Carlsen

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Faster than a Kiss

Name: Faster than a Kiss
Englischer Name:
Originaltitel: Kiss yori mo hayaku
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2007
Deutschland: Tokyopop 2010
Mangaka: Meca Tanaka
Bände: 12 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Faster than a Kiss Band 1Story
Nach dem Tod von Fuminos und Teppeis Eltern, werden die Beiden in der ganzen Familie herumgereicht. Eine Zeit lang kümmerten sich Verwandte um die Beiden, doch dann rissen Fumino und Teppei aus. Unerwartet kommt Fuminos Englischlehrer Kazuma Ojiro ihnen zu Hilfe und macht der 16-jährigen Fumino kurzerhand einen Heiratsantrag. So begann ihr Zusammenleben und dies darf natürlich niemand in der Schule erfahren. Einzig ihr Nachbar Ryu weiß über alles Bescheid. Ryu arbeitet gleichzeitig im Kindergarten des vierjährigen Teppei.

Fumino, Teppei und Kazuma leben wie in einer Wohngemeinschaft zusammen. Er zwingt sie zu nichts, außer zum all abendlichen Cosplay. Fumino kann sich mit diesem Gedanken nicht wirklich abfinden. Schließlich ist ihr Lehrer doch auch nur ein Mann. Selbst nach einigen Wochen hat er seine „Frau“ noch nicht einmal geküsst.

Als Teppei schlafen gegangen ist, macht sie die Betten zurecht. Fumino macht ihm Avancen, doch Kazuma weißt sie ab mit dem Kommentar, dass sie mindestens Körbchengröße C bräuchte, um bei ihm zu landen.

In der Schule hat Kazuma seinen Spaß mit Fumino. Er schreibt ihr kleine Zettel und wartet dann im Unterricht darauf, dass sie vor Wut fast explodiert. In der Pause stellt sie ihn zur Rede. Schließlich ist er derjenige, der den Job verliert, wenn ihr Verhältnis raus kommt.

Kazuma erzählt Fumino nicht viel aus seiner Vergangenheit. Als sie sich mit Ryu unterhält, erfährt sie, dass Kazuma früher ein gefürchteter Rowdy war. Fumino kann sich das nur schwer vorstellen. Zuhause angekommen fällt ihr auf, wie rührend Kazuma sich um ihren kleinen Bruder kümmert.

Faster than a Kiss Band 2In der Schule scheint Fumino seit der Heirat richtig aufzublühen. Früher war sie ein ziemlicher Rowdy und hat ihren Gerechtigkeitssinn mit aller Kraft durchgesetzt. Nun ist sie viel ruhiger geworden und beliebt bei ihren Mitschülern. Nach einer gemeinsamen Spritztour bekommt das junge Glück unangekündigten Besuch von der Ordnungsaufsicht ihrer Schule. Sie können sich noch rechtzeitig im Schrank verstecken und werden von Ryu und Teppei befreit.

In der Schule geht das Gerücht umher, dass Herr Kazuma mit einer Schülerin ein Verhältnis hat. Selbst im Unterricht wird er danach gefragt, aber er bestreitet dies. In der Pause trifft er sich weiterhin mit Fumino auf dem Dach. Sie hält dies zu riskant, da sie weiß wie sehr er seinen Job liebt.

Fumino beschließt Kazuma zu verlassen, bevor er seinen Job verliert. Sie füllt den Scheidungsantrag aus und lässt ihrem kleinen Bruder die Wahl ob er weiterhin bei Kazuma leben möchte. Teppei beschließt seine große Schwester zu beschützen. Sie packen ihre Sachen und Teppei nimmt natürlich sein großes Bonbonglas mit.

Als Kazuma nach Hause kommt und den Scheidungsantrag sieht, bekommt er Angst um die Beiden. Er läuft los, doch er weiß nicht in welche Richtung. Als er auf den Boden schaut, sieht er Bonbons und folgt dieser Spur. Derweilen sind Fumino und Teppei am Bahnhof angekommen. Sie wollen mit dem Zug weg und Fumino freundet sich langsam mit dem Gedanken an, die Schule abzubrechen. Der Zug fährt ein, doch Teppei möchte nicht weg. Er fragt seine große Schwester nach dem Grund, doch sie kann nicht antworten. Wird Kazuma noch rechtzeitig kommen? Wie wird die Geschichte wohl weitergehen?

Eigene Meinung
„Faster than a Kiss“ ist eine süße Geschichte von Meca Tanaka. Es ist ein sowohl witziger als auch bisweilen trauriger Manga. Meca Tanaka erzählt die Geschichte von Fumino, einem verunsicherten und verletzten Mädchen, dass einfach nur auf der Suche nach Liebe ist. Man kann sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Rundum ein Manga der Kategorie Shojo-Comedy, der Spaß macht zu lesen.

Faster than a Kiss: © 2007 Meca Tanaka, Hakusensha / Tokyopop

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FANTASIA

Name: FANTASIA
Englischer Name:
Originaltitel: FANTASIA – Fairy Tail Illustrations
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2012
Deutschland: Carlsen 2013
Mangaka: Hiro Mashima
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 19,95 €

Fantasia - Fairy Tail IllustrationsInhalt:
Mit „Fantasia – Fairy Tail Illustrations“ legt Carlsen das Artbook der beliebten Mangareihe von Hiro Mashima vor. Das Artbook erschien 2012 in Japan und enthält die schönsten und aufwendigsten Zeichnungen zu „Fairy Tail“, von dem bisher 40 Bände vorliegen und die noch immer sehr erfolgreich bei Kodansha erscheint.

Auf den ersten 92 Seiten bekommen Fans der Reihe vorwiegend großformatige, farbige Cover, Magazinillustrationen, Poster und farbige Sonderzeichnungen präsentiert, die sowohl die Hauptfiguren Natsu, Lucy und ihre Freunde, als auch die Gegner der Gruppe „Fairy Tail“ zeigen. Wer schon immer einmal die farbenfrohen, dynamischen Bilder ohne störende Schriftzüge sehen wollte, ist hier an der richtigen Adresse. Hierbei wurde auf eine Sortierung der Illustrationen verzichtet, wodurch die Zusammenstellung ein wneig chaotisch wirkt. Zudem sind einige Bilder (Coverillustrationen) nur relativ klein abgedruckt, was jedoch bei der Menge an Material nicht verwudnerlich ist.

Dem Illustrationsteil schließt sich ein Making-Of der Coverillustration an. Hier erklärt Hiro Mashima sehr detailliert, wie er das Cover des Artbooks gestaltet hat und wie er bei der PC-Colorierung in Photoshop vorgeht. Dieser Part ist auch für angehende Künstler interessant, da der Zeichner durchaus einige interessante Tipps und Hinweise zur digitalen Colorierung gibt.

Unter „Strichzeichnungen“ findet man auf 4 Seiten einige Outlines und Skizzen zu Bildern und Illustrationen. Hier findet man auch sehr anschaulich den Unterschied zwischen reiner Skizze und fertiger Outlines, was durchaus interessant ist. Diesem Teil schließt sich ein ausführliches, interessantes Interview an, in dem Hiro Mashima mehr über seine Illustrationen, der Arbeit mit Photoshop und den Bildmotiven erzählt. Die übliche Bildübersicht mit kurzen Erläuterungen und Kommentaren des Mangakas, sowie eine kurze Danksagung runden „Fantasia – Fairy Tail Illustrations“ ab.

Eigene Meinung:
„Fantasia – Fairy Tail Illustrations“ ist eine gelungene Zusammenstellung der schönsten und gelungensten Werke zu „Fairy Tail von Hiro Mashima. Die deutsche Asgabe von Carlsen ist gelungen, kommt mit Schutzumschlag und festem Einband daher und präsentiert die Illustrationen auf dickem, qualitativ hochwertigem Papier. Es macht Spaß durch das Artbook zu blättern und sich die Bilder anzusehen, selbst wenn man „Fairy Teil“ nicht kennt.

Hiro Mashima hat einen sehr dynamischen, ausdrucksstarken, lebendigen Shonen-Stil, der zu gefallen weiß und der, dank der bunten Gestaltung und der witzigen Grundthemen der meisten Illustrationen, gute Laune verbreitet. Fans der Reihe können bedenkenlos zuschlagen, Shonen-Fan sollten sich dieses Artbook ebenfalls nicht entgehen lassen und allen anderen sei ein Blick in die bunte, chaotische Welt von „Fairy Tail“ ebenfalls ans Herz gelegt. Zu empfehlen.

© Koriko

FANTASIA – Fairy Tail Illustrations: © 2012 Hiro Mashima, Kodansha / Carlsen

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Family Complex

Name: Family Complex
Englischer Name:
Originaltitel: Family Complex
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2000
Deutschland: EMA 2006
Mangaka: Mikiyo Tsuda
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Family ComplexStory
Die Familie Sakamoto besteht aus Mama Nanami (41 Jahre), Papa Hidetoshi (41 Jahre), dem ältesten Sohn Harumi (17 Jahre), der ältesten Tochter Natsuru (16 Jahre), dem zweitältesten Sohn Akira (14 Jahre) und der jüngsten Schwester Fuyuki (10 Jahre). Eins haben alle gemein: Alle haben einen Komplex.

Von der Nachbarschaft wird diese Familie auch „Die schönen Sakamotos“ genannt, denn alle sind außergewöhnlich schön. Nur Akira sticht heraus, denn er ist ein „Normalo“. Und genau das ist sein Komplex. Er erträgt es nicht, dass er der Einzige ist, der eben nicht „schön“ ist. Er glaubt, dass er nicht in die Familie passt und er weiß nicht wo sein Platz ist. Eigentlich hat er keinen Grund sich zu beschweren, denn alle in der Familie lieben ihn und kümmern sich um ihn. Als sie zu seinem Geburtstag essen gehen, dreht er verzweifelt durch, als er mit anhören muss, wie andere Gäste des Restaurants ihn bemitleiden, weil er so normal ist. Er rennt aus dem Restaurant und die gesamte Familie folgt ihm. Sie bauen ihn gemeinsam wieder auf und beseitigen seine Zweifel.

Der älteste Bruder Harumi hat ebenfalls Komplexe, denn er hat keine wirklichen Freunde. Er ist an seiner Schule sehr beliebt und jeder respektiert ihn. Besonders drei seiner Mitschüler behandeln ihn wie einen König. Und trotzdem fühlt er sich eigentlich immer allein, denn die drei fragen ihn nie ob er mitkommen will, wenn sie weggehen.. Dank eines kleinen Tricks seiner Schwester Natsuru sehen die dann ihren Fehler ein und wollen sich bessern.

Bei Natsuru ist es ungefähr der gleiche Komplex. Nur das bei ihr noch dazu kommt, dass sie leider sehr männlich aussieht. Dadurch sehen die Mädchen sie nicht als Mädchen an und die Jungs vergessen, dass sie eigentlich ein Mädchen ist und fragen sie, wen sie von den „Mitschülerinnen“ als Freundin nehmen würde. Das verletzt sie sehr, denn sie weiß nicht zu welchem Geschlecht sie eigentlich gehört. Durch einen kleinen Unfall findet sie doch eine Freundin. Shoko, ein Mädchen, das Natsuru nie aufgefallen war, wird ihre Freundin auch wenn sie sich damit den Neid der anderen auf sich zieht.

Welchen Komplex wird die kleine Fuyuki haben?

Eigene Meinung
Der Manga ist von Mikiyo Tsuda und ist, wie ich finde, ein ziemlich lustiger. Allerdings zeigt der Manga, wie wichtig die Familie und die Freunde sind, um Probleme und Komplexe bewältigen zu können. Außerdem zeigt der Manga, dass hinter einem schönen Schein die selben Probleme stecken können, die wohl jeder irgendwann mal hat.

Vom Zeichenstil her finde ich den Manga gut. Die Personen sind mit Liebe gezeichnet, was man meiner Meinung nach besonders an der kleinsten Schwester sieht. Was mir nicht gefallen hat, ist der Abschnitt über die Netzhautablösung, denn das, finde ich, gehört nicht in einen Manga. Aber das ist meine Meinung. Empfehlen würde ich den Manga für eigentlich jeden. Es gibt nichts was eine Jugendschutzbestimmung braucht.

© Kari

Family Complex: © 2000 Mikiyo Tsuda, Shinshokan / EMA

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Fantamir

Name: Fantamir
Englischer Name:
Originaltitel: Fantamir
Herausgebracht: Korea: Haksan 2004
Deutschland: Tokyopop 2006
Mangaka: Eun-Jin Seo
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Fantamir Band 1Story
Mira soll eines Tages die Hohe Priesterin werden. Durch diese Entscheidung wurden bereits jetzt ihre Freiheiten sehr beschnitten. Doch eines Tages verliert sie, durch die Begegnung mit einem Jungen, ihre Erinnerungen und auch ihre magischen Fähigkeiten. Dies kann sie ihrer Familie nicht erzählen, weil sie Angst hat. Sie versucht aus ihrem „goldenen Käfig“ zu fliehen und reißt eines Tages aus. Ihre Brüder verstehen sie und machen sich sehr langsam auf die Suche nach ihr. Nach zwei Tagen erreicht sie endlich Seoul. Sie ist überrascht, als sie Mädchen in kurzen Röcken sieht und sie staunt über die Hochhäuser. In „ihrer“ Welt, im Tempel, war es völlig anders. Sie ist noch immer erstaunt über diese andere Welt, als sie von einem jungen Mann angerempelt wird.

Zum ersten Mal in ihrem Leben wird sie beleidigt und dies kann sie nicht auf sich sitzen lassen. In wenigen Sekunden hat sie ihm beigebracht, dass man SIE nicht beleidigt. Ihr nächster Gang geht in eine Sushi-Bar, in der sie sich erst einmal satt essen muss. Nach einigen vollen Schüsseln ist sie endlich satt. Am Nebentisch sieht sie einen Jungen, der genauso sein Essen hineinschlingt und einen ebenso großen Hunger zu haben scheint wie sie. Er verlässt jedoch überstürzt die Bar. Die Kellnerin rechnet in diesem Moment schon seine Portionen zusammen.

Was Mira nicht weiß: er hat ihr gesagt, dass Mira sein Essen mitbezahlt. Sie holt also das Sparschwein heraus, welches sie ihrem Bruder gestohlen hat und versucht die hohe Rechnung zu bezahlen. Doch das Geld reicht nicht. Da sie ein Männermagazin, welches unter dem Bett des Bruders versteckt war, genommen hatte, glaubt sie, es hätte einen hohen Wert und möchte damit nun das Essen bezahlen. Die Kellnerin wird natürlich sauer.

In diesem Moment kommt ein junger Mann in das Geschäft, betäubt Mira, wickelt sie ein und bezahlt die Rechnung. Wenig später kommt Mira wieder zu sich und brüllt sofort Tang, so der Name des jungen Mannes, an. Diesem erzählt sie letztendlich, warum sie nicht zurück zu ihrer Familie gehen möchte. Er zeigt Verständnis. Ihre Familie erfährt davon, dass sie vorerst nicht zurückkehren wird. Ihre Mutter schickt ihr daraufhin eine Schuluniform, damit sie wenigstens in Seoul in die Schule gehen kann.

Fantamir Band 2Ihr erster Schultag beginnt. Mira trifft dort ein Mädchen aus ihrer Stufe namens Yuri, die ihr gleich die Schule zeigt. Auf dem Flur treffen sie auf Bari, eine der vier Won-Hwa. Es gibt an der Schule die vier Won-Hwa und deren männliche Pendants: die vier Hwa-Rang, welche sich durch ihre Schönheit, Intelligenz und Herkunft auszeichnen. Bari ist die hochrangigste der Won-Hwa, der alle Schüler Gehorsam entgegenbringen müssen. Yuri zeigt der Neuen den Shindansu, einen über 1500 Jahre alten Baum, um den sich viele Legenden ranken. Mira berührt den Baum und es ist, als wenn einige Geister von ihr plötzlich angezogen werden.

In diesem Moment kommt Bi-Rang, einer der vier Hwa-Rang, zu den beiden Mädchen gesprungen. Er beschützt Mira vor den Geistern, wodurch sie ohnmächtig wird. Er befiehlt Yuri Stillschweigen über das Gesehene und trägt Mira in die Schule. Im Treppenhaus angekommen stößt er auf die vier Won-Hwa. In diesem Moment kommt Mira zu sich. Bari möchte gerne Bi-Rang als Freund haben, doch er sie nicht. Als sie Mira in seinen Armen sieht, zählt sie eins und eins zusammen und glaubt, dass die beiden zusammen sind. Doch so ist es natürlich nicht.

Bari schlägt mit einer Peitsche auf die beiden, um sie zu trennen. Doch Mira fängt das Ende und hält es mit einem entschlossenen Blick fest. Dies gefällt Bari, wodurch sie ein Duell vorschlägt. Der Gewinner bekommt Bi- Rang. In dem Moment tauchen die anderen drei Hwa-Rang auf und erhöhen den Wetteinsatz. Mira soll nun trainiert werden, doch dies scheint nicht so einfach zu werden. Die Won-Hwa tun alles, um Mira und den Hwa-Rang Steine in den Weg zu legen und versuchen es selbst mit Mobbing…

Eigene Meinung
„Fantamir“ ist ein weiteres Werk von Eun-Jin Seo, welche auch die Zeichnerin von „Pfefferminz“ ist. Der Zeichenstil passt gut zu der Geschichte. Jedoch ist es manchmal schwierig die Personen zu unterscheiden, da sie gerne plötzlich die Haarfarbe oder Haarlänge ändert. So hat zum Beispiel Bi-Rang auf dem ersten Bild helle Haare und auf der Abbildung daneben dunkle. Die Geschichte ist gut durchdacht und sehr unterhaltsam. „Fantamir“ ist ein Manhwa des Genres Fantasy und wird besonders für Mädchen ab etwa 13 Jahren empfohlen.

Fantamir: © 2004 Eun-Jin Seo, Haksan / Tokyopop

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Fall in Love Like a Comic!

Name: Fall in Love Like a Comic!
Englischer Name: Fall in Love Like a Comic!
Originaltitel: Manga Mitaina Koi Shitai!
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2003
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Chitose Yagami
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 5,95 €

Fall in Love Like a Comic! Band 1Story
Rena besucht die Mittelschule und hat ein Geheimnis. Sie arbeitet neben der Schule als Mangazeichnerin. Ich Spezialität sind Mädchenmanga. In ihren Geschichten findet man sehr viel Liebe, Romantik und sogar ein wenig Erotik. Und das, obwohl sie selbst noch nie einen Freund hatte. Aber trotzdem hat auch ein unerfahrenes Mädchen sehr viel Fantasie. Nur Renas beste Freundin Yumi weiß von ihrer Arbeit als Mangazeichnerin.

Yumi und Rena unterhalten sich gerade auf dem Schulflur, als von draußen ein lautes Gekreische hinein dringt. Beide schauen aus dem Fenster und entdecken einen Haufen Mädchen, die sich um den Basketballplatz versammelt haben. Sie schauen den Jungs beim Spielen zu. Aber was ist da nur so interessant, dass gleich so viele Mädchen sich das so begeistert ansehen? Einer der Jungs macht gerade einen eleganten Slam Dunk und schon wird das Gekreische noch lauter. Auch Yumi ist diesmal dabei. Sie erzählt Rena, dass das Tomoya Okita ist. Er ist der beliebteste Junge an der Schule, sieht verdammt gut aus und hat schon massenhaft Mädchen abblitzen lassen. Aber gerade das macht ihn noch interessanter.

Rena hat Yumi gar nicht richtig zugehört, denn sie ist gerade dabei den Slam Dunk in einer Skizze festzuhalten. Anschließend erwidert sie nur ganz stolz, dass Tomoya nicht an die Jungs herankommt, die sie in ihren Manga zeichnet. Yumi antwortet nur, dass Rena ja keinerlei Erfahrung mit Jungen hat. Vielleicht sollte sie es doch mal mit einem Jungen versuchen, dass würde sicherlich jede menge Stoff für die nächsten Manga bringen. Rena scheint nicht mal abgeneigt. Diese Idee ist gar nicht so schlecht.

Nach der Schule sitzen Rena und Yumi noch in der Schulbibliothek. Yumi lernt und Rena arbeitet an ihren Entwürfen, denn der nächste Abgabetermin steht schon vor der Tür. Als Rena gerade fertig mit ihren Entwürfen geworden ist, kommen gerade ein paar Jungen herein. Sie schauen auf Renas Zeichnungen und scheinen sogar begeistert zu sein. Rena scheint ja richtig Talent zu haben. Panisch umklammert Rena ihre Zeichnungen und stürmt zum Ausgang der Bibliothek. Weil sie nicht nach oben schaut, läuft sie Tomoya genau in die Arme. Er hält sie fest und Rena empfindet das als sehr angenehm. So ein Gefühl kannte sie bisher nicht. Plötzlich werden ihre Beine weich und sie schmilzt dahin. Yumi schleift sie aus der Bibliothek, denn laufen kann Rena gerade nicht. Sie ist tatsächlich dahin geschmolzen und und daher bewegungsunfähig. Tomoya und seine Freunde fanden diese Reaktion allerdings sehr niedlich.

Fall in Love Like a Comic! Band 2Später ist Rena bei ihrem Verleger, um ihm die Skizzen vorzulegen. Er merkt das Rena etwas angespannt wirkt. Er fragt ob sie endlich einen Freund hätte. Rena reagiert sehr aufgebracht und streitet dies ab. Ihr Verleger erzählt ihr das gleiche wie Yumi. Nämlich das sich das sehr positiv auf ihre Manga auswirken könnte, wenn Rena sich in einen Jungen verlieben würde. Ihre Geschichten sind jetzt schon ziemlich aufregend aber sie könnten dadurch noch an Vielfalt gewinnen. Rena fragt ihn, ob das bei Suzukase auch der Grund sein könnte. Suzukase ist ebenfalls eine Mangaka und Renas großes Vorbild. Der Verleger bestätigt Renas Vermutung. Es könnte wirklich sein, dass Suzukases Manga so schön sind, weil sie selbst verliebt ist. Das ist für Rena Grund genug. Sie wird sich also einen Freund suchen. Nun möchte ihr Verleger aber erstmal ihre aktuellen Skizzen sehen. Nanu…..? Aber wo sind sie? Rena hatte sie doch in ihrer Tasche. Jetzt sind sie weg.

Jetzt fällt ihr ein, dass sie die Skizzen bei dem Zusammenstoß mit Tomoya verloren haben könnte. Hoffentlich hat er sie sich nicht angesehen oder gar gefunden. Panisch läuft sie los in Richtung Bibliothek. Sie hofft sehr, dass die Skizzen noch dort liegen und sie niemand gefunden hat. Denn dieses Mal hat sie eine wirklich erotische Szene gezeichnet. Das wäre so peinlich, wenn sie sich jemand ansehen würde und dann wüsste, das sie die Schöpferin ist. In der Bibliothek angekommen, wartet Tomoya auch schon auf sie. Er meint, dass sie eine ganz schön schmutzige Fantasie hat, lächelt und holt ihre Zeichnungen hervor.

Rena will danach greifen und meint, dass das wichtiges Arbeitsmaterial ist und er es ihr geben solle. Doch Tomoya zieht die Zeichnungen von ihr weg und fragt warum das Arbeitsmaterial ist. Rena möchte es ihm aber nicht sagen. Daraufhin droht er die Zeichnungen in der ganzen Schule herum zu zeigen, wenn sie es ihm nicht verrät. Rena gibt sich geschlagen und erzählt es ihm. Er scheint erstaunt und zugleich begeistert zu sein. Jedoch findet er ihre Geschichten etwas realitätsfern und fragt ob sie jemals einen Freund gehabt hat. Dann redet Rena ohne vorher zu überlegen. Sie fragt Tomoya, ob er mit ihr gehen würde und ihr dabei hilft noch bessere Geschichten zu zeichnen. Als sie diese Frage ausgesprochen hat, wird sie auch schon rot im Gesicht und schämt sich dafür. Doch Tomoya scheint nicht abgeneigt. Er lächelt sie an und willigt ein.

Warum hat Tomoya sich auf dieses Angebot eingelassen? Will er Rena wirklich nur helfen und empfindet er vielleicht wirklich etwas für sie? Wird Rena mit Tomoyas Hilfe wirklich bessere Geschichten zeichnen können?

Eigene Meinung
“Fall in Love like a comic!“ ist ein sehr amüsanter Manga. Die Zeichnungen sind sehr schön, aber auch sehr kindlich gezeichnet. Die Charaktere sind sehr witzig und sofort sympathisch. Die unerfahrene Rena sorgt immer wieder durch ihre Naivität für ein Schmunzeln im Gesicht des Lesers und Tomoya ist einfach zu m Verlieben. Er ist einfach der perfekte Freund. 😉

© AyaSan

Manga Mitaina Koi Shitai!: © 2003 Chitose Yagami, Shogakukan/Carlsen

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