Sie liebt gefährlich

Name: Sie liebt gefährlich
Englischer Name:
Originaltitel: Boku to Senpai no Tekken Kousai
Herausgebracht: Japan: Media Factory 2013
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Story: Shun Narita
Zeichnungen: Osora
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Sie liebt gefährlich Band 1Story
Die süße Schülerin Himeko hat sich mal wieder Hals über Kopf verliebt. Wie eine Stalkerin schmachtet sie ihrem neuen Schwarm hinterher. Dabei hat sie sich nicht in den Prinzen der Schule oder einen berühmten Schauspieler verliebt, sondern in einen Serienmörder! Himeko hat die seltsame Angewohnheit, sich immer in Kriminelle und Straftäter der übelsten Sorte zu verlieben. Wie eine übersinnliche Fähigkeit, schlägt ihr Herz schneller, wenn sie einem Mann begegnet, der ein hohes Maß an Gewaltpotenzial in sich trägt. Dass dieser Mann gefährlich ist, weiß Himeko in dem Moment, wie sie sich verliebt, jedoch nicht. Ihr Mitschüler und Freund Shu ist Himekos Neigung allerdings bestens bekannt. Jedes Mal wenn sie ihm stolz berichtet, dass sie einen neuen Mann anhimmelt, wird er hellhörig. Shu hasst Gewalt nämlich über alles und er hat sich das Ziel gesetzt, all diese Verbrecher hinter Gitter zu bringen.

Dieses Mal ist Himekos Leidenschaft für einen Puppenfanatiker entbrannt. Der Täter zog den Opfern, allesamt bildhübsche Frauen, anmutige Kleider an und erhängte sie anschließend, wodurch das Bild einer wunderschönen, leblosen Puppe entstand. Shu ist klar, dass er diesem Mörder das Handwerk legen muss, bevor er wieder zuschlagen kann. Ein Glück dass er als Geheimwaffe seinen „Spürhund“ Himeko hat.

Neben dem Puppenmörder muss Shu im ersten Band von „Sie liebt gefährlich“ noch einem psychopathischen Friseur, der es auf die Haare seiner Kunden abgesehen hat, und einem religiösen Mörder, der auf den Hälsen der erwürgten Opfer Bibelverse hinterlässt, bekämpfen.

Eigene Meinung
In Zeiten, in denen düstere Geschichten und Nervenkitzel wieder groß angesagt sind, trifft „Sie liebt gefährlich“ genau ins Schwarze. Die einzelnen makaberen Storys werden geschickt verpackt und durch Himeko etwas aufgelockert. Insgesamt ist die Idee, dass sich ein süßes, beinahe unschuldiges Mädchen, immer in die niederträchtigsten Menschen verliebt, sehr kreativ. Allein durch dieses Grundkonstrukt wird das Interesse der Leser schon geweckt.

Sie liebt gefährlich Band 2Himeko und Shu sind zwei sehr vielschichtige Charaktere. Man bekommt unweigerlich das Gefühl, dass beide etwas verbergen. Besonders Shu wirkt beinahe schizophren, denn gegenüber Himeko ist er ein normaler Junge und Schulkamerad, doch gegenüber Verbrechern nimmt er keine Rücksicht auf Verluste. Zudem verkündet er offen, dass er Gewalt verabscheut, auf der anderen Seite geht er gegen die Täter aber mit brachialer Gewalt vor. Dieser Widerspruch ist für den Leser etwas befremdlich und verwirrend. Wohingegen Shu eher verschlossen und unauffällig ist, ist Himeko mit ihrer aufgedrehten und sorglosen Art das genaue Gegenteil.

Zeichnerisch wurde „Sie liebt gefährlich“ sehr gut umgesetzt. Vor allem Himeko wird als kleine süße Lolita, mit niedlichen Kleidern, dargestellt, was auf den ersten Blick mit der Geschichte unvereinbar erscheint. „Sie liebt gefährlich“ spielt also eindeutig mit Gegensätzen.

Die einzelnen Geschichten des ersten Bandes können separat betrachtet werden und sind durchaus spannend. Leider ist „Sie liebt gefährlich“ im Kapitel 3 „Der Würgeengel“ etwas über die Stränge geschlagen, da hier eine weitere Person auftaucht, die den Selbstmord verherrlicht und den Tod als erstrebenswert erachtet. Die oft noch jungen Leser könnten damit eine falsche Botschaft erhalten, was ich für besorgniserregend ansehe.

Bleibt abzuwarten, wie sich diese Person in den Folgebänden entwickelt und welche Moral der Geschichte übrig bleibt.

Insgesamt ist „Sie liebt gefährlich“ spannend, mysteriös und durch viele humorvolle Einlagen von Himeko und ihrem Butler durchaus unterhaltsam.

© Izumi Mikage
Sie liebt gefährlich: © 2013 Shun Narita/ Osora, Media Factory/ Tokyopop

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Fading Colors

Name: Fading Colors
Englischer Name:
Originaltitel: Fading Colors
Herausgebracht: Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Nightmaker
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Fading ColorsStory:
In der Welt der Katzenmenschen besteht eine feste Hierarchie: Reinblüter, sprich einfarbige Katzen stehen an der Spitze; Gefleckte, sprich mehrfarbige gehören zur untersten Gesellschaftsschicht, die zumeist verachtet und gehasst wird. Der junge Kater Alik gehört zu den gefleckten und hat es seit jeher nicht leicht. Schwieriger wird es für ihn, als er während einer Flucht den Reinblüter Tavis über den Haufen rennt und sein Handy verliert. Darauf sind einige prekäre Bilder, die Tavis‘ Neugier wecken. Bei ihrem nächsten Aufeinandertreffen erhält Alik zwar sein Handy wieder, doch Tavis entpuppt sich als unerwartet hartnäckig, möchte er doch die Welt des Gefleckten kennenlernen. Ohne es verhindern zu können, hat Alik einen neuen Begleiter und lernt Tavis während ihrer Streifzüge besser kennen. Dabei erkennt er, dass nicht alle Reinblüter so hasserfüllt sind, wie er dachte und dass Tavis noch ein unschönes Geheimnis umgibt …

Eigene Meinung:
Mit dem Manga „Fading Colors“ legt die deutsche Mangaka Nightmaker ihr Debüt bei Tokyopop vor. Dabei hat sie sich für das beliebte Boys Love Genre und Catboys entschieden, die sie in einem Einzelband zu einer kurzweiligen Geschichte verwebt.

Inhaltlich bietet „Fading Colors“ mehr, als man auf den ersten Blick denkt. Die Hintergrundgeschichte ist nicht uninteressant, gerade was die Welt der Katzenmenschen anbelangt und die fellveränderten Drogen, die am Rande eine große Rolle spielen. Allerdings verschenkt Nightmaker hier einiges an Potenzial, da viele Dinge nur oberflächlich behandelt werden. Die Hauptkonzentration des Mangas liegt auf dem Anfreunden und Näherkommen von Alik und Tavis, die natürlich über die allgemeinen Unterschiede und Unterschiede ihrer Rassen erhaben sind. Dabei entwickelt sich nach dem ersten Kennenlernen die Beziehung der Beiden fast zu schnell, da sie binnen kürzester Zeit miteinander im Bett landen. Wenigstens verzichtet die Mangaka auf allzu ausufernde Liebesgeständnisse, doch es fehlt das wirkliche Ausarbeiten der Probleme, die die beiden haben müssten. Sicher, es kommt zu rassistisch gefärbten Angriffen (sowohl seitens der Gefleckten gegenüber Tavis, als auch seitens der Reinblüter), aber diese werden schnell beigelegt oder abgewendet. Auch das Ende und die Aufklärung von Tavis‘ Geheimnis kommt ein wenig schnell und wird zu leicht abgearbeitet. Das ist sehr schade, da man mit mehr Seiten mehr Tiefgang hätte liefern können.

Die Charaktere entsprechen den üblichen Stereotypen: Alik ist zumeist auf Krawall gebürstet, ein Straßenkämpfer und um jüngere Gefleckte besorgt; Tavis ist der Junge aus gutem Hause, der in einer anderen Welt lebt und kaum etwas vom harten Leben auf der Straße weiß. Beide sind extrem gegensätzlich, was natürlich für Spannungen zwischen ihnen sorgt und eine passende Grundlage liefert, um die beiden Catboys zusammen zu bringen. Versierten Boys Love Lesern bietet sich wenig Neues: Nightmaker hält sich an die üblichen Genrefestlegungen.
Ansonsten lernt man die übrigen Nebenfiguren kaum kennen. Die meisten sind nur da, um die Geschichte voranzutreiben, oder bilden den Rahmen für Alik und Tavis, um passend handeln zu können.

Stilistisch ist „Fading Colors“ durchaus gelungen – Nightmaker hat einen soliden Stil, der jedoch verbesserungswürdig ist. Hin und wieder kommen die Figuren ein wenig steif daher, insbesondere bei den Actionszenen wirken die Katzenmenschen recht schablonenhaft. Auch sind die Gesichter ein wenig gewöhnungsbedürftig, gerade bei der Frontalansicht stimmen die Gesichtszüge selten und wirken verzeichnet. Am wenigsten können die anderen Figuren überzeugen: seien es die Kinder, Tavis‘ Eltern oder die übrigen Nebencharaktere – sie wirken alle unsauber und seltsam. Gerade ältere Menschen liegen Nightmaker überhaupt nicht, was man ganz besonders an Tavis‘ Vater merkt. Hier zeigen sich die Schwächen des Mangastils der Künstlerin.

„Fading Colors“ ist ein netter Boys Love Manga, der eine Menge Potenzial nach oben hat, jedoch nur wenig wirklich ausreizt. Das liegt vorwiegend an den stereotypen Charakteren und der Tatsache, dass natürlich die Beziehung zwischen Tavis und Alik im Vordergrund stehen muss, anstatt die Grundidee auszubauen. Auch stilistisch ist Nightmakers Debüt verbesserungswürdig, doch es ist auch hier Potenzial vorhanden, dass es auszubauen gilt. Wer Catboys und Boys Love mag, sollte einen Blick riskieren, ebenso Leser, die gerne deutsche Mangaka unterstützen.

© Koriko

Fading Colors: © 2015 Nightmaker, Tokyopop

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Wet Moon

Name: Wet Moon
Englischer Name:
Originaltitel: Wet Moon
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2012
Deutschland: Carlsen 2015
Mangaka: Atsushi Kaneko
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 19,90 €

Wet Moon 1Story:
Satas erster großer Mordfall endet in einer Katastrophe – nicht nur entwischt ihm die Täterin zwei Mal hintereinander, bei einem Unfall trägt er eine Verletzung am Kopf davon, die ihm fortan extrem zu schaffen macht: Erinnerungslücken, Halluzinationen und Black Outs machen ihm das Leben zur Hölle, ebenso seine Kollegen, die mit seinen Spleens nur wenig anfangen können. Während er sich an der Fahndung nach der Mörderin Kiwako Komiyama festbeißt und auf eigene Faust Plakate erstellt und in den Straßen der Stadt aushängt, gerät er über seinen korrupten Partner Mori in die „dunkle Seite der Welt“, in der leichte Mädchen, Alkohol und Vergnügen das Leben riskieren. Nach und nach fällt es Sata immer schwieriger Realität und Einbildung auseinander zu halten, denn seine Jagd nach Komiyama ist schon längst zur Obsession geworden …

Eigene Meinung:
Der 3-bändige Comic „Wet Moon“ stammt aus der Feder Atsushi Kanekos und erhielt 2014 den französischen Kritikerpreis. Er ist gänzlich im Krimi Noir Stil gehalten und gehört weniger der Manga-Kategorie an, als den Graphic Novels, was sich auch an der Käuferschicht zeigt, die zu diesem ungewöhnlichen Werk kaufen. So greifen, laut Autor, vorwiegend Leser zu „Wet Moon“, die eigentlich keine Mangas und Comics lesen. Interessant ist auch die Tatsache, dass „Wet Moon“ ursprünglich parallel verfilmt werden sollte und man eine Veröffentlichung des Streifens im Anschluss der Mangas plante, was jedoch leider nicht zustande kam.

Die Geschichte ist zu Beginn sehr verworren, da die Handlung oftmals springt und man ein wenig braucht, um zu verstehen, warum es keinen kontinuierlichen Handlungsbogen gibt. Erst nach und nach erkennt man, dass dies an Sata liegt, der oftmals Erinnerungslücken und Black Outs hat, und dementsprechend viele Dinge nicht mitbekommt oder versteht. Zwar kommen immer wieder Szenen vor, die nicht aus Satas Perspektive erzählt werden, doch wirklich viel Wet Moon Band 2erfährt man auch in diesen Passagen nicht. Dazu lässt Atsushi Kaneko zu viel im Dunkeln und deckt erst nach und nach die Hintergründe auf, um Erklärungen für die seltsam verworrene Geschichte zu liefern. In Band 1 erfährt man dementsprechend wenig, fühlt sich ähnlich orientierungslos wie der Held, der immer weniger versteht und immer paranoider wird.

Man fühlt sich mit einem gewaltigen Puzzle konfrontiert, dessen Gesamtheit man nicht einmal erahnen kann. Dies sorgt durchaus für Spannung und Dynamik, man braucht allerdings ein wenig, um sich auf die ungewöhnliche Geschichte einzulassen. Wer Krimi Noir und Mystery mag wird es hierbei leichter haben, da auch die Charaktere den üblichen Genrevorgaben entsprechen. Sata ist der unwissende, verzweifelte und verwirrte Held, dem man übel mitspielt und der nicht in der Lage ist, die Zusammenhänge zu erfassen. Sein Partner Mori gibt den typischen unangenehmen und korrupten Polizisten ab, der seine eigenen Geheimnisse hat. Die übrigen Figuren tauchen nur kurz auf, sind jedoch ähnlich authentisch und realistisch wie Sata und Mori.

Stilistisch hat Atsushi Kaneko einen sehr harten, soliden Stil, der durch reine schwarz/weiß Bilder besticht und keinerlei Rasterfolie oder Schraffuren besticht. Schatten werden, wenn überhaupt vorhanden, generell als schwarze Flächen dargestellt, was für einen sehr kontrastreichen Effekt sorgt, farbige Seiten (oder Cover) sucht man vergeblich. Zudem legt der Zeichner Wert auf Realismus – die Figuren sind individuell gestaltet und können leicht unterschieden werden, Hintergründe werden sehr detailliert ausgearbeitet und sorgen für einen stimmungsvollen Rahmen.

„Wet Moon“ ist ein ungewöhnliches Werk, das vor allem erwachsene Leser anspricht, die ein Faible für realistische Zeichnungen und Handlungen im Film-Noir-Thriller-Stil haben. Atsushi Kaneko legt eine düstere und schwer durchschaubare Trilogie vor, die sowohl unterhält, als auch zum miträtseln einlädt und an Spannung einiges zu bieten hat. Wer japanische Comics abseits des Genre-Mainstream sucht, ist mit „Wet Moon“ gut beraten. Empfehlenswert.

© Koriko

Wet Moon: © 2012 Atsushi Kaneko, Kadokawa / Carlsen

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EMA Sommerprogramm 2016

EMA-LogoEMA hat gestern das komplette Sommerprogramm 2016 angekündigt:

Mystery:
Another +Zero von Yukito Ayatsuji & Hiro Kiyohara – Einzelband im März
Detektiv Conan – Shinichi returns von Gosho Aoyama – Einzelband im September
Draw (OT: „Draw – Majo no Nemuru Umi de“) von Chaco Abeno & Saki Okuse – 3+ Bände ab Mai
Werewolf Game (OT: „Jinroh Game“) von Ryo Kawakami & Koudo – 3+ Bände ab April
ZOMBIE-LOAN von Peach-Pit – 13 Bände ab April

Fantasy:
Paranormal High School (OT: „Atsumare! Gakuen Tengoku“) von Mikiyo Tsuda – 3 Bände ab Juni

Action:
Corpse Party – Another Child von Makoto Kedouin & Shunsuke Ogata – 3 Bände ab Juli
High Rise Invasion (OT: „Tenkuu Shinpan“) von Takahiro Oba & Tsuina Miura  – 5+ Bände ab Juni
Last Hero Inuyashiki (OT: „Inuyashiki“) von Hiroya Oku – 9+ Bände ab Mai
UQ Holder! von Ken Akamatsu – 6+ Bände ab März

Romance:
A Silent Voice (OT: „Koe no Katachi“) von Yoshitoki Ooima – 7 Bände ab Juli
Daisy aus Fukushima (OT: „Daisy – 3.11 Joshikouseitachi No Sentaku“) von Reiko Momochi, Teruhiro Kobayashi, Darai Kusanagi & Tomoji Nobuta – Einzelband (2in1 Band) im Februar
Jimikoi – Simple Love (OT: „Jimikoi“) von Ema Toyama – Einzelband im September
Love Hotel Princess (OT: „Watanuki-San Ni Wa Boku Ga Tarinai“) von Ema Toyama  – 2+ Bände ab Juni
Shinobi Quartet (OT: „Shinobi Shijuusou“) von Tohru Himuka – 3+ Bände ab Mai

Boys Love:
110 – Keine Nummer unter diesem Anschluss (OT: „110 – Ban wa uketsukemasen!“) von Kyo Kitazawa  – Einzelband im April
Kuroneko – Fang mich! (OT: „Kuroneko Kareshi no Aishikata“) von Aya Sakyo – 2 Bände ab Juni
Kuroneko – Streichel mich! (OT: „Fukigen Kareshi no nadamekata“) von Aya Sakyo – Einzelband im September
Kuroneko – Zeig’s mir! (OT: „Nekoka Kareshi no ayashikata“) von Aya Sakyo – Einzelband im Mai
Love Fever (OT: „Koisuru Futari no Taion“) von Papiko Yamada – Einzelband im April

Hier findet ihr die Monatsübersicht!

Quelle: EMA Forum

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Wolf Girl & Black Prince

Name: Wolf Girl & Black Prince
Englischer Name:
Originaltitel: Ookami Shojo to kuro Ohji
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2011
Deutschland: KAZÉ 2015
Mangaka: Ayuko Hatta
Bände: 16 Bände
Preis pro Band: 6,95 €
Wolf Girl and Black Prince Band 1Story

Die 16 jährige Erika Shinohara hatte bisher noch nie einen Freund. Dabei ist das in ihrer Schule gerade total angesagt. Auch ihre beiden Klassenkameradinnen Marin und Aki können nicht genug spannende Beziehungsgeschichten hören. Daher verstrickt sich Erika in ein Geflecht aus Lügen, als sie von ihrem perfekten und gutaussehenden Freund erzählt – inklusive aller interessanten Details über ihr nächtliches Liebesleben.
Damit der Schwindel nicht auffliegt, hat Erika sogar ihre beste Freundin Ayumi involviert, die für sie den Freund spielt – zu mindestens am Telefon. Ein Bild, geschweige denn eine reale Person, haben Marin und Aki bisher noch nicht zu Gesicht bekommen, wodurch beide zunehmend misstrauischer werden.

Erika muss sich also schnell etwas überlegen, damit sie nicht als Lügnerin enttarnt wird. Wenn sie doch nur ein Foto ihres angeblichen Freundes vorzeigen könnte… Als Erika dann in der Stadt einen attraktiven Jungen sieht, wittert sie die Gelegenheit. Sie knippst mit ihrem Handy (leider mehr als auffällig) ein Foto von dem Unbekannten und präsentiert es am nächsten Tag stolz den beiden Klatschweibern. Jedoch hätte Erika nicht damit gerechnet, dass die beiden Freundinnen den Jungen auf dem Foto erkennen und dass dieser zu allem Überfluss auch noch in die Parallelklasse geht. Der Junge auf dem Foto ist Kyoya Sata, der allseits beliebte Prinz der Schule. Erikas Entsetzen ist groß. Was soll sie nur tun, wenn sich nun herausstellt, das Kyoya gar nicht ihr Freund ist. Erika muss schnell etwas unternehmen und mit ihm reden, auch wenn es noch so unangenehm ist.

Daher schnappt sie sich Kyoya bei der nächsten Gelegenheit in der Pause und bittet ihn um ein Gespräch. Als sie die peinliche Lage erklärt, scheint er gar nicht so überrascht, geschweige denn sauer. Er willigt ein, ihr zu helfen und sich als ihr Freund auszugeben. Erika kann ihr Glück kaum fassen. Kyoya ist wahrlich ein Gentleman.

Doch wenn sich Erika da mal nicht getäuscht hat. Denn im nächsten Moment macht Kyoya auch schon klar, was er als Gegenleistung für seine Dienste erwartet. Er verlangt nicht weniger, als die absolute Gehorsamkeit eines Hundes von ihr. Ab sofort muss Erika alles tun, was er sagt, ohne Wenn und Aber. Den perfekten Freund hatte sich Erika natürlich anders vorgestellt.

Wolf Girl and Black Prince Band 2Eigene Meinung
Mit „Wolf Girl & Black Prince“ erscheint ein weiterer klassischer Shojo-Manga auf dem deutschen Markt. Die Kombination aus einem Mädchen, das um jeden Preis ein Geheimnis bewahren möchte und einem Jungen, der bei allen beliebt ist aber in Wahrheit gar nicht so nett ist, wie er vorgibt, ist allerdings keine Weltneuheit. Daher erinnert die Grundgeschichte zwischen Erika und Kyoya ein wenig an Serien, wie „Maid Sama“ oder „Strobe Endge“.

Dennoch baut „Wolf Girl & Black Prince” Spannung auf und erlangt mit gezielten romantischen Handlungssträngen, die Begeisterung der Leser.

Der Zeichenstil von „Wolf Girl & Black Prince“ ist niedlich und passend zur Handlung. Die Zeichnungen sind allerdings auch etwas einfach gehalten. So wird an Hintergründen oft gespart und Highlights in den Haaren sieht man lediglich bei Erika. Sonst fehlt es dort an Schattierungen und Effekten. Auch die Augen fallen des Öfteren durch die simple Darstellung auf. Sie wirken dadurch „seelenlos“ und leer.

Wiederum überzeugt die Handlung auch durch Slapstick-Einlagen, die zu guter Letzt vor allem durch die humorvolle zeichnerische Umsetzung erst richtig lustig werden. Die verschiedenen Gesichtsausdrücke von Erika sind äußerst unterhaltsam und bringen den Leser zum Schmunzeln.

Der erste Band von „Wolf Girl & Black Prince“ lässt einen Hauch Romantik aufblitzen und zeigt dem Leser, in welche Richtung die Handlung gehen wird, auch wenn der Fokus zunächst mehr auf Comedy liegt. Die Charaktere schließt man schnell ins Herz und fiebert bei der Entwicklung der Geschichte mit. Viele Shojo-Fans dürften an dieser Serie ihre Freude haben.

© Izumi Mikage

Wolf Girl & Black Prince: © 2011 Ayuko Hatta, Shueisha/ KAZÉ

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Weitere Manga KAZÉ Sommerprogramm 2016

KAZE_LogoKAZÉ haben mit dem heutigen Newsletter weitere Titel für das Sommerprogramm 2016 angekündigt. Es folgen demnächst noch weitere Ankündigungen.

  • Seraph of the End (OT: „Owari no Seraph“) von Takaya Kagami, Yamato Yamamoto und Daisuke Furuya – 9+ Bände ab April für je 6,95 €
  • Maria the Virgin Witch (OT: „Junketsu no Maria“) von Masayuki Ishikawa – 3 Bände ab September für je 6,95 €
  • Midnight Spell (OT: „Majo no Biyaku“) von Tomu Ohmi – 5 Bände ab Mai für je 6,95 €
  • Rutta & Kodama (OT: „Rutta to Kodama“) von Youko Fujitani – 3 Bände ab Mai für je 6,95 €

Quelle: KAZÉ Newsletter

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Manga News Nr. 599

manga news herbstDiese Woche gibt es drei neue Reviews:
Akuma no Riddle
Fesseln der Liebe
Ghost Tower

Carlsen_Manga_LogoCarlsen hat die November-Neuheiten veröffentlicht:
Attack on Titan – Before the Fall 3
Blast Of Tempest 9
Fairy Tail 41
He’s my Vampire 10
Kleine Katze Chi 7
Naruto the Movie: Die Legende des Steins Gelel 2
Naruto: Jinraiden – Der Tag des Wolfes (Nippon Novel)
One Piece 76
Ousama Game Extreme 2
Schneeballens Fall
Skull Party 4
Sprite 8
The Book of List – Grimm’s Magical Items 4
Yamada-kun & the seven Witches 9

Verschiebungen:
ATTACK ON TITAN – INSIDE -> Dezember (Neudruck wg. falscher Bindung nötig)
BILLY BAT 12 -> Dezember (Coverapproval verzögert)
FESSELN DES VERRATS, Band 12 -> unbestimmt (ET in Japan offen)
HYBRID CHILD -> Dezember (Coverapproval fehlt noch)
JUNJO ROMANTICA 18 -> Dezember (Coverapproval fehlt noch)
MIMIC ROYAL PRINCESS, Band 3 -> Dezember (redaktionell neu getaktet)
ONE PIECE Z 1 -> Dezember (Genehmigung aus Japan verzögert)
ONE PIECE Z 2 -> Januar (redaktionell verschoben wg. Band 1)
SCHATTENARIE 2 -> Dezember (Originalausgabe, Kreation verzögert)
SOUL EATER NOT! 5 -> Dezember (redaktionelle Verzögerung)

One Piece Band 79Japanische Manga-Charts vom 12. bis 18. Oktober 2015 von Oricon
01. One Piece #79
02. Seven Deadly Sins #17
03. Ore Monogatari!! #10
04. The Heroic Legend of Arslan #4
05. Chihayafuru #29
06. Magi – The labyrinth of magic #27
07. Omoi, Omoware, Furi, Furare #1
08. Suki-tte Ii na yo. #15
09. Assassination Classroom #16
10. Magi: Sinbad no Bōken #8

Quelle: www.oricon.co.jp

Naruto Band 72 engUS-Amerikanische Manga-Charts vom 11. bis 17. Oktober 2015 von der New York Times
01. Naruto #72
02. Deadman Wonderland #11
03. Tokyo Ghoul #1
04. Tokyo Ghoul #2
05. Kamisama Kiss #19
06. Yu-Gi-Oh! 5D’s #8
07. Assassination Classroom #6
08. Noragami #7
09. Shokugeki no Sōma #8
10. One-Punch Man #1

Quelle: nytimes.com

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Fesseln der Liebe

Name: Fesseln der Liebe
Englischer Name:
Originaltitel: Anoko no, Toriko
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2014
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Yuki Shiraishi
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Fesseln der Liebe 1Story
Als kleine Kinder haben sich Yori, Subaru und Shizuku geschworen gemeinsam berühmte Stars zu werden. Yori ist als Kind mit seiner Familie weggezogen. Nach einigen Jahren kehren sie allerdings wieder zurück. Yori ist ein ziemlich unscheinbarer Typ mit Brille. Und seinem ersten Tag an der Schule erfährt er, dass auch Subaru und Shizuku auf diese Schule gehen. Die beiden sind inzwischen Stars in der Film- und Modebranche.

Yori ist wenig begeistert, denn er war lange in Shizuku verliebt und hatte gehofft sie niemals wieder zu sehen. Und ausgerechnet ihr läuft er im Flur gleich über den Weg. Sie erkennt ihn sofort und verpasst ihm eine. Und zwar deswegen, weil er damals ohne ein Wort weggezogen ist und such air damals nie gemeldet hat. Zur Strafe soll er nun einen Tag lang ihr Manager sein.

Sie drückt ihm den Vertrag und die Projektbeschreibung für Ihren nächsten Job in die Hand. Es ist ein Werbespot für Unterwäsche. Yori ist ziemlich erschrocken und fragt sie, ob es okay für sie sei. Shizuku meint nur, das es zwischen Unterwäsche und Bikini ja kaum einen Unterschied gäbe. Im Studio sucht Yori sie nun, weil die Aufnahmen bald losgehen. Er findet sie auf dem Dach und zwar sehr in sich gekehrt. Sie murmelt vor sich hin, dass sie das schon schaffen würde. Auch in Unterwäsche. Das ist gar nicht so schlimm.

Yori erinnert sich. Das Mädchen das er immer geliebt hat, ist stark wie eine Amazone. Aber manchmal auch ein kleiner Feigling. Und sie hat sich nicht verändert. Muntert sie auf so wie er s früher getan hat und gewinnt ihr ein Lächeln ab. Mehr wollte er nie. Immer nur ein Lächeln von ihr.

Gemeinsam gehen sie nun in den Aufnahmeraum. Dort erfährt sie nun, dass das männliche Model keine Aufnahmen im ihr machen möchte, da er sein eigenes mitgebracht hat. Yori funkt jedoch dazwischen und verweist auf den Vertrag. Shizuku würde eine hohe Summe Schadensersatz erhalten. Und außerdem soll das Model im Werbespot Reinheit ausstrahlen. Und dafür wäre Shizuku um einiges besser geeignet als das komische Weib, dass er da mitgeschleppt hat.

Fesseln der Liebe 2Diese Aussage hat wohl gesessen, denn das Model stürmt weinend hinaus und der männliche Part gleich hinterher. Der Werbespot wird nun doch mit Shizuku gedreht. Für die männliche Rolle bietet Yori sich an.

Wird das Shooting erfolgreich? Vielleicht sorgt Yori ja für eine Überraschung.

Eigene Meinung

Yuki Shiraishi erfreut uns hier mit einer tollen romanischen aber auch sehr lustigen Liebesgeschichte. Die Story ist zumindest im ersten Band schon leicht berechnend und wenig überraschend, wenn man viele Mangas aus dem Genre liest. Jedoch ist es eine sehr schöne Geschichte die sich trotzdem lohnt. Die Zeichnungen alleine sind es schon wert durch den Manga zu zulegen.

Anoko no, Toriko: © 2014 Yuki Shiraishi, Tokyopop/Shogakukan

 

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Ghost Tower

Name: Ghost Tower
Englischer Name: Ghost Tower
Originaltitel: Yureito
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2011
Deutschland: Carlsen 2015
Mangaka: Taro Nogizaka
Bände: 9 Bände
Preis pro Band: 7,95 €

Ghost Tower Band 1Story
Im Japan des Jahres 1954 führt der Mittzwanziger Taichi Amano das Leben eines Losers. Ohne Arbeitsstelle oder reguläres Einkommen muss er sich ständig mit seiner Vermieterin rumschlagen und nach und nach seine geliebte Sammlung Erotik-Hefte versetzen, um nicht am Hungertuch zu nagen.

Eines Tages trifft er aus Zufall seine ehemalige Schulkameradin Megumi Hanazono wieder, die inzwischen erfolgreich als Journalistin bei einer Nachrichtenagentur arbeitet und mit dem gemeinsamen Klassenkameraden Tatsuhiko verlobt ist. Taichi, der Megumi insgeheim immer schon mochte, fühlt sich unterlegen und chancenlos gegenüber dem finanziell bestens ausgestatteten Tatsuhiko. Spontan schwindelt er dem Paar vor, er werde demnächst eine große Erbschaft antreten und selbst reich werden.

Zur Überraschung aller taucht plötzlich ein junger Mann auf, der die hanebüchene Geschichte deckt und sich als Chauffeur ausgibt. Außerdem gibt der Fremde Taichi noch den Tipp, dass beim sogenannten „Geisterturm“ ein Hausmeister gesucht wird. Also stattet Taichi dem Turm einen Besuch ab. Prompt wird er niedergeschlagen – und findet sich schnell an die Uhrzeiger des Turms gefesselt wieder. Mit jeder Minute, die vergeht, biegt sich sein Körper weiter. Gerade noch rechtzeitig, bevor seine Knochen brechen, taucht der junge Mann wieder auf und rettet Taichi das Leben.

Doch diese Hilfe hat ihren Preis. Denn Tetsuo, der Fremde, hat große Pläne, für die er einen Komplizen braucht. Neben vielen Gefahren besteht für Taichi aber auch die Chance auf viel Geld. Geld, um Megumi für sich zu gewinnen? So lässt sich Taichi auf den Deal ein und taucht unversehens in einen Strudel aus Lügen, Gewalt und übersinnlicher Ereignisse ein. Alles scheint sich um den mysteriösen Geisterturm zu drehen, in dem 1952 eine Frau auf grausame Weise ermordet wurde…

Ghost Tower Band 2Eigene Meinung
Mit „Ghost Tower“ von Taro Nogizaka hat Carlsen ein dezent gruseliges Drama in den deutschsprachigen Raum gebracht. Ein simpler, etwas übernatürlicher Kriminalfall allein genügt dem Autor aber nicht. Er entspinnt ein Netz aus zahlreichen Handlungsfäden mit Figuren, die (mit Ausnahme des Protagonisten Taichi) alle Geheimnisse haben, die offen dargestellt oder zumindest angedeutet werden. Der titelgebende Geisterturm bildet das Zentrum, den Dreh- und Angelpunkt der Handlung, der versucht alle diese Stränge miteinander zu verknüpfen. Ein ambitioniertes Vorhaben, das bereits im Verlauf des ersten Bandes wieder etwas zurückgefahren wird. Stattdessen bildet der undurchsichtige Tetsuo einen weiteren Fokus der Geheimnisse.

Optisch fallen insbesondere die Hintergründe mit Nachkriegs-Architektur, die sauber strukturierte Panel-Aufteilung sowie das typisch japanische Geisterdesign vor dem sonst klassischen Stil auf.
Nach der Lektüre des ersten Bandes kann man kaum erahnen, wohin die Reise gehen wird. Für Fans solcher Mystery-Serien ist „Ghost Tower“ ein Kauf wert.

© Rockita

Ghost Tower: © 2011 Taro Nogizaka Shogakukan / Carlsen

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