Bloom into you

Name: Bloom into you
Englischer Name: Bloom into you
Originaltitel: Yagate Kimi ni Naru
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Nio Nakatani
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Yu liest zwar gern Shojomanga und glaubt zu verstehen wie die Liebe sein sollte, aber im Grunde versteht sie nichts davon. Als ihr ein Junge seine Liebe gesteht, sind da keine Schmetterlinge im Bauch und auch sonst ist es ihr eher peinlich, als das sie sich geschmeichelt fühlt. Aber wie gibt man jemanden einen Korb?

Dies erlebt sie dann hautnah mit, als sie sich dem Schulkommitee anschließt und ihre Mitschülerin Nanami dabei beobachtet, wie sie einen Verehrer abweist. Die Beiden kommen sich danach näher, zumal auch ihre Mitschülerin noch nie verliebt gewesen war und dieses auch gar nicht zu wollen scheint. Somit sieht Yu einige Parallelen zu sich.

Doch dann gesteht ihr Nanami, dass sie sich in Yu zu verlieben beginnt. Allerdings erwartet sie darauf keine Erwiderung! Erwachen nun auch Yus Gefühle oder bleibt es nur eine einseitige Liebe?

Eigene Meinung
„Bloom into you“ ist ein wirklich gefühlsbetonter Manga, der sich mit dem Thema der ersten Liebe und deren widersprüchlichen Gefühle beschäftigt.

Der Geschichte wird viel Raum gegeben um sich zu entwickeln, dies tut dem Manga auch wirklich gut. Gerade Yu ist schon fast was die Liebe angeht ein wenig gefühlskalt und taut erst nach und nach auf. Wohingegen Nanami mit den Gefühlen für ihre Mitschülerin schon etwas überfordert zu sein scheint. Interessant ist auch zu sehen, dass eine weitere Mitschülerin namens Saeki wohl ein Auge auf Nanami geworfen hat. Wie wird Yu mit Konkurrenz wohl umgehen! Spannend bleibt es auf jeden Fall!

Zeichnerisch fand ich den Manga ebenfalls sehr gut, auch wenn die Mädchen wie immer recht stereotyp sind. Da würde ich mir manchmal ein wenig mehr Kreativität in der Gestaltung wünschen.

Zum Manga erschien 2018 in Japan auch noch eine Animeserie mit 13 Folgen. Bisher erschien er weder als Stream noch zum Kauf in Deutschland!

Die Altersempfehlung liegt bei 14 Jahren und ist passend gewählt, da das Thema gleichgeschlechtliche Liebe und deren Irrungen und Wirrungen in diesem Alter schon gut zu verstehen ist.

Da es so wenig Shojo-ai Manga in Deutschland gibt, sollte man sich „Bloom into you“ nicht entgehen lassen!

Bloom into you: © 2015 Nio Nakatani, Kadokawa/ Carlsen

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Ich will dich weinen sehen

Name: Ich will dich weinen sehen
Englischer Name:
Originaltitel: Watashi wa kimi o nakasetai
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2017
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Aya Fumio
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 7,00 €

Story
Die Oberschülerin Yoh gibt in der Schule das freundliche Muster-Mädchen. Sie ist hilfsbereit und achtet auf ihr Äußeres. Ihre heimliche Leidenschaft, den Film, hält sie vor den meisten Leuten geheim. Eines Tages trifft sie im Kino auf die rebellische Eigenbrötlerin Hana Kojima  aus ihrer Klasse. Die läuft ungekämmt und mit Bomberjacke herum und ist nur gelegentlich in der Schule. Zu Yohs großer Überraschung erweist sich Kojima nicht nur ebenfalls als Filmfan, sondern auch noch als sehr nahe am Wasser gebaut. Ein rührseliger Film reicht aus, um sie hemmungslos weinen zu lassen.

Diese schicksalhafte Begegnung hat ein Nachspiel: Bereits am nächsten Tag möchte Kojima der Film-AG ihrer Schule beitreten, deren Leiterin Yoh ist. Tatsächlich freunden die beiden Mädchen sich sogar mehr und mehr an. Statt allein zu sein, verbringen sie ihre Nachmittage zusammen gemütlich im Raum der AG. Und die schroffe Kojima, die häufig schwänzte, ist plötzlich regelmäßig in der Schule anzutreffen und viel zugänglicher. Ihre Heulerei bei Filmen aber bleibt ein Geheimnis der Freundinnen. Aber ist das wirklich nur noch Freundschaft?

Eigene Meinung

„Ich will dich weinen sehen“ ist das erste Werk von Aya Fumio, das hierzulande erscheint. Bei der Love-Comedy um das ungleiche Paar Yoh und Kojima liegt die Betonung klar auf der Komödie. Was aber als Handlung einer Shojo-Serie kaum funktioniert hätte, ist als Shojo-Ai einfach nur peinlich. Und das sicherlich nicht für die Lesenden, die sich von der gelungenen Covergestaltung und dem soliden Charakterdesign haben täuschen bzw. zum Kauf verleiten lassen. Nicht, dass es in den 14 nur ca. zehn Seiten kurzen Kapiteln des ersten Bandes nicht auch die ein oder andere interessante Plot-Idee gäbe. Aber auf jede dieser Ideen kommt mindestens eine weitere zum Augenrollen. Nicht zuletzt ist hier die titelgebende Konstante der Handlung zu nennen, nämlich dass Yoh Gefallen daran findet, die eigentlich burschikose Kojima regelmäßig weinen zu sehen. Ansonsten sind es vor allem weibliche Geschlechterklischees, die für platte Gags herhalten müssen. In späteren Kapiteln wird dann noch der Versuch unternommen, durch die schwierigen Familienverhältnisse der beiden Protagonistinnen – beide wachsen bei einem alleinerziehenden Elternteil auf – Dramatik zu erzeugen. Reichlich spät.

Damit bleibt die ganze Serie hinter ihren Möglichkeiten zurück.

© Rockita

Ich will dich weinen sehen: © 2017  Aya Fumio  Hakusensha / Altraverse

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Café Liebe

Name: Café Liebe
Englischer Name:
Originaltitel: Watashi no Yuri wa Oshigoto desu!
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2017
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Miman
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die junge Hime möchte unbedingt einmal in eine reiche Familie einheiraten! Um dieses Ziel zu erreichen, versucht sie sich bei allen beliebt zu machen und niedlich zu sein. Dabei verliert sie aber ihr eigentliches „Ich“ aus den Augen.

Erst, als sie bei einem unglücklichen Zusammenstoß Mai versehentlich den Arm bricht, verändert sich ihr Leben. Sie ist gezwungen von nun an im „Cafe Liebe“ zu arbeiten, welches Mai leitet. Dabei beginnt sie nach und nach ihre Art zu leben zu hinterfragen, auch wenn ihr das selbst noch nicht klar ist.

Hime scheint zudem auch noch nicht wirklich zu verstehen, dass das Café sich vom Thema her in Richtung Liebe zwischen Mädchen orientiert. Das hält sie jedoch nicht davon ab die Nähe von Mitsuki zu suchen, welche aber im Grunde ständig nur mit ihr schimpft. Als dann auch noch ihre Freundin Kanoko im Café anfängt geht das Chaos erst richtig los, denn das schüchterne Mädchen hat selbst eine Schwäche für das junge Mädchen.

Für wen wird sich Hime entscheiden? Und wie wird sie darauf reagieren, dass sie Mitsuki von früher kennt und dieses aufeinander treffen damals nicht gerade glücklich gewesen ist?

Eigene Meinung
„Café Liebe“ ist ein wirklich interessanter, wenn auch etwas zäh zu lesender Manga, da er doch recht textlastig ist. Ansonsten habe ich mich aber wirklich gefreut, das es mit dem Girls Love Genre bei uns in Deutschland wieder voran geht. Viel erscheint in der Hinsicht leider nicht und daher ist dieses Jahr eigentlich ein recht Gutes für Fans des Genre.

Die Story ist auch nicht so schlecht, könnte nur etwas zügiger voran gehen. In meinen Augen wird zu viel Augenmerk auf das Café und dessen Ablauf gelegt, als dass man da wirklich schon etwas an Charakterentwicklung bemerken würde. Gerade Hime ist ziemlich oberflächlich und man nimmt ihr nicht so wirklich ihre Beweggründe für ihre Lebensart ab. Dagegen sind Mitsuki und Kanoko in ihrer Darstellung schon weitaus nachvollziehbarer. Dennoch wird es interessant sein zu erfahren, wer am Ende nun Himes Herz gewinnen wird!

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll und sehr detailreich, besonders detailliert ist das Café und die Kostüme. Die Charaktere entsprechen auch den ihnen zugedachten Wesenszügen und unterstützen so die voranschreitende Geschichte.

Die Altersempfehlung liegt bei 15+. Meiner Meinung nach hätte sie eigentlich auch geringer ausfallen können, da in Richtung Girls Love bisher nur Andeutungen gemacht werden. Man wird sehen, wie es in den nächsten Bänden weitergeht und ob es dort später auch expliziter zugehen wird.

Fans von Girls Love Manga sollten bei „Café Liebe“ beherzt zugreifen!

Café Liebe: © 2017 Miman, Ichijinsha/ Toykopop

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Netsuzou Trap – NTR

Name: Netsuzou Trap – NTR
Englischer Name: NTR: Netsuzou Trap
Originaltitel: Netsuzō Torappu -NTR-
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2015
Deutschland: Toykopop 2018
Mangaka: Naoko Kodama
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Yuma und Hotaru sind seit der Kindheit beste Freundinnen. Sie sind durch Dick und Dünn gegangen, doch ihre Beziehung hat sich mit den Jahren verändert. Gerade jetzt, wo Yuma ihre ersten Erfahrungen mit Jungs macht, ist es Hotaru, die ständig ihre Spielchen mit ihr zu spielen scheint. Ständig berührt sie ihre Freundin oder küsst sie. Damit bringt sie Yuma ziemlich durcheinander, die sich doch eigentlich auf ihre junge Liebe zu Takeda einlassen wollte. Stattdessen herrscht nun in ihr ein Gefühlschaos!

Und was ist es, dass Hotaru dazu antreibt diese Dinge zu tun? Liebt sie ihre Freundin auf andere Weise? Ist das mehr als Freundschaft oder ist sie gar eifersüchtig? Dabei hat sie doch selbst scheinbar ständig neue Freunde und wird an der Schule schon als Schlampe verschrien!

Und was ist mit Yuma? Kann sie Takeda wirklich ihr Herz schenken? Oder gehört es nicht schon längst Hotaru?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Netsuzou Trap – NTR“ wirklich sehr gut. Zwar hätten die Mädchen in meinen Augen nicht unbedingt so viel Vorbau haben müssen, aber das ist einfach nur Geschmackssache. Ansonsten war der Manga angenehm zu lesen. Die Bilder sprachen meistens eine eindringlichere Sprache, als der Text selbst.

Die Geschichte ist zudem auch sehr interessant, da es hier um erwachende Gefühle, das daraus resultierende Chaos und den Herzschmerz geht. Takeda kann einem dabei schon Leid tun, denn er mag Yuma wirklich, aber auf Dauer denke ich nicht, dass er eine Chance gegen Hotaru haben wird. Dafür liebt diese ihre Freundin einfach zu sehr und auch Yuma zeigt schon erste Eifersuchtszeichen, als sie ihre Jugendfreundin mit deren aktuellen Freund zusammen in ihrem Zimmer erwischt und diese dabei recht wenig anhat.

Die nächsten Bände werden zeigen, wie sich die Beziehung weiter entwickelt und man sollte auch dran bleiben, denn spannend bleibt es.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich toll, sehr detailreich, mir ab und an aber auch ein wenig zu freizügig, obgleich es für einen Yuri Manga nicht überraschend ist.

Die Altersempfehlung liegt bei 15+ und ist sehr gut gewählt, da man schon eine gewisse Reife besitzen sollte, um das Grundthema des Manga auch vollends zu verstehen.

Neben dem Manga erschien zu dem ein 12-teiliger Anime, welcher in Deutschland kostenpflichtig über Anime on Demand abrufbar ist.

Fans von Yuri Manga sollten unbedingt bei „Netsuzou Trap – NTR“ zugreifen.

Netsuzou Trap – NTR: © Naoko Kodama, Ichijinsha/ Tokyopop

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Murciélago

Name: Murciélago
Englischer Name: Murciélago
Originaltitel: Murciélago
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2014
Deutschland: EMA 2016
Mangaka: Yoshimurakana
Bände: 12 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Es gibt Schwerverbrecher, denen die Polizei nicht beikommen kann, da sich die Beamten an gesetzliche Bestimmungen zu halten haben. Was aber tun, wenn einige dieser Verbrecher eine unmittelbare Bedrohung für die Bevölkerung darstellen? Dafür hat sich die japanische Regierung ein Programm ausgedacht: Zum Tode verurteilte Massenmörder werden auf freien Fuß gesetzt, sofern sie in staatlichem Auftrag derlei störende Individuen beseitigen – mit Bezahlung und ohne Konsequenzen befürchten zu müssen.

Kuroko Komori ist eine dieser amtlich bestellten Scharfrichter. Gut 700 Leute soll sie bereits abgeschlachtet haben. Wann immer sie nun nicht gerade dabei ist, hübsche Mädchen flachzulegen, betätigt sie sich in staatlichem Auftrag, Immer an ihrer Seite: ihre niedlichen Partnerin Hinako. Diese ist zwar nicht die intelligenteste, dafür aber eine furchtlose Autofahrerin. Ihr Lamborghini ist ihr ganzer Stolz.

Die Erfolgsquote von Kuroko und Hinako kann sich sehen lassen. Selbst die scheinbar unmöglichsten Situationen konnten von ihnen gelöst werden. Allerdings hinterließen sie auch stets eine Schneise der Verwüstung. Rücksicht auf öffentliches Eigentum? Fehlanzeige.

Das bringt die beiden in das Visier der jungen und ehrgeizigen Polizeibeamtin Kimihara. Dutzende Zivilopfer und zehntausende Yen Sachbeschädigung pro Einsatz kann sie nicht tolerieren. Umso mehr will sie das Geheimnis lüften, warum das ungleiche Paar von ganz oben systematisch gedeckt wird…

Eigene Meinung
Die Frage der „Sicherheit“ stellt sich aktuell in der Innenpolitik aller Länder. In „Murciélago“ wird das Problem mit Gefährdern im Stil klassischer Action-Manga durch direkte Hinrichtung am Gesetz vorbei gelöst. Diese Grundhandlung ist alles andere als neu und kriegt nicht ganz Kurve, ob sie nun Action-Comedy sein oder die moralische Frage dieser staatlichen Hinrichtungspraxis thematisieren will. Viel wird auf explizite Darstellungen von Gewalt und Sex gesetzt, wie mehrfache Darstellungen von Leichenteilen, auf dem Weg verteilten inneren Organen oder diverse Sextechniken der Protagonistin. Das sind Momentaufnahmen, die mit actionreichen Aktionen und skurrilen Situationen à la „Pulp Fiction“ einhergehen. Überhaupt wurde sich bei Tarantinos Klassiker mehr als einmal bedient, bei der Verschachtelung einzelner Handlungsstränge, aber auch die Konstellation der Restaurantszene scheint inspirierend gewirkt zu haben. Allerdings kann „Murciélago“ nicht mit den tiefgründigen Dialogen mithalten – und im Restaurant ist der Ausgang für die Räuber auch weit weniger vorteilhaft.

So bleibt die Handlung eine Aneinanderreihung von Einzelszenen mit Effektcharakter, ohne dass ein roter Faden zu erkennen wäre. Das erzeugt punktuelle Unterhaltung, kann aber nicht über das wenig stringente Charakterdesign hinwegtäuschen. Mal ist Hinako als Ermittlerin zwar dusselig, aber durchaus erwachsen, im nächsten Kapitel zeichnet sie Kinderbilder und im übernächsten geht sie zur Nachhilfe für die Schule.

So ganz genau weiß man nach einem Band nicht, was man von dieser Serie halten soll, die nach dem Lamborghini-Modell der Protagonistinnen benannt ist. Vielleicht am Besten selbst lesen!

© Rockita

Murciélago: 2014  Yoshimurakana  Square Enix / Carlsen

 

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Der Zauber einer mir unbekannten Welt

Name: Der Zauber einer mir unbekannten Welt
Englischer Name:
Originaltitel: Watashi no muchi watashi no michi
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2015
Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Moto Momono
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Der Zauber einer mir unbekannten Welt Band 1Story
In „Der Zauber einer mir unbekannten Welt“ fühlt sich die junge Minato eingeengt in ihrem Leben. Sie hat ein abgeschlossenes Studium, einen Job, eine Mutter die auf sie zählt und einen Jugendfreund, der mehr von ihr zu wollen scheint als Freundschaft.

Aber mehr und mehr kommen ihr Zweifel, ob es so gut ist, es allen immer Recht machen zu wollen. Wo bleibt dabei ihre eigene Meinung? Ihre eigenen Wünsche? Erst durch die Begegnung mit ihrer Arbeitskollegin Maya wird ihr klar, dass ihr Leben auch anders sein könnte. Maya ist so ganz anders als sie. Sie sagt gerade heraus was sie denkt und verführt Minato auch noch bei einem gemeinsamen Abend bei ihr.

Dies wirbelt ihr Leben erst einmal gehörig durch, bringt aber auch neue Möglichkeiten. Kann sie es wagen eine Beziehung zu Maya zu haben? Was wird ihre Mutter sagen und wird ihr Jugendfreund damit klar kommen? Und was ist Mayas Vergangenheit? Diese scheint Minato schon lange im Auge gehabt zu haben, doch warum?

Mir gefiel der Manga sehr gut. Yuri-Geschichten kamen bei uns ja nicht so oft vor, wobei sich dies in den letzten Jahren ja ein wenig verbessert zu haben scheint.

Eigene Meinung
Die Geschichte ist sehr realitätsnah und man kann die Beweggründe der Charaktere sehr gut nachvollziehen. Besonders Minatos Zwiespalt, es ihrer Familie und Freunden recht zu machen und dabei sich selbst nicht zu verlieren ist sehr gut ausgearbeitet. Die zarten Gefühle die sie für Maya entwickelt werden nicht übereilt dargestellt, sondern werden ganz in Ruhe ausgearbeitet, was für mich wirklich ein Pluspunkt für diesen Manga ist.

Der Lesefluss ist wirklich angenehm, die Panels nicht zu textüberladen. Die Zeichnungen sind weich und detailreich. Nur finde ich das die Protagonistinnen ein wenig zu jung herüber kommen, aber darüber kann man sehr gut hinweg sehen.

Die Altersempfehlung liebt bei 15+, allerdings wird mehr angedeutet, als gezeigt, so dass auch jüngere Leser ab 12 den Manga ruhig lesen könnten, so fern ihnen die Thematik liegt.

Für Fans von zarten Liebesgeschichten, mit einer Spur Dramatik ist der Manga wirklich einen Kauf wert, wie natürlich auf für jeden Fan von Yuri.

Der Zauber einer mir unbekannten Welt: © 2015 Moto Momono, Kadokawa/Tokyopop

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Welt ohne Freiheit

Name: Welt ohne Freiheit
Englischer Name:  –
Originaltitel: Fujiyuu Sekai
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2013
Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Naoko Kodama
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Welt ohne FreiheitStory
Die niedliche Meiko ist an ihrer Schule ein Jungenmagnet, wird aber aus diesem Grund von ihren Mitschülerinnen drangsaliert. Erst als ihr die ein Jahr ältere, burschikose Leo ihre Freundschaft und damit ihren Schutz anbietet, wird das Leben für Meiko leichter und sie beginnt für die selbstbewusste Freundin zu schwärmen. Eines Tages aber passiert das Unfassbare: Meiiko wird auf dem Heimweg von der Schule Opfer einer Vergewaltigung! Seither meidet sie Männer und hat Angst von ihnen berührt zu werden.

Leo fühlt sich schuldig, weil sie ausgerechnet an diesem Abend ihre Freundin nicht wie üblich nach Hause begleitet hat. Diese Schuldgefühle ausnutzend, fordert Meiko von Leo mit ihr zusammen zu sein und dafür den Antrag eines Jungen abzulehnen. Leo sieht sich in der Verantwortung und willigt ein, ohne dass sie sich dadurch in einer Liebesbeziehung sieht. Doch das genügt Meiko nicht. Da sie die Liebe ihrer Freundin nicht gewinnen kann, fordert sie von Leo, ihre Sklavin zu werden und fortan alle ihre Wünsche zu erfüllen.Einige Jahre gehen so uns Land. Erst als Leo an der Universität eine Kommilitonin kennenlernt, die ihr mehr oder minder offen Avancen macht, beginnt sie sich gegen Meikos Regime aufzulehnen und deren Ansprüche nicht mehr zwangsläufig zu erfüllen. Takase, die Studienkollegin, würde sich über eine ernsthafte Beziehung mit Leo freuen. Doch kann und will Leo diese Gefühle erwidern? Oder hängt ihr Herz doch eher an einer anderen Person?

Eigene Meinung
Es ist ein seltsamer Auswuchs von Liebe, der in „Welt ohne Freiheit“ vermittelt wird. Beziehungen auf mehr oder minder freiwilliger „Herr-Sklave“-Basis scheinen in Japan offenbar anzukommen. Spätestens seit „Kimi wa Pet“ ist dieses Motiv auch im deutschsprachigen Raum angekommen. „Welt ohne Freiheit“ kombiniert das Muster mit einer Yuri-Beziehung zwischen zwei standartmäßig vollkommen unterschiedlichen Frauen. Die Außenwahrnehmung dieses Paars wird durch eine dritte Frau gewährleistet, eine Dreiecksbeziehung, die unter Umständen etwas Schwung in die Handlung gebracht hätte, streift aber nur sanft den Bereich des Möglichen.

Das ist vielleicht sogar das überraschendste Handlungselement. So plätschert die Story gemächlich und unspektakulär dahin. In Versatzstücken wechseln sich Vergangenheit und Gegenwart der Handlung ab, um die Hintergründe zu erklären. Auch ohne diese Informationen bleiben die Entwicklungen vorhersehbar.

Die Zeichnungen – Shojo-Stil mit sehr spärlichen Hintergründen und vielen „Gesichterlosen“ – sparen auch Sexualdarstellungen nicht aus, weswegen der Band einem älterem Publikum vorbehalten bleiben sollte.

© Rockita

Welt ohne Freiheit: © 2013  Naoko Kodama  Ichijinsha / Tokyopop

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Geliebte Mangaka

Name: Geliebte Mangaka
Englischer Name:  –
Originaltitel: Renai Manga
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2014
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Naoko Kodama
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Geliebte MangakaStory:
Für Haruka, Redakteurin des Mangaverlags SWEETS, geht ein Traum in Erfüllung, als ihr Wunsch die Mangaka Ritsu Kuroi zu betreuen in Erfüllung geht. Deren größter Hit „With you“ ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass Haruka den Mut fasste sich während ihrer Schulzeit zu verändern und zu der Person wurde, die sie jetzt ist. Allerdings entspricht Kuroi überhaupt nicht dem Bild, das sich Haruka von der Zeichnerin gemacht hat, denn die junge Frau ist extrem verschlossen, schwach und alles andere als selbstbewusst. Dennoch nimmt Haruka ihre neue Aufgabe mit Elan und Euphorie in Angriff, um gemeinsam mit Kuroi einen neuen Hit zu schaffen. Doch die Zusammenarbeit gestaltet sich nicht nur als unerwartet schwierig, Kuroi hat das Problem, dass sie in Haruka ihre frühere Redakteurin Ito sieht, in die sie sich einst verliebt hatte …

Eigene Meinung:
Mit „Geliebte Mangaka“ gibt die Mangaka Naoko Kodama ihr deutsches Debüt, die in Japan bereits mehrere Shojo-Ai und Yuri Mangas auf den Markt gebracht hat. Auch in Deutschland plant Tokyopop weitere Veröffentlichung der Künstlerin, u.a. „Cocytus“.

Die Geschichte ist bei weitem nicht so stereotyp, wie die der meisten Shojo-Ai Mangas. So erwartet den Leser einmal kein Highschool-Setting, in dem sich zwei Schülerinnen ineinander verlieben. Stattdessen stehen die beiden Hauptcharaktere fest im Berufsleben und müssen mit den Problemen und Sorgen, die das Leben mit sich bringt, zurechtkommen. Schön ist auf jeden Fall, dass es nicht nur um die Beziehung zwischen Haruka und Kuroi geht, sondern auch die Arbeit der Mangaka im Vordergrund steht, gekoppelt mit den üblichen Problemen: Zeit- und Erfolgsdruck, Kreativtiefs und Angst vor dem Versagen. In erster Linie dreht sich die Geschichte nämlich um Kurois neustes Werk, das zu Beginn nicht einmal ansatzweise an ihren alten Hit heranreicht. Die Gefühle zwischen Haruka und ihrem Schützling entwickeln sich eher nebenbei und kommen unterschwellig daher, da sie nie direkt zur Sprache gebracht werden. Es ist offensichtlich, dass die beiden Frauen einander näherkommen, doch es kommt nicht wirklich zu mehr als einem intensiven Blick. Fans von expliziteren Girls Love Werken könnten daher enttäuscht sein, denn im Grunde kommt es nicht einmal zu einem Kuss zwischen Haruka und Kuroi. Man könnte die Beziehung zwischen den beiden Frauen daher auch als tiefgehende Freundschaft bezeichnen.

Die Charaktere sind durchaus sympathisch, wenngleich sie zu Beginn recht stereotyp und ein wenig negativ daher kommen: Haruka ist die Karrierefrau, die zu Beginn ein festes Bild der Mangaka im Kopf hat und sich aufgrund Kurois Aussehen und Charakter sehr schnell eine negative Meinung von ihr bildet. Erst im Laufe des Mangas lernt sie dazu und entwickelt sich weiter. Kuroi wiederrum ist der klassische Nerd, der schüchtern daheim am Zeichentisch sitzt, kaum vor die Tür geht und eine soziale Katastrophe ist. Auch das gibt sich im Laufe der Zeit, doch es ist schade, dass gerade bei ihr sämtliche Mangaka-Klischees bedient werden.
Die übrigen Charaktere sind solide und recht sympathisch – allen voran Ito, Kurois ehemalige Redakteurin. Ansonsten bleiben die restlichen Figuren ein wenig Platz, da sich Naoko Kodama auf ihre Hauptcharaktere konzentriert.

Zeichnerisch liefert Naoko Kodama ein solides, ansprechendes Werk, das durch feine Zeichnungen und niedlicher Charaktere punkten kann. Gesichter, Anatomie und Bewegungen stimmen größtenteils, Hintergründe werden zwar spärlich eingesetzt, doch sie wirken immer passend und stimmig. Naoko Kodama nutzt sehr viel Rasterfolie, sowohl für Haar und Figuren, als auch als Effekte für die Hintergründe, sprich man sollte sich auf einen sehr shojo-haften Stil einstellen. Einziger Kritikpunkt ist die Darstellung der Charaktere – sowohl Haruka, als auch Kuroi sind zwar sehr niedlich, wirken jedoch zu jung, um schon als Erwachsene im Leben zu stehen. Wen das nicht stört oder wer niedliche Figuren mag, dem wird Naoko Kodama Zeichenstil zusagen.

Naoko Kodama „Geliebte Mangaka“ ist ein schöner Girls Love Manga, der durch niedliche Zeichnungen, liebenswerte Charaktere und eine Geschichte besticht, die einmal nicht in einer Mädchenschule angesiedelt ist. Obwohl das Thema Liebe und Beziehung nur am Rande beleuchtet wird, ist der Manga Fans des Yuri-Genres zu empfehlen. Zwar mag dem ein oder anderen die tiefergehende Liebesgeschichte fehlen, in dem es zwischen den Charakteren richtig knistert, doch das stört hier nur bedingt. Wer niedliche Shojo-Werke und lockerleichte Girls Love-Mangas mag, sollte einen Blick riskieren.

Geliebte Mangaka: © 2014 Naoko Kodama, Ichijinsha / Tokyopop

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Wir beide!

Name: Wir beide!
Englischer Name: Girlsfriends
Originaltitel: Girlsfriends
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2006
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Milk Morinaga
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Wir beide! Band 1Story:
Die junge Mariko (Mari) ist zurückhaltend und schüchtern. Sie verbringt ihre Zeit zumeist mit dem lernen und hat nicht viele Freunde, da sie nur schwer Kontakte knüpfen kann. Das ändert sich schlagartig, als sie von ihrer Klassenkameradin Akiko, kurz Akko, angesprochen wird. Das offene, fröhliche Mädchen will schon seit einer Weile mehr von Mari wissen und überredet sie sogar sich die Haare schneiden zu lassen. Die beiden ungleichen Mädchen freunden sich an und Mari lernt Akkos Freundinnen kennen und wird in die Clique aufgenommen.

Von da an ändert sich Maris Leben schlagartig. Sie geht mit ihren neuen Freundinnen shoppen, entdeckt Kleider, Make-Up und Schmuck für sich und öffnet sich gegenüber anderen. Doch ihre beste Freundin ist und bleibt Akko, mit der sie am liebsten zusammen ist. Als Gerüchte aufkommen, dass Akko einen festen Freund hat, spürt Mari zum ersten Mal wie viel ihr ihre Freundin bedeutet und erkennt, dass sie unterdessen mehr für Akko empfindet, als ihr lieb ist…

Eigene Meinung:
„Wir beide!“, der im Original „Girlfriends“ heißt, stammt von der bekannten und beliebten Girls Love-Künstlerin Milk Morinaga. Die fünfbändige Reihe zählt zu ihren bekanntesten Werken und erzählt die Liebesgeschichte der Highschool Mädchen Mari und Akko. Die Geschichte ist im ersten Band weder romantisch, noch kitschig, da sich die Künstlerin zunächst auf die Freundschaft der Mädchen konzentriert. Erst beim zweiten band beginnt die eigentliche Handlung und die Liebesbeziehung zwischen Mari und Akko, die einige Probleme mit sich bringt.

Wir beide! Band 2Damit ist die Handlung zu Beginn ein wenig langweilig und öde, da der Leser mit den alltäglichen Problemen junger Teenager konfrontiert wird – Shoppen, Kleider, Make-Up, Diäten und Jungs. Um „Wir beide!“ beurteilen zu können, benötigt man daher mindestens einen weiteren Band, da erst der eigentlichen Liebesgeschichte erst in den späteren Kapiteln Platz eingeräumt wird.

Die Charaktere sind die typischen, niedlichen Mädchen, was sie leider auch sehr stereotyp macht. Akko ist burschikos, offen und lebensfroh, Mari schüchtern, weiblich und stiller. Es ist schon im Vorfeld klar, welche Richtung der Manga einschlägt und mit welchen Problemen sich die beiden Mädchen auseinander setzen müssen.

Zeichnerisch ist „Wir beide!“ gelungen und sehr hübsch anzusehen. Milk Morinaga hat einen sehr niedlichen, shojohaften Stil. Es ist nicht verwunderlich, dass ihr Mädchen leicht von der Hand gehen und sie ihre weiblichen Figuren passend in Szene setzen kann. Männliche Charaktere, ältere Menschen und detaillierte Hintergründe findet man hingegen eher selten, da sich die Künstlerin voll und ganz auf die hübschen Mädchen konzentriert.

Insgesamt ist „Wir beide!“ ein schöner, wenngleich ein wenig seichter Manga, bei dem es zunächst um Mode, Make-Up und die typischen Teenagerprobleme geht. Erst als die Liebe Einzug hält, bekommt die Serie mehr Tiefgang und schlägt ernstere Töne an. Die Charaktere sind sehr stereotyp und im typischen Shojostil gehalten, doch man kann sich gut in sie hineinversetzen. Milk Morinagas Zeichnungen passen perfekt zur Geschichte und runden das Gesamtbild positiv ab. Da es nur wenige längere Girls Love Serien auf dem deutschen Markt gibt, sollten Fans dieses Genre unbedingt zuschlagen, doch auch andere sollten einen Blick riskieren. Wer nicht schon nach ersten Band aufsteckt, den erwartet eine schöne Liebesgeschichte und viele niedliche Mädchen. Zu empfehlen.

© Koriko

Wir beide!: © 2006 Milk Morinaga, Futabasha Publishers Ltd. / Carlsen

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Citrus

Name: Citrus
Englischer Name: Citrus
Originaltitel: Citrus
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2013
Deutschland: Tokyopop 2015
Mangaka: Saburouta
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Citrus 1 Story:
Nachdem Yuzus Mutter neu geheiratet hat, ändert sich das Leben der Highschool Schülerin dramatisch – ihre neue Schule ist eine reine Mädchenschule und in ihrem neuen Zuhause erwartet sie ihre neue Stiefschwester Mei, mit der sich bereits an ihrem ersten Schultag zusammenrasselt. Denn während Mei das Sinnbild einer perfekten, braven und ordentlichen Schülerin ist, bevorzugt Yuzu auffällige Klamotten, lackierte Fingernägel und ist nie um einen Kommentar verlegen. Dennoch versucht Yuzu alles, um sie mit Mei anzufreunden und das Beste aus ihrer momentanen Situation zu machen. Dabei erwischt sie ein Fettnäpfchen nach dem nächsten – so erwischt sie Mei und ihren Klassenlehrer beim Knutschen hinter der Schule und entdeckt, dass die stoische Mei durchaus gegen ihre eigenen Dämonen kämpft. Richtig problematisch wird es aber erst, als Mei Yuzu küsst und damit Letztere in ein wahres Gefühlschaos stürzt.

Eigene Meinung:
Mit „Citrus“ von Saburouta wagt sich Tokyopop nach einiger Zeit wieder an einen Yuri-Manga, der jedoch unter der Romance-Schiene „I love Shojo“ des Verlags erschein und daher auch mit einer hübschen Shojo-Card als Gimmick daherkommt. Der Manga erschien ab 2012 im Magazin Yuri Hime des Verlags Ichijinsha.

Die Geschichte ist recht locker und unterhaltsam gestaltet und wartet im ersten Band mit keinerlei großen Überraschungen auf. Die Handlung plätschert ein wenig unmotiviert vor sich hin: Yuzu und Mei lernen sich kennen und versuchen beide das Beste aus der gegebenen Situation zu machen. Dabei kommt es immer wieder zu Reibereien, da die Mädchen vollkommen unterschiedlich sind oder es zu Missverständnissen kommt. Darunter fallen auch Küsse, die zumeist von Mei ausgehen, jedoch nie auf Gefühlen beruhen, sondern eher dazu dienen, Yuzu zum Schweigen zu bringen oder sie zu verunsichern. Dies überträgt sich auf den Leser, denn man weiß nicht so Recht, wohin Saburouta mit der Geschichte eigentlich will. Es ist am Anfang keine wirkliche Liebesgeschichte vorhanden, so dass Meis Aktionen eher Unverständnis hervorrufen und viele Szenen, in denen die beiden Protagonisten auf Tuchfühlung gehen irgendwie unglaubwürdig sind. Zum Ende hin gesteht sich Yuzu zumindest ein, sich verliebt zu haben, so dass man darauf hoffen kann, dass die Fortsetzung ein wenig mehr Romance und Shojo-Ai enthält.

„Citrus besticht durch typische Manga-Figuren. Yuzu ist das wilde, naive und chaotische Mädchen, das sich nur schwer an die strengen Gebräuche ihrer neuen Schule gewöhnt, Mei ist Citrus 2das komplette Gegenteil von ihr: still, introvertiert, schwer durchschaubar. Da die Geschichte aus Yuzus Sicht erzählt wird, identifiziert man sich jedoch schnell mit der Heldin und kann problemfrei in die Handlung eintauchen.
Die übrigen Charaktere bleiben zumeist außen vor – Yuzus‘ Mutter kommt kaum um Tragen, Meis Großvater spielt ebenfalls eher eine untergeordnete Rolle. Ihren neuen Stiefvater lernt Yuzu erst gar nicht kennen (wie auch immer Yuzus Mutter geheiratet hat oder warum Yuzu ihre Schwester nicht schon auf der Hochzeit kennengelernt hat – es wird nicht erklärt), so dass die gesamte Rahmenhandlung unrealistisch wirkt und man zumindest ein wenig Logik vermisst.

Einzig bei den Zeichnungen kann Saburouta punkten – „Citrus“ besticht durch schöne Illustrationen, sowohl was die Farbseiten anbelangt, als auch bei den normalen Mangaseiten. Saburouta hat einen angenehmen, niedlichen Zeichenstil, der besonders bei den hübschen Mädchen zum Tragen kommt. Sie hat eine Vorliebe für Details, wie Kleidung, Schmuck und Frisuren, ebenso konzentriert sie sich vorwiegend auf die Gesichter der Mädchen. Männer und ältere Menschen gelingen ihr dementsprechend eher weniger. Dennoch stimmt die Optik – „Citrus“ macht allein von den Zeichnungen einiges her.

„Citrus“ ist ein Yuri-Manga, der durch solide, hübsche Zeichnungen und liebenswerte Charaktere besticht. Inhaltlich ist Saburoutas Mangareihe steigerungsfähig, insbesondere da es eine Menge Logiklücken gibt, die störend ins Gewicht fallen und die Liebesgeschichte zwischen Yuzu und Mei sehr künstlich wirkt und nur schwer nachvollziehbar ist. Vielleicht gibt sich das in den kommenden Bänden – bisher kann „Citrus“ nur bedingt überzeugen. Yurifans sollten dennoch einen Blick riskieren, gibt es doch auf dem deutschen Markt nur wenige Mangas dieses Genres.

Citrus: © 2012 Saburouta, Ichijinsha  / Tokyopop

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