23:45re

Name: 23:45re
Englischer Name:
Originaltitel: 23:45 re
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Ohana
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Nachdem Mimori aus dem Koma erwacht ist, scheint er sich nicht mehr an seine Zeit mit Iku zu erinnern. Dennoch sucht er immer wieder den Konbini auf, in dem dieser arbeitet.

Allerdings hat Mimori dem jungen Mann klar gemacht, dass er ihm nicht das geben kann, was dieser sich ersehnt. Schließlich hat er doch all seine Erinnerungen und Gefühle von damals verloren.

Kann Iku sich von der Vergangenheit frei machen und Mimori so nehmen, wie er jetzt ist? Was fühlt Mimori für den jungen Mann wirklich? Kann es noch eine gemeinsame Zukunft geben, wenn der Geist des alten Mimori noch immer um sie herum zu sein scheint?

Eigene Meinung
„23:45re“ ist ein sehr guter Boys Love Manga und man war froh zu erfahren wie es mit den Beiden nun weitergeht, da Mimori aus dem Koma erwacht ist.

Dass es für sie nicht leicht sein würde, war klar, aber es ist auch schwer die Vergangenheit und die Erinnerungen los zulassen. Gerade das muss Iku jedoch tun, um Mimori wieder nahe zu sein, da dieser sich nun mal kaum an das erinnert was während seines Komas geschehen ist. Sie müssen einander neu Kennenlernen und herausfinden, ob es mit ihnen immer noch passt oder es doch besser ist, getrennte Wege zu gehen, egal wie schmerzhaft das auch sein mag!

Zeichnerisch ist der Manga, wie gewohnt, sehr gut und sehr detailreich. Der Manga gehört eher zu der textlastigen Sorte, worüber man jedoch gern hinweg sieht. Zu gefesselt ist man von der wirklich interessanten Geschichte und der Frage, ob es doch noch zum Happy-End kommt!

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren. Sexuell passiert nichts, aber aufgrund der emotionalen Geschichte ist die Bewertung gerechtfertigt.

Fans von wirklich guten Boys Love Manga sollten sich „23:45“ und 23:45re“ unbedingt für ihre Sammlung anschaffen, denn damit macht man definitiv keinen Fehler!

23:45re: © 2016 Ohana, Ichijinsha/ Tokyopop

Golden Love

Name: Golden Love
Englischer Name:
Originaltitel: Koi ni mo naranai
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2017
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: hagi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Liebeskummer ist schlimm! Wenn dann einem auch noch das Haustier, der geliebte Goldfisch, stirbt, ist man erst recht am Boden. Noch schlimmer kann es nicht werden, denkt Tajima, doch dann kriegt er in der Schule auch noch einen Eimer Wasser über den Kopf geschüttet.

Koga tut das auch unheimlich Leid, zumal Tajima ihm dann auch noch von seinem Goldfisch und dem Kater erzählt, der dafür verantwortlich ist. Dieser scheint auch noch ausgerechnet sein eigener Kater zu sein, was er seinem Mitschüler aber nicht erzählen mag, da er seine Rache fürchtet.

Also macht er es sich zur Aufgabe, seinen neuen Freund aufzuheitern. Dadurch verbringen sie mehr Zeit miteinander und aus Freundschaft wird langsam mehr.

Doch kann Tajima seine unglückliche Liebe vergessen und Koga eine Chance geben? Was, wenn er erfährt, wessen Kater seinen Goldfisch auf dem Gewissen hat?

Eigene Meinung
Mir gefiel „Golden Love“ sehr gut! Eine recht traurig angehauchte Geschichte, die aber dennoch einen gewissen Witz hat. Insbesondere die Szenen mit Kogas Kater Buta sind humorvoll. Leicht ist es für Koga und Tajima allerdings nicht zusammen zu finden. Eine alte Liebe hinter sich zu lassen und sein Herz für etwas Neues zu öffnen, ist nicht leicht. Daher fand ich es auch gut, dass die Handlung sich etwas Zeit ließ in Richtung Liebe zu gehen und erst mit Freundschaft anfing.

Zeichnerisch ist der Manga vielleicht nicht für jeden was. Mir gefiel es ganz gut, zumal wirklich viel Wert auf die Charaktere gelegt wurde und gerade Buta oder auch der Goldfisch sehr detailreich dargestellt wurden!

Zu textlastig war der Manga auch nicht, so dass man gut mit dem Lesen voran kam.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren. Sexuell gesehen kommt nicht wirklich was vor, daher hätte man diese auch ein wenig senken können.

Fans von guten Boys Love Manga, die ein wenig Melancholie nicht abschreckt, sollten sich „Golden Love“ unbedingt kaufen!

Golden Love: © 2017 hagi, Kadokawa/ Tokyopop

Herzenswünsche

Name: Herzenswünsche
Englischer Name:
Originaltitel: Hatsukoi Wazurai
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2013
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Marina Umezawa
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die junge Hotaru möchte sich zu gern verlieben, doch hat sie von der Liebe einfach keine Ahnung! Plötzlich bietet ihr Mädchenschwarm Shinri an, sie in Liebesdingen zu unterrichten. Zuerst noch am zögern, stimmt sie am Ende doch zu.

Allerdings tut sie sich anfangs noch schwer. Sie verliebt sich dann aber in Shinri, der aber seinerseits nicht an die Liebe glaubt. Kann sie ihren Mitschüler dazu bringen, sich in sie zu verlieben oder nimmt sie doch die Liebeserklärung eines anderen Jungen an und wird dessen Freundin?

Zudem gibt es noch zwei weitere Geschichten und zwei kurze Wiedersehen mit Shinri und Hotaru.

In „Der rote Schicksalsfaden“ kann ein junges Mädchen durch ihre Brille sehen, welche Menschen miteinander verbunden sind. Zusammen mit ihrem Mitschüler Akechi sorgt sie dafür, dass die Paare sich auch finden, dabei übersieht sie aber fast ihren eigenen Schicksalsfaden!

Dagegen geht es in „Sag mir mit dieser Stimme, das du mich liebst“ um Kokoro, die nach längerer Krankheit wieder in die Schule kann. Dort trifft sie einen Jungen, dessen Stimme sie an einen Radiomoderator erinnert, den sie im Krankenhaus immer gehört hat. Daher ist Masumi auch verunsichert, als sie ihm aus dem Nichts ihre Liebe gesteht! Gilt sie nun wirklich ihm, oder der Stimme aus dem Radio?

Eigene Meinung
„Herzenswünsche“ ist ein netter Manga für Zwischendurch.

Von der Handlung her gibt es nichts wirklich Neues. Junges Mädchen versteht nichts von der Liebe, der Junge glaubt nicht an die Liebe und doch verlieben sie sich ineinander! Kennt man in anderer Form schon zu genüge.

Von den anderen zwei Geschichten gefiel mir „Sag mir mit dieser Stimme, das du mich liebst“ noch am Besten. Wobei Beide wieder dem gängigen Shojo-Schema folgen! Alle Charaktere sind genretypisch, was einfach schade ist. So sind die Charaktere beliebig austauschbar und hinterlassen einfach keinen Eindruck.

Die Zeichnungen sind für Shojo-Manga gewohnt gut, aber eben nichts erfrischend Neues.

Mit dem Lesen kam man gut voran, der Manga war nie zu textlastig. Die Altersempfehlung liegt bei 13 Jahren und passt sehr gut. Sexuell passiert, außer einem Kuss, allerdings nichts.

Fans von Shojo-Manga können einen Blick riskieren, aber ein Muss ist der Manga nicht!

Herzenswünsche: © 2013 Marina Umezawa, Shogakukan/ Tokyopop

An jenem sonnigen Tag

Name: An jenem sonnigen Tag
Englischer Name:
Originaltitel: Higasa-chan
Herausgebracht: Japan: Gentosha 2014
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Techno Samata
Bände: 2 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Der junge Minato, der nach einer schweren Zeit, Zuflucht bei seinem Opa gesucht hat, trifft dort auf den älteren Seth.

Dieser ist oft in der Nachbarschaft mit einem Damensonnenschirm unterwegs, weswegen er auch von allen „Sonnenschirm-König“ genannt wird. Minato bewundert dessen ruhiges Wesen, doch auch Seth hat so seine eigenen Probleme; sei es der Verlust eines geliebten Menschen oder aber auch sein nerviger Bruder.

Mit der Zeit kommen die beiden unterschiedlichen Männer sich näher. Sie lernen voneinander und eine zarte Verbindung entsteht. Aber wird daraus auch Liebe? Werden die Beiden ihre jeweiligen Vergangenheiten hinter sich lassen können, um wirklich neu anzufangen?

Eigene Meinung
„An jenem sonnigen Tag“ ist ein eher ruhiger Manga, der sich Zeit lässt, sich zu entwickeln.

Das braucht die Geschichte auch, da beide Protagonisten einiges zu verarbeiten haben. Zwar ist Minatos Vergangenheit nicht so tragisch wie Seths, aber man leidet dennoch mit Beiden mit. Man wünscht ihnen, dass das, was sich zwischen ihnen entwickelt, eine Zukunft hat und freut sich allein deswegen auch schon auf den nächsten Band.

Die Zeichnungen sind sehr detailreich, aber nicht jedem wird der Zeichenstil gefallen. Er ist nicht sehr filigran, ab und an auch eher ein wenig hart.

Der Manga gehört eher zur textlastigen Sorte, weswegen das Lesen auch ein wenig länger dauert. Allerdings passt die Textmenge auch wieder zu der langsamen Erzählart des Manga.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren. Zwar passiert noch nicht wirklich viel, was einen Boys Love Manga diese Altersempfehlung einbringen würde, vermutlich ändert sich dies noch im Lauf der Geschichte.

Fans von wirklich guten Boys Love Manga, sollten bei „An jenem sonnigen Tag“ unbedingt zugreifen!

An jenem sonnigen Tag: © 2014 Techno Samata, Gentosha/ Tokyopop

Unser unstillbares Verlangen

Name: Unser unstillbares Verlangen
Englischer Name:
Originaltitel: Kurui naku no wa boku no Ban
Herausgebracht: Japan: Takeshobo 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Keri Kusabi
Bände: 3 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In Takabas Welt wird man entweder als Alpha, Beta oder Omega geboren. Wobei es mehr Betas, als Alphas und Omegas gibt. Omegas sind nicht sehr hoch im Ansehen, obwohl sie es sind, die, wie Frauen, Kinder gebären können. Ein Großteil dieser Kinder sind Alphas.

Takaba verabscheut nichts so sehr, wie Omegas, die mit ihren Pheromonen Betas und Alphas in sexuelle Erregung versetzen und deren gesunden Menschenverstand ausschalten. Für ihn, als Sohn eines Omegas geboren, war es grausam mit anzusehen, wie sein Vater immer wieder von diversen Männern als lebende Matratze missbraucht wurde.

Umso überraschter ist er, als sein neuer Abteilungsleiter ein Omega ist. Allerdings stellt sich schnell heraus, das Masashi dies auch ordentlich ausnutzt. Er gibt seinen Körper für neue Verträge und zur Erhaltung seine Position her. Nur bei Takaba kann er nicht landen, was sein Interesse an ihm nur steigert.

Aber kann aus den Beiden wirklich was werden? Können sie ihren Hass, auf das was der jeweils andere ist, wirklich ablegen? Wird Masashi einer Paarbindung zustimmen, der ihm das Leben als Omega erleichtern würde, auch wenn dies hieße, dass er vermutlich seine hohe Stellung in der Firma verliert?

Der Hauptgeschichte folgen noch zwei Bonuskapitel:

In „Da kann man nicht widerstehen, oder?“ dreht es sich alles, um einen Dreier zwischen Studenten und ihrem Professor, während es in „Ein Versprechen fürs Leben“ ein kurzes wiedersehen mit Takaba und Masashi gibt.

Eigene Meinung
Mir gefiel „Unser unstillbares Verlangen“ sehr gut. Es war anders, als dass, was man sonst an Boys Love zu lesen bekommt. Besonders, dass nun auch männliche Schwangerschaften möglich sind, ist ja schon was ganz Außergewöhnliches. Ich bin sehr gespannt, ob das in späteren Bänden eine Rolle spielen wird.

Einziges Manko ist der viele Sex der vorkommt. Meistens lässt sich Masashi von gleich mehren Alphas oder Betas durchnehmen und provoziert somit auch, das Takaba dies immer wieder mitbekommt. Man hätte sich da etwas mehr Zeit nehmen können, die Beiden zusammen zubringen, da man so was nicht so schnell verarbeiten kann.

Im folgenden Band geht es dann um Uto, der in diesem Band eher eine Nebenrolle gespielt hat. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was da passieren wird!

Zeichnerisch ist der Manga wirklich gut, sehr detailreich insbesondere in den Sexszenen.

Der Manga ist zwischendurch ein wenig textlastig, aber aufgrund der erfrischenden Geschichte sah man gerne drüber hinweg.

Die Altersempfehlung liegt bei 18 Jahren und ist sehr gut gewählt. Es geht sexuell hoch her und auch der Grundtenor der Geschichte ist nicht gerade was für jüngere Leser.

Fans von ausgefallenen Boys Love Manga, welche ein hoher Sexanteil nicht stört, sollten sich „Unser unstillbares Verlangen“ unbedingt kaufen!

Unser unstillbares Verlangen: © 2016 Keri Kusabi, Takeshobo/ Tokyopop

Our Summer Holiday

Name: Our Summer Holiday
Englischer Name: The Gods Lie
Originaltitel: Kami-sama ga Uso o Tsuku
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Kaori Ozaki
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,99 €

Story

Die größte Leidenschaft des 15-jährigen Natsuru ist Fußball. In der Schulmannschaft ist er beliebt und wird als Talent gefeiert. Unter Trainer Okada macht Natsuru das Fußballspielen Spaß, denn auch wenn der alte Okada kein Profi ist und sicher nicht mehr der Jüngste ist, vermittelt er den Jungs die Freude am Spielen. Daher kann Natsuru das jährliche Fußball-Sommercamp kaum abwarten.

Doch alles ändert sich, als bei Trainer Okada Krebs diagnostiziert wird und er ins Krankenhaus muss. Ein neuer Trainer wird eingestellt, der an Natsuru jedoch kein gutes Haar lässt. Er kritisiert nicht nur seine Spielweise, sondern auch, dass Natsuru ohne Vater aufgewachsen und viel zu klein geraten ist.

Als dann das Sommercamp ansteht, bekommt es Natsuru mit der Angst zu tun. Er möchte seine Sommerferien nicht damit verbringen, vom Trainer gehänselt zu werden. Doch von seinen Sorgen kann Natsuru seiner Mutter nichts erzählen. Sie hat sich liebevoll mit Natsuru auf das ursprüngliche Camp gefreut und kämpft zurzeit selbst mit allerlei Problemen. Daher entschließt sich Natsuru kurzerhand, das Sommercamp zu schwänzen. Verzweifelt lässt er sich auf einer Parkbank nieder. Wo soll er jetzt nur die ganzen Ferien verbringen?

Zu seinem Glück entdeckt Suzumura, eine Klassenkameradin von Natsuru, die aufgrund ihrer fortgeschrittenen Größe von den übrigen Mädchen gehänselt wird, den verzweifelten Natsuru im Park und bietet ihm kurzerhand an, mit zu ihr nach Haus zu kommen.

Als Natsuru das alte und baufällige Haus betritt, wird schnell klar, dass Suzumura hier ganz allein mit ihrem kleinen Bruder Yuuta wohnt. Ihre Mutter kennt Suzumura kaum, sodass sie bei ihrem Vater wohnt, der zurzeit mal wieder auf Seefahrt in Alaska ist, um Krabben zu fangen. So geht das monatelang. Suzumura muss mit dem wenigen Geld haushalten, dass ihr Vater ihr gegeben hat und sich um Haushalt und ihren Bruder kümmern – eine enorme Verantwortung für eine Elfjährige. Dennoch lädt sie Natsuru ein, die Sommerferien zu bleiben.

So verbringen die drei die Sommerferien unbesorgt, wie eine kleine Familie und erleben wunderschöne Dinge. Sie erzählen sich Gruselgeschichten und gehen sogar zusammen auf das örtliche Sommerfest. Doch dabei kann Natsuru nach und nach immer mehr hinter Suzumuras starke Fassade schauen und erkennt ein einsames, verzweifeltes Mädchen, das mit aller Kraft versucht, ein trauriges Geheimnis zu behüten.

Eigene Meinung
„Our Summer Holiday“ gehört zu den besten Manga, die ich seit langem gelesen habe.

Zunächst wirkt „Our Summer Holiday“ wie eine typische aber dennoch gute und niedliche Schul-Liebesgeschichte, in der es um „die erste große Liebe“ geht. Aber die Geschichte entpuppt sich als viel mehr. Ab der 2. Hälfte des Bandes wandelt sich nämlich die gesamte Handlung zu einem tiefgründigen Drama und einer überraschenden Tragödie.

„Our Summer Holiday“ erinnert an Manga und Anime, wie „Your Name“ oder „Ame & Yuki – Die Wolfskinder“. Die Gefühle der Protagonisten werden dabei herausragend echt und ehrlich rüber gebracht, sodass es dem Leser schon mal die Tränen in die Augen treibt.

Die Zeichnungen sind ansprechend und feinfühlig. Die Bilder wirken so fließend, als würde ein Anime laufen.

„Our Summer Holiday“ ist eine wahnsinnig schöne und herzzerreißende Geschichte, die einen jedoch mit einer gewissen Nachdenklichkeit zurücklässt.

Das schwere Schicksal der Kinder, die viel zu früh mit unverhältnismäßig harten Situationen umgehen müssen, bei denen sie noch nicht fähig sind, diese einzuschätzen und richtig zu handeln, lässt keinen Leser unberührt.

Daher habe ich bei „Our Summer Holiday“ nur einen einzigen Kritikpunkt:
Es wäre zu schön gewesen, wenn es sich bei „Our Summer Holiday“ um eine Serie und nicht um einen Einzelband gehandelt hätte.

© Izumi Mikage

Our Summer Holiday: © 2013 Kaori Ozaki, Kodansha/ Carlsen

Deine wundersame Welt

Name: Deine wundersame Welt
Englischer Name:
Originaltitel: Hôshin Shinai Engi
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2016
Deutschland: Tokyopop 2018
Mangaka: Keiko Sakano
Bände: 6 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Als die junge Saki versehentlich eine Schriftrolle beim aufräumen öffnet und wird sie in die Welt des Romans „Hoshin Engi“ gezogen.

Sie landet in einem Fluss und wird vom Hauptdarsteller der Romane gerettet: Shiga Kyo. Dieser steht kurz davor der neue Taikobo zu werden, welcher eine neue Dynastie gründen soll, da die alte Dynastie im Begriff ist unterzugehen! Das will Shiga allerdings nicht! Daher versteckt er sich, denn um den Willen des Himmels durchzusetzen müsste er die Leute auf der Liste der Götterernennung töten und dann zu Göttern erklären.

Deswegen versucht er nun auch Saki statt seiner zu überzeugen Taikobo zu werden. Die hält zunächst allerdings nicht viel davon, da sie zurück in ihre Welt möchte. Doch nach einigen, mit unter auch skurrilen, Vorfällen fängt sie daran zu zweifeln sofort nach Hause zurückzukehren.

Wird sie zusammen mit Shiga das Schicksal der Leute ändern können? Saki unterliegt nicht, wie die anderen Charaktere, dem Willen des Himmels. Warum ist ihre Mutter so besessen von „Hoshin Engi“? War sie selbst einmal in dieser Welt? Stammt vielleicht auch Sakis unbekannter Vater aus dieser? Dies würde ihre übermenschliche Kraft und die Fähigkeit die Nebenwirkung der Nutzung des Paopei (eines göttlichen Werkzeuges) aufzuheben erklären!

Eigene Meinung
Mir hat „Deine wundersame Welt“ sehr gut gefallen. Der Manga hat zwar auch Witz, richtet sich aber doch eher an eine ältere Leserschaft. Die Geschichte ist sehr spannend, die Charaktere sehr interessant, wobei aber gerade die Nebencharaktere noch mehr als die Hauptcharaktere hervorstechen.

Da wäre etwa Shigas jüngerer Bruder Kohyo Shin, welcher keinen Schmerz spüren kann und es daher liebt andere zu quälen. Allerdings scheint gerade Saki ihm doch Schmerzen bereiten zu können, weswegen er sie darum anbettelt, dies auch zu tun. Dann gibt es noch Nata, der durch die Nutzung eines Paopei unbändigen Hunger hat und Amok läuft bis er auf Saki trifft. Ihre Hintergrundgeschichten sind ausgefeilt und mit dem ein oder anderen Charakter leidet man schon sehr mit!

Daher ist man auch gespannt wie die Geschichte weiter geht. Werden Saki und Shiga zusammen der neue Taikobo und können sie das Schicksal wirklich verändern, wenn der Wille des Himmels doch schon feststeht? Da man das Ende nicht verpassen möchte, holt man sich schon allein aus diesem Grund die restlichen Bände.

Zeichnerisch ist der Manga nichts wirklich Neues und entspricht ganz dem Genre. Allein die erhöhte Brutalität hebt ihn vom Rest des Shojo-Genres ab.

Zu textlastig war der Manga auch nicht und durch die spannende Geschichte legt man diesen auch eh nicht aus der Hand, bis man ihn durch hat.

Die Altersempfehlung liegt bei 15 Jahren und sollte auch nicht unterschritten werden. Einige Themen sind einfach noch nichts für jüngere Leser und es wird sicher noch die ein oder andere brutalere Szene dazu kommen. Diese muss auch nicht zwingend körperlicher Art sein, vermutlich viel eher mentaler!

Fans von interessanten Shojo-Manga sollten sich „Deine wundersame Welt“ unbedingt kaufen.

Deine wundersame Welt: © 2016 Keiko Sakano, Kadokawa/ Tokyopop

Motokare Retry

Name: Motokare Retry
Englischer Name:
Originaltitel: Motokare Retry
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2015
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: En Hanaya
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,99 €

Story
Als Mitsu ihr Studium in Toyko beginnt, ahnt sie nicht, dass sie nun Tür an Tür mit ihrem Ex leben wird.

Durch ein dummes Missverständnis hatten sich die Beiden damals getrennt. Darüber hinweg sind sie aber noch lange nicht, verletzte Gefühle und Wut spielen noch immer eine Rolle!

Daher ist es nicht so leicht für Kaede wieder auf Mitsu zu treffen, die seine erste große Liebe war.

Aber die Anziehung von damals ist noch da, selbst nach 5 Jahren. Kann es diesmal für sie ein Happy End geben oder zerstreiten sie sich endgültig?

Eigene Meinung
„Motokare Retry“ ist ein netter Manga für Zwischendurch.

Die Geschichte ist süß, man kann die Gefühle der Charaktere gut nachvollziehen, aber der Funke ist bei mir nicht wirklich übergesprungen. Dazu kommt, dass die Charaktere nicht wirklich ihrem Alter entsprechend aussehen. Sie ähneln viel mehr Schülern, als Studenten, nicht nur im Aussehen sondern auch im Verhalten. Vielleicht machte mir genau das es auch so schwer, sie mir in der Handlung des Manga wirklich vorzustellen.

Dabei sag ich nicht, dass der Manga schlecht ist, er war einfach nur nichts für mich!

Zeichnerisch ist der Manga gut, aber auch nichts außergewöhnliches.

Die Panels sind ab und an etwas textlastig, aber man kam dennoch zügig mit dem Lesen voran.

Die Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren und ist gut gewählt, da man in diesem Alter Themen wie Liebeskummer, erste Liebe etc. schon nachvollziehen kann.

Fans von seichten und niedlichen Shojo-Geschichten sollten sich selbst ein Bild machen, ob der Manga was für sie wäre!

Motokare Retry: © 2015 En Hanaya, Shogakukan, Carlsen

Super Lovers

Name: Super Lovers
Englischer Name:
Originaltitel: Super Lovers
Herausgebracht: Japan: Kadokawa 2010
Deutschland: Altraverse 2018
Mangaka: Miyuki Abe
Bände: 12 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 8,00 €

Story
Als Haru seine Mutter in Kanada besucht, hatte er nicht geahnt, dass er noch einen Bruder bekommt. Dieser neue Bruder ist ziemlich eigenwillig und weiß nichts über seine Vergangenheit. Dennoch wächst ihm Ren schnell ans Herz und er diesem. Als Haru dann nach Hause nach Japan muss, verspricht er dem Jungen, dass dieser später mit ihm zusammen wohnen kann.

Allerdings vergisst er dieses Versprechen, da er, sein Vater und dessen zweite Frau einen Autounfall haben, den nur Haru überlebt. Doch ein Gedächtnisverlust lässt ihn den vergangenen Sommer und sein Versprechen vergessen.

Umso erstaunter ist er, als Ren 5 Jahre später plötzlich vor ihm steht! Wie soll er das seinen anderen beiden Brüdern erklären? Und was für eine Beziehung hat er überhaupt genau mit Ren?

Eigene Meinung
„Super Lovers“ ist ein wirklich guter Boys Love Manga.

Die Zeichnungen sind wirklich toll und Ren einfach nur zu niedlich in seinem Verhalten. Kein Wunder, dass Haru ganz in ihn vernarrt ist. Dazu noch ein eifersüchtiger Bruder und ein wenig Drama und die Mischung ist perfekt.

Romantisch ist die Serie im ersten Band noch nicht wirklich. Man wird sehen, wie es mit den Beiden weitergeht, da der Altersunterschied ja nicht gerade klein ist. Allerdings macht genau das es um so spannender dran zu bleiben!

Die Panels sind ein wenig textlastig, aber aufgrund er guten Geschichte sieht man gern darüber hinweg.

Obwohl es bisher nicht in Richtung explizierter Szenen geht, ist die Altersempfehlung von 16 Jahren dennoch gerechtfertigt, da sich dies in den späteren Bänden wohl noch ändern wird.

Zum Manga gibt es auch eine Animeserie, in zwei Staffeln, mit insgesamt 20 Folgen. Sie sind bei uns in Deutschland auf der Streamingseite „Crunchyroll“ abrufbar.

Fans von wirklich guten Boys Love Manga, sollten bei „Super Lovers“ beherzt zugreifen!

Super Lovers: © 2010 Miyuki Abe, Kadokawa/ Altraverse

Coyote

Name: Coyote
Englischer Name: Coyote
Originaltitel: Coyote
Herausgebracht: Japan: Frontier Works 2016
Deutschland: Carlsen 2018
Mangaka: Ranmaru Zariya
Bände: 2 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Es ist nicht leicht unter Menschen zu leben, wenn man ein Werwolf ist und gejagt wird. Das muss „Lili“ oder auch Coyote genannt, allerdings.

Er und sein Rudel leben in ständiger Angst vor Entdeckung! Sich dann auch noch in einen Menschen, von ihm „Marlene“ genannt, zu verlieben macht es nicht einfacher.

Allerdings hält Marlene auch nichts davon Lili einfach ziehen zu lassen, was die Beiden vor neue Gefahren stellen wird. Denn Joshua ist derjenige, den Coyote töten soll. Doch kann er dies, wenn er herausfindet, das dies der Mann ist, den er unter den Namen Marlene kennt und liebt?

Gibt es für die Beiden eine Zukunft? Oder wird der Hass siegen?

Eigene Meinung
„Coyote“ ist wirklich sehr gut. Spannend erzählt, nachvollziehbar trotz des Themas von Werwölfen und Menschen und mit einer Spur Romeo und Julia. Das ist auch mit ein Grund, die weiteren Bände zu kaufen! Man möchte unbedingt erfahren, wie das mit den Beiden klappen soll, wenn ihre Leute sich hassen und sich gegenseitig den gar aus machen wollen.

Zeichnerisch ist der Manga wirklich hervorragend. Gerade die Szenen in denen Coyote im Zwischenstadium der Verwandlung ist und sind wirklich gut gezeichnet. Die sexuellen Szenen sind geschmackvoll und nie zu vulgär.

Trotz der komplexen Geschichten sind die Panels auch nicht zu textlastig, so dass man den spannenden Manga kaum aus der Hand legen mag.

Aufgrund der Thematik, der Gewalt und der sexuellen Komponente hat der Manga eine Altersempfehlung ab 16 Jahren. Diese ist gut gewählt, jüngere Leser würden damit noch nicht zurecht kommen.

Fans von Boys Love Manga sollten sich „Coyote“ unbedingt zulegen!

Coyote: © 2016 Ranmaru Zariya, Frontier Works/ Carlsen

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