Milk Morinaga beendet „Hana to Hina wa Hōkago“

Hana to Hina wa HōkagoAuf ihrem Twitteraccount gab die Mangaka Milk Morinaga kürzlich bekannt, dass ihr Yuri-Manga „Hana to Hina wa Hōkago“ im November beenden wird.

Milk Morinaga startete die Serie im April 2015 im Comic High! Magazin von Futabasha. Der zweite Band der Serie erschien im Juni in Japan. Hierzulande ist die Mangaka bekannt durch ihre Shojo-Ai-Manga „Wir beide!“ und „Cherry Lips„, welche beide bei Carlsen erschienen.

Quelle: ANN

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Wir beide!

Name: Wir beide!
Englischer Name: Girlsfriends
Originaltitel: Girlsfriends
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2006
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Milk Morinaga
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Wir beide! Band 1Story:
Die junge Mariko (Mari) ist zurückhaltend und schüchtern. Sie verbringt ihre Zeit zumeist mit dem lernen und hat nicht viele Freunde, da sie nur schwer Kontakte knüpfen kann. Das ändert sich schlagartig, als sie von ihrer Klassenkameradin Akiko, kurz Akko, angesprochen wird. Das offene, fröhliche Mädchen will schon seit einer Weile mehr von Mari wissen und überredet sie sogar sich die Haare schneiden zu lassen. Die beiden ungleichen Mädchen freunden sich an und Mari lernt Akkos Freundinnen kennen und wird in die Clique aufgenommen.

Von da an ändert sich Maris Leben schlagartig. Sie geht mit ihren neuen Freundinnen shoppen, entdeckt Kleider, Make-Up und Schmuck für sich und öffnet sich gegenüber anderen. Doch ihre beste Freundin ist und bleibt Akko, mit der sie am liebsten zusammen ist. Als Gerüchte aufkommen, dass Akko einen festen Freund hat, spürt Mari zum ersten Mal wie viel ihr ihre Freundin bedeutet und erkennt, dass sie unterdessen mehr für Akko empfindet, als ihr lieb ist…

Eigene Meinung:
„Wir beide!“, der im Original „Girlfriends“ heißt, stammt von der bekannten und beliebten Girls Love-Künstlerin Milk Morinaga. Die fünfbändige Reihe zählt zu ihren bekanntesten Werken und erzählt die Liebesgeschichte der Highschool Mädchen Mari und Akko. Die Geschichte ist im ersten Band weder romantisch, noch kitschig, da sich die Künstlerin zunächst auf die Freundschaft der Mädchen konzentriert. Erst beim zweiten band beginnt die eigentliche Handlung und die Liebesbeziehung zwischen Mari und Akko, die einige Probleme mit sich bringt.

Wir beide! Band 2Damit ist die Handlung zu Beginn ein wenig langweilig und öde, da der Leser mit den alltäglichen Problemen junger Teenager konfrontiert wird – Shoppen, Kleider, Make-Up, Diäten und Jungs. Um „Wir beide!“ beurteilen zu können, benötigt man daher mindestens einen weiteren Band, da erst der eigentlichen Liebesgeschichte erst in den späteren Kapiteln Platz eingeräumt wird.

Die Charaktere sind die typischen, niedlichen Mädchen, was sie leider auch sehr stereotyp macht. Akko ist burschikos, offen und lebensfroh, Mari schüchtern, weiblich und stiller. Es ist schon im Vorfeld klar, welche Richtung der Manga einschlägt und mit welchen Problemen sich die beiden Mädchen auseinander setzen müssen.

Zeichnerisch ist „Wir beide!“ gelungen und sehr hübsch anzusehen. Milk Morinaga hat einen sehr niedlichen, shojohaften Stil. Es ist nicht verwunderlich, dass ihr Mädchen leicht von der Hand gehen und sie ihre weiblichen Figuren passend in Szene setzen kann. Männliche Charaktere, ältere Menschen und detaillierte Hintergründe findet man hingegen eher selten, da sich die Künstlerin voll und ganz auf die hübschen Mädchen konzentriert.

Insgesamt ist „Wir beide!“ ein schöner, wenngleich ein wenig seichter Manga, bei dem es zunächst um Mode, Make-Up und die typischen Teenagerprobleme geht. Erst als die Liebe Einzug hält, bekommt die Serie mehr Tiefgang und schlägt ernstere Töne an. Die Charaktere sind sehr stereotyp und im typischen Shojostil gehalten, doch man kann sich gut in sie hineinversetzen. Milk Morinagas Zeichnungen passen perfekt zur Geschichte und runden das Gesamtbild positiv ab. Da es nur wenige längere Girls Love Serien auf dem deutschen Markt gibt, sollten Fans dieses Genre unbedingt zuschlagen, doch auch andere sollten einen Blick riskieren. Wer nicht schon nach ersten Band aufsteckt, den erwartet eine schöne Liebesgeschichte und viele niedliche Mädchen. Zu empfehlen.

© Koriko

Wir beide!: © 2006 Milk Morinaga, Futabasha Publishers Ltd. / Carlsen

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Cherry Lips

Name: Cherry Lips
Englischer Name:
Originaltitel: Kuchibiru Tameiki Sakurairo
Herausgebracht: Japan: Futabasha 2003
Deutschland: Carlsen 2014
Mangaka: Milk Morinaga
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Cherry Lips 01Story:
Seit der Kindergartenzeit sind Nana du Hitomi beste Freundinnen – sie sind zumeist in derselben Klasse und sind bis zur Mittelstufe unzertrennlich. Doch Nanas Traum gemeinsam auf dieselbe Hochschule zu wechseln, endet, als Hitomi ihr plötzlich eröffnet, sich für eine andere Schule entschieden zu haben. Ohne eine Erklärung sucht Nana nach Antworten und entdeckt dabei, dass sie mehr für ihre Freundin empfindet, als sie gedacht hat. Und Hitomi scheint es ähnlich zu gehen, denn schon bald zeigt sich, dass sie deswegen auf eine andere Schule gewechselt ist. Als die beiden schließlich ein Paar werden, liegen weitere Probleme vor ihnen …

Neben dem Hauptplot um die beiden Mädchen gibt es noch mehrere Kurzgeschichten, die Nanas Klassenkameradinnen und Freunde beleuchten, die sich ebenfalls in Mitschüler oder Lehrer verlieben.

Eigene Meinung:
Die 2-bändige Kurzgeschichtensammlung „Cherry Lips“ stammt von Milk Morinaga, die bereits mit der Yuri-Reihe „Wir beide!“ in Deutschland bekannt geworden ist. Die sieben in sich abgeschlossenen Kurzgeschichten des ersten Bandes erschienen im Magazin Yuri Shimai und bauen lose aufeinander auf. Zumeist tauchen Charaktere der vorherigen Kapitel in einer Nebenrolle auf, so dass man im Laufe der Zeit mehrere Mädchen kennenlernt, die jede für mich mit kleineren Alltagsproblemen zu kämpfen haben. Erst später konzentriert sich die Autorin verstärkt auf Nana und Hitomi und auf ihre wachsende Beziehung.

Nichtsdestotrotz bleibt „Cherry Lips“ inhaltlich sehr seicht, die Geschichten sind flach und nichtssagend. Wirklich reale Probleme werden (wenn überhaupt) lediglich angeschnitten, jedoch nicht näher beleuchtet, ebenso bleiben die Liebesgeschichten im Grunde eher stimmungsarm und schwer nachvollziehbar. Das liegt nicht nur daran, dass die Zeichnerin auf Erotik verzichtet und sich zumeist auf subtile Andeutungen zwischen den Mädchen beschränkt, sondern auch, dass der Funke nur schwer auf den Leser überspringt. Dabei wiegt am schwersten der Umstand, dass es in „Cherry Lips“ nur Mädchen gibt und diese sich natürlich nur in andere Frauen verlieben am meisten. Dass dies ebenso unrealistisch ist, wie ein Yaoi-Mangas, in denen nur Männer auftauchen, wird nicht näher betrachtet. Dadurch wirkt der „Cherry Lips“ einfach unlogisch, nicht greifbar und unverständlich.

Auch die Charaktere können nur schwer punkten – die typischen Schulmädchen, die sich zum Cherry Lips 02ersten Mal verlieben. Bei den Pärchen erwartet den Lese das übliche Schema: schüchternes, unsicheres Mädchen verliebt sich in burschikosen, starken Wildfang (oder umgekehrt). Varianz gibt es kaum, ebenso wenig eine tiefergehende Vorstellung der Figuren. Das langweilt schnell, da sich nicht nur die Geschichten ähneln, sondern auch die Charaktere. Vielleicht gibt sich das in Band 2 und Milk Morinaga konzentriert sich mehr auf die Beziehung zwischen Nana und Hitomi, anstatt die vielen Nebenfiguren zu beleuchten.

Zeichnerisch legt Milk Morinaga einen soliden Manga vor. Ihr Stil ist nicht spektakulär, weiß jedoch durch seine Weichheit und die vielen hübschen Schulmädchen zu gefallen. Hin und wieder wirkt alles ein wenig zu gleichförmig, so dass man die Charaktere leicht verwechseln könnte, doch alles in allem sind ihre Zeichnungen auf einem konstant hohen Niveau.

„Cherry Lips“ ist eine nette Kurzgeschichtensammlung von Milk Morinaga, die vor allem mit hübschen Zeichnungen und lockerleichten Alltagsgeschichten punkten kann. Tiefgang und wirkliche Charakterentwicklung sollte man nicht erwarten – dafür sind die Geschichten einfach zu kurz und zu inhaltsfrei. Wer leichte Unterhaltung sucht und mit leicht lesbischen Inhalten keine Probleme hat, kann bedenkenlos zugreifen, wer auf mehr baut, sollte sich eher nach „Wir beide!“ umsehen.

Cherry Lips: © 2003 Milk Morinaga, Futabasha Publishing / Carlsen

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