Death Note Hörspiel: 02 Kollateralschaden

Name: Death Note: 02 Kollateralschaden
Englischer Name:
Originaltitel: Death Note: 02 Kollateralschaden
Herausgebracht: Deutschland: Bastei Lübbe 2018
Autor: Charakterdesign: Takeshi Obata
Original-Story: Tsugumi Ohba
Story: Jonathan Clements
Volumes: 12
UVP: 7,90 €
Synchronstudio: Studio STIL, Berlin
Laufzeit: 58 Minuten (10 Tracks)

Charaktere

Light Yagami – David Turba (Edward Elric in „Fullmetal Alchemist“, Chazz Princeton in „Yu-Gi-Oh! GX“)


Light Yagami ist ein Musterschüler wie er im Buche steht und doch hat er ein finsteres Geheimnis: Mit dem Death Note tötet er Verbrecher, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch nicht einmal vor Menschen, die sich einfach nur daneben benehmen oder gar vor Unschuldigen, die gegen „Kira“ ermitteln, macht er Halt…

 

 

 


Ryuk
– Marlin Wick (Whamon in „Digimon“, C19 und Kibito in „Dragon Ball Z Kai“)


Ein Todesgott, der sein Death Note aus Langeweile auf die Erde fallen ließ. Nur diejenigen, die es berühren, können ihn sehen und hören. Er hält Lights Ambitionen für eher fragwürdig und macht ziemlich schnell klar, dass er Lights Namen ins Death Note schreiben wird, sollte dieser irgendwann im Begriff sein, zu sterben. Hat eine Vorliebe für Äpfel.

 

 

 


L Lawliet
– Fabian Hollwitz (Mitsuhiko Tsuburaya in „Detektiv Conan“, Daisuke ‚Davis‘ Motomiya in „Digimon“)


Der mysteriöse Ermittler, dessen wahren Namen niemand kennt, sieht sich inzwischen gezwungen, direkten Kontakt zu Soichiro Yagamis Polizei-Einheit aufzunehmen und dieser sein Gesicht zu zeigen. Er will Kira stellen und kann die Gruppe der Verdächtigen mit erschreckender Geschwindigkeit immer stärker eingrenzen.

 

 

 

Weitere Charaktere

Soichiro Yagami – Thomas Schmuckert
Tota Matsuda – Mario Hassert
Watari – Lutz Mackensy
Yuri – Caroline Walch
Raye Penber – Andi Krösing
Naomi Misora – Vera Teltz
Sasaki – Reinhard Kuhnert
Kiichiro Osoreda – Felix Isenbügel

Story:
Light wird von jemandem observiert und muss sich etwas einfallen lassen, um sich des lästigen Verfolgers zu entledigen. Da er mit Hilfe des Death Notes in der Lage ist, Menschen vor ihrem Tod zu manipulieren, kreiert er ein Szenario, in dem sich sein Beschatter zwangsläufig selbst entlarvt: Light schreibt den Namen eines drogensüchtigen Verbrechers ins Death Note und bringt diesen so dazu, einen Bus zu überfallen und alle Passagiere, zu denen natürlich Light, ein Mädchen, welches er alibimäßig auf ein Date einlädt und Lights Verfolger gehören, als Geiseln zu nehmen. Light tut so, als plane er irgendeine waghalsige Aktion, um den Mann, der auf ihn angesetzt wurde, aus der Reserve zu locken. Dieser gibt sich Light als FBI-Agent Raye Penber zu erkennen, um ihn davon abzuhalten, sich in Gefahr zu begeben, woraufhin sich der Junkie ihnen wegen des Getuschels nähert. Dabei lässt Light eine Seite aus dem Death Note fallen, der Geiselnehmer hebt sie auf und wird somit dazu befähigt, Ryuk zu sehen. Panisch verballert er daraufhin sinnlos seine gesamte Munition, um den erschreckenden Todesgott zu erschießen, springt schließlich aus dem Bus und wird von einem Auto überfahren. Für die Außenwelt erweckt das seltsame Verhalten des Busentführers den Anschein, als habe er unter Drogeneinfluss halluziniert. Nun da Light Rayes Namen kennt, kann er ihn mühelos dazu bringen, ihm die Namen seiner 11 Kollegen zu beschaffen und durch das Death Note werden alle 12 FBI-Agenten auf einen Schlag ausgelöscht.

Rayes abruptes Ableben ruft seine Verlobte Naomi Misora auf den Plan, die selbst schon als FBI-Fahnderin mit L zusammengearbeitet hat (siehe „Another Note“) und der festen Überzeugung ist, dass Raye Kira zum Opfer gefallen sein muss. Wie es das Schicksal so will, läuft Naomi nichtsahnend genau diesem in die Arme: Bevor sie Kontakt zu L und der im Fall Kira ermittelnden Polizei-Einheit aufnehmen kann, wird sie von Light abgepasst und in ein Gespräch verwickelt. Bei der nächstbesten Gelegenheit schreibt er den Namen, mit dem sie sich ihm vorstellt, in sein Death Note, doch nichts geschieht! Als Ryuk dem verdutzten Light erklärt, dass es sich dabei lediglich um einen Decknamen handelt, muss sich der Musterschüler angesichts von Naomis überragendem Intellekt und ihren brillianten Schlussfolgerungen schnell etwas einfallen lassen, um ihren tatsächlichen Namen in Erfahrung zu bringen. Wird er es schaffen, bevor sie ihm auf die Schliche kommt? In der Zwischenzeit veranlasst L die vollständige Überwachung der Häuser einiger Polizisten – darunter Lights Zuhause…

Eigene Meinung:
Ich bin verliebt. Vera Teltz gibt eine richtig taffe Naomi Misora ab und es ist ein Genuss ihrer Stimme zuzuhören. Zum Glück tritt L im Laufe dieses Teils nun auch endlich persönlich in Erscheinung, sodass man seine elektronisch verzerrte Stimme nicht mehr lange ertragen muss, bei der es leider sehr schwer fällt, jedes einzelne Wort zu verstehen. Ansonsten wirkt L in den Hörspielen um einiges bissiger als im Original, da er Soichiros Polizei-Einheit gleich bei der ersten Begegnung beleidigt, Ryuk hingegen kommt wesentlich hilfsbereiter rüber. Obwohl er auch in den Hörspielen oft genug klarmacht, dass er Light nicht helfen wird, verrät er ihm hier nur allzu bereitwillig, dass Naomi Misora einen Decknamen benutzt, während Light im Original durch Ryuks höhnisches Gelächter von selbst darauf kommt. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich die Handlung jedoch nicht sonderlich von der des Animes. Die Hörspiele haben zwar einen ganz eigenen Soundtrack, der nicht ganz an den der TV-Serie heranreicht, aber dennoch sehr gut zur Atmosphäre von „Death Note“ passt.

Das 2. Hörspiel umfasst ungefähr die Anime-Folgen 3-7. Dieses Mal ist das Booklet Ryuk und seiner Hörspiel-Stimme Marlin Wick gewidmet. Wer die Geschichte um Light Yagami gerne noch einmal miterleben möchte oder aus irgendeinem Grund noch nie mit „Death Note“ in Berührung gekommen ist, sollte unbedingt zugreifen! Angesichts der riesigen Masse an Anime- und Manga-Hörspielen in Japan, die teilweise völlig neue Geschichten zu den jeweiligen Serien erzählen, ist es immens wichtig, dass die „Death Note“-Hörspiele in Deutschland ein großer Erfolg werden, damit sich Bastei Lübbe künftig vielleicht sogar mal an eine Übersetzung japanischer Anime-Hörspiele herantraut. Dies wäre eine enorme Bereicherung für den deutschen Anime- und Manga-Markt und würde eine klaffende Marktlücke schließen.

Death Note Hörspiel: 02 Kollateralschaden: © 2018 Jonathan Clements, Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Bastei Lübbe

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Death Note Hörspiel: 01 Mustererkennung

Name: Death Note: 01 Mustererkennung
Englischer Name:
Originaltitel: Death Note: 01 Mustererkennung
Herausgebracht: Deutschland: Bastei Lübbe 2018
Autor: Charakterdesign: Takeshi Obata
Original-Story: Tsugumi Ohba
Story: Jonathan Clements
Volumes: 12
UVP: 7,90 €
Synchronstudio: Studio STIL, Berlin
Laufzeit: 53 Minuten (9 Tracks)

Charaktere

Light Yagami – David Turba (Edward Elric in „Fullmetal Alchemist“, Chazz Princeton in „Yu-Gi-Oh! GX“)


Light Yagami ist ein Musterschüler wie er im Buche steht und doch hat er ein finsteres Geheimnis: Mit dem Death Note tötet er Verbrecher, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Doch nicht einmal vor Menschen, die sich einfach nur daneben benehmen oder gar vor Unschuldigen, die gegen „Kira“ ermitteln, macht er Halt…

 

 

 


Ryuk
– Marlin Wick (Whamon in „Digimon“, C19 und Kibito in „Dragon Ball Z Kai“)


Ein Todesgott, der sein Death Note aus Langeweile auf die Erde fallen ließ. Nur diejenigen, die es berühren, können ihn sehen und hören. Er hält Lights Ambitionen für eher fragwürdig und macht ziemlich schnell klar, dass er Lights Namen ins Death Note schreiben wird, sollte dieser irgendwann im Begriff sein, zu sterben. Hat eine Vorliebe für Äpfel.

 

 

 


L Lawliet
– Fabian Hollwitz (Mitsuhiko Tsuburaya in „Detektiv Conan“, Daisuke ‚Davis‘ Motomiya in „Digimon“)


Der mysteriöse Ermittler, dessen Gesicht und wahren Namen niemand kennt. Er stellt Kira eine Falle und kann die Gruppe der Verdächtigen mit erschreckender Geschwindigkeit immer stärker eingrenzen.

 

 

 

 

 

Weitere Charaktere

Soichiro Yagami – Thomas Schmuckert
Sachiko Yagami – Arianne Borbach
Tota Matsuda – Mario Hassert
Paula Virilio – Liane Rudolph
Yui – Sascha Nathan
Clemenceau – Urs Remond

Story:
Eine Geiselnahme. Die Polizei schleicht sich in das Gebäude, doch der Täter ist bereits tot! Immer mehr Verbrecher sterben urplötzlich an einem Herzinfarkt. Manche glauben an die Strafe Gottes, im Internet wird der Verantwortliche hingegen schon bald „Kira“ genannt, „Killer“. Niemand ahnt, dass hinter alledem in Wirklichkeit ausgerechnet der Polizeisohn und Musterschüler Light Yagami steckt. Dieser hat nämlich ein sogenanntes Death Note gefunden, das Notizbuch eines Todesgottes. Um damit jemanden umzubringen, muss man nur seinen Namen hineinschreiben, während man sein Gesicht vor Augen hat und kann sogar den Todeszeitpunkt und die Todesart bestimmen. Tut man dies nicht, stirbt die Person einfach an Herzversagen. Zunächst hat sich Light im Rotlichtviertel nach seinem ersten Opfer umgesehen. Als dort ein Mann eine Frau sexuell belästigt hat, hat Light dessen Namen aufgeschrieben und zugesehen, wie dieser kurz darauf überfahren worden ist. Somit wurde Light klar, dass das Death Note wirklich funktioniert und er machte sich daran, mit dieser Wunderwaffe Unmengen an Verbrechern zu töten.

Ryuk, der unheimliche Todesgott, dem das Death Note gehört hat, taucht eines Tages bei Light auf. Light darf das Notizbuch zwar behalten, aber sollte er es weggeben, wird er alles vergessen, was mit Ryuk und dem Death Note zu tun hat. Schon bald beginnt L, ein weltberühmter Ermittler, sich für den Fall Kira zu interessieren. Er erkennt, dass zwischen all den Herzinfarkten ein Muster besteht und ist überzeugt davon, dass irgendjemand dafür verantwortlich ist. Als er in einer Live-Übertragung Kira höchstpersönlich den Kampf ansagt und dabei sowohl seinen Namen als auch sein Gesicht offenbart, tötet Light ihn natürlich ohne zu zögern. Blöd nur, dass L noch lebt und Kira lediglich eine Falle gestellt hat. Denn der Mann, der sich im Fernsehen als L ausgegeben hat, war in Wirklichkeit bloß ein zum Tode verurteilter Verbrecher. Zu allem Überfluss erklärt der wahre L nun auch noch, dass diese TV-Sendung nur in Tokyo und Umgebung ausgestrahlt wird und somit klar ist, dass sich Kira dort aufhalten muss. Da sich die Morde anfangs alle am späten Nachmittag und in den Schulferien ereignet haben, glaubt L zudem bereits, dass es sich bei Kira um einen Schüler handeln muss und da, seitdem er der Polizei von diesem Verdacht berichtet hat, die Morde urplötzlich auch vormittags stattgefunden haben, vermutet L, dass Kira ein Freund oder Angehöriger von einem der Polizisten sein muss, die im Fall Kira ermitteln. Die Spur führt also von Lights Vater geradewegs zu ihm…

Eigene Meinung:
Für diese 12-teilige Hörspielreihe hat man nicht bloß den Ton aus der deutschen Fassung des Animes genommen und Erklärungen einer Erzählstimme hinzugefügt, wie man es sonst von Anime-Hörspielen gewohnt ist. Stattdessen hat Jonathan Clements basierend auf den Ereignissen der ersten beiden Anime-Folgen ein eigenes Drehbuch in englischer Sprache verfasst, welches Bastei Lübbe ins Deutsche übersetzen und von einem ganz neuen Cast aus Synchronsprechern einsprechen ließ. Dementsprechend muss man sich als Fan der ersten Stunde aber auch erst einmal daran gewöhnen, dass Light und L hier andere Stimmen haben als im Anime und in den Live-Action-Filmen. Allerdings sind hier durchweg sehr bekannte Synchronsprecher am Werk, die diese Umgewöhnungsphase mit ihren sympathischen Stimmen ziemlich kurz ausfallen lassen. Auch die Aufmachung der CD weiß zu überzeugen. So ist das Logo auf dem Booklet mit Konturenlack versehen und darin werden Light und seine Hörspiel-Stimme David Turba vorgestellt. Außerdem bekommt man einen Überblick aller 12 Cover-Motive und darüber, welche „Death Note“-Anime- und Live Action-DVDs und -Blurays es bei Kazé zu kaufen gibt. Wenn man fleißig alle 12 Hörspiele sammelt, ergibt sich sogar ein Rückenbild!

Negativ aufgefallen ist mir eigentlich nur, dass gelegentlich die britischen Einflüsse Jonathan Clements‘ durchscheinen, der ansonsten ein charmantes Drehbuch mit Sinn für Humor vorlegt. So ist nicht etwa die Rede davon, dass Light auf die Universität gehen wird, sondern trotz des japanischen Settings spricht seine Mutter vom „College“. Außerdem erzählt ein Komödiant im Fernsehen, dass Kira ihn auch bestrafen müsse, da er als Student Gras geraucht habe. Sowas mag in westlichen Ländern vielleicht relativ normal sein, aber wer sich mit der japanischen Kultur etwas auskennt, weiß, dass kein Japaner jemals so non-chalant im Fernsehen zugeben würde, gekifft zu haben, da Japaner mit Drogen überhaupt keinen Spaß verstehen. Wer sich dort des Drogenmissbrauchs schuldig macht, braucht sich weder im Fernsehen noch in der Öffentlichkeit je wieder blicken zu lassen. Davon abgesehen, liefert Bastei Lübbe ein hochprofessionelles Produkt ab und macht „Death Note“ einem ganz neuen Publikum zugänglich, den Hörbuchhörern. Es wäre natürlich genial, wenn Leute, die zuvor nie mit Anime in Berührung gekommen sind, durch diese Hörspielreihe auf den Geschmack kommen und vielleicht auch bald Interesse am „Death Note“-Anime oder eben an Animes und Mangas generell entwickeln würden. Die alteingesessenen Fans können sich hingegen über diese neue Adaption des Stoffs freuen. Bleibt zu hoffen, dass die „Death Note“-Hörspiele ein Erfolg werden und Bastei Lübbe künftig weitere Anime-Projekte in Angriff nehmen wird.

Death Note Hörspiel: 01 Mustererkennung: © 2018 Jonathan Clements, Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Bastei Lübbe

 

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Death Note: Another Note – Die BB-Mordserie von Los Angeles

Name: Death Note: Another Note – Die BB-Mordserie von Los Angeles
Englischer Name: Death Note: Another Note – The Los Angeles BB Murder Cases
Originaltitel: Death Note: Another Note – Los Angeles BB Renzoku Satsujin Jiken
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2006
Deutschland: Tokyopop 2008, 2015
Autor: Original-Story: Tsugumi Ohba
Story: Nisio Isin
Illustrator: Takeshi Obata
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 16,00 € (Hardcover)
9,95 € (Softcover)

Story:
Die hübsche FBI-Fahnderin Naomi Misora ist nach einem schwerwiegenden Fehler beurlaubt und spielt sogar mit dem Gedanken, ihren Job zu kündigen. Völlig überraschend holt sie ausgerechnet die Computerstimme des weltberühmten Meisterdetektivs L aus ihrem Tief und beauftragt sie mit geheimen Ermittlungen in einer Mordserie in Los Angeles, die bereits drei Opfer hervorgebracht hat. Eigentlich viel zu wenig, um ein Genie wie L auf den Plan zu rufen. Was steckt also wirklich hinter diesem Fall? Inwiefern ist er für L von persönlichem Belang? Naomi bleibt keine Zeit darüber nachzudenken, denn die Zeit drängt: Da an jedem Tatort Strohpuppen platziert wurden, deren Anzahl mit jedem Mord um eins abgenommen hat (4 am ersten Tatort, 3 am zweiten und 2 am dritten), ist es sehr wahrscheinlich, dass es noch einen vierten und letzten Mord geben wird, den Naomi mit allen Mitteln verhindern soll. Dabei tritt sie immer nur telefonisch mit L in Kontakt. Glaubt sie zumindest…

Denn gleich als sie den ersten Tatort inspiziert, kommt unter dem Bett eine merkwürdige Gestalt namens Luee Ryuzaki hervor, die dunkle Augenringe und eine Vorliebe für extrem süße Speisen und Getränke hat. Der Mann stellt sich ihr als Detektiv vor, der von den Angehörigen der Mordopfer angeheuert wurde und zu Naomis Entsetzen ist er im Besitz des Kreuzworträtsels, das der Täter 9 Tage vor seinem ersten Mord ans Polizeihauptquartier geschickt hat und welches sich eigentlich in Ls Besitz befinden soll! Außerdem hat er jenes Rätsel trotz seines hohen Schwierigkeitsgrades ebenso wie L komplett gelöst und herausgefunden, dass das Ergebnis die Adresse des ersten Opfers ist. Obwohl Naomi Ryuzaki einfach nur widerlich und gruselig findet, rät L ihr, mit ihm gemeinsam zu ermitteln und tatsächlich liefert er ihr am laufenden Band entscheidende Hinweise, um die geheimen Botschaften des Mörders zu entschlüsseln. So finden sie an jedem Tatort Hinweise auf den jeweils nächsten Mord, bis sie schließlich den dritten Tatort erreichen. Können sie herausfinden, wo sich der vierte Mord ereignen wird und wer das Opfer sein wird? Und wird es ihnen gelingen, die Tat zu verhindern?

Eigene Meinung:
„Death Note: Another Note – Die BB-Mordserie von Los Angeles“ ist 2008 von Tokyopop als noble Hardcover-Ausgabe mit schwarzem Leineneinband, weißer Banderole und Metallaufdruck veröffentlicht worden. Sogar ein schwarzes Lesebändchen ist an dem Buch befestigt, sodass man kein Lesezeichen benötigt. Mittlerweile ist dieser erste „Death Note“-Roman allerdings auch als günstigere Softcover-Variante erhältlich. Inhaltlich braucht sich „Another Note“ absolut nicht hinter dem Manga zu verstecken. Es gelingt Nisio Isin meisterhaft die Raffinesse und den gelegentlich durchschimmernden Humor des Originals in diesen Roman einfließen zu lassen, der übrigens aus der Sicht von Mello geschrieben ist. Wie L z. B. Naomi aus heiterem Himmel fragt, ob Ryuzaki gut aussieht und diese völlig unverblümt antwortet, dass er in ihren Augen eine erbärmliche Missgeburt ist, die sich umbringen sollte, woraufhin zunächst betretenes Schweigen herrscht, ist einfach urkomisch. Auch sonst sind Naomi und Ryuzaki einfach ein herrlich ungleiches Paar.

In gewisser Weise stellt „Another Note“ ein Prequel des Mangas dar, da hier der Fall geschildert wird, an dem Naomi und L einst zusammen gearbeitet haben und der im Manga nur beiläufig von ihr erwähnt wird. Dennoch solltet ihr den Roman nur lesen, wenn ihr bereits mit der Originalgeschichte bestens vertraut seid, da doch einiges an Vorkenntnissen erforderlich ist, um mitzukommen und ihr sonst Gefahr lauft, euch im Hinblick auf die Hauptreihe zu spoilern.

„Another Note“ kann als Kanon betrachtet werden und der Fall hat weit mehr mit dem Death Note oder viel mehr den Shinigamis zu tun, als man zu Beginn vermuten könnte, obwohl darin kein Death Note vorkommt. Störend sind lediglich die doch sehr befremdlichen Namen der Opfer („Backyard Bottomslash“ und „Bluesharp Babysplit“ u. a.) und dass Takeshi Obata keine Illustrationen von den Tatorten beigesteuert hat. Bis zum Schluss bleibt das Rätsel hinter der Mordserie undurchsichtig, um dann meisterhaft und überraschend aufgelöst zu werden. Auf dem Weg zur Aufklärung des Falls erwarten den Leser viele kleinere Rätsel, die zum Mitdenken und Knobeln einladen, was das Buch zu einem Leckerbissen für alle Krimi-Fans macht. Für „Death Note“-Fans sowieso ein Muss!

Death Note: Another Note – Die BB-Mordserie von Los Angeles: © 2006 Nisio Isin, Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Shueisha / Tokyopop

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Platinum End

Name: Platinum End
Englischer Name: Platinum End
Originaltitel: Platinum End
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2015
Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Story: Tsugumi Ohba
Zeichnungen: Takeshi Obata
Bände: 8 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Als Mirai Kakehashi 7 Jahre alt ist, sterben seine Eltern und sein Bruder, als sie ins Auto steigen und es explodiert. Von da an muss Mirai bei seiner Tante und seinem Onkel leben, die ihn wie einen Sklaven behandeln, der für sie den Haushalt machen muss. Am letzten Tag der Mittelschule beschließt er, diesem armseligen Dasein ein Ende zu setzen und springt vom Dach eines Hochhauses. Doch Nasse, ein Engel der Superklasse, fängt ihn auf und erklärt ihm, dass sie ihn glücklich machen will. Dafür stattet sie ihn mit Flügeln aus, die für normale Menschen unsichtbar sind und mit denen er schneller als das menschliche Auge fliegen kann. Außerdem bekommt er auch noch zwei Pfeile: einen roten und einen weißen. Der rote Pfeil bewirkt, dass sich die Person, die Mirai damit trifft, unabhängig von Geschlecht und Alter, für 33 Tage in ihn verliebt. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich die Getroffenen sogar von ihm manipulieren. Mirai testet den Pfeil an seiner Tante, um, auf einen Hinweis von Nasse hin, die Wahrheit über den Tod seiner Familie zu erfahren. Zu seinem Entsetzen gesteht seine Tante, dass sie und ihr Mann die tödliche Explosion verursacht haben, um alleinige Erben des großväterlichen Vermögens zu sein. Sie hatten nicht damit gerechnet, dass Mirai noch Mal ins Haus laufen würde, um seine Hausaufgaben zu holen und somit der Explosion als Einziger entgehen würde. Sie haben ihn nur bei sich aufgenommen, um die Versicherungssumme zu kassieren. Voller Wut sagt Mirai, dass seine Tante und sein Onkel hätten sterben sollen, woraufhin sich seine Tante unter Einfluss des Pfeils das Küchenmesser in den Hals rammt und stirbt.

Mirai haut ab und verschafft sich mit Hilfe des roten Pfeils ein Hotelzimmer. Die Schuldgefühle wegen seiner Tante machen ihn total fertig, doch Nasse hat dafür wenig Verständnis. Sie legt ihm sogar nahe, seinen Onkel mit dem weißen Pfeil zu töten, um das Erbe zu bekommen. Der weiße Pfeil ist nämlich ein Sterbehilfe-Pfeil, der einen schmerzfreien Tod garantiert. Doch das kann er nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Stattdessen bringt er seinen Onkel mit dem roten Pfeil dazu, sich zu stellen und kommt auf diese Weise an das Geld, um sich eine eigene Wohnung kaufen zu können. Nun kann Mirai auf die Highschool gehen und endlich sein Glück finden… oder auch nicht. Denn Nasse erklärt ihm, dass er einer von 13 Gottesanwärtern ist. Auch die anderen 12 sind Menschen, die schon mit dem Leben abgeschlossen hatten und jeder von ihnen wurde von einem Engel gerettet. Allerdings haben manche von ihnen nur die Flügel oder nur den roten Pfeil oder Flügel und den roten aber nicht den weißen Pfeil. Das hängt ganz davon ab, auf welchem Rang sich der jeweilige Engel befindet. Die Gottesanwärter können alle Engel, Flügel und Pfeile – also auch die der anderen Gottesanwärter – sehen und so herausfinden, wer die restlichen sind. Schon bald artet das in einen Kampf auf Leben und Tod aus, denn Metropoliman, ein Gottesanwärter mit Engel der Superklasse, der sich als Superheld ausgibt, macht Jagd auf die anderen Gottesanwärter. Einen hat er schon mit dem weißen Pfeil getötet. Er will Gott werden, indem er einfach alle anderen Gottesanwärter umbringt. Nun ist Mirai natürlich ganz besonders auf der Hut, doch schon auf dem Weg zur Schule sieht er einen fremden Engel und outet sich somit als Gottesanwärter. Ausgerechnet Saki, das Mädchen, in das Mirai heimlich verliebt ist, verpasst ihm daraufhin einen roten Pfeil…

Eigene Meinung:
Endlich mal wieder was Neues von dem Autoren-Team von „Death Note“ und „Bakuman.“. Nachdem „Bakuman.“ eine eher realistisch gestaltete Geschichte über zwei werdende Mangaka gewesen ist, kommt „Platinum End“ wieder eher nach „Death Note“: Ein Junge wird von einem magischen Wesen mit der Macht ausgestattet, andere Menschen zu manipulieren und zu töten. Nur sind es dieses Mal keine Shinigami sondern Engel, wobei man sich oft genug fragt, was in den Köpfen der Engel und von Gott schief läuft, da sie über keinerlei Moralvorstellungen zu verfügen scheinen. Die Stimme der Vernunft übernimmt in „Platinum End“ daher Mirai, der menschliche Protagonist. Mit seiner Rechtschaffenheit und seinen ethischen Prinzipien ist er das krasse Gegenteil von Light Yagami, dem Protagonisten von „Death Note“. Während Light eine intakte Familie hatte und sich mehr und mehr zum Psychopathen entwickelte, hat Mirai eine schreckliche Vergangenheit gehabt und bringt es dennoch nicht übers Herz, Menschen zu töten. Dadurch zieht „Platinum End“ den Leser noch stärker in seinen Bann als es „Death Note“ getan hat, denn man kann sich gut mit Mirai identifizieren und findet ihn auf Anhieb sympathisch.

Ich musste beim Lesen sofort daran denken, wie sich die Protagonisten von „Bakuman.“ in einer Szene darüber unterhalten haben, dass es kaum Mangas gibt, die von Engeln handeln. Nun stopfen Tsugumi Ohba und Takeshi Obata diese Marktlücke kurzerhand selbst und das auf gewohnt hohem Niveau. Ich war echt froh, dass ich Band 1 UND 2 da hatte, als ich mit dem Lesen angefangen habe, denn so konnte ich direkt beide Bände in einem Rutsch lesen. Andernfalls wäre ich wohl vor Spannung gestorben. Wenn Mirai in den kommenden Bänden noch etwas aktiver wird, kann diese Reihe „Death Note“ mühelos übertreffen! Auch von der Umsetzung bin ich total begeistert: Tokyopop hat jeden Band originalgetreu mit einer Holo-Effekt-Folie versehen, was wunderschön aussieht und obwohl dementsprechend kein Kennenlernpreis wie bei den anderen SHONEN ATTACK!-Titeln möglich war, liegt dem ersten Band zumindest eine persönliche Grußkarte der Autoren als Extra bei. Sie ist schwarz-weiß und mit Autogrammen versehen und auch im zweiten Band findet ihr eine Karte mit tollem Farbmotiv. Euch erwartet eine reife, äußerst spannende Story, die zum Nachdenken anregt und durch Takeshi Obatas prachtvolles Artwork abgerundet wird. Absolute Kaufempfehlung an alle Manga-Fans über 16, für „Death Note“-Fans sowieso ein Muss!

Platinum End: © 2015 Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Shueisha / Tokyopop

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Tokyopop kündigt November-Neuheiten an

VerlagslogoTokyopop haben heute die Neuheiten für den Monat November, Erscheinungstermin 13. Oktober 2016, angekündigt:

  • Platinum End von Takeshi Obata / Tsugumi Ohba – 2+ Bände für je 6,95 €
  • Re:Zero – Capital City (OT: „Re: zero kara hajimeru isekai seikatsu“) von Tappei Nagatsuki / Daichi Matsuse / Shinichirou Otsuka – 2 Bände für je 6,95 €
  • Yona – Prinzessin der Morgendämmerung (OT: „Akatsuki no Yona“) von Mizuho Kusanagi – 20+ Bände, Band 1+2 für je 4,95 €, ab Band 3 6,50 €
  • Die Blume und der Schmetterling (OT: „Hana to chou“) von Hinako Takanaga – Einzelband für 6,95 €
  • Otona-chan. von Lily Umiyuki – Einzelband für 6,95 €

Monatsübersicht:

  • 1001 Knights, Band 8
  • ano-hana, Band 3 (Abschlussband)
  • Bleach, Band 71
  • Cagaster, Band 5
  • Dein Verlangen gehört mir, Band 3
  • Die Blume und der Schmetterling
  • Die Braut des Magiers, Band 5
  • Ein Freund für Nanoka, Band 2
  • Hiyokoi, Band 10
  • Hong Kong Dragnet, Band 2 (Abschlussband)
  • Kuro, Band 2
  • Love Trouble Darkness, Band 15
  • Mein göttlicher Verehrer, Band 3
  • Merry Nightmare, Band 6
  • Nach der Schule: Liebe, Band 4
  • Otona-chan.
  • Platinum End, Band 1
  • Re:Zero – Capital City, Band 1
  • Scary Lessons, Band 19
  • School Court, Band 3 (Abschlussband)
  • Sun-Ken Rock, Band 10
  • Tokyo ESP, Band 7
  • Yona – Prinzessin der Morgendämmerung, Band 1
  • Yona – Prinzessin der Morgendämmerung, Band 2

Quelle: tokyopop.de

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Tsugumi Ohba und Takeshi Obata starten „Platinum End“

Bakuman. Band 20Die 44. Ausgabe des Weekly Shonen Jump Magazins von Shueisha kündigt an, dass Tsugumi Ohba und Takeshi Obata (u.a. „Death Note„, „Bakuman.„) einen neuen Manga starten. Die neue Serie trägt den Titel „Platinum End“ und startet in der Dezember-Ausgabe des Jump SQ Magazins von Shueisha, welche am 04. November erscheint.

In der neuen Serie soll es um einen Menschen und einen Engel gehen. Weitere Details sind nicht bekannt. Die 45. Ausgabe des Weekly Shonen Jump Magazins wird als Spezial den Anfang des Manga enthalten.

Quelle: ANN

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Death Note

Name: Death Note
Englischer Name: Death Note
Originaltitel: Death Note
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2003
Deutschland: Tokyopop 2006
Mangaka: Story: Tsugumi Ohba
Zeichnungen: Takeshi Obata
Bände: 13 Bände / 6 Bände (Black Edition)
Preis pro Band: 6,50 € (Taschenbuch)
14,00 € (Black Edition)
79,95 € (Complete Box)

Death Note Band 1Story
Light Yagami ist 17 Jahre alt und hoch intelligent. Er ist schon öfter im landesweiten Vergleichstest erster geworden und er verbringt viel Zeit mit dem Lernen. Doch eines Tages findet er ein Notizbuch, das sein ganzes Leben verändert. Das schwarze Notizbuch trägt den ominösen Namen „Death Note“ und verspricht dem Besitzer ungeahnte Macht. Das „Death Note“ gehört eigentlich dem Todesgott Ryuk, der es aber in der Menschenwelt verloren hat. Dadurch, dass Yagami es gefunden hat, ist er nun der rechtmäßige Besitzer des „Death Note“.

Das Buch erlaubt es Light von nun an Menschen zu töten. Denn wer den Namen eines Menschen in das „Death Note“ einträgt und sich dabei das Gesicht desjenigen, den man töten möchte vorstellt, kann sein Opfer nicht nur töten, sondern auch die Todesursache eintragen. Es kann aber immer nur ein Mensch pro Name getötet werden und es ist auch nicht notwendig sich eine Todesursache auszudenken. Trägt man keine Todesursache ein, stirbt der Betroffene einfach an Herzversagen. Auch kann man den Todeszeitpunkt des Opfers festlegen.

Light hält das Ganze erst für einen schlechten Scherz, kann der Versuchung das „Death Note“ auszuprobieren aber nicht widerstehen. Im Fernsehen hört er von einer Geiselnahme und erfährt den Namen und das Aussehen des Geiselnehmers. Ungläubig trägt er den Namen in das „Death Note“ ein und wartet. Kurz darauf erfährt er aus dem Fernsehen, dass der Geiselnehmer tot sei. Laut Polizei wahrscheinlich an Herzversagen gestorben.
Natürlich ein Zufall, wie Light denkt. Deswegen unterzieht Light das „Death Note“ noch einer Probe und gibt diesmal auch den Todesumstand an. Im nächsten Moment wird der Motorradfahrer, der gerade eine Frau belästigt hatte, von einem LKW überfahren, wie Light es notiert hatte.

Death Note Band 2Nun erkennt er, das ihm das „Death Note“ die Chance gibt das Böse aus der Welt zu schaffen und eine, wie er glaubt, perfekte Welt zu erschaffen. Genau das erzählt er auch Ryuk, der ihn später in seinem Zimmer besucht. Dieser scheint sein „Death Note“ gar nicht zufällig verloren zu haben, sondern absichtlich, um mitzuerleben, wie die Welt der Menschen sich verändert und um seinen Spaß zu haben. Das verschweigt er Light allerdings, als er ihn darüber aufklärt, dass nur Light ihn sehen kann und sonst kein Mensch. Von nun an ist Ryuk immer an Lights Seite, der fleißig auf sein Ziel von einer perfekten Welt hin arbeitet. Doch das „Death Note“ hat noch ein Paar andere Besonderheiten zu bieten. Das Sterben vieler Verbrecher bleibt nicht unbemerkt und schon bald ist nicht nur die Polizei hinter dem unbekannten Mörder Light her.

Eigene Meinung
Der Manga „Death Note“ ist in Japan ein riesiger Erfolg und das nicht umsonst. Der Zeichenstil ist klasse und die Story sehr spannend. Inhaltlich beschäftigt sich der Manga aber nicht nur mit dem Wettkampf zwischen Light und seinen Verfolgern, sondern auch mit der Frage ob das, was Light tut, richtig oder falsch ist. Ist es in Ordnung jemanden zu töten, weil er ein Verbrecher ist? Ist es wirklich eine perfekte Welt, wenn sich jeder vor seinem plötzlichen Tod fürchten muss? Kann man Light einen Vorwurf machen, weil er die Macht des „Death Note“ benutzt? Fragen, die verallgemeinert schon oft Themen in der Philosophie waren. Der philosophische Aspekt macht den Manga aber keinesfalls langweilig, er ist eher das i-Tüpfelchen, das die ganze Sache perfekt abrundet.

© BrainBug

Death Note: © 2003 Tsugumi Ohba, Takeshi Obata, Shueisha/ Tokyopop

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Bakuman.

Name: Bakuman.
Englischer Name: Bakuman.
Originaltitel: Bakuman.
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2008
Deutschland: Tokyopop 2009, 2015
Mangaka: Story: Tsugumi Ohba
Zeichnungen: Takeshi Obata
Bände: 20 Bände / 4 Boxen
Preis pro Band: 6,50 € (Taschenbuch)
24,95 € (Box)

Bakuman. Band 1Story
Moritaka Mashiro ist ein 14-jähriger Mittelschüler. Abgesehen von einem gewissen künstlerischen Talent ist er in der Schule eher mittelmäßig, seiner Zukunft sieht er ohne große Erwartungen entgegen. Sein großer Schwarm ist seine Klassenkameradin Miho Azuki. Aber obwohl er sonst nicht gerade auf den Mund gefallen ist, traut er sich nicht einmal sie anzusprechen.

Eines Tages lässt Moritaka sein Heft in der Schule liegen. Ein folgenschweres Missgeschick, denn in dieses Heft hat er während des Unterrichts Zeichnungen von Miho gemalt, was auch noch prompt dem Klassenstreber Akito Takagi aufgefallen ist. Dieser stellt Moritaka vor eine Entscheidung: Er bekommt sein Heft nur zurück, wenn die beiden zusammen ein Mangaka-Duo bilden. Tatsächlich verfügt Akito über ziemliches Erzähltalent. Trotzdem ist Moritaka zunächst alles andere als begeistert und lehnt ab…

Dabei könnte sich der junge Zeichner gut mit einer Karriere als Mangaka anfreunden. Schon sein Onkel und großes Vorbild war ein recht beliebter Mangazeichner. Leider bekam Moritaka durch ihn auch die Schattenseiten des Freiberuflerlebens mit und bleibt deswegen auf dem Boden der Tatsachen: Ein Mangaka bleibt ein Glücksspieler – so lange, bis er mehrere Erfolge hintereinander landen konnte. Der Weg bis dahin ist ebenso langwierig wie steinig und erfordert viel Fleiß und Ausdauer.

Doch Akito bleibt hartnäckig. Er schleppt seinen neuen Freund zum Haus von Miho und verkündet dem Mädchen lauthals, er werde Mangaka. Miho, die selbst gerne Synchronsprecherin werden möchte, ist sofort Feuer und Flamme. Dem überrumpelten Moritaka bleibt nichts Anderes übrig, als sich als Akitos Zeichner zu bekennen und seiner Angebeteten die weibliche Hauptrolle bei einer etwaigen Animeverfilmung einer zukünftigen Serie anzubieten. Dann gehen die Gefühle mit ihm durch: Im Eifer des Gefechts bittet er Miho ihn zu heiraten, sollten sich ihrer beider Träume erfüllen. Zu seiner Überraschung stimmt sie zu! Damit beginnt der Weg von Akito und Moritaka an die Spitze des japanischen Manga-Himmels…

Bakuman. Band 2Eigene Meinung
„Bakuman.“ erzählt die Geschichte zweier Mittelschüler, die es sich in den Kopf gesetzt haben, Japans beste Mangaka zu werden. Ein hartes Brot, dass sie sich verdienen wollen. Aber schließlich tun sie es nicht nur im Hinblick auf Ruhm und Profit, sondern in erster Linie wegen einer Herzensangelegenheit! Wer spätestens jetzt aber meint, er bekäme es mit einer gewöhnlichen Love-Comedy-Serie zu tun, der täuscht sich gewaltig.

Nicht nur, dass der Leser selbstverständlich an die Höhen und Tiefen des Mangaka-Berufs herangeführt und sämtliches nötiges Know-how für angehende Zeichner geschildert wird. Wer aufmerksam liest kann tatsächlich auch einiges über die japanische Gesellschaft und Mentalität erfahren. Nebenbei werden zahlreiche wichtige charakterisierende Begriffe thematisiert und zum Teil erläutert – häufig im Text, ab und an durch Fußnoten von Tokyopop. Letztere bleiben allerdings etwas fragwürdig. Zum einen tauchen im Glossar Begriffe wie „Mangaka“, „Anime“ oder „Gag-Manga“ auf, die der zu erwartenden Leserschaft zur Genüge bekannt sein dürften und überdies in der Serie selbst zur Genüge thematisiert werden. Auf der anderen Seite wird z.B. der Begriff „freeter“ aus dem Japanischen (dt. etwa „Freischaffender“ oder „Jobber“) einfach ins die deutsche Sprache übersetzt, der Begriff „NEET“ (jap. Bezeichnung für einen Arbeitslosen) dagegen in einer Fußnote erklärt. Das Auswahlsystem, nach dem hier vorgegangen wurde, bleibt ungewiss.

Nicht nur für den Kopf, auch für die Augen bietet „Bakuman.“ einiges. Gewohnt hochwertige, detaillierte Bilder mit häufig großflächigen Panels zeugen ein weiteres Mal von der Klasse eines Takeshi Obata (u.a. „Hikaru no Go“). Zudem gibt es am Ende jedes Kapitels – passend zum Thema – die Produktion des Manga vom Storyboard von Tsugumi Ohba bis hin zur fertigen Seite, wie sie in der Serie zu sehen ist.

„Bakuman.“ ist gleichermaßen eine interessante und lehrreiche Serie, die nicht nur Wissen für zukünftige Mangaka vermittelt. Liebenswerte Charaktere und eine ansprechende Handlung versprechen vergnügliche Lesestunden.
Absolute Kaufempfehlung!

© Rockita

Bakuman.: © 2008 Tsugumi Ohba & Takeshi Obata Shueisha / Tokyopop

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