Rumiko Theater

Name: Rumiko Theater
Englischer Name:
Originaltitel: Takahashi Rumiko gekijō:
P No Higeki
Senmu no Inu
Akai Hanataba
Unmei no Tori
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2003
Deutschland: EMA 2006
Mangaka: Rumiko Takahashi
Bände: 4 Bände, wird fortgesetzt (in Deutschland nach Band 2 eingestellt)
Preis pro Band: 5,00 €

Rumiko Theatre Band 1Story
Bei „Rumiko Theater“ handelt es sich um einen Sammelband aus sechs Kurzgeschichten der Erfolgsautorin von „InuYasha“ und „Ranma 1/2“ Rumiko Takahashi. In diesem ersten Band entstanden die Kurzgeschichten in den Jahren 1987 bis 1993, von denen ich die ersten beiden näher beschreiben werde.

In Das P-Theater geht es um die Familie Haga, die in einer Wohnsiedlung lebt, in der das Halten von Haustieren aufs Strengste verboten ist. Ungeachtet dessen überrascht Herr Haga eines Abends seine Freu und seinen kleinen Sohn Kota mit einem Pinguin, auf den er für einen wichtigen Geschäftspartner eine Woche lang aufpassen soll. Verständlicherweise ist Frau Haga zunächst nicht begeistert, zumal ihre Nachbarin Frau Kakei, eine Vertreterin der Anti-Hautier-Partei in der Wohnsiedlung, ständig vor der Tür der Hagas steht und sich über den Lärm, der surch Kota verursacht wird, beschwert. Doch der Pinguin, Pitto-kun genannt, schafft es schnell, ihr Herz im Sturm zu erobern. Von jetzt an ist für Frau Haga jeder Tag ein Schwanken zwischen Entdeckung und Nicht-Entdeckung, zumal auch noch Kota seine Mitschüler, unter denen sich auch der Sohn von Frau Kakei befindet, einlädt, damit diese sich den Pinguin ansehen können. Doch Hiroshi Kakei ist da schlauer als Kota und hält dicht, ebenso wie die anderen Kinder, die lediglich ihren Geschwistern davon erzählen. Bei Frau Haga taucht allerdings immer wieder die Frage auf, was Frau Kakei eigentlich so schlimmes gegen Tiere hat und versucht, eine Lösung zu finden…

Rumiko Theatre Band 2In Der romantische Geschäftsmann dreht sich alles um Yukari, die mit nur einer Handvoll Angestellten eine mehr schlecht als recht laufenden Hochzeitshalle betreibt. Nach immer häufigeren Rückschlägen beschließt sie, den Laden dicht zu machen, zumal sie immer noch auf die Abfindung von ihrer Scheidung wartet. Als Yukari mit den letzten drei Angestellten, die sie nicht allein lassen wollen, einen Grabbesuch bei ihrem Vater macht, trifft sie dort zufällig ein älteres Paar. Der Mann erählt, er habe vor 30 Jahren selbst in der „Villa Romantik“ gearbeitet, bis er genug Geld zusammen hatte, um in Amerika neu anzufangen. Kurz vor seiner Abreise wurden ihm ebendieses Geld gestohlen, doch Yukaris Vater streckte ihm das Geld vor, woraufhin er in Amerika sein Glück machte. Nun ist er nach Japan zurück gekehrt um in der „Ville Romantik“, die ihm so viel gebracht hat, seine langjährige Freundin zu heiraten. Yukari stimmt dieser letzten Hochzeit zu und es kommt zu ungeahnten Verwicklungen…

Eigene Meinung
Am Zeichenstil merkt man ganz deutlich, dass es sich auch bei „Rumiko Theater“ um ein Werk Rumiko Takahashis handelt, weswegen sich die Fans wohl auch darauf stürzen werden.

Von den Stories her kann man diese Handlung voll verstehen und auch befürworten. Diese sind ebenfalls im typischen Takahashi-Stil mit viel Humor und (un-)möglichen Problemen. Bei „Der romantische Geschäftsmann“ merkt man daher noch ganz deutlich, dass sie die älteste Geschichte (von 1987) ist, da es die einzige, fast ganz erste Geschichte ist.

Einzig und allein die Behauptung, dass die Handlungen von Rumiko Takahashi in ähnlicher Form erlebt habe, kann ich nicht ganz glauben…

© Rockita

Rumiko Theatre: © 2003 Rumiko Takahashi, Shogakukan / EMA

Ruinenmärchen

Name: Ruinenmärchen
Englischer Name:
Originaltitel: Haikyo Shoujo
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2013
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Tsukiji Nao
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

RuinenmärchenStory:
Der Einzelband „Ruinenmärchen“ enthält vier in sich abgeschlossene Kurzgeschichten, die sich alle mit dem Thema Ruinen auseinandersetzen.

In der ersten Geschichte „Das Mädchen in der Ruine“ trifft man auf die junge Kazeko, die vor drei Jahren von einem Mann in einer verfallenen Ruine gefangen gehalten wurde, bis ihr die Flucht gelang. Sie ist bemüht ein normales Leben zu führen, was jedoch von ihrer besten Freundin Momoka durchkreuzt wird, die sie eines Tages zum Ort des Geschehens zurückbringt und ihr drei Tage Zeit gibt, um etwas wiederzufinden, was sie damals verloren hat …

„Der Mann, der die Musik sehen konnte“ handelt von dem alten Musiklehrer Sumida, der nach einer seltsamen Begegnung mit einem jungen Mann in der Lage ist die Musik zu sehen. Dabei sind gerade seine eigenen Töne derart dämonisch, dass er zumeist vor der Musik flieht, ohne zu erkennen, dass ihm seine Melodien etwas Wichtiges sagen wollen …

In „Das Mädchen in der Kommode“ begegnet der Dioramenbauer Toru Kozue, einer Patientin seines verstorbenen Zwillingsbruders. Da das Mädchen ihn für ihren Arzt hält, nimmt sie Toru mit sich und er lernt sie kennen und lieben. Doch hinter Kozues Krankheit und dem seltsamen Tod seines Bruders steckt mehr, als Toru anfangs geglaubt hat …

Die Kurzgeschichte „Der Hügel auf dem Hut“ dreht sich um den Hutmacher Toma, der sich lediglich für Geld interessiert und daher ausgefallene Hüte für Adelige und Wohlhabende gestaltet. Als ihn die Einladung des Königs zu einer verwunschen Ruine mitten im Wald führt und diese nicht mehr verlassen kann, schlägt er dem Hüter des Ortes einen Handel vor – er fertigt für die Geister Totenhüte an und darf dafür diesen Ort verlassen …

Eigene Meinung:
Mit „Ruinenmärchen legt die Künstlerin Tsukiji Nao einen weiteren wundervollen, fantasiereichen Kurzgeschichtenband vor, in dem sie sich der Thematik Ruinen auf sehr vielfältige Weise widmet. Der Manga steht ihren bisherigen Veröffentlichungen „Adekan“ und „Golden Tales“ in nichts nach.

Alle Geschichten sind ungewöhnlich und wissen durch ihre mal lustige, mal dramatische Grundstimmung und ihre fantasievolle Atmosphäre zu gefallen. Man spürt deutlich, wie sehr der Künstlerin die einzelnen Mangas gefallen haben und wie viel Spaß sie an der Umsetzung hatte. Die meisten Geschichten haben ein Happy-End, zumeist regen sie auch zum Nachdenken an und bieten viel Spielraum für eigene Gedanken und Spekulationen. Zudem hätte man die ein oder andere Geschichte durchaus umfangreicher und ausführlicher ausarbeiten können, doch das hätte wahrscheinlich den Rahmen gesprengt. Dank der bunten Mischung ist für jeden etwas dabei, egal ob man es witzig, dramatisch oder fantastisch mag – Tsukiji Nao bietet für jeden Geschmack etwas und überzeugt mit einer sehr schönen, bildgewaltigen Umsetzung.

Auch die unterschiedlichen Charaktere, die im Mittelpunkt der einzelnen Geschichten stehen, wissen zu gefallen. Besonders schön ist ihr Versuch einen alten Mann ins Zentrum zu rücken und damit aus dem üblichen Schema auszubrechen. Dies ist ihr ebenso gut gelungen, wie die Darstellung der jungen Männer und Frauen, die normalerweise den Platz der Hauptfigur einnehmen und alle sehr interessante und in sich logische Charaktere sind.

Wie nicht anders zu erwarten sind die Zeichnungen der Künstlerin eine wahre Augenweide. Noch imposanter, noch eindrucksvoller, noch detaillierter – Tsukiji Nao übertrifft sich selbst und präsentiert so wundervolle Hintergründe und atemberaubende Bildkompositionen, dass man den Manga nicht so schnell zur Seite legen kann. Gerade die Illustrationen zu „Der Mann, der die Musik sehen konnte“ sind unbeschreiblich filigran und in sich stimmig. Wie sie im Nachwort schrieb, hat sie es genossen, die Hintergründe auszuarbeiten und sich in den Details zu verlieren – und dies überträgt sich auch auf den Leser. Man genießt jede Seite, teilweise ist es sogar schade, dass der Manga so klein ist, da Tsukiji Naos Bilder den kleinen Rahmen sprengen und in einem größeren Format wesentlich besser zur Geltung kommen würden.

„Ruinenmärchen“ ist eine wunderschöne, fantasievolle und interessante Kurzgeschichtensammlung von Tsukiji Nao und wesentlich besser gelungen, als „Golden Tales“. Der Einzelband besticht durch ausgefallene und ungewöhnliche Geschichten und Charaktere rund um das Thema Ruinen und entführt den Leser in eine gänzlich andere Welt. Dank der detaillierten, jugendstilartigen und beträumten Zeichnungen und Hintergründe, ist dieser Manga optisch ein Highlight und allein wegen der Bilder ein Muss für Shojo- und Fantasyfans. Wer Tsukiji Nao mag wird an diesem Manga nicht herumkommen. Ohne Einschränkung zu empfehlen.

© Koriko

Ruinenmärchen: © 2013 Tsukiji Nao, Kodansha Ltd., Tokyo / EMA

Rozen Maiden

Name: Rozen Maiden
Englischer Name:
Originaltitel: Rozen Maiden
Herausgebracht: Japan: Gentosha 2003
Deutschland: Tokyopop 2005
Mangaka: Peach-Pit
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,50 € (Band 1-7)
5,00 € (Band 8)

Rozen Maiden Band 1Story
Jun Sakurai hat keine Lust auf die Schule und lebt viel lieber sein seltsames Hobby aus. Über das Internet bestellt er seltsame und absurde Dinge und schickt sie kurz vor Ende der Umtauschfrist zurück. Mit seiner älteren Schwester lebt er zusammen in einem Haus, da die Eltern auf der ganzen Welt unterwegs sind.

Jun bekommt mal wieder eine neue Lieferung. Unter anderem ist ein Brief dabei, auf dem er auswählen soll zwischen „Aufziehen“ und „nicht aufziehen“. Nachdem er gewählt hat, soll er den Brief in die zweite Schublade seines Schreibtisches legen, was er natürlich macht. Doch dann platzt seine Schwester in sein Zimmer und versucht ihn zu überzeugen, doch wenigstens mit ihr zu essen oder wieder zur Schule zu gehen. Wenig später schaut er in die Schublade und der Brief ist weg. Ob ihn wirklich der Geist Horie geholt hat? 😉

Am nächsten Tag schreit seine Schwester durchs ganze Haus, da ein kleiner Koffer vor der Tür steht. Selbst Jun ist überrascht und öffnet nur langsam den Koffer. Darin befindet sich eine Puppe und neben ihr ein kleiner Schlüssel zum Aufziehen. Seine Schwester ist total glücklich, weil sie glaubt er würde nun endlich erwachsen werden und hätte sich eine Sexpuppe gekauft. Jun hebt die Puppe hoch und wundert sich wie groß und weich sie ist. Nachdem er sie gedreht und gewendet hat, sieht er den Aufzieher, sucht das Loch, findet es und dreht mit dem Schlüssel um.

Die Puppe beginnt sich von selbst hinzustellen, öffnet die Augen und ohrfeigt ihn erst einmal. Sie regt sich über sein Verhalten auf und beleidigt dann noch seinen Namen. Die Puppe heißt Shinku, ist die fünfte Puppe von Rozen Maiden und Jun soll von nun an ihr Diener sein. Sie befielt ihm, den Ring an ihrer Hand zu küssen, doch er versteht nicht was gerade passiert.

Sie schaut sich in seinem Zimmer um und sieht eine Voodoo-Puppe auf seinem Regal liegen. Shinku bittet ihn sie hochzuheben. Sie lobt ihn für diese gute Puppe. Plötzlich springen die Fensterscheiben und zwei Messer landen vor seinen Füßen. Shinku sagt daraufhin in sehr ruhigem Ton, dass er jetzt sterben muss oder auf den Rosenring schwört, dass er ihr Rosa Mystica beschützt.

Rozen Maiden Band 2Nach kurzem Nachdenken und der Tatsache, dass sein Teddy Boo ihn mit den beiden Messern attackiert, schwört er auf den Ring. Daraufhin erweckt Shinku zwei Voodoo-Puppen aus ihrem Schlaf und die bekämpfen den Teddy. Danach beginnt Shinku das Haus genauer unter die Lupe zu nehmen und lässt sich erstmal ins Bad tragen, in dem eine lustige Begebenheit entsteht. Dann verschwindet sie in ihrem Koffer und befielt Jun, ihr einen Tee mit einer Temperatur von 95°C zu kochen.

In der Küche trifft Jun auf seine schlafende Schwester. Wenig später kommt es zwischen ihnen zum Streit kommt. Er nimmt die Puppe mit, welche plötzlich auf dem Stuhl saß, in sein Zimmer und trägt seiner Schwester auf, ihm Tee zu machen. Diese freut sich darüber, ihrem kleinen Bruder irgendwie zu helfen.

Am nächsten Morgen macht sich seine Schwester endlich auf den Weg zur Schule und die beiden haben ihre Ruhe. Shinku geht erneut im Haus spazieren und bittet ihn erneut, eine bestimmte Tür zu öffnen. Diesmal ist es die Tür zu dem Raum der Sammelstücke seiner Eltern. Dort findet sie einen großen Spiegel, der wie gemacht zu sein scheint für ihre Zwecke, als Eingang zum N-Feld. Sie bittet ihn, in zwei Minuten ihren Koffer zu bringen und Jun geht los, diesen zu holen.

Doch er kommt eine Minute zu spät und hinter ihr im Spiegel erscheint ein Mädchen. Sie heißt Suigintou und will den beiden nichts Gutes. Shinku bittet Jun immer und immer wieder ihren Koffer zu öffnen, doch Suigintou hat ihn durch Magie so eingeschüchtert, das er dies nicht kann. Plötzlich wird Shinku angegriffen und von schwarzen Federn umschlungen. Was wird passieren? Was ist Shinku für eine Puppe und wofür hat sie diese Fähigkeiten? Wird Suigintou Shinku vernichten?

Eigene Meinung
„Rozen Maiden“ ist die zweite Serie in Deutschland vom Studio Peach-Pit. Im Vergleich zu „DearS“ wurde der Zeichenstil, besonders Oberweiten und Körper, eher kindlicher Gestaltet. Aber die Hauptthematik bleibt: tollpatschiger Junge ohne Erfahrung mit anderen Menschen umzugehen bzw. mit dem weiblichen Geschlecht, trifft auf anderes Wesen und lernt dadurch viele nützliche Sachen. Dies mit einem Haufen Fantasy gepaart gibt eine gute, unterhaltsame Mischung und ist für Leser zwischen 12 und 14 Jahren geeignet.

Rozen Maiden: ©2003 Peach-Pit, Gentosha/Tokyopop

A+B – Angel + Blood

Name: A+B – Angel + Blood
Englischer Name:
Originaltitel: A+B Angel + Blood
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2013
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Chaco Abeno
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

A+B - Angel + Blood Band 1Story
Im Jahr 2013 wurde Tokyo fast vollständig zerstört. Unzählige Menschen starben durch einen Angriff übermenschlicher Wesen. Die sogenannten „Engel“ sind Lebensformen aus Äther. Durch ihre Erscheinungsform erinnern sie an Engel oder Götter, sodass sie zu ihrem Namen kamen.

Bis heute sind die „Engel“ eine Bedrohung für Japan. Um sich zu verteidigen gründete die UNO die Seika-Akademie – eine gigantische Schule, die wie eine eigenständige Stadt auf dem Meer errichtet wurde. In ihr werden hunderte Jugendliche ausgebildet, um letztendlich den Kampf gegen die „Engel“ anzutreten. Diese mutigen Schüler und Schülerinnen werden im ganzen Land als „Kombattanten“ verehrt und gefeiert. Doch lediglich 2% von 5.000 Schülern eignen sich für die Laufbahn eines „Kombattanten“ und wiederum nur 60 Schüler sind danach fähig genug, um es mit den „Engeln“ aufzunehmen.

Aus diesen Grund sorgen die beiden jungen Männer Shinobu und Kentaro auch für allerlei Aufsehen. Ohne eine Ausbildung an der Seika-Akademie konnten sie einen „Engel“ der Oberklasse im Kampf besiegen. Die beiden scheinen Fähigkeiten zu besitzen, die an der Seika nicht gelehrt werden können. Daher haben beide auch ein Stipendium für die Seika erhalten.

Doch auf dem Weg zur Schule taucht plötzlich vor der Tokyo-Bucht ein gigantischer „Engel“ auf. Die Kombattanten werden Augenzeugen von Shinobu und Kentaros unglaublichen Kräften. Denn der große Unterschied zwischen ihnen ist, dass Shinobu die „Engel“ als „Götterboten“ betrachtet. Er vernichtet die fremden Wesen nicht, sondern besänftigt sie und schickt sie in ihre eigene Dimension zurück. Das gesamte Konzept der Seika wird dadurch in Frage gestellt, was Shinobu und Kentaro allerlei Feinde beschert.

A+B - Angel + Blood Band 2Eigene Meinung
„A+B – Angel + Blood“ stammt aus der Feder von Chaco Abeno, die in Deutschland bereits durch „Chrome Breaker“ und vor allem „Bibliotheca Mystica“ bekannt ist.

Die Serie „A+B – Angel + Blood“ ist bereits in zwei Bänden abgeschlossen. Dementsprechend schreitet die Handlung bereits im ersten Band zügig voran. Viele Worte über die Vorgeschichte werden nicht verloren. Ungeklärt bleibt, warum die „Engel“ plötzlich in Japan erschienen sind und warum diese den Menschen feindlich gesinnt sind. Da die Handlung bereits mitten im Geschehen beginnt, bleiben viele Fragen über die Freundschaft zwischen Shinobu und Kentaro unbeantwortet. Auffällig ist jedoch, dass sich die beiden Protagonisten wie Brüder verhalten. Beide scheinen sich in und auswendig zu kennen, als wären sie bereits eine lange Zeit zusammen. Und genau diese Beziehung sorgt in „A+B – Angel + Blood“ für allerlei komödiantische Einlagen.

Shinobu ist ein ruhiger Typ, der oft den Eindruck macht, in Gedanken vertieft zu sein. Er liebt es, Dingen Gestalt zu verleihen. Daher bastelt er ununterbrochen an neuen Origamis. Doch Kentaro gegenüber zeigt er auch sein kindliches Gesicht, das immer wieder seinen Willen durchsetzen möchte. Kentaro hingegen handelt oft unüberlegt und impulsiv. Er lässt sich durch seine Emotionen steuern. Sein Aussehen ist ihm besonders wichtig. An der Seika möchte er vor allem bei den Frauen Eindruck schinden.

Mit „A+B – Angel + Blood“ bleibt Chaco Abeno ihrem Stil treu. Mystery und SciFi-Storys sind Chaco Abenos Steckenpferd. Die Zeichnungen sind wie nicht anders zu erwarten sehr detailliert. Die Kampfszenen wirken dynamisch und abwechslungsreich.

Für meinen Geschmack ist der erste Band der Serie noch etwas undurchsichtig. Bleibt abzuwarten, ob Band 2 die offenen Punkte alle noch aufarbeiten kann und für Klarheit sorgt.

© Izumi Mikage

A+B – Angel + Blood: © 2013 Chaco Abeno, Kadokawa Shoten/ EMA

Royal Lip Service

Name: Royal Lip Service
Englischer Name:
Originaltitel: Royal Lip Service
Herausgebracht: Deutschland: Carlsen 2011
Mangaka: Marika Paul
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Royal Lip Service Band 1Story
Als der Kunststudent Arjen von seinem Freund und Kommilitonen Arthur zu einer feuchtfröhlichen Studentenparty einlädt, ahnt er nicht, wie viel sich in dieser Nacht ändern wird. Nicht nur ist es seine erste Studentenparty, er lernt auch den Barkeeper Victor kennen, der sich als Arthurs Bruder entpuppt. Arjen, der keinerlei Alkohol verträgt, ist bereits nach wenigen Drinks so betrunken, dass er kaum noch mitbekommt, was mit ihm geschieht. Am nächsten Morgen wacht er mit einem Kater in Victors Wohnung auf und dieser hat keinerlei Probleme ihm schamlos zu offenbaren, dass sie miteinander geschlafen haben. Arjens Bestürzung wird nur von der Panik zu spät zu kommen überdeckt und erst an der Uni erkennt er, dass er sein Skizzenbuch bei Victor vergessen hat. Glücklicherweise überreicht ihm dies Arthur, der ihn zeitgleich vor der losen Moral seines Bruders warnt.

Trotz allem beginnt Arjen sich mit Vic zu treffen und nach und nach entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung. Arjen erfährt, dass Victor nicht nur Barkeeper ist, sondern auch Musiker und Schlagzeuger der „Royal Puck“, der Hausband des Clubs, ist. Der Band steht Großes bevor, denn es wird immer deutlicher, dass sie schon bald auf Tour gehen könnten. Dementsprechend beunruhigt sind die Bandkollegen über Vics neuste Affäre, aus der sich, zu allem Überfluss, auch noch mehr zu entwickeln scheint.

Zeitgleich hat auch Arjen mit seinen Problemen zu kämpfen. Als jüngster Student überhaupt wurde er von dem Dozenten Noak in eine spezielle, elitäre Künstlergruppe eingeladen. Damit wartet für Arjen nicht nur die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, sondern am Ende auch die Chance mit anderen Studenten ausgestellt zu werden. Doch kurz darauf beginnt jemand seltsame Drohungen gegen Arjen auszusprechen, ob nun aus Neid oder Hass, ist für Arjen schwer nachzuvollziehen. Zu allem Überfluss wird er beständig von Alpträumen gequält, die mit seinem Stiefbruder Anton zusammenhängen und über die er mit Victor nicht reden möchte.

Royal Lip Service Band 2Als die Band wirklich die Chance erhält, als Vorband auf Tour zu gehen, muss Victor eine Entscheidung treffen…

Eigene Meinung:
Mit „Royal Lip Service“ legt Marika Paul, die bereits „Daftball“ zeichnete, ihren ersten Boys Love Manga vor. Der Comic spielt in Dresden, wenngleich bis auf die Zwischenbilder nur wenig auf diese Stadt hindeutet, außer man ist Student an der dortigen Hochschule. Die Geschichte bietet wenig Neues und ist ein wenig vorhersehbar. Einzig interessanter Punkt ist die Sache mit Arjens Bruder Anton, der wie ein düsterer Schatten über den Ereignissen schwebt, aber nie direkt in Erscheinung tritt. Die Charaktere wirken ein wenig blass, gerade Arjens inneres Zerwürfnis hätte man besser ausarbeiten können, um ihm mehr profil zu verleihen. Auch die Sache mit den Drohungen wird zu kurz abgehandelt und findet nur für den Leser Aufklärung, nicht für den Protagonisten.

Die Zeichnungen sind okay, jedoch haben sich etliche Fehler in Anatomie und Perspektive eingeschlichen, die die Künstlerin bei „Daftball“ nicht gehabt hat. Die Körper sind zumeist zu klein, die Köpfe wirken riesig. Teilweise stimmen Perspektiven nicht mehr, was dafür sorgt das Arme und Beine zu kurz oder zu lang sind oder das Gesamtbild nicht mehr stimmig ist. Das ist schade, da gerade die Dynamik in „Daftball“ ein großes Plus war. Insgesamt wirkt der Zeichenstil unstimmiger, was schade ist. Marika Paul besitzt einen schönen Tuschestil und arbeitet lieber mit großen dunklen Flächen und breiten Outlines, als mit übermäßig viel Rasterfolie.

Insgesamt ist „Royal Lip Service“ Fans der Künstlerin zu empfehlen und all denen, die einmal einen Manga lesen wollen, der in einer deutschen Stadt spielt. Auch Boys Love Fans sollten einen Blick riskieren, gibt es doch die ein oder andere erotische Szene. Wer Boys Love mag und Drama nicht abgeneigt ist, dem wird „Royal Lip Service“ gefallen.

© Koriko

Royal Lip Service: © 2011 Marika Paul, Carlsen

Royal Fiancé

Name: Royal Fiancé
Englischer Name:
Originaltitel: Royal Fiancé – Kuro no Ouji
Herausgebracht: Japan: Tohan 2010
Deutschland: EMA 2012
Mangaka: Story: Risai Asuma
Zeichnungen: Saeko Kamon
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,00 €

Royal FiancéStory:
Um die Operation seiner Heimleiterin bezahlen zu können, nimmt Kairi Honoami einen Job als Haushälter an. Das ihm das Jobangebot auf der Straße von einem alten Mann unterbreitet wurde, klingt zwar ein wenig dubios, doch da er einen stattlichen Vorschuss bekommt, akzeptiert Kairi. Doch die neue Stelle entpuppt sich als etwas vollkommen anderes – er ist ab sofort die „Braut“ des Prinzen Limnio Sho, der Thronanwärter des kleinen Mittelmeerlandes Eclatant. Zudem kennt Kairi Sho bereits von seiner Schule und hat sogar einmal ein paar Worte mit dem Prinzen gewechselt. Als dieser seinen zukünftigen Ehepartner sieht, ist Sho alles andere als begeistert, da er Kairi für geldgiergig und unehrlich hält. Dennoch bleibt ihm nichts anderes übrig, als der Farce zuzustimmen, da Sho der Thron nur bei einer Hochzeit zufällt. So verhält er sich äußerst brutal und selbstsüchtig gegenüber Kairi. Sho gestattet ihm weder das Haus zu verlassen, noch sich mit seinem Onkel Kosuke zu sprechen, der Einzige in der Familie, der sich halbwegs normal verhält.

Selbst als der junge Prinz herausfindet, warum Kairi einen Vorschuss benötigt hat, ändert er sein Verhalten nicht. Er nimmt den Jungen mit nach Eclatant und in engstem Kreise heiraten sie. Dennoch es gibt etliche in Eclatant, denen die Hochzeit ein Dorn im Auge ist, da sie Sho nicht auf dem Thron sehen wollen. Es werden Attentäter ausgesandt, die Kairi töten sollen …

Eigene Meinung:
„Royal Finacé“ ist im Original ein Roman von Risai Asuma, zu dem es auch einen Spin-Off gibt, der sich um Shos Bruder Shiori dreht. Im Jahr 2009 zeichnete die Mangaka Saeko Kamon die Geschichte um Sho und Kairi und hauchte so den Figuren neues Leben ein. Die Geschichte selbst ist sehr vorhersehbar und kitschig. Man weiß von Anfang an, wie der Manga ausgeht. Darüber hinaus darf man nicht allzu viel Logik erwarten, so dass die Grundhandlung ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirkt. Insbesondere der Aufhänger mit der Verlobung und dem fiktiven Mittelmeerland wirkt sehr gestelzt und künstlich. Die Liebesgeschichte ist sehr klischeehaft und wie bereits erwähnt überaus kitschig – insbesondere am Ende wurde sehr dick aufgetragen.

Die Charaktere wirken daher sehr stereotyp, insbesondere Sho mit seiner abweisenden und seltsam unausgegorenen Art. Ein kleiner Vorteil ist, dass man nicht so genau weiß, was in Sho vor sich geht – ist er eifersüchtig, wenn Kairi mit anderen Leuten redet, oder sieht er den Jungen einfach nur als Besitz an? Sein Gegenpart Kairi ist wiederum zu unselbstständig und bleibt sehr blass, obwohl er der Hauptcharakter ist. Er hebt selten die Stimme oder versucht sich zu verteidigen. Er stimmt all dem einfach nur zu und lässt sich von Sho herumschubsen. Leider bleiben auch die Nebencharaktere sehr nebulös. Bis auf den Sekretär der Familie gibt es keinerlei Hintergrundinformationen.

Zeichnerisch ist „Royal Fiancé“ sehr schön. Saeko Kamon hat einen sehr feinen, gefälligen Stil, der den Manga ungemein aufwertet. Mit sehr viel Liebe zum Detail setzt sie die Hauptcharaktere in Szene, wenngleich auf den Seiten sehr oft Gesichter zu sehen sind und Hintergründe nur spärlich gesetzt werden. Ihr niedlicher, shojo- hafter Stil passt zu der kitschig- romantischen Geschichte. Lediglich die erotischen Szenen scheinen nicht so recht zum Rahmen des Mangas zu passen. Es wäre besser gewesen darauf zu verzichten, gerade weil die Handlung eher ein jüngeres Publikum anspricht.

Insgesamt ist „Royal Fiancé“ ein netter Manga für zwischendurch, dem eine solide und logische Handlung fehlt. Die Geschichte von Risai Asuma ist leider sehr kitschig geworden, da zuviel Gewicht auf die romantische Beziehung zwischen Sho und Kairi gelegt wird. Dafür sind die Zeichnungen sehr schön und passend.

Wer kitschige Liebesgeschichten mag und nichts gegen die ein oder andere erotischere Szene hat, dem wird „Royal Fiancé“ gefallen. Wer ernstere und realistischere Boys Love Mangas vorzieht, sollte um diesen Band einen Bogen machen …

© Koriko

Royal Finacé: © 2010 Saeko Kamon / Risai Asuma, Tohan Corporation / EMA

Royal 17

Name: Royal 17
Englischer Name:
Originaltitel: Royal Seventeen
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2005
Deutschland: Carlsen 2008
Mangaka: Kayono
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,00 €

Royal 17 Band 1Story
Rumina Hanaki stammt aus reichem Haus. Ihr Vater ist oft auf Geschäftsreise und ihre Mutter ist eine richtige High-Society-Schönheit. Ihr ganzes Leben wird von anderen Leuten verplant. Wenn sie nicht in der Schule ist, muss sie Unterricht in Geigen, Klavier und Gesellschaftstanz nehmen. Außerdem muss sie noch reiten, Ski fahren, schwimmen, malen, Englischkonversation, Balett und vieles mehr machen. Sogar ihre Freunde und der Verlobte wurden ihr ausgesucht. Jeder Morgen beginnt damit, dass sie zum Gesundheitscheck muss. Zudem wird ihr vorgeschrieben, was sie anzuziehen hat. Sie muss sich jeden Morgen einer Frisuren- und Make-up-Folter unterziehen. Das alles stinkt ihr zum Himmel. Oft reißt sie von zu Hause ab, um einfach nur mal in Ruhe zu Mc Donalds zu gehen.

An jenem Morgen wartet ihr Verlobter vorm Haus, um sie zur Schule zu begleiten. Kurzentschlossen reißt sie wieder aus und geht zum Mc etwas essen. An der Kasse angekommen, kann sie sich erst nicht recht entscheiden. Neben ihr steht ein gutaussehener Junge in ihrem Alter. Im selben Moment bestellen die Beiden genau das gleiche. Sie gucken sich kurz etwas verdutzt an. Die Kassierin fragt, ob Rumina noch etwas haben möchte. Daraufhin bestellt sie sich noch einen Nachtisch. Auch der Junge bestellt sich den gleichen Nachtisch.

Als Rumina bezahlen möchte, stellt sie fest, dass sie ihr Portemonnaie vergessen hat. Der Junge gibt der Verkäuferin das Geld für Ruminas und seine Bestellung. Ihr ist das natürlich nicht sonderlich recht. Als Gegenleistung möchte er ein Date mit ihr. Nach kurzer Überlegung beschließt sie, das Essen ihm zu überlassen und das Date dankend abzulehnen. Nur leider bringt sie das nicht sehr überzeugend rüber. Er lacht sie aus und schlägt vor, dass sie ihr Essen isst. So hungrig wie sie ist, schlingt sie die Burger herunter. Er ist ganz überrascht, wie sie alles herunter schlingt. Er ist aber positiv überrascht, dass sie so menschlich sein kann. Danach versucht sie ihm zu erklären, dass sie verlobt ist und daher nicht mit ihm ausgehen kann. Doch davon lässt er sich überhaupt nicht beeindrucken. Auf die Frage, ob sie ihren Verlobten liebt, kann sie nicht antworten. Er fühlt sich bestätigt.

Royal 17 Band 2Aufgebracht will Rumina den Mc verlassen. Er hält sie am Arm fest. Sie verpasst ihm eine Ohrfeige, wodurch er sämtliche Hemmungen verliert. Er wirft sie auf die Sitzbank und küsst sie gegen ihren Willen. Alle Leute schauen ihnen dabei zu und Rumina ist das alles sehr unangenehm. Irgendwann kann sie sich befreien und läuft weg.

In der Royal Privatakademie angekommen, ist Rumina noch immer total verwirrt. Ihre Freundin Jessica begrüßt sie und bemerkt sofort, dass etwas unnormales geschehen ist. Sofort kommt sie darauf, dass ein Junge dafür verantwortlich ist. Wenige Minuten später läuft ihr Verlobter Taro Yanagiba zu ihr. Taro ist der totale Langweiler und überhaupt nicht Ruminas Geschmack. Er überreicht er mal wieder einen teuren Verlobungsring, den sie mit ihrer aufbrausenden Art ablehnt.

Frustriert schwänzt Rumina den Unterricht und versteckt sich im Gewächshaus. Dort bleibt sie nicht lange unbemerkt. Die übelste Gang der Schule hat sie bemerkt und erklären sie zu ihrer Beute. Sie versucht wegzulaufen, doch ohne Chance. Sie ruft um Hilfe. Der Junge, der sie am Morgen geküsst hat, wirft nach dem einen Mitglied der Gang einen Kaktus. Der ist davon natürlich überhaupt nicht begeistert. Der Junge schlägt Rumina vor, ihr zu helfen, doch dafür verlangt er eine Gegenleistung. Ihr ist langsam alles egal, wodurch sie ihm verspricht, alles zu tun was er sagt. Dies soll sich als Fehler herausstellen… Der Junge rettet sie wie versprochen. Die Beiden liegen sich in den Armen und küssen sich.

Als sie nach der Schule nachhause kommt, kommt verfrüht ihr Vater nach Hause, da er sich Sorgen um seine Tochter macht. Er hat ihr einen Bodyguard engagiert, der sich von nun an um ihre Sicherheit kümmern wird. Als sie ihren Bodyguard Allen Kazami sieht, kommt sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es ist der Junge, der ihr ihren ersten Kuss geraubt hat. Wusste er das sie seine neue Auftraggeberin ist? In ihrem Zimmer angekommen, wird schnell klar, wer hier das sagen hat. Er fällt über sie her, küsst ihre Brüste und berührt sie an anderen intimen Stellen… Was will Allen eigentlich von ihr? Ist das alles nur ein Spiel?

Eigene Meinung
„Royal 17“ wird für Leserinnen ab 16 Jahren empfohlen. Es gibt etliche intime Stellen, die für jüngere Leser nicht wirklich empfehlenswert sind. Die Geschichte wird spannend und interessant erzählt. Die Zeichnungen sind sehr schön detailliert. Auch die Action wird gut umgesetzt. Am Ende von Band 1 befindet sich noch die Kurzgeschichte „Club Papillon“, in der die nackte Haut auch nicht zur kurz kommt.

Royal 17: © 2005 Kayano, Shogakukan / Carlsen

Rosen unter Marias Obhut

Name: Rosen unter Marias Obhut
Englischer Name: The Virgin Mary is Watching
Originaltitel: Maria-sama ga miteru
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2004
Deutschland: Tokyopop 2006
Mangaka: Satoru Nagasawa
Romanvorlage: Oyuki Konno
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Rosen unter Marias Obhut Band 1Story
Yumi Fukuzawa geht in die erste Klasse der Lilian High School, einer katholischen Elitemädchenschule. Als Yumi, wie jeden Morgen, an der Marienstatur auf dem Schulgelände betet, begegnet ihr Sachiko Ogasawara, die „Rote Rosenknospe“, die Yumis Kragen zurechtrückt. Yumi ist davon so überrascht, dass sie rot wird. Dabei werden sie unbemerkt von Tsutako Takeshima aus der Foto-AG fotografiert.

In der Lilian High gibt es das Soeur-System. Ältere Schülerinnen suchen sich eine Schülerin aus einem unteren Jahrgang, für die sie dann Verantwortlich sind wie für eine kleine Schwester. Die Schülervertretung besteht aus den drei Vorsitzenden: der roten, weißen und gelben Rose. Diese Drei gehen in die dritte Klasse und haben fast alle eine „petit Soeur“, die man als „Knospen“ bezeichnet. Die Knospen haben meistens auch eine kleine Schwester, die „petit Soeurs der Knospen“.

Tsutako spricht Yumi daraufhin an, weil sie das eben geschossene Foto gerne beim Schulfest ausstellen möchte. Yumi ist überrascht, möchte jedoch einen Abzug des Bildes haben. Um das Foto auszustellen, brauchen sie jedoch noch die Erlaubnis der roten Rosenknospe und Yumi erhält den Auftrag, diese zu fragen. Nach dem Unterricht machen sich die beiden auf den Weg zur Rosenvilla, in der sich nach der Schule die Rosen und ihre petit Soeurs treffen.

Yumi nimmt all ihren Mut zusammen, um an der Tür anzuklopfen, als sie plötzlich freundlich von hinten angesprochen wird. Hinter ihr steht die hübsche Shimako Toda, die petit Soeur der weißen Rose. Diese lädt die beiden ein mit in die Villa zu kommen. Sie hören Sachiko schon auf der Treppe zum ersten Stock herumschreien.

Als sie die Tür erreicht haben und sie Shimako langsam öffnet, kommt ihnen Sachiko entgegengelaufen. Diese passt nicht auf und fällt über Yumi. Dadurch kommen alle Rosen und Knospen aus dem Zimmer, um sich nach Yumis Wohlbefinden zu erkundigen. Auch Sachiko ist freundlich zu ihr und fragt sie gleich, ob sie schon eine Soeur hat. Als Yumi sagt, dass sie keine hat, dreht sich Sachiko zu den andern um und bestimmt, dass Yumi von nun an ihre petit Soeur ist. Yumi ist, wie alle anderen auch, sehr überrascht, weigert sich jedoch nicht.

Rosen unter Marias Obhut Band 2Daraufhin erzählt die rote Rose Yume, dass Sachiko beim Schulfest das Aschenputtel im Theater spielen muss. Nun wird Yumi langsam klar, warum sie Sachikos kleine Schwester werden soll. Sachiko glaubt, wenn sie eine petit Soeur hat, braucht sie die Rolle nicht spielen, denn sie hasst Jungs und den Prinzen soll der Vorsitzende der Studentenvertretung der Hanadera High School, einer Jungenschule, spielen.

Yumi findet dies schon fast beleidigend, denn es sieht so aus, als hätte Sachiko die erst beste Erstklässerin zu ihrer petit Soeur machen wollen und auch die anderen glauben das. Tsutako zeigt das Foto vom Morgen. Daraufhin ist Sachiko richtig überrascht, da sie bis eben dachte Yumi zum ersten Mal zu sehen.

Sachiko muss nun die Rolle spielen, egal ob mit oder ohne petit Soeur. Doch sie hält daran fest, Yumi zu ihrer petit Soeur zu machen. Vor den Rosen möchte sie die Zeremonie mit Yumi durchführen. Kurz bevor Sachiko ihr den Rosenkranz umhängt, nimmt sie all ihren Mut zusammen und weigert sich ihre petit Soeur zu werden. Sie schlägt vor, dass jemand anders doch das Aschenputtel spielen könnte. Daher schlägt die rote Rose eine Wette vor: Wenn Sachiko es schafft, Yumi zu ihrer petit Soeur zu machen, muss Yumi das Aschenputtel spielen…

Eigene Meinung
„Rosen unter Marias Obhut“ aus der Feder von Satoru Nagasawa ist der gleichnamige Manga zum Roman von Oyuki Kanno, welcher im Herbst 2006 bei Tokyopop erscheint. Außerdem gehört der Manga zur Tokyopop-Aktion „Mädchen mögen Manga“. Zwischen Roman und Manga gibt es dennoch einige Abweichungen. Sonst wäre es auch langweilig Roman und Manga zu veröffentlichen. Der Zeichenstil von Satoru Nagasawa ist wunderschön zart und detailliert, wodurch die Charaktere richtig zur Geltung kommen. Diese Serie wird besonders für Mädchen ab 13 Jahren empfohlen.

Rosen unter Marias Obhut: © 2004 Satoru Nagasawa, Shueisha/Tokyopop

Rose Hip Zero

Name: Rose Hip Zero
Englischer Name: Rose Hip Zero
Originaltitel: Rose Hip Zero
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2005
Deutschland: EMA 2007
Mangaka: Tôru Fujisawa
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Rose Hip Zero Band 1Story
In letzter Zeit werden ständig hohe Polizeibeamte Opfer von Terrorangriffen. Von 32 Beamten überleben diese Attentate nur zwei. Die Polizei muss dringend handeln.

Kido arbeitet seit kurzer Zeit als Suchtberater für Jugendliche. Er ist Jugendbeamter und arbeitete zuvor in der Antiterroreinheit. Er wechselte die Abteilung nachdem seine Schwester bei einem Terroranschlag in London starb. Momentan ist er damit beschäftigt eine Rockerbande zu verhören. Doch Spaß macht ihm seine Arbeit überhaupt nicht. Plötzlich kommt die Meldung über Funk: „Achtung Achtung!“. Innerhalb von fünf Minuten soll die Straße abgesperrt werden, um ein verdächtiges Fahrzeug zum Anhalten zu zwingen. Eine junge Beamtin ist sich sicher, dass die Polizei dies in der kurzen Zeit nicht schaffen könne. Kido ist anderer Meinung und begibt sich aufs Dach. Mit nur einem Schuss aus seiner Waffe hält er das Fahrzeug auf. Kido hat eine besondere Dienstwaffe: eine „Desert Eagle“. Diese Waffe hat einen solchen Rückstoß, dass sie dem Schützen die Schulter ausrenken kann, allerdings feuert Kido sie stets einhändig ab und pflegt es auch zu treffen. Nach diesem kurzen Einsatz besucht er das Grab seiner Schwester.

Wenig später lässt er seinen Frust am Schießstand ab. Dort sieht er wie eine Mittelschülerin schießt. Als sie ihn sieht, lächelt sie ihn an, legt die Waffe hin und läuft weg. Was hat eine Mittelschülerin dort zu suchen? Als nächstes fällt sein Blick auf ihre Zielscheibe. Das Mädchen hat mit jedem Schuss genau ins Schwarze getroffen! In dem Moment kommt Hata-san auf ihn zu. Hata erzählt ihm, dass am Vortag der Polizeivizepräsident angegriffen wurde. Doch er Vizepräsident überlebte dank gutem Schutz. Doch viele andere Beamte kamen um. Hata möchte, dass Kido wieder in die Antiterroreinheit zurückkehrt. Kido lehnt das Angebot ab. Nun holt Hata einige Fotos heraus. Sie zeigen einen der getöteten Attentäter. Auf dem Handrücken des Toten befindet sich ein Rosentattoo. Fassungslos starrt Kido auf das Foto. In dem Tatoo erkennt er das Erkennungszeichen der Söldnertruppe „ALICE“, einer gesuchten Terrorgruppe, auf deren Tötungskonto auch der Tod seiner Schwester geht. Hata klärt Kido auf, dass sich „ALICE“ nun in Japan befindet. Der Kopf der Gruppe sei ein Mann namens „ZERO“. Mehr Informationen hat die Polizei allerdings nicht.

Rose Hip Zero Band 2In die Unterhaltung der beiden platzt unerwartet die junge Beamten Aya und ruft um Hilfe, da die restlichen Mitglieder der Rockerbande damit drohen, ihre Freunde mit Gewalt zu befreien. Kido zögert keinen Augenblick und stellt sich der tobenden Menge entgegen. Es bedarf nur weniger Schüsse aus seiner „Desert Eagle“ und die Rocker erkennen, dass sie besser ne Fliege machen, um nicht genauso zu enden, wie ihre durchlöcherten Maschinen. In Kidos Mitsubishi fällt letztlich sein Entschluss, wieder zur Antiterroreinheit zu gehen. Hata eröffnet ihm, dass er einen Spezialauftrag bekommen wird und dafür einen Profi als Partner zur Seite gestellt bekommt. Doch als Kido das erste mal seine neue Partnerin trifft, glaubt er an einen schlechten Witz: Es ist die Mittelschülerin, welche er auf dem Schießstand getroffen hat! Als Kido gerade Hata und dem Mädchen klarmachen will, dass sie auf keinen Fall seine Partnerin werden kann, donnert ein führerloser LKW heran und droht, eine Mutter mit ihrem Kind zu überfahren. Blitzschnell springt die Schülerin auf die Straße, schnappt sich im Fluge Kidos „Desert Eagle“ und bringt damit einen Reifen des LKWs zum Platzen. Dieser kippt und schliddert auf der Seite die Straße entlang, niemandem ist etwas geschehen. Kido ist verwirrt und Hata stellt das Mädchen als Kasumi Asakura vor, als den Trumpf der Antiterroreinheit.

Kleinlaut entschuldigt sich Asakura bei Kido und gibt ihm seine Waffe zurück. Etwas später in einem Cafe. Hata bearbeitet immer noch Kido, doch endlich Asakura als seine Partnerin zu akzeptieren. Doch dieser beharrt auf seiner Meinung: Niemals! Er will es einfach nicht mit ansehen müssen, wie eine vierzehnjährige erschossen wird. Wieder auf der Straße weißt ihn Asakura auf ein Dilemma hin: Erwachsene zögern aus Gründen wie dem seinigen, auf Kinder zu schießen. Eben in diesen zögerlichen Momenten erschießen die Mitglieder von „ALICE“ ihre Gegner, denn die Terroristen sind Kinder! Auf Kidos Frage, woher sie das alles wisse, gibt sich Asakura als ehemaliges Mitglied von „ALICE“ zu erkennen.

Wird dies Kidos Meinung ändern? Wird er jemals die Mörder seiner Schwester stellen können?

Eigene Meinung
„Rose Hip Zero“ ist die Fortsetzung des Manga „Rose Hip Rose“ von Tôru Fujisawa. In der Fortsetzung wird erzählt, was vor „Rose Hip Rose“ geschah. Unter anderem wird auch erklärt wie Asakura zur Polizei kam. Der Manga ist sehr actiongeladen und unterhaltsam. Die Geschichte wird sehr spannend und interessant erzählt. Rundum ein Muss für Fans die gerne einen Actionmanga lesen.

Rose Hip Zero: © 2005 Tôru Fujisawa, Kodansha / EMA

Rose Hip Rose

Name: Rose Hip Rose
Englischer Name:
Originaltitel: Rose Hip Rose
Magnum Rose Hip
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2003
Deutschland: EMA 2007
Mangaka: Tôru Fujisawa
Bände: 4 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Rose Hip Rose Band 1Story
Zu Zeiten des Kalten Krieges zwischen Ost und West gab es eine strenggeheime Spezialeinheit: Asallt. Diese wurde am Ende des Krieges aufgelöst. Seit dem sind 10 Jahre vergangen…

Shohei Aiba ist im zweiten Schuljahr einer berühmten Privatschule. Von seinen Eltern bekommt er großen Druck, denn sein Vater wünscht sich, was sich wohl alle Väter wünschen, dass ihre Kinder auf einer guten Universität studieren können und dann einen gute Arbeit finden. Shohei weiß nicht so recht was er mit seinem Leben anfangen soll, deshalb kommt er mit seinen Freunden auf komische Ideen. Er macht mit seiner Handykamera Fotos von den Unterhöschen der Mädchen. Diese werden dann mit den Gesichtern der Mädchen und der Information in welchem Zug sie sich befinden online gestellt. Natürlich ist dieser Service für die Besucher der Page nicht ganz kostenlos. Als er eines Tages wieder in einem Zug unterwegs auf der Suche nach dem passenden Motiv ist, trifft er Kasumi, die sein Leben von nun an ändern wird.

Als Shohei gerade versucht ein Foto zu schießen, wird er von Kasumi daran gehindert. In Blitzesschnelle nimmt sie die Speicherkarte aus seinem Handy und erzählt ihm, dass er von zwei Bahnhofspolizisten beobachtet wird. Kasumi verlässt den Zug, Shohei rennt hinter ihr her. Plötzlich springt sie auf das Dach eines Zuges und von dort aus mit einem Salto über einen weiteren. Als sich Shohei von diesem kleinen Schreck erholt hat, wird er von den beiden Polizisten angesprochen, die ein paar unangenehme Fragen an ihn haben. Shohei kann, dank des Menschenauflaufs, entkommen.

Am nächsten Tag löscht Shohei alle Daten von der Homepage. Dann kommt noch eine Überraschung. Shohei bekommt eine neue Mitschülerin: Kasumi Asakura, die genau den Sitzplatz neben ihm bekommt. Er versucht mit ihr zu reden, doch sie beginnt ihn mit der Speicherkarte zu erpressen. Außerdem geht in der Schule das Gerücht um, dass Kasumi fünf Sprachen fließend beherrscht, ein Sportgenie ist und den Zulassungstest mit voller Punktzahl bestanden hat. Hat Shohei sich wirklich den richtigen Gegner gesucht? Er beginnt sie immer mehr zu hassen und verfolgt sie den ganzen Tag.

Rose Hip Rose Band 2Nach der Schule hört er selbstverständlich nicht damit auf. Kasumi bekommt das mit und verschwindet in einer engen Seitengasse. Etwa auf halber Höhe hängt sie, mit gespreizten Beinen, zwischen den Hauswänden. Sie hält ihre Schusswaffe genau an Shoheis Kopf und fragt ihn, ob er wieder Fotos von ihr machen will oder ob er erst aufhört, wenn er tot ist. Dies schüchtert Shohei natürlich sehr ein. Er glaubt, sein letztes Stündchen wäre gekommen, als sie plötzlich abdrückt. Doch er überlebt, weil es sich bei der Waffe um eine Attrappe handelt. Doch plötzlich fängt sie an wirre Sachen zu erzählen. Shohei soll ihr bei ihren Aufgaben helfen und dass sie offiziell 17 Jahre alt ist. Warum offiziell? Als Kasumi geht, ist Shohei total verwirrt.

Er macht sich auf den Heimweg und hört wie hastig Polizeiwagen angefahren kommen. Räuber haben sich mit Geiseln in einem Gebäude verschanzt. Er beobachtet den Vorfall. Die Tür eines Polizeiwagens öffnet sich und ein junges bewaffnetes Mädchen steigt aus. Als sie ihn sieht, lächelt sie ihn an und dringt nur wenige Sekunden später in das Gebäude ein. Von den Schaulustigen erfährt er, dass dieses Mädchen „Rose Hip“ heißt, die schon in vielen brenzligen Situationen der Polizei geholfen hat. Nur wenige Momente später hat Rose Hip die Lage im Griff und kann die Geiseln befreien. Diese Begegnung soll Shoheis Leben verändern.

Am nächsten Tag wartet eine weitere Überraschung. Die Familie Aiba bekommt eine neue Nachbarin: Kasumi. Als sie gemeinsam auf den Weg zur Schule sind, wird auf dem Müllplatz am Haus eine zerstückelte weibliche Leiche gefunden, mit chinesischen Schriftzeichen auf dem Bauch. Kasumi hat sofort einen Verdacht, da sie aus den Schriftzeichen „Schaf“ lesen kann. Sie rennt auf das Dach, welches der eigentliche Tatort war. Dort findet sie ein Messer und eine Rose. Jemand bzw. das „Schaf“ fordert sie heraus.

Shohei findet Kasumis Verhalten immer seltsamer und schleicht sich in einer Sportstunde in die Mädchenumkleide. Dort durchwühlt er ihre Tasche und findet, nach einem Unterhöschen, auch ein Handy und dann klingelt dieses. Soll er ran gehen? Er tut es und die erste Frage die ihm gestellt „Bist du es Rose Hip?“. Was hat das zu bedeuten. Ist Kasumi Rose Hip? Erklärt das ihre übernatürlichen Fähigkeiten und was ist Rose Hip überhaupt?

Eigene Meinung
„Rose Hip Rose“ ist ein weiteres Werk des „GTO“-Zeichners Tôru Fujisawa. Ohne große Oberweite und der Blick unter die Miniröcke der Mädchen kommt der Mangaka natürlich auch in diesem Werk nicht aus. Wobei dieser Manga nicht unbedingt nur etwas für männliche Leser ist. Die Serie überzeugt mit dem detaillierten und ausgefeilten Zeichenstil und der spannenden, wenn auch manchmal etwas vorhersehbaren Story. Rund um ein Manga dem besonders Kenner von „GTO“ nicht im Ladenregal stehen lassen sollten.

Rose Hip Rose: © 2003 Tôru Fujisawa, Kodansha / EMA

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