Akihabara Shojo

Name: Akihabara Shojo
Englischer Name: My Girlfriend’s a Geek
Originaltitel: Fujoshi Kanojo
Herausgebracht: Japan: Enterbrain 2007
Deutschland: EMA 2009
Mangaka: Story: PENTABU
Zeichnungen: Rize Shinba
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Akihabara Shojo Band 1Story
Der Student Taiga Muto ist ständig pleite. Deshalb sucht er schon seit längerem einen guten Job. Doch das ist gar nicht so einfach, denn ein guter Job ist heutzutage ja nicht so leicht zu finden. Zu aller erst muss er natürlich gut bezahlt sein, dann sollte er auch in der Nähe seiner Uni und nicht all zu schwer auszuführen sein. Zudem wäre es auch nicht schlecht, wenn es dann noch Spaß macht. So einen Job muss man erstmal finden! Während er seinem Kumpel Koji versucht das klar zu machen, bleibt dieser vor einem Schaufenster stehen und ruft Taiga zu sich.

In diesem Schaufenster ist ein Jobgesuch ausgehängt. Es wird dringend eine Aushilfe für das Lager gesucht. Es scheint sich hier um eine Modefirma zu handeln. Der Job scheint gut bezahlt zu sein aber im Lager?! Soviel zu: “Der Job sollte leicht auszuführen sein.“ Doch während Taiga auf den Aushang schaut, schielen seine Blicke an diesem vorbei, durch das Schaufenster hindurch. Er erblickt eine Mitarbeiterin dieser Firma und ihm bleibt die Sprache weg. Er scheint sich auf den ersten Blick verliebt zu haben. Natürlich nimmt er diesen “guten Job“ sofort an.

Nach einem Vorstellungsgespräch wird Taiga sofort eingestellt. An seinem ersten Tag stellt er sich allen vor, auch die schöne Mitarbeiterin, wegen der er bei dieser Firma angefangen hat, begrüßt ihn freundlich. Wieder wird Taiga bewusst wie unglaublich süß sie ist. Er erfährt das ihr Name Yuiko Ameya ist und sie seit drei Jahren in der Verwaltung dieser Firma tätig ist.

Während seiner Arbeitszeit versucht er immer wieder mit Yuiko in Kontakt zu kommen, um sie besser kennen zu lernen, doch das stellt sich als gar nicht so einfach heraus. Denn Suzuki-San, die älteste Dienstangestellte, hat wohl einen Narren an ihm gefressen. Jedes mal wenn Taiga eine Lieferung in der Verwaltung abzeichnen lassen muss, springt sie gleich auf. Dabei wäre ihm Yuiko viel lieber. Das Abzeichnen lassen ist schließlich die einzige Möglichkeit mit ihr in Kontakt zu kommen.

Akihabara Shojo Band 2Taiga ist schon richtig am Verzweifeln, denn seine Vertragszeit ist schon zur Hälfte abgelaufen und der Abstand zu Yuiko ist noch kein bisschen kleiner geworden. Und das nur weil Suzuki immer da ist. Suzuki bittet Taiga ihr beim Eintüten mehrerer Ringe zu helfen. Taiga freut sich darüber, weil er dann endlich einmal im Büro arbeiten darf. Natürlich hofft er hier auf Yuiko zu treffen. Zu seinem Bedauern ist diese natürlich während ihrer Mittagspause außer Haus. Deprimiert widmet er sich wieder den Ringen. Er ist erstaunt wie viele verschiedene Größen es bei den Ringen gibt.

Beim Eintüten stellt er sich vor, wie er Yuiko einen Ring schenkt und diese sich sehr darüber freut. Doch als er aus seinem Tag Traum erwacht, stellt er fest, dass er versehentlich den Ring an seinen Finger gesteckt hat. Das wäre ja eigentlich nicht sehr tragisch, wenn er nicht festsitzen würde. Taiga versucht verzweifelt diesen verdammten Ring von seinem Finger zu bekommen, aber keine Chance. Er sitzt absolut fest.

Während Taiga immer noch versucht den Ring von seinem Finger zu bekommen, bekommt Suzuki einen Anruf aus dem Lager. Dort ist neue Ware angekommen und Taiga soll dort helfen. Dann muss er wohl später versuchen den Ring ab zu bekommen. Unter den Arbeitshandschuhen sieht ihn ja auch keiner.

Nach der Arbeit zieht Taiga die Handschuhe aus und stellt erschrocken fest, dass der Ring von seinem Finger verschwunden ist. Wo ist er nur hin? Panisch fängt Taiga an alles abzusuchen. Er sucht alle seine Wege, die er heute gelaufen ist, ab. Doch er findet ihn einfach nicht. Inzwischen ist er schon alleine in der Firma. Naja….nicht ganz. Plötzlich steht Yuiko hinter ihm und fragt was los ist. Erschrocken antwortet er, dass er nur etwas sucht, sie aber schon gehen könne. Yuiko lehnt dies ab, denn sie muss die Firma abschließen. Sie beschließt Taiga bei der Suche zu helfen, weil das schneller geht. Sie fragt ihn nach was er denn sucht. Beschämt erzählt er ihr die Geschichte mit dem Ring.

Nun machen sich beide auf die Suche. Taiga ist richtig motiviert, denn er ist das erste Mal mit Yuiko alleine, auch wenn die Umstände nicht die Besten sind. Plötzlich findet Yuiko den Ring in Taigas Kapuze von seinem Pullover. Nun kommt Erleichterung auf. Als Dankeschön bringt er Yuiko noch nach Hause. Schließlich ist es inzwischen schon sehr spät geworden.

Akihabara Shojo Band 3Nach diesem Abend wächst Taigas Hoffnung auf eine Chance bei Yuiko wieder. Vielleicht bietet sich ja doch noch eine Gelegenheit sie näher kennen zu lernen. In den nächsten Tagen scheint sein Verhältnis zu Yuiko sich schon etwas entwickelt zu haben. Er hat das Gefühl als würde sie ihn viel öfter anlächeln als vorher.

Sie treffen sich sogar zum Essen und verstehen sich richtig gut. Die Distanz zwischen ihnen wird immer kleiner bis sie schließlich zusammen kommen. Taiga ist über glücklich, denn noch weiß er nicht wie anstrengend eine Beziehung sein kann. Denn es stellt sich heraus das Yuiko ein Otaku ist die auf Boys Love Mangas steht. Das alleine wäre nicht so schlimm, wenn Taiga für ihre Fantasien nicht immer her halten müsste.

Wie wird die Beziehung der beiden weiter gehen? Wie lange wird Taiga das Spielchen mitmachen? Auf was für Ideen wird Yuiko alles kommen?

Eigene Meinung
“Akihabara Shojo“ ist eine sehr schön gezeichnete Story. Die Zeichnungen sind sehr fein und Charakter betonend. Die Story ist mal ganz anders, als man es von einem Shojo erwartet. Sicherlich steht zwar die Beziehung von Taiga und Yuiko im Vordergrund, nur wird diese ständig von Yuikos Boys Love Wahn übertrumpft. Diese Story wurde von PENTABU und Rize Shinba mit sehr viel Humor geschmückt, der so ziemlich jeden zum Schmunzeln bringen dürfte.

© AyaSan

Fujoshi Kanojo: © 2007 Rize Shinba & PENTABU, Enterbrain Inc./ EMA

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Akai Tenshi

Name: Akai Tenshi
Englischer Name: Red Angel
Originaltitel: Akai Tenshi
Herausgebracht: Japan: Gakken Publishing 2004
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Makoto Tateno
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Akai Tenshi Band 1Story
Mika ist neu an Nanas Schule. Sie ist wunderschön und sehr geheimnisvoll. Deswegen ist sie auch immer alleine. Alle Mädchen beneiden sie oder sind wie die Jungen zu schüchtern, um sich mit ihr anzufreunden, weil sie einfach zu perfekt und zu schön ist. Die Einzige die sie anspricht ist Nana. An Mikas ersten Tag setzte sie sich neben Nana, weil neben ihr ein Platz frei war. Nana hat sich sofort fröhlich vorgestellt, was Mika vorerst irritierte, letztendlich aber auch glücklich machte.

Jeden Tag wird Nana von den anderen gefragt, warum sie mit so einer befreundet sein möchte. Nana erwidert immer nur, dass Mika einfach nett ist. Doch Mika scheint auch keinen Wert auf andere Gesellschaft zu legen. Nana reicht ihr voll und ganz. Schließlich war sie bisher auch immer alleine.

Nach der Schule gehen die beiden meistens ein Stückchen zusammen. Doch heute fragt Mika Nana, ob sie nicht mit zu ihr nach Hause kommen möchte. Nana freut sich über die Einladung und nimmt dankend an. Staunend stellt Nana fest, dass Mika in einer sehr großen Villa lebt. Sie betreten das Teezimmer und Mika bittet Nana schon mal platz zu nehmen, sie möchte sich nur schnell umziehen. Nana sieht sich begeistert in dem großen Raum um. Plötzlich steht ein wunderhübsche Junge vor ihr. Er stellt sich als Mikas älterer Bruder El vor und freut sich darüber endlich mal eine Freundin von Mika kennenlernen zu dürfen. Und dann ist er auch schon wieder verschwunden.

Dann betritt Mika wieder das Zimmer. Sie bringt Nana einen Tee und sie unterhalten sich über El. Mika erzählt ihr, dass er krank ist und deswegen nicht zur Schule geht. Mika steht am Fenster und eine Krähe kommt zu ihr geflogen. Sie streichelt sie und meint, dass der Duft der Torte sie angelockt hätte. Sie besuchen sie sehr oft. Dann passiert etwas ungewöhnliches. Nana sieht plötzlich rote Flügel auf Mikas Rücken. Ob das Einbildung ist?

Akai Tenshi Band 2Am nächsten Tag in der Schule fehlt Mika. Nana macht sich Sorgen und will sie nach Schulschluss besuchen. Vor der Villa sieht sie El, welcher von Krähen umringt ist und diese streichelt. Er erkennt sie sofort und begrüßt sie. Er führt sie durch die Villa zu Mikas Zimmer. Nana steht vor ihrem Bett und möchte sie begrüßen. Doch der Anblick, der sich ihr bietet ist unglaublich. In dem Bett befinden sich lauter Krähen. Erschrocken macht Nana einen Satz zurück und stolpert in Els Arme. Dieser vergräbt seinen Kopf in ihrem Hals und beißt hinein. Was ist hier nur los?! Was tut El da?

Wer sind Mika und El? Warum hat Mika Flügel und warum beißt El Nana in den Hals?
Was ist hier nur los? Wird Nana entkommen und es herausfinden?

Eigene Meinung
Es handelt sich hier um eine fantasiereiche Geschichte. Es geht um die Geschwister Mika und El, welche jede Menge Geheimnisse mit sich tragen. Die Zeichnungen sind für Makoto Tateno nicht ungewöhnlich. Man erkennt sofort den Stil und wer ein Fan ist, sollte sich diesen Manga auf jeden Fall zulegen.

©AyaSan

Akai Tenshi: © 2004 Makoto Tateno, Gakken Publishing/EMA

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Air Koi

Name: Air Koi
Englischer Name:
Originaltitel: Air Koi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2010
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Kana Nanajima
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Air KoiStory
Seit der ersten Klasse der Mittelschule ist Nina Tanba in ihren älteren Mitschüler Hayashino-Senpai verliebt. Jedoch erhält Nina auf ihr Liebesgeständnis einen Korb. Aber aufzugeben liegt ihr fern, sodass sie weiterhin versucht, Hayashinos Zuneigung zu gewinnen. Obwohl sie nun schon in der Oberschule ist und Hayashino nicht einmal mehr dieselbe Schule besucht, hat sie immer noch die gleichen Gefühle für ihren Senpai. Als er ihr eines Tages mehrere Fotos von Gegenständen, Orten oder auch Tieren aus der Umgebung schickt, ergibt sich daraus ihre größte Herausforderung. Sie ist sich sicher, dass sie Hayashino wiedersehen kann und er ihre Gefühle erwidert, wenn es ihr gelingt, genau dieselben Fotos zu schießen, wie er. Doch dabei begibt sich Nina auch schon mal in Gefahr.

So bricht beispielsweise der Ast eines Baumes, auf den sie geklettert war, um das Vogelnest von Hayashinos Foto zu fotografieren. Zu ihrem Glück landet sich jedoch weich und unbeschadet auf dem Boden, denn ihr Klassenkamerad Shintaru stand zu diesem Zeitpunkt genau am richtigen Platz. Shintaru hat Nina schon länger beobachtet und beschließt daher, ihr auf ihrer Mission zu helfen. Auch wenn Nina ablehnt und sich lautstark gegen seine Unterstützung wehrt, kann sie Shintaru nicht davon abbringen, sie bei ihrer täglichen Foto-Tour zu unterstützen. Zudem stellt sie schnell fest, dass seine Hilfe durchaus nützlich sein kann. Als Nina jedoch auf einen Hügel klettert, um den Blick über die Stadt festzuhalten und dabei gefährlich nah an einem tiefen Abgrund steht, geht Shintaru dieses Spiel doch zu weit.
Er spricht offen aus, was er denkt: Wenn Hayashino doch die Liebe von Nina erwidert, wieso sollte er Nina dann in solche Gefahren bringen? Zudem hat Shintaru auf all den Missionen erkannt, dass er selbst mehr für Nina empfindet. Für ihn steht fest, dass Hayashino mit Nina nur ein böses Spiel treibt.
Doch Nina will nichts davon hören. Die Situation eskaliert. Nina bricht in Tränen aus, gerät völlig aus der Fassung und läuft letztendlich davon.

Ist Shintaru doch zu weit gegangen und hat sich alle Chancen bei Nina verbaut?

Eigene Meinung
Ebenso wie das Manga, heißt auch die Hauptgeschichte „Air Koi“. Jedoch bietet das Band auch noch zwei weitere Bonusgeschichten, die insgesamt sogar mehr Seiten füllen, als die eigentliche Geschichte des gleichnamigen Manga.

Die Geschichte „Air Koi“ ist eine romantische Geschichte. Nina ist eine sympathische Hauptperson, die alles für ihre große Liebe tun würde. Zunächst wirkt die Entwicklung der Story bekannt und wenig innovativ. Allerdings gibt es eine unerwartete und dramatische Wendung, die das Herz jedes Romantikers höher schlagen lässt. Die beiden Bonusgeschichten sind hingegen eher simpel und unspektakulär. Für gute Unterhaltung zwischendurch sind die beiden Geschichten durchaus gut aber leider nicht für mehr. Insgesamt hätte es dem Manga gut getan, wenn die Hauptgeschichte mehr Seiten gehabt hätte.

Der Zeichenstil von „Air Koi“ lockt sicher viele weibliche Käufer an die Kassen. Der Shojo-Stil ist sehr hübsch und ansprechend. Jedoch schafft es „Air Koi“ gerade in den Moment der tiefen Trauer nicht, zu überzeugen. Wenn Tränen fließen, wirken die Gesichter oft steif und puppenartig. Leider verliert der Manga dadurch stark an Charme und Glaubwürdigkeit. Das ist sehr schade, wo doch ansonsten die Bilder eine überzeugende Atmosphäre schaffen.

Dennoch ist „Air Koi“ ein niedliches Sammelband, welches vor allem Shojo-Fans gefallen dürfte.

© Izumi Mikage

Air Koi: © 2010 Kana Nanajima, Shogakukan/ EMA

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Ai Yori Aoshi

Name: Ai Yori Aoshi
Englischer Name: Aiyori Aoshi
Originaltitel: Ai yori Aoshi
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 1999
Deutschland: EMA 2004
Mangaka: Kou Fumizuki
Bände: 17 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Ai Yori Aoshi Band 1– Die wirren japanischer Liebesbeziehungen –

So möchte ich auf jedenfalls Ai Yori Aoshi nach dem ersten Band beschreiben. Vorneweg möchte ich sagen, dass der erste Band etwas melancholisch ist und einen kleinen Einblick in die japanischen Familientraditionen gewährt. Dies finde ich sehr interessant, da das eher selten vorkommt.

Story
Kaoru ist Student und trifft eines Tages auf dem Bahnhof auf ein Mädchen namens Aoi. Er hilft ihr just in dem Moment indem sie stolpert und sich den Schnürsenkel ihres Schuhes abreißt (traditioneller japanischer Schuh, vergleichbar mit Hauslatschen bei uns oder Sandaletten). Natürlich ist Kaoru zuvorkommend und repariert ihren Schuh. Da sich Aoi verirrt hat und nicht weiß wie sie an ihr Ziel kommt, begleitet er sie.

Angekommen bemerkt Aoi, dass das Haus, wo sie Ihren Verlobten zu finden hofft, weg ist. Sie ist so niedergeschlagen, dass Kaoru sie mit nach Hause nimmt. Um ihr behilflich sein zu können gibt Aoi ihm ein Foto von ihrem Verlobten und ihr aus der Kindheit. Plötzlich fällt es Kaoru wieder ein. Das ist ja er neben Aoi! Kaum sind diese Worte gesprochen fällt sie ihm um den Hals, voller Freude, dass sie ihren Verlobten gefunden hat. Ab hier beginnt eine hinreißende Geschichte eines jungen Glücks, welches immer wieder in turbulente Situation gerät.

Hintergrund
Die ganze Geschichte spielt vor einem bizarren Hintergrund, der in Ländern wie Japan häufig anzutreffen ist. Kurz gesagt: Reiche Familie hat Tochter und trifft auf alte, traditionelle, hoch angesehene Familie mit Sohn. Die beiden Kinder werden in jungen Jahren verlobt und sind somit zur Heirat gezwungen.

Ai Yori Aoshi Band 2Nun ist es in dem Fall aber so, dass Kaoru ein uneheliches Kind ist. Sein Vater stirbt und Kaoru wird von seiner Mutter weggerissen um das zukünftige Oberhaupt der Familie zu werden.
Er wird älter und reißt aus. Dadurch löst die Familie des Mädchens die Verlobung. Aoi fühlt sich aber weiterhin angezogen von ihm und 12 Jahre später reißt auch sie aus, um ihn wieder zu sehen.

Es scheint als würde der Einfluss der Familien von Kaoru und Aoi nach dem ersten Band verschwinden. Dies finde ich schade, weil der Leser keine Gelegenheit bekommt, das Ganze einmal von einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Charaktere
Die sind wirklich gelungen muss ich sagen. Man kann, muss sie aber nicht, vergleichen mit „Ranma 1/2“. Auch die Story geht in diese Richtung. Nur das sich in dem Fall beide Charaktere voneinander angezogen fühlen und dies mehr zeigen.

Aois Charakter hat sehr viele Eigenschaften. Sie hat alles was eine traditionelle Ehefrau braucht. Liebe, Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen, kann kochen etc. etc.
Soll nicht heißen, dass sie Kaoru ergeben ist. Am Anfang des Bandes scheint es als würde die Familie noch über sie bestimmen. Da sie sich aber durchsetzen kann um mit Kaoru zusammen zu leben, hat sie auch Eigenschaften einer modernen Ehefrau. Sie hat einen starken Willen, Durchsetzungsvermögen und eine eigene Meinung. Dies wird aber wohl erst in den nächsten Bänden deutlicher werden.

Nebenbei hat Aoi einen wunderschönen Körper den wir auch mehrmals etwas freizügiger zu sehen bekommen. Hoffentlich auch noch in den nächsten Bänden :o)

Kaoru ist ein junger Mann, in den sich wohl jedes Mädchen gerne verlieben würde und könnte. Zuvorkommend, aufmerksam, nicht aufdringlich, durch und durch ein Gentlemen. Nach dem ersten Band kann ich über Kaoru’s Charakter nicht so viel sagen. Ich hoffe, dass er später ein weniger härter und männlicher wird. Denn wahrscheinlich ist er das auch. Schon alleine seiner Erziehung wegen und was er erdulden musste.

Fazit
Eine schöne Liebesgeschichte die im ersten Band mit Dramatik und in den weiteren Bänden mehr und mehr mit Comedy gemixt wurde. Die Geschichte ist im Grunde genommen nichts Neues. Es hat was von Love Hina und etwas von „Ranma 1/2“. Es ist zu hoffen, dass es nicht solch ein hin und her gibt wie bei den genannten Serien und es nacheinander zur Sache geht, indem sie eine richtige Beziehung eingehen.

© Ricola

Ai Yori Aoshi: ©1999Kou Fumizuki,  Hakusensha/EMA

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Ai Ore! Love me!

Name: Ai Ore! Love me!
Englischer Name: Ai Ore! Love Me!
Originaltitel: Ai Ore! – Danshikou no Hime to Joshikou no Ouji
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2008
Deutschland: EMA 2009
Mangaka: Mayu Shinjo
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Ai Ore! Love me! Band 1Story
Mizuki und Akira sind Mitglieder der Band “Blaue Rosen“. Mizuki ist die coole Gitarristin und Akira der niedliche Sänger. Sie sind ein Paar, auch wenn viele ihrer Fans finden, dass sie ein merkwürdiges Paar sind. Denn Mizuki wirkt eher wie ein cool aussehender Junge und Akira eher wie ein niedliches Mädchen. Sie besuchen verschiedene Schulen. Mizuki besucht die reiche und angesehene St. Nobara-Mädchenschule und wird als Prinz der Schule bezeichnet. Akira hingegen besucht die Dankaisan-Jungenschule, welche einen sehr schlechten Ruf hat. Auch ist diese Schule mehr als nur heruntergekommen und Akira wird als Prinzessin der Schule bezeichnet.

Nach einem ihrer Konzerte, welches natürlich auch von ihren Mitschülern besucht wird, sind einige Schülerinnen der St. Nobara-Schule sehr enttäuscht und schockiert. Nicht über das Konzert, sondern darüber, dass Mizuki und Akira ein Paar sind. Es ist schließlich unerhört, dass Mizuki sich mit jemandem von der Dankaisan abgibt. Das könnte dem Ruf ihrer Schule schaden.

Dieses Gespräch bekommen die zwei Vorsitzenden der Dankaisan mit. Nämlich Ran und Rui. Rui ist außer sich, als er mitbekommt wie die Mädchen über seine Schule sprechen. Er spricht sie auch sofort an. Auch Ran schließt sich an. Doch die Mädchen bekommen es mit der Angst zu tun und flüchten. Ran ist entsetzt darüber, wie schlecht der Ruf der Dankaisan tatsächlich ist. Auch der Notendurchschnitt ist unter aller Kanone. Er fühlt sich sogar ein wenig schuldig.

Inzwischen weiß die ganze St. Nobara das Akira auf die Dankaisan geht. Mizuki wird deswegen zur Vorsitzenden der Schülervertretung zitiert. Sie erzählt Mizuki, dass sie in ihr die nächste Vorsitzende der Schülervertretung sieht. Zudem ist es den Schülerinnen nicht untersagt Kontakt zu Jungs zu haben. Jedoch wird auf den Stolz und Anstand der Mädchen vertraut. Mizuki versteht sofort was damit gemeint ist. Sie darf zwar einen Freund haben, aber dieser darf nicht von der Dankaisan sein, um den Ruf ihrer Schule zu schützen.

Sie zerbricht sich darüber den Kopf. Sie hat doch früher genauso gedacht. Die Dankaisan ist heruntergekommen, bietet keine gute Ausbildung und ist der letzte Dreck. Aber Akira ist doch ganz anders!

Ai Ore! Love me! Band 2Währenddessen versuchen Rui und Ran die Dankaisan ein wenig zu modernisieren. Sie fangen Akira im Flur ab und dieser erstarrt vor Schreck. Ran und Rui tragen Uniformen im Military Look. Sie erzählen ihm stolz, dass dies die neuen Schuluniformen der Dankaisan Schule sein werden. Akira scheint darüber nicht sehr begeistert zu sein. Denn diese Uniformen wirken doch sehr überzogen und seine alte gefällt ihm doch um einiges besser. Doch soll er laut Rui nicht so eine neue Uniform bekommen. Gespannt schaut Akira zu Rui. Dieser zaubert eine Mädchenuniform im Sailor Moon Look empor. Jetzt platzt Akira der Geduldsfaden. Mit blitzenden Augen geht er auf Rui los, welcher auch ziemlich schnell zu Boden geht.

Ran erklärt Akira, dass der Ruf der Dankaisan sehr schlecht ist und seine Beziehung zu Mizuki gefährdet. Beim Vorstand der St. Nobara wird diese Beziehung nicht gutgeheißen. Akira streitet das ab. Er ist der Meinung das der Charakter zählt und nicht an welche Schule man geht. Mizuki sieht das bestimmt genauso. Da stimmen Ran und Rui zu. Aber die restlichen Schülerinnen werden das anders sehen. Wütend stapft Akira davon.

Abends liegt er gemütlich und entspannt in der Badewanne, bis einer seiner Brüder ins Badezimmer gestürmt kommt. Er reicht ihm sein Handy. Mizuki ist dran. Sie reden ein wenig miteinander, aber dann kommt der Knall. Mizuki meint das sie in nächster Zeit sehr wenig Zeit haben würde, weil sie lernen muss. Daher sollten die beiden sich eine Weile nicht sehen. Akira merkt sofort, dass dies eine Lüge ist. Doch was nun?

Werden Akira und Mizuki um ihre Liebe kämpfen? Werden Rui und Ran es schaffen ihre Schule auf zu päppeln? Und wird der Vorstand der St. Nobara die Beziehung der beiden irgendwann akzeptieren oder werden sie diese mit allen Mitteln bekämpfen?

Eigene Meinung
“Ai Ore! Love me“ ist die Fortsetzung der Serie “Ai wo Utau Yori Ore ni Oborero!“ welche im Juni 2010 unter dem deutschen Titel “Blaue Rosen“ bei EMA erscheinen wird. Ich finde es sehr schade, dass “Blaue Rosen“ nicht im Vorwege in Deutschland erschienen ist. So hätte man vielleicht zu dieser Serie einen besseren Bezug gehabt. Trotzdem muss ich sagen, dass Mayu Shinjo mich mit dieser Serie nicht enttäuscht hat. Ihre Zeichnungen sind wieder einmal fantastisch und sie überrascht mit einer ganz anderen Richtung, als die die sie sonst einschlägt. Im ersten Band findet man keine Spur von Smut und auch das typische Klischee des harten coolen Typen ist nicht gegeben.

In ihren anderen Serien findet man immer einen heißen Typen der ein süßes unerfahrenes, schüchternes und naives Mädchen verführt. Zudem sind die Mädchen sonst sehr weiblich mit vielen Rundungen dargestellt. Anders bei “Ai Ore! Love me“. Hier findet man Akira der sehr klein ist und sehr feminin wirkt und Mizuki, die sehr groß ist und sehr wenig Brust hat. Also mal eine ganz andere Story als man sie von Mayu Shinjo gewohnt ist. Und es lohnt sich.

© AyaSan

Ai Ore! – Danshikou no Hime to Joshikou no Ouji: © 2008 Mayu Shinjo, Kadokawa Shoten/EMA

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My little Monster

Name: My little Monster
Englischer Name:
Originaltitel: Tonari no Kaibutsukun
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2009
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Robico
Bände: 12 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

My little Monster 1Story
Shizuku liebt es zu lernen. Sie wollte immer die beste sein und war es bisher auch immer. Bis auf ein einziges Mal und das war bei der Einschulungsfeier an ihrer neuen Schule. Normalerweise hält der Schüler mit dem besten Ergebnis bei der Aufnahmeprüfung die Rede und dieses Mal war es doch tatsächlich jemand anderes. Nur war der Schüler mit dem besseren Ergebnis nicht anwesend.

Das hat Shizuku so geschockt, dass sie sich noch mehr aufs Lernen konzentriert. Doch dann wird Shizuku von ihrer Lehrerin in ein bestimmtes Game Center geschickt, damit sie ihrem Mitschüler Haru Yoshida die Arbeitsblätter aus dem Unterricht vorbei bringt. Haru ist zwar ihr Mitschüler, jedoch hat er sich noch nie an der Schule blicken lassen. Es wird erzählt, dass er mehrere Oberschüler krankenhausreif geprügelt hat. Er wird an ihrer Schule gefürchtet. Auch als Shizuku das Game Center betritt und nach Haru fragt, fliegen bereits buchstäblich die Menschen durch den Raum, weil sie Haru versehentlich beim zocken angerempelt haben und er deswegen Game Over war.

Mit einem bösen Blick steht er plötzlich vor ihr, sprintet an ihr vorbei und springt wie ein Irrer aus dem Fenster. Gruselig wenn man berücksichtigt, dass sie sich im zweiten Stock befinden. Shizuku ist das zu blöd so ihre Zeit zu verschwenden und deswegen verlässt sie das Center. Sie hat ihr Bestes gegeben.

My little Monster 2Doch draußen springt dieser Haru mit einem drohenden Blick auf sie zu. Er behauptet sie sei ein Spitzel der Schule, damit er dort endlich wieder auftaucht. Doch Shizuku erklärt ihm, dass sie ihm nur die Arbeitsblätter vorbeibringen sollte. Plötzlich erscheint Haru wie ein ganz anderer Mensch. Er wirkt gar nicht mehr gefährlich, eher wie ein harmloser kleiner Junge. Er bedankt sich und lächelt sie an. Zudem behauptet er, dass sie jetzt Freunde seien und sie jeder Zeit wieder kommen kann.

Shizuku findet das alles ziemlich merkwürdig und unheimlich. Anders als eigentlich geplant, taucht Haru nun immer wieder in Shizukus Leben auf. Sie stellt fest, dass er ganz anders als erwartet ist. Er ist zwar sehr stark und auch brutal, aber eigentlich ist er nur ein kleiner naiver Junge der nur Freunde finden möchte. Sie scheint seine einzige Freundin zu sein, weil sie keine Angst vor ihm hat. Haru ist zwar ein ziemlicher Idiot im Bezug auf andere Menschen, denn Menschenkenntnis scheint gar nicht vorhanden zu sein. Was jedoch seine Intelligenz in der Schule angeht, scheint er ziemlich unterschätzt worden zu sein. Denn er ist derjenige, der damals besser war als Shizuku und die Rede bei der Einschulungsfeier halten sollte.

Eigene Meinung
„My little Monster“ ist ein wirklich herrlicher Manga. Die Charaktere sind der absolute Knaller. Ganz anders als man es aus anderen Manga kennt. Hier treffen so viele unterschiedliche Menschen aufeinander und werden sogar Freunde. Shizuku ist ein richtiger Eisklotz und denkt nur an ihre Zukunft und ans Lernen. Auf Freunde hat sie bisher nie viel Wert gelegt. Doch als sie auf Haru trifft lernt sie komplett neue Gefühle kennen.

© AyaSan

Tonari no Kaibutsukun: © 2009 Robico, Kodansha/EMA

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Adekan

Name: Adekan
Englischer Name:
Originaltitel: Adekan
Herausgebracht: Japan: SHINSHOKAN 2008
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Tsukiji Nao
Bände: 14 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,50 € (Band 1-6)
8,50 (ab Band 7)

Adekan Band 1Story:
Der junge Polizeiinspektor Kojiro hat alle Hände voll zu tun. Die berüchtigte Hanabuki- Bande, eine stehlende und mordende Meute, wurde in der Nähe seiner Stadt gesehen und zudem häufen sich die Funde von Frauenleichen. Zudem geht das Gerücht herum, dass immer wieder eine blutverschmierten Braut auf der Hochzeitsbrücke gesehen wird.

Als Kojiro damit beauftragt wird, sich bei den Bewohnern ein wenig umzuhören, stößt er auf den jungen Schirmmacher Shiro, der in einem seltsamen Haus wohnt und zumeist faul, lasziv und ungeschickt daher kommt. Shiro schert sich wenig um dem allgemeinen Anstand (weswegen er am liebsten nackt herum laufen würde) und welche Meinung andere über ihn haben. Kojiro freundet schließlich mit dem ungewöhnlichen Mann an und startet den Versuch ihn zumindest ein wenig zu erziehen und ihm die Grundregeln des Anstands beizubringen.

Als Shiro nach und nach dahinter kommt, wer für die Morde verantwortlich ist und was es mit der Braut auf der Hochzeitsbrücke auf sich hat, ist es für ihn bereits zu spät. Er stolpert direkt in die Arme der Bande. Kojiro, der zufällig in der Nähe ist, will ihm helfen und gemeinsam müssen sie sich gegen die Männer zu Wehr setzen. Dabei zeigt sich, dass Shiro alles andere als ungeschickt im Kampf ist und ein Meister der Anki, der Geheimwaffen, ist. Binnen weniger Sekunden bezwingt er einen Großteil der Männer und Kojiro ist zwar ziemlich verblüfft, vertraut ihm aber dahingehend, dass Shiro kein böser Mensch ist.

Nach diesem gemeinsamen Abenteuer werden Kojiro und Shiro richtige Freunde und geraten sie immer wieder gemeinsam in seltsame Vorkommnisse. Seien es nun seltsame Mordfälle, ein Menschenhandelring oder das Auftauchen eines mysteriösen Tieres, das Nachts die Straßen unsicher macht – Kojiro erhält immer wieder von Shiro Unterstützung, wenn es darum geht diese Fälle aufzuklären, und Shiro hat erstmals einen wahren Freund an seiner Seite. Doch allzu lange währt die Ruhe in der Stadt nicht, denn ein weiterer Meister der Geheimwaffen taucht unvermittelt auf – Anri, der Bruder Shiros. Er arbeitet im zwielichtigen Gewerbe und hat überhaupt keine Probleme damit auf Auftrag Menschen zu töten. Shiro und ihn verbindet eine gemeinsame, düstere Vergangenheit, die schon bald einen Schatten auf Kojiros und Shiros Freundschaft wirft…

Adekan Band 2Eigene Meinung:
Mit „Adekan“ legt EMA den ersten Manga der Künstlerin Tsukiji Nao in Deutschland vor. Die Geschichte spielt in einer surreal wirkenden, traditionell japanischen Stadt im 19. Jahrhundert, ohne dass die Künstlerin explizit einen Namen nennt. Das ist auch nicht notwendig, da die Handlung selbst eher fantastisch angehaucht ist und auf sehr geschickte Art und Weise Historik und Fantastik miteinander verbindet und mit einer Brise Steampunk garniert, was besonders in de Waffen und ungewöhnlichen mechanischen Elementen zu sehen ist. Die Geschichte selbst ist spannend, interessant und andersartig, weiß jedoch durch verschiedene mystische Elemente zu fesseln. Sicherlich ist Band 1 erst der Beginn der Serie, so dass dem Leser noch der rote Faden fehlt, doch zum Ende hin gelingt es Tsukiji Nao mit dem Einbringen von Anri ein wenig Spannung in die Handlung einzubauen.

Die Zeichnungen sind ohne jeden Zweifel von extrem hoher Qualität. Wer die Künstlerin bereits von ihren atemberaubenden, detailreichen Illustrationen aus ihrem Artbook „Nostalgia“ oder von diversen Briefpapieren kennt, wird erkennen, dass sie in „Adekan“ nichts von ihrer Detailverliebtheit verloren hat. Sie hat einen unvergleichlichen, sehr dynamischen Tuschestil, liebt hübsche Mädchen und Jungen, aufwendige Hintergründe und Kleidungsstücke, egal ob es sich dabei um Kimonos, Kleider oder Masken handelt. Tsukiji Nao versucht in jedes Panel so viele Details einzubringen, dass es dem Leser fast zu viel wird und man öfters im Storyfluss innehält, um sich die Panele genauer anzuschauen und hier und da Dinge zu entdecken, die einem leicht entfallen. Trotz ihrer Schönheit sind ihre Zeichnungen anatomisch nicht immer gänzlich korrekt. Die Männer haben oftmals einen zu langen Oberkörper und manchmal wirken Arme und Beine seltsam verbogen. Nichtsdestotrotz ist „Adekan“ allein aufgrund der wundervollen Zeichnungen jedem Shojo- Fan zu empfehlen, auch wenn sich hier und da ganz leichte Boys Love Andeutungen und Elemente einschleichen. Wirklich gänzlich in diese Richtung geht „Adekan“ jedoch nicht, es ist und bleibt eine recht actiongeladene Shojo- Serie.

Insgesamt ist „Adekan“ jedem Fan der Künstlerin zu empfehlen. Wer detaillierte Zeichnungen mag und dem Mix aus Historie, Fantastik und Steampunk gegenüber nicht abgeneigt ist, sollte „Adekan“ auf jeden Fall lesen. Doch auch alle anderen sollten einen Blick riskieren, und sich von Tsukiji Naos Zeichnungen gefangen nehmen lassen. Der Manga und die Künstlerin verdienen auf jeden Fall Aufmerksamkeit – sehr zu empfehlen.

© Koriko

Adekan: © 2008 Tsukiji Nao, SHINSHOKAN / EMA

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Abara

Name: Abara
Englischer Name: ABARA
Originaltitel: ABARA
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2005
Deutschland: EMA 2010
Mangaka: Tsutomu Nihei
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

U_7390_EMA_ABARA_01.IND6Story
In einer anderen Welt leben die Menschen in Städten mit riesigen Mausoleen. Doch niemand kann sich mehr daran erinnern, wie sie einst entstanden sind…

Eines Tages tauchen merkwürdige menschenfressende Monster auf, die aufgrund ihrer Farbe „Weiße Gauna“ genannt werden. Wie eine Seuche breiten sie sich unter der Bevölkerung auf und befallen immer mehr Menschen.

Denji Kudo arbeitet unter dem Decknamen Denji Ito als kleiner Angestellter in den sogenannten „Zuchtfarmen“. An dem Tag, an dem es zum Ausbruch der weißen Gauna kommt, holt den jungen Mann die Vergangenheit ein, die er eigentlich für immer hinter sich lassen wollte. Tadohomi, eine Agentin der streng geheimen Kegen-Abteilung, ausgestattet mit Sonder-Befugnissen, hat Denji in seinem kleinen Exil entdeckt. Sie konfrontiert ihn mit den neuesten Vorkommnissen und der Gefahr, die durch die weißen Gauna ausgeht.

Da er eigentlich nicht mehr für „Kegen“ arbeiten wollte, äußert sich Denji zunächst widerwillig und nicht zur Kooperation bereit. Schließlich lässt er sich aber doch überzeugen und zieht gegen die menschenfressenden Bestien zu Felde. Um ihnen im Kampf überlegen zu sein, verwandelt sich Denji in seine andere Gestalt – in die eines schwarzen Gauna mit übermenschlicher Kampfkraft und gewaltigem Potenzial. In einer beeindruckenden Geschwindigkeit räumt er mit dem weißen Haupt-Gauna auf. Dann aber verlassen ihn seine Kräfte und er bleibt – halb zurückverwandelt – neben der Leiche seines Gegners liegen.

U_7391_EMA_ABARA_02.IND6Denji hat die Stadt vor einer Katastrophe bewahrt, sicher. Er hat aber damit auch auf sich aufmerksam gemacht. Gruppierungen aus seiner Vergangenheit konnten erkennen, wer für die Vernichtung der weißen Gauna verantwortlich ist und somit, dass Ito alias Kudo noch am Leben sein muss. Auf dessen außergewöhnliche Fähigkeiten will die Kegen-Abteilung nicht verzichten, also schicken sie jemanden, um Kudo „abzuholen“.
Doch wem kann der junge Mann überhaupt trauen? Denn auch seine „Freundin“ Tadohomi scheint mehr als ein Gesicht zu haben…

Eigene Meinung
„Abara“ ist eine zweibändige Mini-Serie des bekannten Mangaka Tsutomu Nihei, der damit einen weiteren Science-Fiction-Manga aus seiner Feder präsentiert. Ein weiteres Mal müssen sich Menschen gegen „Gauna“-Aliens zur Wehr setzen. Aber Nihei wäre nicht er selbst, wenn er nicht auch noch eine verzwickte Verschwörungsgeschichte vor einer teils prä-apokalyptischen Atmosphäre mit ins Spiel bringen würde. Wie meistens wird der Leser gleich in das Geschehen hinein geworfen, die Hintergründe und überhaupt das wer-was-wann-warum sickern erst tröpfchenweise im Laufe des Bands durch.

Die Zeichnungen sind wieder im üblichen Stil des Autors: mit viel schwarzer Tusche, sehr detaillierten Aliens und einer Mischungen aus sehr einfachen (fast plastischen) und sehr detaillierten Gesichtszügen. Damit trifft Nihei sicherlich nicht jeden Geschmack, er bietet allerdings eine Alternative zu den immer gleichen Stilen anderer Autoren, wie sie in manchen Genre vorherrschen. An Dynamik und Gewalt fehlt es den Zeichnungen sicherlich nicht. Nihei schafft es, die Tusche gerade bei diesen Darstellen als Stilmittel einzusetzen.
Dieser Manga ist dem Seinen-Bereich zuzuordnen und damit auf jeden Fall etwas für ältere Leser, nicht nur wegen der Gewalt, auch wegen der Handlung als solche. Auch erwachsene Leser sollten sich auf ein anspruchsvolles und tiefgründiges Werk einstellen, wenn sie hier zugreifen.

© Rockita

Abara: © 2005 Tsutomu Nihei Shueisha / EMA

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Egoistic Blue

Name: Egoistic Blue
Englischer Name:
Originaltitel: Egoistic Blue
Herausgebracht: Japan: Libre 2012
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Mio Tennohji
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

StoryEgoistic Blue
Was tut man nicht alles für einen wohlhabenden Langzeitgast? Als der Rezeptionist Chiaki gebeten wird als persönlicher Concierge für den griechischen Multimillionär Harry Christophoros zu arbeiten, kann dieser diese Bitte unmöglich abschlagen. So steht er dem ausländischen Gast immer wieder für kleinere und größere Gefälligkeiten zur Verfügung, ohne zu wissen, dass er selbst der Grund für Harrys Japanaufenthalt ist. Erst als sich die beiden näher kommen, findet Chiaki heraus, dass seine Großmutter eine Zeit lang eng mit der Familie Christophoros verbunden war.

Neben der Hauptgeschichte bekommt auch Harrys persönlicher Sekretär Carl zwei Kapitel, in dem er nach sieben Jahren seinem Freund Morris wiederbegegnet. Die Gründe für Morris plötzliches Verschwinden enthüllen sich Carl jedoch erst nach und nach …

Eigene Meinung
„Egoistic Blue“ stammt von Mio Tennohji, die in Japan bereits durch etliche Boys Love Mangas bekannt geworden ist. Auch in den USA erschienen einige ihrer Werke, „Egoistic Blue“ ist der erste Manga von ihr, der auf dem deutschen Markt erscheint.

Inhaltlich wartet „Egoistic Blue“ mit einer netten Liebesgeschichte auf, die jedoch Boys Love Lesern wenig Neues bietet. Dabei ist der Hintergrund durchaus nicht uninteressant, insbesondere was Chiakis Großmutter betrifft, doch leider geht die Mangaka nicht weiter auf diesen Aspekt ein. Stattdessen konzentriert sie sich ganz auf die Beziehung zwischen Chiaki und Harry, die kleineren Probleme, die sich den beiden in den Weg stellen, weil sie aus vollkommen unterschiedlichen Welten kommen. Dennoch kommen die beiden recht schnell zusammen, wenn man bedenkt, wie wenig Zeit im Grunde vergeht.

Auch bei Carl und Morris wirkt einiges ein wenig überstürzt, da nur bedingt auf die Jahre eingegangen wird, in denen Morris weg war. Für einen reinen Selbstfindungstrip ist diese Zeit nämlich echt ein bisschen lang. Auch vergibt Carl ihm wirklich schnell, wenn man bedenkt, dass er all die Jahre nichts von seinem Freund gehört hat.

Auch die Charaktere bieten wenig Platz für Neues, da sie in den üblichen Bahnen bleiben. Chiaki ist eher schüchtern, zurückhaltend und wächst erst über sich hinaus, als er sich gegen Carl zur Wehr setzen muss; Harry ist der reiche, gutaussehende Kerl, der der Damenwelt den Kopf verdreht und zumeist über den Digen steht. Man kann sich durchaus mit ihnen identifizieren, doch sie handeln immer ein wenig aufgesetzt. Das trifft leider auch auf Carl zu, den man erst später richtig begreifen kann, wenn er auf Morris trifft.
Es ist schade, dass hier so wenig Varianz in den Figuren ist – Vielleser, die sich hin und wieder neue, interessante Charaktere wünschen, werden bei „Egoistic Blue“ leider nicht fündig werden.

Einzig die sehr schönen, detailreichen Zeichnungen sind ein positiver Aspekt an „Egoistic Blue“. Mio Tennohji hat eine sehr sicheren, gelungen Stil, der vorwiegend aus hübschen Männern besteht. Gerade Harry ist der typische Bishonen, während Chiaki neben seinem Partner fast ein wenig verblasst. Dies passt jedoch gut zum Charakter, so dass es nicht weiter störend ins Gewicht fällt. Auch die Hintergrundzeichnungen, die kleineren Details und die Anatomie sind stimmig, so das „Egoistic Blue“ optisch einiges zu bieten hat. Wer auf schöne Illustrationen und hübsche Männer wert legt, wird bei diesem Manga vollkommen auf seine Kosten kommen.

„Egoistic Blue“ ist ein netter Boys Love Manga für Zwischendurch, dessen größter Pluspunkt die schönen Zeichnungen von Mio Tennohji sind. Inhaltlich bietet der Manga dem versierten Boys Love Fan nichts Neues – eine typische Liebesgeschichte mit recht stereotypen Charakteren. Wer gerne BL Einzelbände liest, hübsch gezeichnete Männer und eine gesunde Portion schwule Erotik mag, kann einen Blick riskieren. „Egoistic Blue“ unterhält, mehr aber auch nicht.

© Koriko

Egoistic Blue: ©2012 Mio Tennohji, Libre Publishing Co., Ltd./ EMA

 

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Fashion Affairs

Name: Fashion Affairs
Englischer Name:
Originaltitel: Hitomi no Dokusenyoku
Herausgebracht: Japan: Libre 2011
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Rin Narusaka
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,50 €

Storyfashion affairs
Der Frischling Shinpei ist noch recht neu im Modelbusiness, versucht jedoch sein Bestes um irgendwann einmal so gut zu werden wie der Shootingstar Ryo Kanahashi. Just zu diesem soll er auf Anraten seines Agenten ziehen, um von dem Wissen des Profis zu profitieren. Doch Ryo ist eher rüpelhaft, mitunter sehr brüsk und alles andere als gewillt, Shinpei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Nahezu permanent ecken die beiden aneinander und Ryo nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht Shinpeis Qualitäten als Model zu kommentieren. Doch Shinpei denkt gar nicht daran, alles schweigend hinzunehmen und nimmt sich vor, Ryo zu beweisen, dass auch es modeln kann …

In der Side-Story „Unreife Fashion Affairs” geht es um die Schulfreunde Yuma und Takanobu, die zusammen mit Shinpei und Ryo in einer WG leben und ebenfalls als Models arbeiten. Yuma, der nur wegen seinem Freund mit dem modeln angefangen hat, ist bereits seit Jahren in seinen Takanobu verliebt, doch dieser akzeptiert Yumas Liebesgeständnis nicht, unterbindet sogar dessen Worte. Erst als der Designer Takayanagi Interesse an Yuma zeigt und die Gerüchteküche brodelt, beginnt Takanobu sich Gedanken zu machen …

Eigene Meinung
Der Einzelband „Fashion Affairs“ stammt aus der Feder der bekannten Yaoi Mangaka Rin Narusaka, die mit diesem Band ihr deutsches Debüt feiert.

Inhaltlich bietet „Fashion Affairs“ solide Boys Love Kost – allerdings sollte man keine ausgeklügelte Storyline mit interessanten Wendungen erwarten. Die Geschichte läuft in den üblichen Bahnen ab, und lässt sich prima mit „Junge trifft Junge, Ergebnis: Liebe/Sex“ umschreiben. Das mag jetzt bei einem Yaoi Manga nichts ungewöhnliches sein, sprich man erwartet im Grunde nichts anderes, doch manchmal wünscht man sich ein wenig mehr. Dafür bietet der Manga einen kurzen Einblick in das Modelbusiness, auch wenn sich Rin Narusaka eher auf die Beziehung der Charaktere untereinander konzentriert, als auf die Probleme, die dieser Job mit sich bringt.

Auf jeden Fall kommen Fans erotischer Liebesgeschichten vollkommen auf ihre Kosten – „Fashion Affairs“ kann durchaus gefallen, wenn man keine hohen Ansprüche stellt.
Auch die Charaktere sind vorwiegend stereotyp, weshalb ihre Handlungen und Aktionen zumeist recht vorhersehbar sind. Ryo ist hierbei nicht sonderlich sympathisch. Man weiß im Grunde nicht so genau, was Shinpei überhaupt an ihm findet, da er recht grob, brüsk und zumeist ein wenig sadistisch ist, was sein Partner öfters zu spüren bekommt. Shinpei selbst ist ein sympathischer, manchmal ein wenig naiver Charakter, in den man sich aber gut hineinversetzen kann.

Yuma und Takanobu sind interessante Nebenfiguren, die jedoch ebenfalls nicht aus den gewohnten Bahnen ausbrechen. Das ist schade, da man gerade bei ihrer gemeinsamen Vergangenheit mehr aus den beiden Figuren hätte herausholen können.
Rin Narusakas Zeichnungen sind ein großer Pluspunkt bei „Fashion Affairs“. Sie hat einen sehr schönen, sicheren und detailverliebten Stil. Gerade die Figuren sind sehr schön in Szene gesetzt, Shinpei, Ryo und Co die typischen Bishonen. Auch die Hintergründe sind gut gelungen, so dass „Fashion Affairs“ auf jeden Fall optisch einiges zu bieten hat.

Fashion „Affairs“ ist ein netter Boys Love Manga für zwischendurch, der vor allem durch Rin Narusakas gute Zeichnungen und die teils interessanten Charaktere besticht. Inhaltlich bietet der Einzelband leider wenig Neues, doch die Beziehungskisten von Shinpei und Ryo, sowie Yuma und Takanobu können durchaus unterhalten. Wer witzige, romantische Boys Love Mangas mag und kein Problem mit erotischeren Szenen hat, sollte einen Blick riskieren, alle anderen werden sich bei der einfach gestrickten Story leicht langweilen.

© Koriko

Fashion Affairs: ©2011 Rin Narusaka, Libre Publishing Co., Ltd./ EMA

 

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