Girls Love Twist

Name: Girls Love Twist
Englischer Name: Sweets Honey
Originaltitel: Usotsuki Lily
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2009
Deutschland: Tokyopop 2013
Mangaka: Ayumi Komura
Bände: 17 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Girls Love Twist Band 1Story
Hinata besucht seit kurzem die Highschool und wünscht sich wie jedes andere Mädchen einen Freund und romantische Abenteuer. Ihr Traum scheint sogar sehr schnell in Erfüllung zu gehen, denn gleich zu Schulbeginn wird sie von dem gutaussehenden En gefragt, ob sie seine Freundin sein möchte. Hinata willigt ein und erzählt diese Neuigkeit gleich ihren Freundinnen. Und schon scheint ihr Traum und die Vorstellung romantischer Abenteuer zu zerplatzen. Denn ihre Freundinnen erzählen ihr, dass En ein Crossdresser ist. Er taucht also jeden Tag als Mädchen verkleidet in der Schule auf.

Oh man… Hinata kann es nicht glauben. Vielleicht war es ja doch ein anderer Typ, doch dann steht En in Mädchenkleidung vor ihm und sieht einfach süß aus. Alle Jungs drehen sich zu ihm um, weil er als Frau so gut aussieht. Keiner kann es fassen, dass er nun eine Freundin hat. Hinata nimmt das Getuschel wohl war. Es wird spekuliert, ob En’s Freundin vielleicht doch ein Kerl ist oder vielleicht einfach auf Mädchen steht.

Hinata kocht innerlich. So geht das nicht, sie kann unter diesen Umständen einfach nicht mit En zusammen sein. Sie trifft sich mit ihm, um Schluss zu machen. En schaut sie traurig und verwirrt an. Er kann das überhaupt nicht verstehen. Sie erklärt ihm warum es nicht geht und er verspricht ihr, sich von nun an wieder als Junge anzuziehen. Denn es ist ihm wirklich ernst mit Hinata. Hinata ist glücklich und freut sich darauf mit ihrem Freund zusammen nach Hause zu gehen.

Girls Love Twist Band 2Auf dem Heimweg, stellt Hinata fest, dass niemand En erkennt. Naja, sie kennen ihn ja nur als Mädchen. Und dabei sieht er soooo gut aus. Er erklärt ihr, dass er sich einfach wohler fühlt, wenn er sich wie ein Mädchen anzieht. Er liebt Mädchen einfach. Oder besser ausgedrückt… er hasst Jungs abgrundtief. Selbst wenn er sein eigenes Spiegelbild sieht, ist er so angewidert das er den Spiegel unkontrolliert zerschlägt. Auf dem Heimweg muss leider die Scheibe eines Restaurants drunter leiden. Oh man…wie soll das nur weitergehen?

Selbst das Küssen fällt den beiden schwer, denn in Hinatas Augen sieht En sein Spiegelbild. Und wir wollen uns gar nicht vorstellen, was da passieren könnte. Keine leichte Situation für die beiden. Und es bleibt spannend und lustig 🙂

Eigene Meinung
„Girls Love Twist“ ist eine wirklich lustige Geschichte. Die Zeichnungen können sich sehen lassen. Jedoch ist es wirklich Geschmackssache. Entweder man liebt diesen Manga oder man lässt es. Wer es nicht haben muss einen Jungen in Mädchenkleidung zu sehen, sollte von diesem Manga die Finger lassen. Romantik ist hier auch nicht wirklich zu finden, denn es handelt sich hier einzig um eine Komödie. Und zu lachen gibt es viel.

© AyaSan

Usotsuki Lily: © 2009 Ayumi Komura, Shueisha/Tokyopop

Girls Love Bible

Name: Girls Love Bible
Englischer Name: Girls Love Bible
Originaltitel: Lovenista
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2006
Deutschland: Carlsen 2009
Mangaka: Kayono
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Girls Love Bible Band 1Story
Yun ist eigentlich eine ganz normale Schülerin mit ganz normalen weiblichen Bedürfnissen. Sie möchte nicht alleine sein und verliebt sich sehr schnell. Sie hat auch immer einen Freund und tut sehr viel, um die Beziehung aufrecht zu erhalten. Jedoch gibt es da ein Problem. Sie hasst Sex, denn dieser verursacht bei ihr höllische Schmerzen. Trotzdem schläft sie mit ihrem derzeitigen Freund, nur damit er sie nicht verlässt.

Aber dieser merkt, dass sie beim Geschlechtsakt nicht bei der Sache ist. Er fragt sich, ob Yun ihn überhaupt lieben würde, denn dann müsste ihr der Sex ja eigentlich gefallen. Diese Diskussion artet in einen Streit aus, bei dem ihr Freund verlauten lässt, das die Beziehung unter diesen Umständen keinen Sinn mehr hat.

Mit ihren guten Freunden Asami und Kyogo sitzt Yun nun in der Bahn auf dem Weg zur Schule. Sie erzählt ihnen, dass sie mit ihrem Freund nicht mehr zusammen ist. Die beiden scheinen nicht überrascht zu sein, denn Yuns Beziehungen haben nie länger als drei Monate gehalten. Kyogo bietet ihr an, vorerst bei ihm zu bleiben, weil Yun ja nun keine Bleibe mehr hat. Vor längerer Zeit ist Yun von zu Hause abgehauen, weil sie mit ihren Eltern nicht mehr zurecht kam. Von da an ist sie immer gleich bei ihrem jeweiligen Freund eingezogen.

Die drei sind immer noch am Diskutieren, bis plötzlich Hiromichi Kondo mit seinen Leuten die Bahn betritt. Hiromichi besucht die selbe Schule wie Yun und ihre Freunde. Jedoch ist er nun wirklich kein gewöhnlicher Schüler. Über ihn kursieren die übelsten Gerüchte, weswegen die ganze Schule Angst und Respekt vor ihm hat. Er ist der Anführer einer üblen Gang und angeblich soll er zum Berserker werden, wenn man ihn reizt, vor kurzem vier Leute krankenhausreif geschlagen und sogar zwei uneheliche Kinder haben. Da kann man es schon mit der Angst zu tun bekommen. Aber ein positiver Aspekt ist, dass er unwahrscheinlich gut aussieht. Mit 16 Jahren schon so sexy auszusehen ist auch eine Kunst für sich.

Girls Love Bible Band 2Und was nun? Hiromichi setzt sich genau neben Yun und legt sogar seinen Arm hinter ihr auf die Rückenlehne. Yun stockt der Atem. Was soll sie nur tun? Während die Bahn wieder anfängt zu fahren, schwirren Yun die merkwürdigsten Gedanken im Kopf herum. Z.B. ist ihr aufgefallen, dass Hiromichi sehr gut duftet, er schöne Augen und Hände hat. Sehr erotisch. Die Frauen fliegen bestimmt reihenweise auf ihn. Was seine Freundin wohl für eine ist? Und ob der Sex mit ihm wohl auch weh tut?

Während Yun ihn noch immer völlig in Gedanken versunken anstarrt, entgeht Hiromichi dies natürlich nicht. Mit einem stechendem Blick fragt er sie, warum sie ihn so anstarrt. Panisch und erschrocken entschuldigt Yun sich. Plötzlich fängt Hiromichi an sie an zu starren. Das verunsichert Yun. Sie fragt sich warum er das tut und bekommt es mit der Angst zu tun. Ganz unerwartet und überraschend sagt er ihr, dass sie eine tolle Haut hat. Yun weiß gar nicht was sie sagen soll und kommt auch gar nicht mehr dazu, denn ruckartig kommt die Bahn zum Stillstand und Yun fällt in Hiromichis Arme. Yun entschuldigt sich aber Hiromichi sagt nur:“Lovenista, oder?“

Woher kennt er ihr Parfüm? Hiromichi steht auf und geht mit seinen Leuten zur Tür. Er dreht sich noch einmal zu Yun um und sagt ihr das sie Stil hätte. Yun scheint im siebten Himmel zu schweben und ist doch irritiert. Was sollten diese Andeutungen? Sie schaut auf den Sitz auf dem eben noch Hiromichi gesessen hat. Und dann der Schock. Er hat sein Handy verloren.

In der Schule versteckt Yun sich auf der Toilette. Soll sie mal einen Blick in das Handy werfen? Nein das macht man ja eigentlich nicht. Aber sie ist so neugierig, dass sie einen Blick wagt. In diesem Handy sind hunderte von Handynummern gespeichert. Und alle sind sie von Frauen. Doch eine Nummer hat er am meisten angerufen. Ihr Name ist Kaede. Wie sie wohl aussehen mag?
Dann findet sie ein Video. Vor Schreck fällt sie fast von der Toilette, denn es ist ein Heimporno von Hiromichi und dieser Kaede. Au weia. Wie soll sie Hiromichi jetzt unter die Augen treten? Naja…sie wird es müssen, denn das Handy muss sie ihm mindestens noch zurück geben. Und trotz dieses obszönen Videos, findet sie Hiromichi immer noch sexy. Aber hat sie gegen diese Kaede überhaupt eine Chance?

Eigene Meinung
“Girls Love Bible“ ist wieder mal ein sehr erotischer Manga von Kayono. Überwältigen tut sie die Leser mit ihren wunderbaren Zeichnungen und der Ausstrahlung ihrer Charaktere. Beeindruckt hat Kayono schon mit der Serie “Royal 17“, wobei ich persönlich sagen muss, dass mir “Girls Love Bible“ um einiges besser gefällt. Man muss sich eben sein eigenes Bild machen^^. Empfehlen würde ich diese Serie jedoch mindestens ab 16 Jahren, da es doch ziemlich wild zu geht, was die Erotik und auch die Gewalt angeht.

© AyaSan

Lovenista: © 2006 Kayono, Shogakukan/Carlsen

Girls Bravo

Name: Girls Bravo
Englischer Name:
Originaltitel: Girls Bravo
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2001
Deutschland: Carlsen 2006
Mangaka: Mario Kaneda
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 6,00 €

Girls Bravo Band 1Story
Yukinari Sasaki hat ein ziemlich schwerwiegendes Problem: Er hat eine Allergie gegen Frauen. Da er auch noch kleinwüchsig ist, wird er in der Schule von Schülern wie auch Lehrern gehänselt.

Wie jeden Tag kommt er total fertig nach Hause und hat nur noch den Wunsch nach einem Bad, um abschalten zu können. Seine Mutter sieht ihn und versucht ihn zu warnen. Doch zu spät: Yukinari hat schon die Badezimmertür geöffnet. Dort tritt gerade, nur mit einem Handtuch bekleidet, seine Mitschülerin und Nachbarin Kirie aus der Dusche. Beide sind gleichermaßen überrascht. Ehe er sich versieht, hat er schon ihre Rechte im Gesicht und fliegt in die Wanne. Er verletzt sich dabei. Als er sich von diesem Schock erholt hat, bemerkt Yukinari ein fremdes Mädchen neben sich in der Wanne. Er denkt einige Sekunden darüber nach und bekommt dann den zweiten Schock. Er versucht aus der Wanne zu steigen und bemerkt dabei, dass er nicht mehr in seinem Bad ist. Yukinari wird von dem Mädchen festgehalten, die ihn unbedingt verarzten will.

Wenig später hat sie sich etwas angezogen und kümmert sich um seine Verletzung. Etwas erscheint ihm sehr seltsam: Er hat überhaupt keinen Ausschlag bekommen. Das Mädchen heißt Miharu und Yukinari befindet sich in der Hauptstadt des Blauen Waldes, in Seiren. Miharu scheint nur ein Problem zu haben – Wenn Yukinari nicht von hier kommt, wird ihm dann überhaupt das Essen schmecken? Nach kurzem nachdenken fasst Yukinari den Entschluss, dass er nichts davon hätte in seine Welt zurückzukehren.

In diesem Moment späht Miharus Schwester, Maharu, um die Ecke und erblickt Yukinari. Miharu versucht ihrer Schwester alles zu erklären. Doch diese hört ihr gar nicht zu und schmeißt sich an Yukinari ran. Davon bekommt er sofort Ausschlag und stößt Maharu von sich. Nachdem er Miharu gestanden hat, dass er Angst vor Frauen hat, fliehen sie gemeinsam vor Maharu. Yukinari schaut sich in der Stadt um und sieht überall nur Frauen. Miharu erzählt ihm daraufhin, dass der Männeranteil in Seiren unter einem Prozent liegt. In diesem Moment stehen ein Dutzend Frauen, vom Kindesalter bis zur Oma, hinter den beiden und zeigen auf ihn. Als auch noch Maharu zu der Meute hinzukommt, ist das Chaos perfekt.

Girls Bravo Band 2In letzter Minute teleportiert Miharu sich und Yukinari zurück ins Bad. Dort überlegen sie, wie er zurück in seine Welt kommen könnte. Nach nur wenigen Augenblicken spiegelt sich Kiries Gesicht auf der Wasserfläche und die beiden hören, dass sich Kirie bei Yukinari entschuldigen will, weil sie überreagiert hat. Miharu macht ihm Mut, dass er nicht ganz allein in seiner Welt ist. Der Entschluss ist gefasst, er wird zurück nach Japan gehen.

In diesem Moment wird die Badtür aufgebrochen und die Frauen stürmen das Bad. Zusammen springen Yukinarie und Miharu ins Wasser und landen tatsächlich wieder im Bad der Familie Sasaki. Wie es der Zufall so will, liegt dort erneut Kirie, mit einem Handtuch bekleidet, in der Badewanne. Er springt ihr förmlich um den Hals, weil er sich so freut wieder zu Hause zu sein. Zu seiner Überraschung ist nun auch Miharu in seiner Welt. Kirie glaubt natürlich, dass die beiden gemeinsam gebadet haben und hält ihn deshalb für einen Perversling. Aus diesem Grund macht sein Gesicht erneut Bekanntschaft mit ihrer Rechten.

Miharu schläft in seinem Zimmer und muss sich dort nun tagsüber verborgen halten. Da sie sich in dieser Welt nicht auskennt und ständig Hunger hat, versucht sie sogar CDs zu essen…

Eigene Meinung
„Girls Bravo“ ist das bekannteste Werk von Mario Kaneda. Dieser Manga hat einen Riesenerfolg in Japan und den USA zu verzeichnen. In Deutschland wird dieses Werk auch kein Ladenhüter werden, denn diese naive Komik verzaubert die Leser. Die Story ist spannend und extrem amüsant. Der Zeichenstil ist natürlich passend dazu. Der Manga wird besonders für Jungs ab 14 Jahren empfohlen. Doch auch Mädchen kommen auf ihre Kosten.

Girls Bravo: © 2001 Mario Kaneda, Kadokawa Shoten / Carlsen

Girls Love

Name: Girls Love
Englischer Name:
Originaltitel: Shojo Bigaku
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2006
Deutschland: EMA 2008
Mangaka: Chi-Ran
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Girls LoveStory:
Mädchen, die sich ineinander verlieben, die teilweise von Zweifeln und unguten Gefühlen begleitet werden und letztendlich doch zueinander finden. Die sieben Kurzgeschichten laufen zumeist nach demselben Schema ab und sprechen manchmal einige ernstere Themen an.

In der ersten Geschichte „Ich will ihre Freundin werden“ ist Kaede vollkommen begeistert von dem süßen Model Matsuri und auch in sie verliebt. Das die beiden Mädchen zusammenleben sorgt schließlich dafür, dass sich bald mehr zwischen ihnen entwickelt. Ein gemeinsames Bad sprengt die letzten Barrieren…

Die zweite Geschichte “Ihre erste Liebe” handelt von Natsuki, die sich in ein Mädchen verliebt. Da sie sich nicht anders zu helfen weiß, gibt sie sich schließlich als Junge aus, um mit ihrer großen Liebe zusammen sein zu können…

Saki und Masono sind schon seit dem Kindergarten befreundet, doch Saki empfindet nach all dieser Zeit mehr für Masono. Sie traut sich jedoch nicht ihrer Freundin ihre Gefühle zu gestehen, um ihre Bindung nicht zu gefährden. In “Anfängerglück” erfährt man, ob es ihr irgendwann gelingt Masono ihre Liebe zu gestehen.

Das Kapitel “Die Versuchung” behandelt die Geschichte der Schülerin Yuno, die sich standhaft dagegen wehrt ihre Vorlieben preis zugeben, immerhin führte ein solches Eingeständnis zu einem Bruch zwischen ihrer großen Schwester und ihren Eltern. Da taucht plötzlich Shinri auf, die sich vornimmt, Japan in ein Land der freien Liebe umzuwandeln. Und bei Yuno fängt sie an…

„Ihre Liebeserklärung“ erzählt von der Geschichte der Mädchen Mari und Hino. Letztere ist eine begehrte Schauspielerin, die von allen Mädchen bewundert wird. Auch Mari macht da keine Ausnahme. Doch was passiert, als Hino ihr plötzlich gesteht, sich in sie verliebt zu haben?

Das sehr kurze Kapitel „Auferblühen“ ist eine ursprünglich farbige Kurzgeschichte, die einfach nur durch hübsche, relativ erotische Bilder besticht.

Das letzte Kapitel “Der Liebestrip” ist ein Sonderkapitel, das eigens für den Manga gezeichnet wurde. Es verbindet die vorherigen Kapitel lose miteinander und erzählt die Geschichte zweier Mädchen, die sich eigentlich getrennt haben, jedoch auf einem gemeinsamen Trip wieder zusammenfinden…

Eigene Meinung:
Wie man vielleicht an der Story erkennen kann, gibt es bei “Girls Love – Shojo Bigaku” keine wirklich zusammenhängende Handlung. Der Manga besteht aus Kurzgeschichten, die zumeist recht eintönig sind, da sie sich stetig wiederholen. Die erste Liebe, die damit verbundenen Probleme der Mädchen und ihre Art damit umzugehen. Es gibt immer nur Happy Ends, sobald einmal ein etwas ernsteres Thema angesprochen wird, lässt Chi-Ran es auch schon fallen und stürzt sich in die nächste Geschichte.

Das macht den Manga recht langweilig und sinnfrei. Charakterentwicklung ist da natürlich nicht möglich, eine wirkliche Identifizierung mit den Figuren auch nicht, da sie zu kurz auftreten.

Dafür sind die Zeichnungen sehr schön anzusehen und in einem sehr gefälligen Shojo-Stil gehalten. Chi-Ran hat einen Faible für riesige Augen, niedliche Gesichter und schöne weibliche Rundungen. Man mag kaum glauben, dass die Künstlerin eigentlich eher Yaoi-Manga zeichnet. Sämtliche Seiten sind niedlich gehalten, dementsprechend findet man eher Pastellfarben oder Motivrasterfolie, anstelle von Hintergründen und Perspektiven. Das macht die Seiten allerdings auch etwas starr und langweilig, besonders da zumeist nur die Köpfe der Personen zu sehen sind und hierbei besonderen Wert auf die Augen und Lippen gelegt wurde.

Für meinen Geschmack waren die Panelaufteilungen auf einigen Seiten zu konfus. Oftmals verzichtet Chi-Ran auf gängige Panele, und nimmt lediglich gepunktete Kreise oder Luftblasen als Begrenzung der Bilder und das bringt ein wenig Chaos auf die Seiten und erschwert das Lesen.

Insgesamt ist “Girls Love – Shojo Bigaku” ein seichter Manga, der dem Leser kaum in Erinnerung bleibt. Wer hübsche Mädchen mag und niedliche Zeichnungen, auf Story und Charakterentwicklung jedoch keinen großen Wert legt, der wird beim Kauf des Manga kaum einen Fehler machen. Alle anderen sollten sich vorher ein oder zwei Geschichten durchlesen und dann entscheiden.

© Koriko

Girls Love – Shojo Bigaku: © 2006 Chi-Ran, Ichijinsha Inc. / EMA

Gintou Graveyard

Name: Gintou Graveyard
Englischer Name:
Originaltitel: Gintou Graveyard
Herausgebracht: Japan: Enterbrain 2010
Deutschland: EMA 2011
Mangaka: Ryono Natsumiya
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Gintou GraveyardStory
Der Manga „Gintou Graveyard“ besteht aus 5 unterschiedlichen fantastischen und witzigen Kurzgeschichten, die nichts miteinander zu tun haben. In der titelgebenden Geschichte geht es um den Grabwächterlehrling Uzushio, dessen Aufgabe es ist mit einer Laterne die Seelen der Toten über die Gräberkrippe, einen Ort zwischen dem Diesseits und dem Jenseits zu begleiten. Sein einziges Problem ist, dass er panische Angst vor Geistern hat und er deswegen die Aufgaben eines Grabwächters nicht erfüllen kann. Schließlich erteilen ihm sein Lehrmeister Kasha und der Verwalter Gi die Aufgabe das kleine Mädchen Kotoho ins Jenseits zu geleiten, die bei einem Unfall ums Leben kam. Uzushio ist anfangs wenig begeistert, doch nach und nach lernt er Kotoho kennen und begreift, warum manche Geister nicht von ihrem Leben lassen können…

In der zweiten Geschichte „Die Nacht des Tengu“ geht es um die beiden Freunde Azuma und Hatori, die jedes Jahr gemeinsam zum Tengu-Fest gehen, um dort Spaß zu haben. Als Azuma urplötzlich das jährliche Treffen absagt, ist Azuma enttäuscht, und beschließt alleine zu dem Fest zu gehen. Als Azuma doch noch auftaucht, um mit Hatori gemeinsam zum Fest zu gehen, ist Azuma erleichtert. Gemeinsam stürzen sie sich ins Vergnügen doch schon bald hat Hatori das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Ihm fällt eine alte Legende ein, die besagt dass ein Tengu glänzende Dinge liebt und diese stiehlt…

In „Herzpüppchen“ geht es um Hiko, einen Wolfsdämon, der auf seiner Suche nach seinem Bruder Miko ist. Als ihn die Spur zu dem Puppenmacher Namidado führt, greift er diesen an und entführt die Puppe Kukuru, um seinen vermeintlichen Gegner dazu zu bringen seinen Bruder freizulassen. Doch schon bald muss er erkennen, dass Namidado nur bedingt Schuld an Mikos Verschwinden hat…

„Das Haus in Akayashi“ handelt von dem Jungen Yuki, der in dem geheimnisvollen Laden „Kururi-Haus“ in Akayashi als Lehrling arbeitet, nachdem sein Großvater ihn dorthin geschicht hat. Der Laden ist ein wenig seltsam, doch Yuki tut sein Bestes, um sich nützlich zu machen. Allerdings eckt er immer wieder mit Shininome zusammen, der ihn für faul und ungeschickt hält und ihn immer wieder mit Stirnschnipsern bestraft. Als eines Tages neue Windglöcklichen geliefert werden, muss Yuki erkennen, dass die Kundschaft des Ladens nicht unbedingt aus lebenden Menschen besteht…

In der letzten Geschichte „Der Traum im Wasser“ geht es um die junge Itoko, die auf dem Nachhauseweg urplötzlich in einer anderen Welt ist und dort den hübschen Ao trifft, der sie mit dem Namen Mayu anspricht. Da Itoko den Rückweg nicht kennt, beschließt sie Ao zu begleiten, der Sachen für die weiße Prinzessin besorgt, und ihr später zeigen will, wie sie wieder nach Hause kommt…

Eigene Meinung:
„Gintou Graveyard“ ist der erste Manga von Ryono Natsumiya. Die von einander unabhängigen Kurzgeschichten sind fantastisch, geheimnisvoll und mytseriös, wirken allerdings an etlichen Stellen ein wenig unausgegoren und verwirrend. Die Grundideen der einzelnen Episoden sind durchaus schön und sehr fantasievoll, doch an der Umsetzung mangelt es ein wenig, da einfach viel zu wenig Seiten zur Verfügung stehen, um die Geschichten ordentlich und logisch zu erzählen. Teilweise erschließt sich der Inhalt mancher Kurzmangas selbst bei mehrfachem Lesen noch nicht richtig. Der Handlungsbogen ist teilweise seltsam aufgebaut und die Enden sind nicht immer schlüssig. Das nimmt ein wenig den Spaß am Lesen. Es wäre besser gewesen sich auf zwei Ideen zu beschränken und diesen mehr Platz einzuräumen.

Die Zeichnungen sind hübsch anzusehen. Ryono Natsumiya hat einen sehr kindlichen, niedlichen Stil und arbeitet gerne mit Rasterfolien. Teilweise sind die Seiten etwas zu voll geworden, doch das liegt wahrscheinlich daran, dass den einzelnen Geschichten nur wenig Platz eingeräumt wurde. Anatomisch müsste die Künstlerin noch ein wenig an sich arbeiten, gerade Profilansichten gelingen ihr nicht immer.

Insgesamt ist „Gintou Graveyard“ ein netter Manga für zwischendurch, der jedoch aufgrund der vielen unterschiedlichen Geschichten und der verwirrenden Erzählweise schnell langweilig und unverständlich wird. Die eigentlichen Grundideen sind schön, doch leider gelingt es Ryono Natsumiya nicht diese passend aufzubauen und spannend wiederzugeben. Wer fantastischen Kurzgeschichten nicht abgeneigt ist und einer jungen Zeichnerin eine Chance geben will, sollte einen Blick riskieren.

© Koriko

Gintou Graveyard: © 2010 Ryono Natsumiya, ENTERBRAIN INC. / EMA

Gin Tama

Name: Gin Tama
Englischer Name: Gintama
Originaltitel: Gintama
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2003
Deutschland: Tokyopop 2007
Mangaka: Hideaki Sorachi
Bände: 77 Bände
Preis pro Band: 6,50 € (Band 1-27)
6,95 € (ab Band 28)

Gin Tama Band 1Story
„Gin Tama“ ist im weitesten Sinne ein Science-Fiction Manga und spielt irgendwann zwischen Gegenwart und Zukunft. Vor 20 Jahren fielen die ersten Aliens, die „Amanto“ auf der Erde ein. Sie übernahmen die Kontrolle über die Erde und lösten die bis dahin aktive Isolation Edos auf. Zur Zeit der Handlung hat sich daher einiges in Japan und der Welt gewandelt.

Zwei Jahrzehnte Zusammenleben mit Außerirdischen hinterließen ihre Spuren. Das bis dahin rückständige Land wurde überschwemmt mit Technik, vom Fernseher bis zu Anti-Gravitations-Flugzeugen. Echte Samurai gibt es mittlerweile gar nicht mehr. Seit es den einst so stolzen Kriegern verboten wurde, ein Schwert zu tragen und das Auftreten in Samurai-Montur in der Arbeitsagentur nicht vorteilhaft ist, haben die meisten ihre Ehre und ihre Ideale, die sie mit dem Schwert verbanden aufgegeben – meist aus reinem Überlebenswillen, denn Samurai werden gerne unterdrückt.

Auch Shinpachi Kodokan gehört zu dieser Sorte. Zwar hat der Sohn eines Schwertkampfmeisters einen Job in einem kleinen Café, allerdings wird er auch von Gästen und seinem Chef ein ums andere Mal beleidigt und erniedrigt. Er glaubt, dass es allen so gehen muss, wie ihm. Doch eines Tages soll alles anders kommen. Als Shinpachi mal wieder von Gästen gepiesackt wird, steht ihm ein seltsamer junger Mann mit silbernen Haaren bei, der die Gäste vermöbelt mit einem illegal mit geführten Holzschwert. Zu allem Überfluss waren diese Gäste, die dabei das Zeitliche segneten auch noch Botschafter eines anderen Planeten. Nicht weiter überraschend also, dass sich der heißblütige Fremde schnell aus dem Staub macht und sein Schwert netterweise bei Shinpachi zurück lässt, den die herbei kommende Polizei deswegen für den wahren Übeltäter hält. Mit knapper Not gelingt dem Samuraisohn die Flucht.

Für das ganze Chaos und seinen Job, den er nun auch noch los ist, macht er den Fremden verantwortlich und folgt ihn. Vor einem Supermarkt treffen die beiden unglücklicherweise auf Shins Schwester Tae, die über die Arbeitslosigkeit ihres Bruders gar nicht erbaut ist. Schnell wird klar, warum – die Kodokans sind in Geldnot. Um den Dojo ihres Vaters zu erhalten brauchten sie das nun verlorene Einkommen. Dagegen kann auch der „Freischaffende“ Gintoki Sakata nichts machen. Schon steht der Schuldeneintreiber auf der Matte, der sein Geld sehen möchte. Er macht Tae den Vorschlag, dass sie bei ihm in seinem „Etablissement“ die Schulden abarbeiten könnte und trotz Shinpachis Protesten geht seine große Schwester darauf ein. Shinpachi kann das zunächst nicht verstehen.

Gin Tama Band 2Erst durch ein aufklärendes Gespräch mit Gin wird ihm klar, wie falsch er bisher das Leben angegangen ist. Es kommt, was kommen muss, Gin und Shin machen sich auf den Weg um Tae zu retten. Leider müssen sie feststellen, dass das fliegende Bordell des Schuldeneintreibers bereits ablegt hat. Während sie noch überlegen, was sie nun machen sollen, da Gin gerade mal einen Motorroller und keinerlei flugfähiges Fahrzeug besitzt, werden die beiden „Helden“ mit Blaulicht verfolgt. Gin verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung… Erschließbar, was Gin und Shin getan haben, als kurz darauf plötzlich ein Polizeifahrzeug in der Seite des Bordells steckt.

Nach dieser Rettung beschließt Shin, bei Gin einzusteigen und ebenfalls als Freischaffender zu arbeiten. Doch das ist gar nicht einfach, wenn man es mit vom Shogunat unterstützten Aliens inklusive Haustieren und bärenstarken Killermädchen zu tun hat. Das Leben unserer Freunde ist ein Wechsel aus Hoch und Tief und das Auftauchen eines alten Bekannten Gins macht alles noch einmal komplizierter…

Eigene Meinung
Auf den ersten Blick scheint „Gin Tama“ ein einfacher, etwas überdrehter Action-Sci-Fi-Manga zu sein. Bei genauerem Hinsehen und einem gewissen Maß an Vorbildung in puncto japanischer Geschichte, erkennt man allerdings eine krass gemachte Parodie auf das Japan zwischen 1860 und etwa 1890. Merkwürdige Fremde mit neuartigen Technologien haben das bis dahin isolierte Land überschwemmt. Das Shogunat gibt diesen Fremden und ihren Erfindungen den Vorzug gegenüber dem Althergebrachten und Überlieferten und natürlich auch den bis dahin so hoch geschätzten Samurai-Kriegern. Wer „Last Samurai“ gesehen hat, wird die Parallelen evt. erkennen können. Wenn man allein diese Punkte einbezieht, könnte man von einer genialen Fassung sprechen.

Das spätere Auftauchen einer, für Anime/Manga-Fans wohlbekannten, Samurai-Truppe lässt das Gesamtbild der Serie allerdings wieder etwas in den Keller rutschen. Ich denke, wenig History-Fans können sich Soji Okita mit einer Panzerfaust bewaffnet vorstellen, der seinen Vorgesetzten an die Abendsoaps erinnert. Überhaupt ist die häufige Erwähnung von Fernsehen und Lieblingsserien, die möglicherweise verpasst werden könnten, wenn ein Problem nicht schnell aus der Welt geschafft wird, zwar ein Running-Gag, aber nicht wirklich gelungen. Dafür ganz interessant sind die als Lebensweisheiten formulierten Kapitelnamen mit mehr oder weniger Lerneffekt.

Ich empfehle daher diese Serie v.a. Fans, die sich entweder recht gut in der japanischen Geschichte auskennen oder gar nicht, da man ersteres braucht um sämtliche Andeutungen zu verstehen oder aber die Serie einfach nur genießen kann, wenn man sie als „normalen“ Action-Comedy-Streifen sieht.

© Rockita

Gin Tama: © 2003 Hideaki Sorachi, Shueisha/Tokyopop

Drei Blütezeiten

Name: Drei Blütezeiten
Englischer Name:
Originaltitel: Sakikusa no Saku Koro
Herausgebracht: Japan: Ohta Publishing 2012
Deutschland: Tokyopop 2014
Mangaka: Fumiko Fumi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 14,00 €

Drei BlütezeitenStory
Als Sumikas Vater stirbt, lernt sie auf der Beerdigung die Zwillinge Chinatso und Akio kennen. Die drei werden Freunde und mit jedem Jahr rücken sie enger zusammen. Als Sumika sich in Akio verliebt, gerät ihre kleine Welt schnell aus den Fugen, denn Akio hat ein Geheimnis, dass er niemandem anvertraut – er ist in Wirklichkeit in seinen Mitschüler verliebt und nur deswegen mit Sumika zusammen, weil sie ihn an seinen Freunden erinnert. Aus diesem rund beobachtet Chinatso die Beziehung zwischen ihrem Bruder und Sumika mit Skepsis – insbesondere weil auch sie sich zu Sumika hingezogen fühlt …

Eigene Meinung
Die Zeichnerin Fumiko Fumi bewegt sich in allen möglichen Genres – von Yaoi über Gender Bender und Yuri ist alles dabei. Zumeist arbeitet sie jedoch im Bereich Josei, wie der Manga „Drei Blütezeiten“ beweist, in dem es um das Erwachsenwerden und die Selbstfindung dreier Jugendlicher geht – ein Thema, dass in vielen ihrer teils preisgekrönten Mangas zu finden ist.

Die Geschichte um Sumika, Akio und Chinatso ist sehr ruhig in Szene gesetzt und widmet sich vorwiegend den Problemen und der Selbstfindung der drei. Zumeist wird aus Sumikas Sicht erzählt, doch die Perspektive wandert auch zu Akio und Chinatso, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der Leser begleitet die drei Protagonisten sinnbildlich durch die vier Jahreszeiten, in denen sich ihr Leben teils gravierend verändert – Sumika muss erkennen, wie ich-bezogen sie die meiste Zeit ist, Akio lernt, zu sich und seiner Sexualität zu stehen, Chinatso muss akzeptieren, dass ihre Gefühle nicht erwidert werden. An diesen Dingen reifen die drei Charaktere, leben sich jedoch teilweise auch auseinander, wenngleich es sich Fumiko Fumi nicht nehmen lässt, ihnen am Ende wieder Hoffnung auf ein Wiedersehen und eine neue Freundschaft zu geben.
Dafür nutzt sie eine sehr klare, direkte Sprache – die Sprechblasen sind zumeist klein, enthalten manchmal nur wenige Worte, die die jeweiligen Dialoge jedoch auf den Punkt bringen. Die Mangaka setzt kein Wort zu viel ein, sondern hält sich an eine klare, sehr direkte Sprache, die die Handlung umso eindringlicher transportiert.

Dementsprechend realistisch und glaubhaft sind die Figuren – sie sind alle für sich unterschiedlich, haben ihren eigenen Stil, teilweise sogar ihre eigene Sprache. Alle drei spiegeln die heutige Jugend wider – mal als verunsicherte Schülerin, die nicht weiß was sie mit ihrem Leben anfangen will, mal als der coole Jugendliche, der nicht zu sich selbst steht. Sie werden im Laufe des Jahres, das Fumiko Fumi als Zeitspanne wählt, erwachsen, lernen sich selbst kennen und treffen erstmals wirkliche Entscheidungen, die sie ihr Leben entscheidend beeinflussen.

Stilistisch legt Fumiko Fumi einen sehr feinen, aber auch einfachen Manga vor. Dies passt hervorragend zur Geschichte, da die klaren, schlichten Bilder die Botschaft wesentlich besser transportieren, als ein detaillierter, überschwänglicher Stil. Die filigranen Zeichnungen wirken hin und wieder etwas leer, da Hintergründe zumeist nur angedeutet werden, doch das unterstreicht die Figuren, die im Zentrum stehen – „Drei Blütezeiten“ ist ein Charakterwerk, in dem es um die Figuren und deren Innenleben geht, nicht um eine actionreiche Handlung oder eine romantische Liebesgeschichte.

„Drei Blütezeiten“ ist ein gelungener, sehr atmosphärischer Manga über die Jugend, die Selbstfindung und das Erwachsenwerden. Wer tiefgründige Mangas schätzt und kein Problem mit Themen wie Homosexualität hat, sollte sich diese kleine Perle nicht entgehen lassen. Fumiko Fumi legt ein beeindruckendes, sensibles Werk vor, das trotz der teils heikle Themen ohne erhobenen Zeigefinger auskommt und zum Nachdenken anregt. Zu empfehlen.

Drei Blütezeiten: © 2012 Fumiko Fumi, Ohta Publishing/Tokyopop

NightS

Name: NightS
Englischer Name: NightS
Originaltitel: NightS
Herausgebracht: Japan: Libre 2013
Deutschland: Tokyopop 2014
Mangaka: Kou Yoneda
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

NightsStory
Der Manga „NightS“ besteht aus drei Kurzgeschichten: „NightS“, „Gefühlsspektrum“ und „Reply“. Im titelgebenden Manga geht es um den Schmuggler Karashima, der für die Yakuza Drogen, Waffen und Gerüchten zufolge sogar Leichen schmuggelt. Als der junge Yakuza Hozomi an ihn herantritt und ihm einen Auftrag anbietet, ist Karashima skeptisch, wirkt der junge Mann aufgrund seines weichen Gesichtes überhaupt nicht wie ein Verbrecher. Dennoch gibt er Hozomi eine Chance und kommt ihm dabei rasch näher.

In „Gefühlsspektrum“ bemerkt Nakayas bester Freund Kugo die heimlichen Blicke, die der stille Mitschüler Usui seinem Kumpel zuwirft. Kurz entschlossen bietet er Usui seine Hilfe an, um Nakaya für sich zu gewinnen. Dabei lernt er den stillen Jungen besser kennen und empfindet bald mehr für ihn, als ihm lieb ist.

„Reply“ handelt von dem Automechaniker Seki, der sich in den Verkaufsberater und Top-Mitarbeiter des Vertriebs Takami verliebt, nachdem er diesen näher kennengelernt hat. Doch dieser weist ihn zurück, was der kurzen Freundschaft der beiden ein jähes Ende bereitet. Allerdings ist Takami überhaupt nicht davon angetan, seinen Gesprächspartner deswegen einzubüßen …

Eigene Meinung
„NightS“ ist einen Kurzgeschichtensammlung der Mangaka Kou Yoneda, die in Deutschland vor allem durch ihren Oneshot „No touching at all“ bekannt geworden ist. Mit dem vorliegenden Einzelband veröffentlicht Tokyopop ein weiteres Werk der Künstlerin.

Die Geschichten wissen auf jeden Fall zu gefallen – selbst die Highschoolstory „Gefühlsspektrum“ hat ihren Reiz, da sie gängige Klischees nur bedingt bedient. Auch die anderen beiden Geschichten sind erfrischend anders und können durch interessante Charaktere und einen schönen, atmosphärischen Handlungsbogen punkten. Gerade „NightS“ ist toll, der Dreh am Ende passend und man würde zu gerne mehr über die beiden Männer erfahren. Leider nimmt „Reply“ den meisten Platz ein – 3 Kapitel sind allein Seki und Takami gewidmet, während „NightS“ lediglich am Ende des Bandes einen kurzen Bonus spendiert bekommt. Dennoch wirkt die Mischung ausgewogen und zeigt dem Leser, wie vielfältig Kou Yoneda arbeitet und zeichnet.

Die Charaktere sind, wie bereits erwähnt, ebenfalls sehr gut in Szene gesetzt – seien es Hozomi und Karashima oder Kugo und Usui. Sie alle haben ihren Reiz und wissen zu gefallen. Keine von ihnen wirkt extrem stereotyp, sondern eher authentisch und realistisch, was dafür sorgt, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann.

Kou Yoneda bietet auch optisch solide, sehr schöne Kost. Sie hat einen realistischen Stil, der sich angenehm aus der breiten Masse hervorhebt. Ihre Charaktere wirken stiller, entrückter, nicht so überdreht wie die Figuren einiger anderer Mangas. Auch sonst kann sie mit ihren Zeichnungen überzeugen – sowohl Hintergründe, als auch Action und Dynamik sind gut umgesetzt, Erotikszenen werden kurz und knackig abgehandelt, ohne dass es sich in die Länge zieht.

„NightS“ ist ein gelungener Oneshot der Zeichnerin Kou Yoneda, der ein überraschend breites Spektrum unterschiedlicher Kurzmangas bietet, die sowohl inhaltlich, als auch stilistisch überzeugen können. Wer realistischere, ernstere und ruhigere Mangas bevorzugt, ist hier an der richtigen Adresse – Kou Yoneda bietet gelungene Unterhaltung, gepaart mit schönen Zeichnungen und sympathischen Charakteren. Zu empfehlen.

NightS: © 2013 Kou Yoneda, Libre/Tokyopop

Gib mir mehr…

Name: Gib mir mehr…
Englischer Name:
Originaltitel: Daini Button Kidassai
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2006
Deutschland: EMA 2008
Mangaka: Kaori Monchi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Gib mir mehr...Story
Bei einem Judowettkampf lernt Akutsu die Liebe auf den ersten Blick kennen. Zu seiner Überraschung verliebt er sich allerdings in einen Jungen, in Murakami. Er versucht gar nicht erst seine Gefühle zu verstecken, sondern sagt seinem Angebeteten direkt ins Gesicht, was er empfindet. Damit scheint er diesen aber eher zu erschrecken. Aber so schnell gibt Akutsu nicht auf.

Er besucht Murakami sogar in der Schule. Hier hat der aber ganz andere Sorgen. Denn Murakami ist nur wegen einem Mädchen in die Judomannschaft eingetreten. Und ausgerechnet vor diesem Mädchen muss Akutsu auftauchen und ihm erneut seine Liebe erklären. Durch ein Missgeschick stürzt Akutsu auf Murakami. Was wird das Mädchen jetzt nur von ihm denken?

Aber auch Akutsu ist nicht glücklich. Er fragt sogar seine Freunde um Rat, wie er seine große Liebe wohl rumkriegen kann. Nachdem die den Schock überwunden haben, dass seine große Liebe ein Kerl ist, versuchen sie ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Beide Joggen, in Gedanken versunken. Akutsu überlegt wie er Murakami davon überzeugen kann, dass seine Absichten ehrlich sind und dieser versucht nicht an Akutsu zu denken. Plötzlich stoßen sie zusammen. Da Akutsu dabei leicht verletzt wird, bietet ihm Murakami an ihn zu Hause zu verarzten. Er nimmt das Angebot an und ist glücklich, zu ihm nach Hause zu dürfen.

Als sie dort angekommen sind, müssen sie feststellen, dass sie alleine sind. Was wird nun geschehen? Murakami ist doch in das Mädchen aus seiner Judo-AG verliebt und doch, bekommt er Herzklopfen wenn er Akutsu ansieht. Wieso? Und kann Akutsu ihn irgendwann davon überzeugen, dass er es ernst meint?

Eigene Meinung:
Mir persönlich hat „Gib mir mehr…“ nicht so gut gefallen. Leider gehört dieser Manga zu der Sorte Shonen-Ai in der es nur darum geht, wann die beiden endlich im Bett landen. Zusätzlich passiert dies sehr plötzlich und bis zum Schluss ist man als Leser nicht ganz sicher, ob das nun im beidseitigen Einverständnis passiert ist, oder nicht. Was beim Lesen auch etwas gestört hat, war die ständige Wiederholung der Namen.

Außerdem ist die Story etwas verwirrend. Mitten in einer Szene versucht die Mangaka diese durch die Darstellung komischer Bilder deutlicher hervorzuheben, beschreibt die Gefühle der Charaktere durch eine Szene die sie einfach einbaut, die an einem komplett anderen Ort spielt und somit nur irritiert.

© Nekolein
Gib mir mehr…: © 2006 Kaori Monchi, Shinshokan / EMA

Gib mir Liebe!

Name: Gib mir Liebe!
Englischer Name:
Originaltitel: Renai shijo Shugi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2003
Deutschland: Tokyopop 2006, 2010
Mangaka: Kanan Minami
Bände: 8 Bände
4 Bände (2in1)
Preis pro Band: 6,50 € (Taschenbuch)
9,95 € (2in1)

Gib mir Liebe Band 1Story
Seri Nagakura war mit elf Jahren das erste Mal verliebt. Ihr Hobby war Karate. Sie lernte Karate in einem Dojo (Übungshalle für Karate). Ihr Trainer hatte einen Sohn namens Tamaki Hayasaka, in den sie unheimlich verliebt war. Sie wollte unbedingt gegen ihn kämpfen. Tamaki hingegen, hatte darauf gar keine Lust, weil er wusste, dass er sowieso gegen sie gewinnen würde. Sein Vater hatte mitbekommen, dass Seri unbedingt gegen Tamaki kämpfen wollte und predigte seinem Sohn, dass es unhöflich ist eine Herausforderung abzulehnen. So musste Tamaki gegen Seri kämpfen. Beim Kampf bemerkte er, dass Seri vergessen hatte ihr T-Shirt unterzuziehen und konnte in ihren Ausschnitt gucken. Das hat ihn so aus dem Konzept gebracht, dass er Seris Angriff zu spät bemerkte und besiegt wurde.

Dieser Vorfall hat ihm so zu schaffen gemacht, dass er Seri von da an aus dem Weg ging. Seri hatte nicht mitbekommen, dass Tamaki ihre Brust gesehen hatte und dachte, er würde sie wegen der Niederlage meiden. Sie war deswegen so verletzt, dass sie beschloss, mit dem Karate aufzuhören. Sie dachte, er würde sie nicht mögen, weil sie Karate ausübte und dadurch stärker war als andere Mädchen. Sie entschied sich zu verändern. Ein ganz normales Mädchen zu sein, dass man beschützen möchte.

Seri ist jetzt 16 Jahre alt und zu einem Gokon (ein Gruppendate) eingeladen. Das ist ihre Chance, endlich einen Freund zu finden. Es treffen sich Mädchen ihrer High School mit den Jungs der Risu-ka High School. Seri ist fest entschlossen. Keiner darf erfahren, dass sie einmal Karate gemacht hat. Das würde alles verderben. Beim Treffen erfährt sie, dass noch ein Junge fehlt. Als dieser verspätet den Raum betritt, erkennt sie ihn sofort. Es ist Tamaki, ihre erste große Liebe. Na toll! Hoffentlich vermasselt er ihr nicht die Tour! Auch Tamaki hat sie sofort erkannt. Während sich alle nett miteinander unterhalten fällt die Frage, woher sich Seri und Tamaki kennen. Seri möchte gerade etwas sagen, als Tamaki auch schon erzählt, dass sie früher im Dojo seines Vaters Karate trainiert hat. Seri ist schockiert. Das kann er doch nicht einfach erzählen! Nun hat sie doch gar keine Chance mehr bei den Jungs. Sie versucht vom Thema abzulenken, indem sie den anderen erzählt, dass sie nur für kurze Zeit Karate gemacht hat, es aber nichts für sie war. Die anderen Jungs sind erleichtert. Ein Mädchen das Karate macht ist ja auch keine richtige Frau. Das wäre ja nicht sexy!

Gib mir Liebe Band 2Die Gruppe beschließt Karaoke singen zu gehen. Auch dort haut Tamaki sie in die Pfanne, indem er das Gespräch wieder auf Karate lenkt und Seri voll drauf anspringt. Wieder sind die anderen Jungs geschockt. Wütend schubst Seri Tamaki, während er gerade trinkt, sodass er sich mit seinem Getränk bekleckert. Sie zerrt ihn auf die Toilette, um ihn zur Rede zu stellen. Sie sagt ihm, dass er aufhören soll von Karate zu sprechen. Schließlich ist sie nicht mehr das Karatemädchen von früher. Tamaki entgegnet ihr, dass es ja die Wahrheit ist und ob sie Spaß daran hat, mit einem Typen zusammen zu sein, den sie sich mit Lügen geangelt hat. Dann fängt er an Seri am Hals zu küssen. Seri ist wie versteinert. Tamaki hat sich total verändert!

Tamaki merkt, dass Seri überrascht ist und gibt ihr zu verstehen, dass er mit ihr nichts anfangen würde. Sie schließen sich der Gruppe wieder an. Das Karaoke singen ist nun zu Ende und die Gruppe geht weiter zum Bowlen. Es wird paarweise gegeneinander gespielt und Seri ist mit Tamaki in einem Team. So viel zu ihren Chancen bei den anderen Jungs!

Tamaki macht einen Strike nach dem anderen und Seri trifft nur die Rinne. Tamaki zeigt ihr wie es geht und sie macht ihren allerersten Strike. Natürlich muss sie es gleich noch mal versuchen und nimmt einem anderen Jungen die Kugel aus der Hand. Und wieder sind die anderen Jungs schockiert, denn es ist eine 16 Pfund schwere Kugel, die Seri mit Leichtigkeit wirft. Der Rest der Gruppe möchte lieber woanders hingehen. Seri ist viel zu kräftig, das ist ja kein Mädchen mehr. Das macht Tamaki wütend und er geht auf einen der Jungen los. Seri bekommt das mit und blockt seinen Schlag ab. Die Gruppe zieht daraufhin weiter und lässt die beiden allein zurück. Auf dem Heimweg, regt sich Seri darüber auf, dass der Abend ein echter Reinfall war. Nun ist sie pleite und einen Freund hat sie auch nicht. Tamaki schlägt ihr vor im Sommer Trainingscamp des Dojos mitzuhelfen. Da sind jede menge Jungs. Das ist ja vielleicht gar nicht so schlecht, denkt sich Seri.

Gib mir Liebe 2in1 Band 1Im Trainingscamp hat Seri gerade die Wäsche aufgehängt und macht zum Spaß ein paar Karateübungen. Tamaki sieht sie dabei und bietet ihr an mitzutrainieren. Seri lehnt ab. Sie wirft ihm vor, dass er ja auch keine Mädchen mag, die Karate machen. Tamaki ist irritiert und versteht nicht was sie meint. Seri erzählt ihm, dass er ja schließlich nicht mehr mit ihr geredet hat, nur weil er einmal gegen sie verloren hat. Tamaki erinnert sich an damals und antwortet ihr, dass nicht die Niederlage der Grund dafür war. Er nennt ihr aber auch keinen anderen Grund dafür. Seri will es aber unbedingt wissen, doch Tamaki weigert sich es ihr zu sagen. Seri sieht keine andere Möglichkeit und fordert ihn wieder zum Kampf heraus. Sie treffen sich Abends im Dojo. Seri fordert ihn auf, wenn sie gewinnt, ihr den Grund für damals zu nennen. Tamaki hingegen fordert, wenn er gewinnt, dass sie alles machen muss was er sagt.

Wer von ihnen wird siegen? Wird Seris erste große Liebe wieder erwachen? Wird Tamaki diese erwidern? Welche Abenteuer warten noch auf die beiden?

Eigene Meinung
Die Zeichnungen sind sehr schön und detailliert. Die Story beinhaltet sehr viel Erotik und ist im Grunde nicht schlecht. Jedoch artet diese Erotik leider teilweise sehr aus. Ich hab den Manga zwischendurch weglegen müssen, weil die erotischen Szenen zum Teil sehr heftig und auch brutal wurden. Ich würde die ersten drei Bände ab einem Alter von 15 Jahren und die restlichen Bände ab 16 Jahren empfehlen, da die Story von Band zu Band heftiger wird.

© AyaSan

Gib mir Liebe!: © 2003 Kanan Minami, Shogakukan / Tokyopop

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