Fetish Berry

Name: Fetish Berry
Englischer Name:
Originaltitel: Fetish Berry
Herausgebracht: Japan: MAG Garden 2010
Deutschland: Tokyopop 2013
Mangaka: Arata Aki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Fetish Berry Band 1Story
Hiyori Mizuhara kämpft schon ihr ganzes Leben gegen ihre heimliche Leidenschaft an. Bisher hat sie jedoch kein Mittel gegen ihre krankhafte Besessenheit gefunden. Denn sobald sie eine hübsche maskuline Hand entdeckt, eine wohlklingende tiefe Stimme hört oder das seidige Haar eines Mannes sieht, verfällt sie diesem mit Leib und Seele. Sie weiß, dass sie mehr Wert auf den Charakter als auf Äußerlichkeiten legen sollte, doch sie kann sich einfach nicht bremsen. Sie fängt unweigerlich an zu sabbern, ihr ganzer Körper beginnt zu zucken und Hiyoris Wunsch denjenigen zu berühren, wächst ins unermessliche. Schon damals war das ein Problem, als sie wie ferngesteuert in den Finger einer wunderschönen männlichen Hand biss. Daraufhin wurde sie schlimm schikaniert und verachtet. Damals hielt nur ihr Sandkastenfreund Takaomi zu ihr, der ihre Marotte kennt und akzeptiert.

Doch ab heute soll sich alles ändern. Schließlich beginnt nun die Highschool und damit ein kompletter Neuanfang. An der neuen Schule möchte sie ihren Fetisch geheim halten und diesen ab sofort unterdrücken. Um ihr Ziel zu erreichen, trägt sie sogar eine dunkle Sonnenbrille, die ihr Blickfeld eindämmen soll und einen Mundschutz, um ihren Speichelausfluss im Fall des Falles zu verdecken.

Zunächst verläuft alles nach Plan, doch in einem Moment der Schwäche, als Hiyori auf der Mädchentoilette ihre Schutzbrille abnimmt, stürmt plötzlich ein Junge hinein, der scheinbar vor einer Lehrerin reiß aus genommen hat! Er schnappt sich die schreiende Hiyori und versteckt sich mit ihr in einer Toilettenkabine. Seine makellose Hand presst sich auf Hiyoris Mund, seine weichen Haare streichen über ihre Wange und seine kräftige Stimme dringt in ihr Ohr. Augenblicklich ist es um sie geschehen. Sie hat sich Hals über Kopf in den Jungen Naohisa verliebt. Dabei täuscht sein strahlendes Aussehen. Denn Noahisas Charakter ist längst nicht so vollkommen. Er ist ignorant, protzig, hinterlistig und nutzt zudem die Schwächen der anderen zu seinem Vorteil aus.

Dennoch kann Hiyori sein tadelloses Erscheinungsbild einfach nicht vergessen. Als sie sich nach Schulschluss auf den Nachhauseweg macht, entdeckt sie Naohisa in einem leeren Klassenraum, der scheinbar eingeschlafen ist. Erneut verliert Hiyori jegliche Kontrolle. Automatisch wollen ihre Hände Naohisas Körper berühren. Als sie sich sicher ist, dass sie unbeobachtet ist, gibt sie ihrem Verlangen nach. Einmal an Naohisa schmalen Fingern knabbern. Doch als sie gerade dabei ist, seine Hand in Richtung ihrer Lippen zu führen, starren sie Naohisas tiefen Augen an.

Fetish Berry Band 2Hiyoris Albtraum beginnt von Neuem, denn Naohisa stempelt sie automatisch als pervers ab. Als Preis für sein Schweigen verlangt er nicht weniger, als Hiyoris absolute Gehorsamkeit. Ab sofort soll sie seine Untertanin sein und nach seiner Pfeife tanzen. So hatte sich Hiyori ihren Neuanfang sicher nicht vorgestellt.

Eigene Meinung
„Fetish Berry“ ist Arata Akis erstes Werk in Deutschland und damit ein gelungener Auftakt. Die Handlung der fünf-bändigen Serie ist erfrischend und neuartig. Hiyoris Besessenheit ist urkomisch und in gewisser Weise auch nachvollziehbar. Wer hat noch nie einem gut aussehenden Mann hinterher geschmachtet? Bei Hiyori scheint dieses Gefühl nur etwas stärker ausgeprägt zu sein…

Doch nicht nur Hiyori ist sympathisch. Auch Naohisa hat seine positiven Seiten, die erahnen lassen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte. Für die gewisse Romantik sorgt dabei auch Hiyoris Sandkastenfreund Takaomi, der scheinbar mehr für sie empfindet, als es Hiyori bewusst ist.

Maßgeblich konzentriert sich die Geschichte aber auf Hiyoris Obsession und dessen Ausprägung. Für Abwechslung sorgt das Mädchen Ritsuka, die im Laufe des ersten Bandes ihren Auftritt bekommt. Auch sie scheint von etwas besessen zu sein und versucht dies mit allen Mitteln zu verheimlichen.

Zeichnerisch lässt sich „Fetish Berry“ ebenfalls sehen. Nur Takaomi wurde im Vergleich zu den anderen Hauptpersonen zu schlicht gezeichnet. Um ihn deutlicher hervorzuheben, hätte er durchaus etwas mehr Feinschliff vertragen können.

Besonders gelungen sind vor allem die Farbillustrationen von Arata Aki. Sie sind noch mal um einiges besser, als die schwarz-weiß-Bilder. Allerdings lässt sich dafür der Zusammenhang der Cover-Darstellung mit der eigentlichen Geschichte nur mit viel Fantasie erahnen.

Letztendlich macht das Zusammenspiel der unterschiedlichen Neigungen den Manga zu einem gelungenen Werk, der den Leser nicht selten zum Lachen bringen wird.

© Izumi Mikage
Fetish Berry: © 2010 Arata Aki, MAG Garden Corporation / Tokyopop

Feed me Poison

Name: Feed me Poison
Englischer Name:
Originaltitel: Feed me Poison
Herausgebracht: Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Evelyne Bösch
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 5,95 €

Feed me PoisonStory
Hélènes größter Tag in ihrem Leben steht bevor – ihre eigene Hochzeit! Ihre Vater, der König des kleinen Reiches von „Glass“, hat ihre Hochzeit mit Prinz Nathan aus dem Nachbarland „Enell“ bereits arrangiert, als sie noch ein Kind war. Nun sind es nur noch wenige Wochen bis zur Trauung. Vor Hélènes Augen dreht sich alles, wenn sie nur dran denkt, dass sie damit zur zukünftigen Königin wird und über das Schicksal von Enell und Glass entscheiden muss. Denn zwischen den Ländern Enell und Dassarass, einem angrenzenden Staat, herrscht seit über 200 Jahren ein erbitterter Krieg. Glass hingegen war schon immer neutral und keinem Land feindlich gestellt. Seit die Verlobung und somit das Bündnis zwischen Enell und Glass jedoch bekannt ist, fürchtet Dassarass eine Übermacht und damit die baldige Niederlage.

Schon während der Verlobungsfeier herrscht buntes Treiben, auch wenn Hélène weiß, dass sie hier nur Zierde ist, während ihr zukünftiger Mann mit Generälen und Politikern spricht. Dabei möchte sie gerne ernst genommen werden und ihren Beitrag zu diesen Plänen und Gesprächen leisten. Sie hat sich ausgiebig mit der Geschichte der Länder und des Krieges auseinander gesetzt und arbeitet bereits daran, eine friedliche Lösung des Krieges und eine Handelspartnerschaft zu entwickeln.

Der Einzige, der ihr jedoch zuhört, ist Shiin, ihr neuer Vorkoster. Für Hélène ist Shiin allerdings viel mehr. Sie nutzt ihn nicht nur als Vorkoster, sondern auch als Lehrer, Berater, Bodyguard, Einkaufsbegleiter und Wecker. Was Hélène aber nicht weiß – Shiin stammt eigentlich aus Dassaras. Er gehört dort zur Gilde der Shinobi und ist zusammen mit Ines, die sich als Küchenmagd ausgibt, beauftragt wurden, Hélène unauffällig zu töten. Das Bündnis zwischen Enell und Glass muss unter allen Umständen verhindert werden! Um es wie einen natürlichen Tod aussehen zu lassen und keinen Verdacht zu erregen, mischt Ines ihr täglich eine geringe Dosis eines starken Giftes in ihr Essen. Shiin hingegen muss es ihr nur noch auftischen. Über mehrere Wochen hinweg soll dies zum Herzstillstand führen und Hélène töten!
Der Plan scheint keine Mängel zu haben. Alles ist absolut wasserdicht durchdacht. Das einzige was Shiin vergessen hat, sind seine eigenen Gefühle für Hélène!

Eigene Meinung
„Feed me Poison“ trägt den Stempel „Made in Germany“. Auch wenn die deutsche Herkunft eindeutig am Zeichenstil, der sich doch wesentlich von seinen japanischen Vorbildern unterscheidet, zu erkennen ist, kann die Geschichte absolut mit den internationalen Konkurrenten mithalten. Diese ist in sich stimmig und fesselt den Leser. Vor allem der innere Konflikt, in dem sich Shiin befindet, ist höchst interessant zu verfolgen. Den Leser zerreißt es beinahe vor Spannung bei der Frage, wie sich Shiin entscheiden und wie die Geschichte wohl ausgehen wird. Dennoch bleiben viele Fragen offen, wodurch das Finale nicht ganz überzeugen kann. Diese Tatsache ist beim Verlauf der Geschichte wirklich sehr schade.

Die gutherzige Träumerin Hélène und der zwiegespaltene Attentäter mit Herz Shiin sind dennoch eine wirklich spannende und sympathische Kombination.

© Izumi Mikage
Feed me Poison: © 2012 Evelyne Bösch/ Carlsen

Faster than a Kiss

Name: Faster than a Kiss
Englischer Name:
Originaltitel: Kiss yori mo hayaku
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2007
Deutschland: Tokyopop 2010
Mangaka: Meca Tanaka
Bände: 12 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Faster than a Kiss Band 1Story
Nach dem Tod von Fuminos und Teppeis Eltern, werden die Beiden in der ganzen Familie herumgereicht. Eine Zeit lang kümmerten sich Verwandte um die Beiden, doch dann rissen Fumino und Teppei aus. Unerwartet kommt Fuminos Englischlehrer Kazuma Ojiro ihnen zu Hilfe und macht der 16-jährigen Fumino kurzerhand einen Heiratsantrag. So begann ihr Zusammenleben und dies darf natürlich niemand in der Schule erfahren. Einzig ihr Nachbar Ryu weiß über alles Bescheid. Ryu arbeitet gleichzeitig im Kindergarten des vierjährigen Teppei.

Fumino, Teppei und Kazuma leben wie in einer Wohngemeinschaft zusammen. Er zwingt sie zu nichts, außer zum all abendlichen Cosplay. Fumino kann sich mit diesem Gedanken nicht wirklich abfinden. Schließlich ist ihr Lehrer doch auch nur ein Mann. Selbst nach einigen Wochen hat er seine „Frau“ noch nicht einmal geküsst.

Als Teppei schlafen gegangen ist, macht sie die Betten zurecht. Fumino macht ihm Avancen, doch Kazuma weißt sie ab mit dem Kommentar, dass sie mindestens Körbchengröße C bräuchte, um bei ihm zu landen.

In der Schule hat Kazuma seinen Spaß mit Fumino. Er schreibt ihr kleine Zettel und wartet dann im Unterricht darauf, dass sie vor Wut fast explodiert. In der Pause stellt sie ihn zur Rede. Schließlich ist er derjenige, der den Job verliert, wenn ihr Verhältnis raus kommt.

Kazuma erzählt Fumino nicht viel aus seiner Vergangenheit. Als sie sich mit Ryu unterhält, erfährt sie, dass Kazuma früher ein gefürchteter Rowdy war. Fumino kann sich das nur schwer vorstellen. Zuhause angekommen fällt ihr auf, wie rührend Kazuma sich um ihren kleinen Bruder kümmert.

Faster than a Kiss Band 2In der Schule scheint Fumino seit der Heirat richtig aufzublühen. Früher war sie ein ziemlicher Rowdy und hat ihren Gerechtigkeitssinn mit aller Kraft durchgesetzt. Nun ist sie viel ruhiger geworden und beliebt bei ihren Mitschülern. Nach einer gemeinsamen Spritztour bekommt das junge Glück unangekündigten Besuch von der Ordnungsaufsicht ihrer Schule. Sie können sich noch rechtzeitig im Schrank verstecken und werden von Ryu und Teppei befreit.

In der Schule geht das Gerücht umher, dass Herr Kazuma mit einer Schülerin ein Verhältnis hat. Selbst im Unterricht wird er danach gefragt, aber er bestreitet dies. In der Pause trifft er sich weiterhin mit Fumino auf dem Dach. Sie hält dies zu riskant, da sie weiß wie sehr er seinen Job liebt.

Fumino beschließt Kazuma zu verlassen, bevor er seinen Job verliert. Sie füllt den Scheidungsantrag aus und lässt ihrem kleinen Bruder die Wahl ob er weiterhin bei Kazuma leben möchte. Teppei beschließt seine große Schwester zu beschützen. Sie packen ihre Sachen und Teppei nimmt natürlich sein großes Bonbonglas mit.

Als Kazuma nach Hause kommt und den Scheidungsantrag sieht, bekommt er Angst um die Beiden. Er läuft los, doch er weiß nicht in welche Richtung. Als er auf den Boden schaut, sieht er Bonbons und folgt dieser Spur. Derweilen sind Fumino und Teppei am Bahnhof angekommen. Sie wollen mit dem Zug weg und Fumino freundet sich langsam mit dem Gedanken an, die Schule abzubrechen. Der Zug fährt ein, doch Teppei möchte nicht weg. Er fragt seine große Schwester nach dem Grund, doch sie kann nicht antworten. Wird Kazuma noch rechtzeitig kommen? Wie wird die Geschichte wohl weitergehen?

Eigene Meinung
„Faster than a Kiss“ ist eine süße Geschichte von Meca Tanaka. Es ist ein sowohl witziger als auch bisweilen trauriger Manga. Meca Tanaka erzählt die Geschichte von Fumino, einem verunsicherten und verletzten Mädchen, dass einfach nur auf der Suche nach Liebe ist. Man kann sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen. Rundum ein Manga der Kategorie Shojo-Comedy, der Spaß macht zu lesen.

Faster than a Kiss: © 2007 Meca Tanaka, Hakusensha / Tokyopop

Family Complex

Name: Family Complex
Englischer Name:
Originaltitel: Family Complex
Herausgebracht: Japan: Shinshokan 2000
Deutschland: EMA 2006
Mangaka: Mikiyo Tsuda
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,50 €

Family ComplexStory
Die Familie Sakamoto besteht aus Mama Nanami (41 Jahre), Papa Hidetoshi (41 Jahre), dem ältesten Sohn Harumi (17 Jahre), der ältesten Tochter Natsuru (16 Jahre), dem zweitältesten Sohn Akira (14 Jahre) und der jüngsten Schwester Fuyuki (10 Jahre). Eins haben alle gemein: Alle haben einen Komplex.

Von der Nachbarschaft wird diese Familie auch „Die schönen Sakamotos“ genannt, denn alle sind außergewöhnlich schön. Nur Akira sticht heraus, denn er ist ein „Normalo“. Und genau das ist sein Komplex. Er erträgt es nicht, dass er der Einzige ist, der eben nicht „schön“ ist. Er glaubt, dass er nicht in die Familie passt und er weiß nicht wo sein Platz ist. Eigentlich hat er keinen Grund sich zu beschweren, denn alle in der Familie lieben ihn und kümmern sich um ihn. Als sie zu seinem Geburtstag essen gehen, dreht er verzweifelt durch, als er mit anhören muss, wie andere Gäste des Restaurants ihn bemitleiden, weil er so normal ist. Er rennt aus dem Restaurant und die gesamte Familie folgt ihm. Sie bauen ihn gemeinsam wieder auf und beseitigen seine Zweifel.

Der älteste Bruder Harumi hat ebenfalls Komplexe, denn er hat keine wirklichen Freunde. Er ist an seiner Schule sehr beliebt und jeder respektiert ihn. Besonders drei seiner Mitschüler behandeln ihn wie einen König. Und trotzdem fühlt er sich eigentlich immer allein, denn die drei fragen ihn nie ob er mitkommen will, wenn sie weggehen.. Dank eines kleinen Tricks seiner Schwester Natsuru sehen die dann ihren Fehler ein und wollen sich bessern.

Bei Natsuru ist es ungefähr der gleiche Komplex. Nur das bei ihr noch dazu kommt, dass sie leider sehr männlich aussieht. Dadurch sehen die Mädchen sie nicht als Mädchen an und die Jungs vergessen, dass sie eigentlich ein Mädchen ist und fragen sie, wen sie von den „Mitschülerinnen“ als Freundin nehmen würde. Das verletzt sie sehr, denn sie weiß nicht zu welchem Geschlecht sie eigentlich gehört. Durch einen kleinen Unfall findet sie doch eine Freundin. Shoko, ein Mädchen, das Natsuru nie aufgefallen war, wird ihre Freundin auch wenn sie sich damit den Neid der anderen auf sich zieht.

Welchen Komplex wird die kleine Fuyuki haben?

Eigene Meinung
Der Manga ist von Mikiyo Tsuda und ist, wie ich finde, ein ziemlich lustiger. Allerdings zeigt der Manga, wie wichtig die Familie und die Freunde sind, um Probleme und Komplexe bewältigen zu können. Außerdem zeigt der Manga, dass hinter einem schönen Schein die selben Probleme stecken können, die wohl jeder irgendwann mal hat.

Vom Zeichenstil her finde ich den Manga gut. Die Personen sind mit Liebe gezeichnet, was man meiner Meinung nach besonders an der kleinsten Schwester sieht. Was mir nicht gefallen hat, ist der Abschnitt über die Netzhautablösung, denn das, finde ich, gehört nicht in einen Manga. Aber das ist meine Meinung. Empfehlen würde ich den Manga für eigentlich jeden. Es gibt nichts was eine Jugendschutzbestimmung braucht.

© Kari

Family Complex: © 2000 Mikiyo Tsuda, Shinshokan / EMA

Fall in Love Like a Comic!

Name: Fall in Love Like a Comic!
Englischer Name: Fall in Love Like a Comic!
Originaltitel: Manga Mitaina Koi Shitai!
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2003
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Chitose Yagami
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 5,95 €

Fall in Love Like a Comic! Band 1Story
Rena besucht die Mittelschule und hat ein Geheimnis. Sie arbeitet neben der Schule als Mangazeichnerin. Ich Spezialität sind Mädchenmanga. In ihren Geschichten findet man sehr viel Liebe, Romantik und sogar ein wenig Erotik. Und das, obwohl sie selbst noch nie einen Freund hatte. Aber trotzdem hat auch ein unerfahrenes Mädchen sehr viel Fantasie. Nur Renas beste Freundin Yumi weiß von ihrer Arbeit als Mangazeichnerin.

Yumi und Rena unterhalten sich gerade auf dem Schulflur, als von draußen ein lautes Gekreische hinein dringt. Beide schauen aus dem Fenster und entdecken einen Haufen Mädchen, die sich um den Basketballplatz versammelt haben. Sie schauen den Jungs beim Spielen zu. Aber was ist da nur so interessant, dass gleich so viele Mädchen sich das so begeistert ansehen? Einer der Jungs macht gerade einen eleganten Slam Dunk und schon wird das Gekreische noch lauter. Auch Yumi ist diesmal dabei. Sie erzählt Rena, dass das Tomoya Okita ist. Er ist der beliebteste Junge an der Schule, sieht verdammt gut aus und hat schon massenhaft Mädchen abblitzen lassen. Aber gerade das macht ihn noch interessanter.

Rena hat Yumi gar nicht richtig zugehört, denn sie ist gerade dabei den Slam Dunk in einer Skizze festzuhalten. Anschließend erwidert sie nur ganz stolz, dass Tomoya nicht an die Jungs herankommt, die sie in ihren Manga zeichnet. Yumi antwortet nur, dass Rena ja keinerlei Erfahrung mit Jungen hat. Vielleicht sollte sie es doch mal mit einem Jungen versuchen, dass würde sicherlich jede menge Stoff für die nächsten Manga bringen. Rena scheint nicht mal abgeneigt. Diese Idee ist gar nicht so schlecht.

Nach der Schule sitzen Rena und Yumi noch in der Schulbibliothek. Yumi lernt und Rena arbeitet an ihren Entwürfen, denn der nächste Abgabetermin steht schon vor der Tür. Als Rena gerade fertig mit ihren Entwürfen geworden ist, kommen gerade ein paar Jungen herein. Sie schauen auf Renas Zeichnungen und scheinen sogar begeistert zu sein. Rena scheint ja richtig Talent zu haben. Panisch umklammert Rena ihre Zeichnungen und stürmt zum Ausgang der Bibliothek. Weil sie nicht nach oben schaut, läuft sie Tomoya genau in die Arme. Er hält sie fest und Rena empfindet das als sehr angenehm. So ein Gefühl kannte sie bisher nicht. Plötzlich werden ihre Beine weich und sie schmilzt dahin. Yumi schleift sie aus der Bibliothek, denn laufen kann Rena gerade nicht. Sie ist tatsächlich dahin geschmolzen und und daher bewegungsunfähig. Tomoya und seine Freunde fanden diese Reaktion allerdings sehr niedlich.

Fall in Love Like a Comic! Band 2Später ist Rena bei ihrem Verleger, um ihm die Skizzen vorzulegen. Er merkt das Rena etwas angespannt wirkt. Er fragt ob sie endlich einen Freund hätte. Rena reagiert sehr aufgebracht und streitet dies ab. Ihr Verleger erzählt ihr das gleiche wie Yumi. Nämlich das sich das sehr positiv auf ihre Manga auswirken könnte, wenn Rena sich in einen Jungen verlieben würde. Ihre Geschichten sind jetzt schon ziemlich aufregend aber sie könnten dadurch noch an Vielfalt gewinnen. Rena fragt ihn, ob das bei Suzukase auch der Grund sein könnte. Suzukase ist ebenfalls eine Mangaka und Renas großes Vorbild. Der Verleger bestätigt Renas Vermutung. Es könnte wirklich sein, dass Suzukases Manga so schön sind, weil sie selbst verliebt ist. Das ist für Rena Grund genug. Sie wird sich also einen Freund suchen. Nun möchte ihr Verleger aber erstmal ihre aktuellen Skizzen sehen. Nanu…..? Aber wo sind sie? Rena hatte sie doch in ihrer Tasche. Jetzt sind sie weg.

Jetzt fällt ihr ein, dass sie die Skizzen bei dem Zusammenstoß mit Tomoya verloren haben könnte. Hoffentlich hat er sie sich nicht angesehen oder gar gefunden. Panisch läuft sie los in Richtung Bibliothek. Sie hofft sehr, dass die Skizzen noch dort liegen und sie niemand gefunden hat. Denn dieses Mal hat sie eine wirklich erotische Szene gezeichnet. Das wäre so peinlich, wenn sie sich jemand ansehen würde und dann wüsste, das sie die Schöpferin ist. In der Bibliothek angekommen, wartet Tomoya auch schon auf sie. Er meint, dass sie eine ganz schön schmutzige Fantasie hat, lächelt und holt ihre Zeichnungen hervor.

Rena will danach greifen und meint, dass das wichtiges Arbeitsmaterial ist und er es ihr geben solle. Doch Tomoya zieht die Zeichnungen von ihr weg und fragt warum das Arbeitsmaterial ist. Rena möchte es ihm aber nicht sagen. Daraufhin droht er die Zeichnungen in der ganzen Schule herum zu zeigen, wenn sie es ihm nicht verrät. Rena gibt sich geschlagen und erzählt es ihm. Er scheint erstaunt und zugleich begeistert zu sein. Jedoch findet er ihre Geschichten etwas realitätsfern und fragt ob sie jemals einen Freund gehabt hat. Dann redet Rena ohne vorher zu überlegen. Sie fragt Tomoya, ob er mit ihr gehen würde und ihr dabei hilft noch bessere Geschichten zu zeichnen. Als sie diese Frage ausgesprochen hat, wird sie auch schon rot im Gesicht und schämt sich dafür. Doch Tomoya scheint nicht abgeneigt. Er lächelt sie an und willigt ein.

Warum hat Tomoya sich auf dieses Angebot eingelassen? Will er Rena wirklich nur helfen und empfindet er vielleicht wirklich etwas für sie? Wird Rena mit Tomoyas Hilfe wirklich bessere Geschichten zeichnen können?

Eigene Meinung
“Fall in Love like a comic!“ ist ein sehr amüsanter Manga. Die Zeichnungen sind sehr schön, aber auch sehr kindlich gezeichnet. Die Charaktere sind sehr witzig und sofort sympathisch. Die unerfahrene Rena sorgt immer wieder durch ihre Naivität für ein Schmunzeln im Gesicht des Lesers und Tomoya ist einfach zu m Verlieben. Er ist einfach der perfekte Freund. 😉

© AyaSan

Manga Mitaina Koi Shitai!: © 2003 Chitose Yagami, Shogakukan/Carlsen

Fake

Name: Fake
Englischer Name: Fake
Originaltitel: Fake
Herausgebracht: Japan: Biblos 1993
Deutschland: Carlsen 2002
Mangaka: Sanami Matoh
Bände: 7 Bände
Preis pro Band: 6,00 €

Fake Band 1Story
Wie sagt man immer so schön? Gegensätze ziehen sich an und dann aus. Dies trifft auch auf den Manga Fake zu. Der einfühlsame, sensible und höfliche Halbjapaner Randy „Ryo“ McLean trifft auf seiner neuen Dienststelle, dem 27. New Yorker Polizeirevier, Dee Latner, seinen neuen Arbeitspartner, mit dem er von nun an Fälle lösen soll. Eigentlich wäre das ja überhaupt kein Problem, wenn nicht Dee, ein ausgesprochener Draufgänger und Frauenheld ein Auge auf Ryo, wie er ihn liebevoll nennt, geworfen hätte. Das dieser anfänglich überhaupt keine Interesse an ihm hat, stört ihn nicht. Und so nutzt er jede Möglichkeit sich Ryo auf körperliche Art zu nähern.

Bald sieht er erste Erfolge den Ryo entwickelt Gefühle für ihn, nur will er sich diese ziemlich lange nicht eingestehen. Aber so einfach hat er es nicht an Ryo und sein Ziel „eine leidenschaftliche Nacht mit seinem Opfer“ zu kommen. Durch Zufall lernt er den ca. 12 jährigen Bikky kennen, das Kind eines Drogenkuriers auf das er von nun an achtet. Dieser hat es sich aber zu Aufgabe gemacht Ryo zu beschützen und das nicht nur vor Bösewichten, sondern auch vor seinem selbsternannten Erzfeind Dee.

Bikky will verhindern das Dee und Ryo zusammen kommen und so kommt es oft zu ziemlich lustigen Situationen die Ryo vor Dees sexuellen Handlungen schützen. Hinzu kommt Bikkys zwei Jahre ältere Freundin Carol, die mit Bikky zusammen viel Unsinn anstellt und sich auch mal gern in gefährliche Situationen bringt.

Das ist aber noch lange nicht alles. Selbst auf dem Revier hat Dee nicht seine Ruhe und Chance an Ryo heranzukommen. Den J.J., einer seiner ehemaligen Arbeitspartner der auch noch völlig verschossen in Dee ist, und immer noch dort arbeitet, lässt sich sein Liebling natürlich nicht wegnehmen auch wenn er damit nur sehr wenig Erfolg hat. Auch Barkley, ein Vorgesetzter von unseren beiden Hauptcharakteren, der es auf Ryo abgesehen hat und gerne mal seine höhere Position in der Dienststelle einsetzt, hat seine Finger mit im Spiel.

Fake Band 2Man könnte meinen der Manga wirkt durch diese Hauptgeschichte recht harmlos jedoch sind die Fälle und auch der psychische Einfluss der Geschichte nicht zu unterschätzen. Die Erfinderin setzt mit viel Witz, aber auch lebensnahen Fällen einige Punkte im Manga, die zum nachdenken anregen. Zusätzlich finden sich bei einigen der 7 Bände Zusatzgeschichten, die sich z.B. um Bikky und Carol in naher Zukunft drehen.

Ob Ryu und Dee zusammen kommen und was aus den anderen Charas wird, wird man wohl erst erfahren, wenn man sich die komplette 7 reihige Serie kauft.

Eigene Meinung
Meiner Meinung nach, hat Sanami Matoh in diesem, ihrem bis jetzt erfolgreichstem Manga, die Stimmung auf einem Revier und auch die Ernsthaftigkeit der Fälle wunderbar getroffen. Ihr Zeichenstil ist teilweise recht detailliert und auch die Geschichte ist sehr gut ausgereift.

Ihr Gespür für den richtigen Einsatz von witzigen Einlagen, in diesem manchmal doch recht ernsten Manga, ist genau abgestimmt und auch die romantischen Szenen zwischen Ryo und Dee, die in einem Shonen-Ai Manga nicht fehlen dürfen, sind genügend vorhanden. Ich würde diesem Manga jedem empfehlen, dem auch schon „Kizuna“ und „Combination“ gefallen haben. Der Manga ist für Leser ab 15 Jahren am besten geeignet da besonders im letzten Band, recht explizite Liebesszenen vorkommen und auch der eine oder andere Fall nicht ganz unblutig aufgeht.

© Fullmoonchanie

Fake: © 1993 Sanami Matoh, Biblos / Carlsen

Fairy Tail

Name: Fairy Tail
Englischer Name: Fairy Tail
Originaltitel: Fairy Tail
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2006
Deutschland: Carlsen 2010
Mangaka: Hiro Mashima
Bände: 63 Bände
Preis pro Band 5,95 €
6,50 € (ab 01.02.2019)

Fairy Tail Band 1Story
In einer Welt ähnlich der unseren leben zahlreiche magiebegabte Menschen. Zur Selbstorganisation schlossen sich diese Magier zu verschiedenen „Gilden“ zusammen, die je nach Bekanntheitsgrad ihrer Mitglieder mal mehr, mal weniger berühmt sind. Eine der berüchtigten Gilden trägt den Namen „Fairy Tail“. Deren Mitglieder sind zwar dafür bekannt, auf der Seite der Gerechtigkeit zu stehen, aber auch dafür, unwillkürlich Zerstörung und Chaos hinter sich zurück zu lassen…

Die junge Blondine Lucy ist eine Stellargeistmagierin. Mit ihren Schlüsseln kann sie Stellargeister aus anderen Dimensionen herbei rufen. Das ehrgeizige Mädchen hat sich zwei Ziele gesetzt: Sie möchte unbedingt alle zwölf goldenen Torschlüssel besitzen – und Mitglied der Magiergilde „Fairy Tail“ werden. Aus diesem Grund reist sie durch die Lande, auf der Suche nach Magierläden, die evt. einen neuen Torschlüssel für sie bereit halten könnten – immer nach einem Mitglied von „Fairy Tail“ Ausschau haltend.

Gleichzeitig befinden sich der Junge Natsu und die sprechende Katze Happy auf der Suche nach Natsu verschollenem Ziehvater Igniel. Zufällig kreuzen sich die Wege der Drei in einer kleinen Stadt. Natsu kann Lucy vor einer Verzauberung bewahren und die beiden freunden sich an.

Fairy Tail Band 2Eines Tages sieht sich Lucy am Ziel eines ihrer Wünsche, als sie die Bekanntschaft des Feuermagiers Salamander macht. Während dieser zunächst noch versucht, sie durch einen Liebeszauber zu betören, gibt er später vor, ein Mitglied von „Fairy Tail“ zu sein und lädt sie auf sein Kreuzfahrtschiff ein. Dort aber lässt der verdächtige Verführer die Tarnung fallen – in Wirklichkeit ist er ein Sklavenhändler und hat es auf junge Mädchen abgesehen.
Gerade noch rechtzeitig tauchen Natsu und Happy auf und können Lucy abermals aus der Patsche helfen. Dabei stellt sich heraus, dass zwar nicht Salamander, dafür aber Natsu und Happy Mitglieder bei „Fairy Tail“ sind.

Dank ihrer neuen Freunde und zukünftigen Partner wird Lucy schließlich doch bei ihrer Wunsch-Gilde „Fairy Tail“ aufgenommen. Zum Entspannen bleibt aber kaum Zeit, denn schon bald stehen die ersten Aufträge für das neue Team an. Spannende Reisen voller Abenteuer und Magie erwarten die Helden!

Eigene Meinung
„Fairy Tail“ ist nach „RAVE“ bereits die zweite internationale Erfolgsserie des noch jungen Manga-Zeichners Hiro Mashima. Wieder greift der Autor auf das bewährte Konzept einer Fantasy-Adventure-Serie zurück, wobei diesmal der Fantasy-Anteil deutlich überwiegt. Die Story bietet einen ansprechenden Mix aus Spaß und Spannung mit einem kunterbunten Haufen chaotisch-liebenswerter Charaktere in einer Welt voller Magie und wundersamer Geschöpfe.
Der Zeichenstil Mashimas ist auch in dieser neuen Serie unverkennbar. Die Charaktere bestechen immer noch durch kaum verändertes Design. Mehrere Figuren ähneln äußerlich stark Charakteren aus „RAVE“. Plue, der kleine „Hund“ mit der Karottennase, taucht sogar wieder auf. Einzig die Linienführung ist viel dünner und feiner geworden, als sie es noch bei „RAVE“ war. Dafür besticht die Serie besonders durch die detaillierten und ausgeschmückten Hintergründe. Die Assistenten des Autors haben nichts anbrennen lassen und verwöhnen den Leser neben der Story mit etwas fürs Auge.

Der Autor beweist mit dieser neuen Serie erneut, dass er ein sicheres Gespür für den Geschmack der Leser hat. In vielerlei Hinsicht hat sich Mashima seit „RAVE“ weiter entwickelt. Wem die letzte Serie gefallen hat, kommt an dieser hier nicht vorbei. Doch auch Neu-Einsteiger werden Gefallen an ihr finden.

© Rockita

Fairy Tail: © 2006 Hiro Mashima, Kodansha / Carlsen

Fairy Cube

Name: Fairy Cube
Englischer Name:
Originaltitel: Yousei Hyouhon
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2005
Deutschland: Carlsen 2007
Mangaka: Kaori Yuki
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,00 €

Fairy Cube Band 1Story
Ian Hasumi kann seit seiner Kindheit Feen und andere Wesen sehen. Doch niemand glaubte ihm, bis auf Rin Ishinagi, einer Freundin aus Kindertagen. Derweilen sind einige Jahre vergangen. Ian und Rin sind 15 Jahre alt, als sie sich in der Schule wiedersehen. Ian glaubt mittlerweile nicht mehr an Elfen, aber die „Realität“ ist eine andere.

Er ist zu einem süßen Jungen geworden, den die Mädchen sehr mögen. Doch als er auf Rin trifft nimmt er sie vor ihren Klassenkameradinnen in Schutz. Er versucht ihr aus dem Weg zu gehen, denn sein Vater war damals für die Versetzung von Rins Vater in eine andere Stadt verantwortlich. Doch zu spät, er hat sich in Rin verliebt. Da sein Vater Lehrer an ihrer Schule ist, kann er seinen Sohn natürlich ständig überwachen. Doch Ian hat eigentlich ganz andere Probleme: sein alter Ego Echse. Dieser hat grüne Haare und rote Augen und wird nur von Ian gesehen. Früher dachte er, jeder hätte ein zweites Ich und früher war es auch, als er noch seinem Umfeld erzählte, was er alles sehen konnte und so als Lügner bezeichnet wurde.

In letzter Zeit geschehen seltsame Todesfälle. Auf dem Rücken der Toten klaffen blutige Wunden, als ob ihnen Flügel gewachsen wären. Einige Menschen behaupten auch, sie hätten glitzernde Flatterwesen in der Nähe gesehen, wodurch der Fall auch die „Feenmorde“ genannt wird. Als Ian durch die Straßen läuft sieht er in einer Gasse einen Mann stehen, mit einer Puppe auf dem Arm, und neben ihm eine frische Leiche des besagten Falls. Der Mann bückt sich und hebt etwas auf. Ian hört wie die Puppe spricht. Er folgt dem Mann bis zu einem Antiquitätenladen. Kurzentschlossen folgt er ihm auch dorthin und wird natürlich entdeckt. Der Mann zeigt ihm eine Menge von würfelförmigen Kristallen, in denen Insekten eingeschlossen sind. Einen solchen hat der Mann der Toten in der Gasse weggenommen, da der Kristall angeblich aus dem Laden gestohlen worden war. Er gibt Ian einen Kristall mit einer Echse, den er unbedingt behalten soll.

Fairy Cube Band 2Ian läuft sofort zur Polizei und berichtet von der Leiche, doch als die Polizei am Tatort ist gibt es keine Leiche mehr. Unerwartet trifft er Rin auf dem Polizeirevier, die scheinbar in eine Prügelei verwickelt war. Am nächsten Tag gibt es wieder Streit zwischen Rin und ihren Klassenkameraden. Sie wollen, dass Rin und Ian ihnen die Feen zeigen. Ian konzentriert sich und kann, mit Rins Hilfe, tatsächlich die Feen für kurze Zeit sichtbar machen. Herr Hasumi sieht das. Rin und Ian laufen weg, damit sie sich nach der Anstrengung ausruhen können. Er gesteht ihr seine Gefühle, doch in diesem Moment steht sein Vater, der augenblicklich von Echse kontrolliert wird, hinter ihm und sticht seinen eigenen Sohn mit einem Messer nieder. Ian stirbt.

Im Jenseits ist ihm klar, dass Echse dahinter steckt und kehrt als Geist zurück auf die Erde. Er denkt, dass Rin bestimmt weinen wird. Doch dem ist nicht so. Echse hat Besitz von seinem Körper ergriffen und schlüpft so in seine Rolle. Echse hat seine Erinnerungen, sein Mädchen und seine Familie und Ian hat nun nicht mal mehr einen Körper. Er schwört Rache. Doch ohne Körper und ohne Verbündete ist das mehr als schwer. Der Weg führt ihn zu dem Mann mit der Puppe. Es stellt sich heraus, dass die Puppe in Wahrheit die Fee Ainsel ist. Werden die beiden ihm helfen können?

Eigene Meinung
Der Anfang ist ein wenig wie bei jedem Kaori Yuki Manga. Doch dann wird es doch ganz anders. Rin und Ian sind sehr menschlich gestaltet. Das Artwork ist genial und versetzt den Leser beim Schmökern des Manga in die Welt der Feen und Kobolde. Die Story ist spannend gestaltet und hat die gewohnte Tiefe. Insgesamt betrachtet ist diese Serie eine interessante Bereicherung für den deutschen Mangamarkt. Nach einigen Manga einmal ein Werk, bei dem man nicht denkt „Irgendwoher kommt mir diese Story bekannt vor…“ Fans von Kaori Yuki werden an diesem Band nicht vorbei kommen und auch Fans von Magie, Feen und anderen Fabelwesen werden sich in diesen Manga verlieben.

Fairy Cube: © 2005 Kaori Yuki, Hakusensha / Carlsen

Orange Lipstick

Name: Orange Lipstick
Englischer Name:
Originaltitel: Kuchibiru ni suketa Orange
Herausgebracht: Japan: Ichijinsha 2010
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Rokuroichi
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,00 €

Orange Lipstick

Story:
Die schüchterne, unsichere Chizuru ist von der Schönheit ihrer neuen Mitschülerin Kanae vollkommen geblendet. Als sich das Mädchen auch noch ihrer Clique anschließt, scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, doch es gelingt ihr einfach nicht, auf Kanae zuzugehen. Während sich ihre Freundinnen schnell mit Chizurus Schwarm anfreunden, gelingt es dieser nicht über ihren Schatten zu springen, und mit Kanae anzubandeln, aus Angst dadurch ihre Gefühle zu verraten. Erst als die beiden Mädchen allein einkaufen gehen und sich allmählich näher kommen, scheint sich das Blatt zu wenden …

Neben der Hauptgeschichte enthält der Band noch die Kurzgeschichten „ Bitte halte dein Herz verschlossen“ und „Ich weiß nicht, ob das Liebe ist“. Während es in der ersten Geschichte um die Liebe zwischen Azo und Kiwako geht, die quasi wie Schwestern aufwachsen, handelt „Ich weiß nicht, ob das Liebe ist“ von Rio und Yui, deren Freundschaft auf eine harte Probe gestellt wird, als Rio ihrer Freundin ihre Liebe gesteht.

Eigene Meinung:
Mit „Orange Lipstick“ legt EMA einen weiteren Yuri Einzelband vor, der aus der Feder der Mangaka Rokuroichi stammt, die bereits mehrere Girls Love Mangas in Japan veröffentlicht hat, zumeist handelt es sich um explizitere Werke. „Orange Lipstick“ ist der erste Manga von Rokuroichi, der einen Weg nach Deutschland findet.

Inhaltlich bietet „Orange Lipstick“ nur bedingt etwas Neues – die Geschichte ähnelt der von gängigen Girls Love Mangas wie „Girl Friends“, „Cherry Lipstick“ und „Girls Love“. Den Leser erwarten die typischen Mädchenthemen, die gerade in Yuri Mangas besonders häufig vorkommen – Highschool, neue Schülerin, Mode- und Schminktipps. Es ist fast ein wenig einfallslos, dass die meisten Mangas dieses Genres immer auf diese altbewehrten Grundthemen zurückgreifen. Sicherlich gibt es auch im Boys Love Genre wenig Neues, aber da sind die Grundthemen doch etwas breiter gefächert und präsentieren dem Leser auch mal erwachsene Charaktere.
„Orange Lipstick“ hingegen wartet mit einer niedlichen, einfachen Liebesgeschichte auf, die für Chizuru und Kanae im Bett endet. Wirklich mehr Inhalt gibt es leider nicht, von niedlichen Einkaufsszenen und fast schon stalkerhaften Ausbrüchen seitens Chizuru einmal abgesehen. Eine wirkliche Geschichte entwickelt sich nicht, so dass man als Leser die Handlung nur bedingt nachvollziehen kann. Lediglich in den beiden Kurzgeschichte wird es interessanter, gerade „Ich weiß nicht, ob das Liebe ist“ ist gut gelungen, wenngleich etwas kurz geraten.

Charakterlich bleiben Chizuru und Kanae stereotyp und langweilig – Kanae ist die begehrte Freundin, die ein wenig wie eine Mary Sue daherkommt, da sie dem Leser perfekt erscheint. Chizuru ist so hilflos und unsicher, dass man nur bedingt Sympathien aufbringen kann, zumal sie auch durch ihre stalkerhafte Züge nicht überzeugen kann. Man weiß einfach wenig mit ihr anzufangen. Alle sin allem bleiben die Figuren blass und ungreifbar, was es dem Leser erschwert sich mit ihnen zu identifizieren.

Rokuroichis Zeichnungen sind optisch ganz hübsch (wenn man von den anatomischen Problemen mit den Gesichtern der Charaktere absieht), allerdings sind die Figuren zu kindlich und jung geraten. Gerade bei den Sexszenen schrammt „Orange Lipstick“ doch leicht an der Grenze des Erträglichen vorbei. Die Zeichnerin hat das Mangaschema „Big Eyes – Small Mouth“ perfekt umgesetzt, was dafür sorgt, dass die Figuren immer wie Grundschüler aussehen, was den Erotikgehalt des Mangas ebenfalls unpassend erscheinen lässt.

Alles in allem ist „Orange Lipstick“ ein Werk, das nur bedingt überzeugen kann und deutliche Schwächen hinsichtlich der Handlung, der Charaktere und der Zeichnungen aufweist. Rokuroichis Werk ist zu gleichförmig und bietet wenig Neues, es fällt schwer mit den Figuren warm zu werden und die Zeichnungen sind eindeutig zu kindlich geraten. In Anbetracht der Tatsache, dass es nur wenig Girls Love in Deutschland gibt, werden Fans des Genres an diesem Manga nur schwer vorbeikommen, nichtsdestotrotz zählt „Orange Lipstick“ zu den Werken, die man nicht unbedingt gelesen haben muss. Man verpasst nichts, was es nicht schon in anderen Mangas (wesentlich besser) gegeben hat.

Orange Lipstick: © 2010 Rokuroichi, Ichijinsha / EMA

Unter deinem Schirm

Name: Unter deinem Schirm
Englischer Name:
Originaltitel: Kasa no Shita, Futari
Herausgebracht: Japan: Kaiohsha 2012
Deutschland: Tokyopop 2014
Mangaka: Junko
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 6,95 €

Unter Deinem Schirm

Story:
Der Highschool Schüler Mio trifft eher zufällig auf den Studenten Yugi, als er sich vor dem einsetzenden Regen vor seine Haustür flüchtet und von diesem einen Schirm bekommt, den er nicht zurückbringen soll. Nichtsdestotrotz kommt Mio tags darauf mit dem Schirm zurück und lernt dabei Yugis Freunde kennen, die Mio schnell in ihre Runde aufnehmen. In den kommenden Wochen lernt er Yugi immer besser kennen und entdeckt schon bald, dass dieser in seinen Freund Tachibana verliebt ist und die beiden eine Sex-Beziehung miteinander verbindet. Als Tachibana heiraten will, ist Mio entsetzt und versucht Yugi beizustehen, wobei er ihm seine Gefühle gesteht. Dass Yugi ihn zurückweist trifft ihn hart, noch härter ist es, als Yugi die Stadt verlässt.

Erst vier Jahre später begegnen sie sich erneut, doch hat Mio überhaupt eine Chance Yugi für sich zu gewinnen?

Eigene Meinung:
„Unter deinem Schirm“ ist ein weiterer Einzelband der Mangaka Junko, die bereits durch ihre Werke „Geliebter Raufbold“ und „Dein süßer Duft“ in Deutschland bekannt geworden ist, die ebenfalls bei Tokyopop erschienen sind.

Inhaltlich bekommt man es mit einer etwas ernsteren, ruhigeren Geschichte zu tun, als man es von Junko gewöhnt ist, waren ihre bisherigen Werke doch eher comedylastig und nicht ganz so düster. „Unter deinem Schirm“ wirkt ein wenig erwachsener und stiller, was nicht unbedingt schlecht zu bewerten ist. Sicherlich bietet der Manga nichts Neues, doch er unterhält und ist angenehm zu lesen. Gerade die Zwischentöne sind gut umgesetzt und die Charaktere wirken greifbarer und realistischer, als die Figuren aus „Geliebter Raufbold“ oder ihren Kurzgeschichten. Das macht den Manga zu einem ihrer besseren Werke, insofern man nicht auf ihre witzigen, durchgeknallten Charaktere steht. Auf Erotik muss man ebenfalls nicht verzichten – Junko bietet genug Passagen, die Fans von härteren Stoffen zufriedenstellen dürften.

Die Charaktere sind, wie bereits erwähnt, eher realistisch und nicht ganz so überdreht. Mio ist hierbei Handlungsträger, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Man kann sich leicht mit ihm identifizieren und seine Problemen und Gefühle gut nachvollziehen. Yugi wirkt ein wenig unnahbar und ist schwer zu durchschauen. Hier fehlt ein wenig Tiefgang, was wohl der Kürze des Mangas geschuldet ist. Bis auf die Liebesgeschichte erzählt Junko wenig über die Hintergründe der Figuren – vieles muss man sich selbst zusammenreimen, oder einfach wegignorieren. Dadurch wirken die Charaktere etwas blass und teilnahmslos.

Stilistisch legt Junko ein gut gezeichnetes Werk vor, das durch großflächige Panele und auffallend wenig Text besticht. Man liest den Manga schneller, als andere Werke des Genres, was nicht einmal an überbordender Erotik liegt, sondern daran, dass sich die Charaktere recht wenig zu sagen haben und viele Seiten ohne Worte oder Dialoge auskommen. Mitunter hat man das Gefühl, die Zeichnerin schindet so einige Seiten, doch der flächige Stil und die stille Atmosphäre passen gut zum ruhigen Grundtenor der Geschichte.

„Unter deinem Schirm“ ist ein schöner, gut gezeichneter und stimmungsvoller Manga, der mit wenig Text auskommt und dennoch gut unterhält. Junko beweist, dass sie nicht nur Comedy zeichnen kann, sondern sich auch ernsteren Themen zuwenden kann, wenngleich es sowohl den Figuren, als auch der allgemeinen Handlung ein wenig an Tiefgang fehlt. Wer ihre Manga mag oder sich für ruhigere Geschichten interessiert, sollte einen Blick riskieren. Für kurzweiliges Lesevergnügen für Zwischendurch ist „Unter deinem Schirm“ zu empfehlen.

Unter Deinem Schirm: © 2012 Junko, Kaiohsha / Tokyopop

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