Ryuta Amazume präsentiert: Bin ich nicht sexy!?

Name: Ryuta Amazume präsentiert: Bin ich nicht sexy!?
Englischer Name:
Originaltitel: Mote ne!?
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2005
Deutschland: Planet Manga 2012
Mangaka: Ryuta Amazume
Bände: Einzelband
Preis pro Band: 7,95 €

Bin ich nicht sexyStory
Yusuke und Misao sind unzertrennlich. Seit sie gemeinsam in die Grundschule gingen, klebt Misao an Yusuke wie eine Klette. Dabei sind die beiden noch nicht mal ein Paar. Selbst in ihrer Schule wird schon über die beiden getuschelt, ob nicht doch mehr als Freundschaft hinter dieser Beziehung steckt. Misao wird sogar schon mit Hachiko, dem treuem Hund, der immer auf sein Herrchen wartete, vergleichen. Das alles passt Yusuke gar nicht, was er Misao auch immer wieder zu verstehen gibt. Leider ohne Veränderung. Auch an diesem Morgen steht sie an seinem Bett und weckt ihn liebevoll, wie sie es jeden Tag tut.

Yusukes Freunde, die eigentlich nur an Frauen und Pornos interessiert sind, beneiden ihn sogar um seine Lage. Über die Jahre hätte sich Misao zu einer ansehnlichen und gut gebauten Frau entwickelt, von der man nicht so leicht die Finger lassen könnte. Just in diesem Moment erscheint Misao wieder auf der Bildfläche um Yusuke vom Baseball abzuholen und gemeinsam mit ihm nach Haus zu gehen. Nun scheint für Yusuke das Maß endgültig voll zu sein und er verkündet erzürnt, dass er und sie keine Paar sind und nie werden. Zudem will er keinesfalls wieder von ihr geweckt werden.

Als Yusuke am nächsten Tag die Augen öffnet, hat er prompt verschlafen. Ohne Misao hört er einfach den Wecker nicht. Als er verspätet in der Schule ankommt, herrscht schon ein wildes Durcheinander. Eine Menschenmasse hat sich um Misao versammelt. Verwirrt fragt er nach dem Grund dieser Ansammlung. Was er dann erfährt, lässt Yusuke aus allen Wolken fallen: Misao wird im nächsten Frühling heiraten. Ihre Verlobung mit dem Chef des Watanabe Autokonzerns wurde heute verkündet!

Was ist nur passiert? Wieso hat er in all den Jahren nie ein Wort von Misao darüber gehört? Für Yusuke dreht sich alles. Er versteht die Welt nicht mehr. Daher lauert er Misao auf dem Heimweg auf, um sie nach dem Rechten zu fragen. Allerdings ist aus ihr nicht viel herauszubekommen. Sie entschuldigt sich, dass sie nie etwas erzählt hat und gibt zu, dass sie dennoch nichts an der Freundschaft zu Yusuke und an ihrer Beziehung ändern möchte. Sie will weitermachen wie bisher. Auch Yusuke stimmt dem zu. Doch er verkündet auch gleichzeitig, dass sie sich keine Sorgen um ihn machen soll. Er wird es bis zum Frühling schaffen, ein Frauenschwarm zu werden und eine eigene Freundin zu haben!

Doch leichter gesagt als getan, denn seit Yusuke klar ist, dass Misao bald heiraten wird, wird er in seinen Träumen von Sex-Fantasien verfolgt, indem sich Misao ihrem zukünftigen Mann hingibt. Empfindet er doch mehr für Misao als er eigentlich gedacht hätte?

Eigene Meinung
„Bin ich nicht sexy“ ist eigentlich etwas untypisch für Ryuta Amazume. Zwar sieht man allerlei Panty-Shots und Höschen aber der eigentliche Geschlechtsverkehr spielt sich nur in Yusukes Fantasie ab. Damit steht der Akt an sich diesmal nicht unbedingt im Mittelpunkt des Geschehens, auch wenn er natürlich immer präsent ist. In erster Linie geht es um die Beziehung zwischen Yusuke und Misao sowie dem Versuch, eine eigene Freundin trotz der anhänglichen Misao zu erobern.

Die Zeichnungen sind nicht so extrem anzüglich, wie man es von Ryuta Amazume gewohnt ist. Dennoch bietet die Geschichte wenig Überraschungen. Die Entwicklung kann der Leser schon sehr früh erahnen und entspricht damit dem Stereotyp.

© Izumi Mikage

Ryuta Amazume präsentiert: Bin ich nicht sexy!?: © 2005 Ryuta Amazume, Hakuensha / Planet Manga

Billy Bat

Name: Billy Bat
Englischer Name: Billy Bat
Originaltitel: Billy Bat
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2009
Deutschland: Carlsen 2012
Mangaka: Naoki Urasawa / Takashi Nagasaki
Bände: 20 Bände
Preis pro Band: 8,95 €

Billy Bat Band 1Story
Kevin Yamagata ist Amerikaner japanischer Abstammung. Gegen Ende der 1940er-Jahre lebt und arbeitet er in den Staaten als Comiczeichner. Mit seiner Serie rund um den Fledermaus-Privatdetektiv „Billy Bat“ hat er den großen Durchbruch erzielt und erfreut sich bester Verkaufszahlen. Er führt im Grunde ein sorgenfreies Leben, von Deadlines und dem langsam aufziehenden Kalten Krieg, der sich laut Verlagsorder in den Comics widerspiegeln soll, einmal abgesehen.

Doch eines Tages soll sich alles ändern. Ein Besucher meint, den Hauptcharakter der „Billy Bat“-Comics schon einmal gesehen zu haben. Aus persönlichen Gründen möchte Kevin aber auf keinen Fall ein Plagiat veröffentlichen, noch nicht einmal aus Versehen. Aus diesem Grund reist er nach Japan, wo sich angeblich der Ursprung der schwarzen Fledermaus befinden soll. Da die Alliierten in Tokyo stets Bedarf an Zweisprachigen haben, die als Dolmetscher fungieren können, tritt Kevin noch einmal der Army bei, allein schon, damit er sich nur so in Japan frei bewegen kann.

Schnell führt ihn seine Suche tatsächlich zu einem Ergebnis. In den Archiven des OSS findet er in einem Band tatsächlich eine Zeichnung, die seiner eigenen Schöpfung verblüffend ähnlich sieht. Laut Informationen seines Kumpels Charlie Bei der schwarzen Fledermaus handelt es sich um das Erkennungszeichen einer Geheimorganisation, nach der die amerikanische Armee sucht. Die Dinge entwickeln sich schlecht, beim Essen versucht Charlie Kevin mit dem Wissen um die schwarze Fledermaus zu erpressen. Doch bevor es zu einer Handgreiflichkeit kommen kann, wird Kevin schwarz vor Augen. Als er wieder zu sich kommt, ist Charlie tot und alles deutet auf Kevin als Täter hin. Das Buch mit der Fledermaus ist dagegen verschwunden.

Kevin ist verwirrt und bekommt es mit der Angst zu tun. In diesem Chaos der Gefühle geht er auf das Angebot einer Gruppe Schwarzhändler ein, die die Leiche unauffällig entsorgen wollen.
Doch damit fangen Kevins Probleme erst an. Am nächsten Tag steht die CIA in seinem Quartier, um ihn zu den Umständen des mysteriösen Verschwindens von seinem Kameraden Charlie zu befragen – und nach dem Dokument, das aus dem Archiv verschwunden ist. Und dann entdeckt er auch noch den Ursprung „seiner“ Fledermaus in einer Zeichnung an einem Brückenpfeiler.
Es scheint, dass viel mehr Parteien hinter der schwarzen Fledermaus her sind. Ehe sich’s Kevin versieht, ist er mitten in einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßes…

Billy Bat Band 2Eigene Meinung
Lange musste auf das neue Werk von Naoki Urasawa gewartet werden. Es hat sich gelohnt. Mit „Billy Bat“ ist ihm ein gnadenlos spannender und vielschichtiger Thriller gelungen. Auf geschickte Art und Weise verwebt er darin die Geschichten aus den „Billy Bat“-Comics mit der Erlebnissen des japanischstämmigen Amerikaners Kevin Yamagata. Was mit der Suche nach einem Ursprung begann, zieht schnell weite Kreise und umfasst bald nicht nur Teile des Militärs, sondern auch den Geheimdienst und den japanischen Untergrund. Am unwissensten ist dabei der Protagonist selbst, der kaum weiß, wie ihm geschieht, während er unversehens von einer brenzlichen Situation in die nächste katapultiert wird. Kevin – und der Leser – müssen sich fragen, wem sie noch trauen können, Freunde entpuppen sich als Verräter und Hilfe kommt von ungeahnter Seite. Und alles dreht sich scheinbar um die kleine schwarze Fledermaus.

Mit gewohnt schnörkellosen und solidem Zeichenstil wird diese Geschichte gekonnt ins Szene gesetzt. Im krassen Kontrast zu den Manga-Szenen stehen die eingestreuten Comic-Stories, die dem amerikanischen Stil entsprechend, aber nicht weniger lesenswert sind.
Von dieser Serie kann man kaum genug bekommen.

© Rockita

Billy Bat: © 2009 Naoki Urasawa, Takashi Nagasaki Kodansha / Carlsen

Nisekoi

Name: Nisekoi
Englischer Name: Nisekoi: False Love
Originaltitel: Nisekoi
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2011
Deutschland: KAZÉ 2014
Mangaka: Naoshi Komi
Bände: 25 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Nisekoi Band 1Story
Raku Ichijo ist der einzige Sohn des Oberhauptes des Shuei-Klans, einer berüchtigten und gefürchteten Yakuzabande. Doch auch wenn sein Vater versucht, Raku zu überreden, in seine Fußstapfen zu treten, liegt ihm nichts ferner. Raku ist in Wirklichkeit alles andere als angsteinflößend oder gefährlich. Kämpfen geht er eher aus dem Weg. Zudem ist er nicht sonderlich muskulös oder stark. Raku ist vielmehr ein Romantiker und Träumer. In seiner Kindheit hatte er eine Sandkastenfreundin. Die Erinnerung an sie ist schon sehr verblasst, sodass er weder Gesicht oder Namen noch kennt. Doch er weiß, dass er damals ein Versprechen gegeben hat. Sie versprachen sich, einander zu heiraten, sobald sie sich wiedersehen würden. Als Beweis schenkte sie ihm ein Schloss an einer Halskette. Sie selbst behielt den Schlüssel als Erkennungsmerkmal. Auch wenn Raku das Schloss jeden Tag bei sich trägt und verzweifelt nach dem Mädchen sucht, hat er sie bisher nicht wieder gefunden. Umso mehr hofft er, dass seine Schulkameradin Kosaki die Sandkastenfreundin von damals ist. Raku ist heimlich in sie verliebt, hat sich bisher aber nicht getraut, sie drauf anzusprechen.

Als wäre sein Alltag daher nicht chaotisch genug, wird sein Leben plötzlich noch mehr auf den Kopf gestellt. Seitdem eines morgens aus heiterem Himmel die neue Mitschülerin Chitoge über den Schulzaun gesprungen kam und brutal auf Raku landete, geraten die beiden immer aneinander. Chitoge und Raku sind wie Katze und Hund. Sie können sich nicht über den Weg laufen, ohne dass beide in Streit ausbrechen.

Umso schlimmer ist es, dass auch zu Haus plötzlich alles drunter und drüber geht. Nicht mal nach der Schule hat Raku nun seine Ruhe, denn momentan mischt eine neue Gang das Viertel der Yakuza mächtig auf. Bevor die Situation eskaliert und es zu Mord und Totschlag kommt, fasst Rakus Vater einen Entschluss. Wenn Raku und die Tochter der Gang ein Liebespaar werden würden, dann würde auch Frieden zwischen den Fronten herrschen. Für Rakus Vater steht die Entscheidung fest. Raku hat also gar keine andere Wahl, wenn er und seine Familie am Leben bleiben möchten. Doch als er sieht, dass die Tochter der Gang die „Brutalobraut“ Chitoge ist, sträubt sich alles in ihm dagegen. Drei Jahre muss er nun in und außerhalb der Schule so tun, als wäre er mit Chitoge zusammen. Dabei darf Kosaki nichts davon mitbekommen, schließlich könnte sie Rakus große Liebe sein. Das Geheimnis zu wahren, entpuppt sich allerdings als ziemlich schwer, denn Chitoges Leibwächter Claude wittert, dass an der Liebesgeschichte etwas faul sein könnte. Droht die Tarnung aufzufliegen und Rakus Welt im Chaos zu versinken?

Nisekoi Band 2Eigene Meinung
Die Serie „Nisekoi“, die ursprünglich als One-Shot geplant war, hat in Japan bereits einen riesen Erfolg und wurde sogar schon als Roman, Anime und Videospiel adaptiert. Dabei ist die Liebeskomödie um den Jungen Raku auch mehr als unterhaltsam. „Nisekoi“ bietet allerlei Situationskomik. Witzig sind nicht nur die ständigen Streitereien zwischen ihm und Chitoge, sondern auch Rakus Familie – die Yakuza. Diese geben sich in den eigenen vier Wänden nämlich gänzlich anders als erwartet. Ihre Darstellung und ihr nahezu kindliches Benehmen lösen beim Leser schon den ein oder anderen Lachanfall aus.

Auch der Zeichenstil von „Nisekoi“ kann überzeugen. Dieser entspricht zwar nicht dem typischen Stil eines Shojo-Manga, ist aber dennoch sehr anschaulich. Die Handlung und die Dynamik kommen gut zur Geltung. Lediglich die Kontraste hätten etwas feiner ausgearbeitet werden können. Manchmal fehlt den Zeichnungen etwas die Tiefe.

Die Handlung von „Nisekoi“ ist sicherlich nicht neu und erinnert ein wenig an Werke, wie „Love Hina“. Beide Serien handeln von einem Jungen, der in seiner Kindheit einem Mädchen ein Versprechen gegeben hat. Sie verloren sich aus den Augen. Der Junge sucht nun nach seiner Sandkastenliebe und trifft letztendlich zwei Mädchen, die es sein könnten. Jedoch ist die Story drum herum sehr erfrischend. Raku, der überhaupt nicht dem Bild eines Yakuzas entspricht und die geschauspielerte Liebe zwischen ihm und Chitoge sind wahre Schlüsselelemente, die die Geschichte ausmachen.

Negativ anzumerken ist jedoch, dass gleich im ersten Band enthüllt wird, wer den Schlüssel zu Rakus Schloss hat und somit die Sandkastenfreundin ist! Das wäre doch sehr früh, da damit der Spannungsbogen bereits ausgereizt wäre. Bleibt abzuwarten, ob der erste Eindruck täuscht und doch noch einige Überraschungen auf den Leser zukommen.

Nisekoi © 2011 Naoshi Komi, Shueisha/Kazé

Big Order

Name: Big Order
Englischer Name:
Originaltitel: Big Order
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2011
Deutschland: EMA 2014
Mangaka: Sakae Esuno
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 7,50 €

Big Order Band 1Story
Jeder hat seine kleinen Geheimnisse. Im Fall des Oberschülers Eiji Hoshimiya, ist das Geheimnis allerdings eine Nummer größer. Gut zehn Jahre zuvor, als sechsjähriger Knirps, hat er sich nichts weniger als den Weltuntergang gewünscht. Dass sich dieser Wunsch damals beinahe vollständig in die Tat umsetzte, verdankte er einer besonderen Fähigkeit, die er extra zu diesem Zweck von dem mysteriösen Feen-Wesen Daisy verliehen bekam. Selbstverständlich war es ein Unfall, dass durch Eijis Kraft ein Teil der Welt in Schutt und Asche gelegt wurde – dennoch hat dieser Vorfall den Jugendlichen bis zum jüngsten Tag geprägt: Er gilt als verschlossen und eigenbrötlerisch, auch seine besondere Fähigkeit hat er seither nie mehr eingesetzt.

Die Welt hingegen hat sich seit jenem Vorfall drastisch verändert. Japan fiel quasi auf den Status eines Entwicklungslands zurück und wird von einer UN-Übergangsregierung beherrscht. Immer mehr Menschen mit Spezialfähigkeiten tauchten auf. Sie wurden schließlich „Order“ (engl. für Befehl oder Bestellung) genannt, da es ihre Wünsche waren, die das Wesen Daisy anlockten, das ihnen daraufhin die Kraft verlieh, diese Wünsche in die Tat umzusetzen. Bald nutzten jedoch einige dieser Spezialbefähigten ihre neue Macht aus, um beispielsweise Verbrechen zu begehen. Dies ließ die Reputation aller „Order“ sinken und sorgte dafür, dass viele von ihnen ihre Fähigkeiten geheim hielten.

So lebt auch Eiji seinen normalen Schulalltag – bis sich eines Tages mit dem Auftauchen einer neuen Mitschülerin sein Leben für immer ändern soll. Rin Kurenai sieht aus wie ein bildhübsches Mädchen, das kein Wässerchen trüben kann. In Wirklichkeit ist sie jedoch ausgebildete Soldatin und kennt nur ein Ziel: sich sn den Verantwortlichen für den Tod ihrer Eltern zu rächen, die zehn Jahre zuvor bei einem Brand ums Leben kamen, der durch Eijis Wunsch ausgelöst wurde!

Schnell zeigt sich Eiji, dass Reden sinnlos ist. Da Rin nicht nur regelrecht besessen von ihren Rachegelüsten ist, sondern auch noch über die Order-Fähigkeit der Regeneration verfügt, also unsterblich ist, bleibt auch Eiji nichts anderes übrig, als seine Order-Kraft einzusetzen.. Dabei zeigt sich, dass seine Erinnerungen an die Ereignisse von vor zehn Jahren falsch sind. Nicht den Untergang der Welt hatte er sich damals gewünscht, sondern ihre Beherrschung. Daher kann er mit seiner Kraft alles und jeden kontrollieren, das oder der sich in seinem Territorium befindet.

Big Order Band 2Diese besondere Order-Fähigkeit, der „Bind Dominator“, ist eine gefragte Kraft, die bereits die Aufmerksamkeit der undurchsichtigen Versammlung der Zehn. Die gehören eigentlich zur UN-Übergangsregierung für Kyushu, verfolgen aber eigentlich ihre eigenen Ziele. Und in denen spielt Eiji eine entscheidende Rolle…

Eigene Meinung
Nach der Erfolgsserie „Mirai Nikki“ kommt nun auch die aktuelle Serie von Sakae Esuno nach Deutschland. Nachdem in der letzten Serie eine kleine Gruppe mit nahezu identischen Fähigkeiten (zwölf Personen mit einem Zukunftstagebuch) wurde für diese Action-Serie der Rahmen und damit die Möglichkeiten erweitert. Plötzlich schießen Leute mit besonderen Spezialfähigkeiten aus dem Boden, was die meisten zu ihrem eigenen Vorteil nutzen wollen. Protagonist Eiji hat ungünstigerweise eine besonders begehrte Fähigkeit und wird unversehens zum Spielball in einer Verschwörung um die Macht in der Welt. Schnell steht der Oberschüler, der eigentlich nur ein ruhiges Leben für sich und seine Schwester wollte, vor der Entscheidung, dem Teufel die Hand zu reichen oder von ihm benutzt zu werden.

Diese Ausgangslage – zusammen mit der bereits in Aussicht gestellten Zahl von nicht weniger als 2000 Ordern mit ebenso vielen Fähigkeiten – bietet schon einiges an Spannungspotenzial. Da stört es auch nicht weiter, dass nur so am Rande geklärt wird, wie die Order ihre Kräfte erhielten und der Grund dafür überhaupt keine Rolle spielt. Dafür geht es aber flott zur Sache. Wenn der Autor diese Geschwindigkeit annähernd aufrecht erhalten kann – Respekt, dann kann man noch einiges erwarten.

Optisch dagegen hätte sich der Zeichner durchaus etwas mehr Mühe geben können, das Charakterdesign zu variieren, Vor allem die beiden Hauptcharaktere sehen ihren Pendants aus „Mirai Nikki“ zum Verwechseln ähnlich. Aber auch, was die Gesichtszüge angeht, wäre ein wenig Abwechslung nicht schlecht. Sei es Verlegenheit oder zartes Lächeln vor allem der kleinen weiblichen Charaktere – fast abpausbar sind sie.

Ähnlich kreativ war übrigens auch der Übersetzer, der das ehrerbietige Höflichkeitssuffix „-sama“ durchgängig mit „werte/r XY“ umschreibt. Wenn man sich schon dafür entscheidet, das Suffix zu übersetzen, könnte man wenigstens etwas Abwechslung schaffen… Das nur am Rande. Zusammengefasst steht nichts einem Erfolg auch dieser Serie entgegen, Man darf gespannt sein.

© Rockita

Big Order: © 2011 Sakae Esuno, Kadokawa Shoten / EMA

Bibliotheca Mystica

Name: Bibliotheca Mystica
Englischer Name: The Mystic Archives of Dantalian
Originaltitel: Bibliotheca Mystica de Dantalian
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2010
Deutschland: EMA 2012, 2017
Mangaka: Character-Design: G Yusuke (Green Wood)
Story: Gakuto Mikumo
Zeichnungen: Chaco Abeno
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,99 € (Band 1)
7,00 € (Band 2-5)
30,00 € (Luxury Edition)

Bibliotheca Mystica Band 1Story
“Bibliotheca Mystica” handelt von dem kleinen Mädchen Dalian. Sie ist nicht nur leichenblass, hat rote Augen und einen ausgefallenen Kleidungsstil, sondern sie trägt auch ein schwere Bürde mit sich – sie ist die Hüterin der magischen Bücher, welche böse Mysterien in sich verschließen und großen Schaden anrichten können, wenn sie in die falschen Hände geraten. Zusammen mit dem jungen Mann Huey macht sie sich auf die Suche nach den Büchern.

So erreicht Huey eines Tages ein seltsamer Brief, der eigentlich an seinen verstorbenen Großvater gerichtet ist. Der berühmte Auto Lenny Lents bittet darin um Hilfe vor dem Bann des mysteriösen Buches, in dem er gefangen ist. Das Seltsame daran ist, dass Lenny Lents bereits vor einem halben Jahr gestorben ist und dies sogar groß in den Medien publiziert wurde.

Für Dalian ist dies ein Wink des Schicksals, denn wie es der Zufall so möchte, hat sie gerade die beiden Bände „Die Burg der Wölfe“ von Lenny Lents regelrecht verschlungen. Doch das Ende blieb offen, wodurch Dalian unbedingt ein drittes Band vom Autor fordern muss, da noch keines erschienen ist. So brechen die Beiden zum Anwesen der Lents auf. Dort angekommen, treffen sie draußen vor dem Hauseingang auf eine Frau. Ihre Kleidung ist blutgetränkt, sie wirkt allerdings alles andere als verstört. Die Unbekannte stellt sich als Ehefrau von Lenny Lents vor, die ebenfalls von „Die Burg der Wölfe“ begeistert ist. Doch auf die Bitte, Herrn Lents persönlich zu treffen, reagiert sie zunächst abweisend. Nach einem weiteren Gespräch über die Bücher von Herrn Lents, stimmt sie jedoch zu, morgen Nachmittag ein Treffen zu arrangieren.

Bibliotheca Mystica Band 2Damit verabschiedet sich Dalian und Huey erst einmal. Doch im vorbeigehen sehen sie einen auffälligen Schuppen, der von außen mit einem Balken abgesperrt zu sein scheint. Sie beschließen in der Nacht wiederzukommen und den Schuppen zu untersuchen. Gesagt, getan – und so verschaffen sich Dalian und Huey nachts Zugang zum Schuppen. Doch was sie darin finden, lässt sie schaudern. In einer riesigen Blutlache liegt eine unbekleidete Frau, neben ihr ein enthaupteter nackter Männerkörper. Die nackte Dame ist allerdings völlig unbeeindruckt von dem Besuch und scheint nicht panisch zu sein. Sie erklärt, dass sie von einer Frau namens Paula gefangen gehalten wird. Sie ist ein fanatischer und krankhafter Fan von „Die Burg der Wölfe“ und gibt sich als Ehefrau von Lenny Lents aus. Doch die wahre Ehefrau sei sie selbst, Latescha Lents. Dann stellt sie ihre letzte Bitte – Huey soll vor Abenddämmerung wiederkehren und Lenny befreien!

Eigene Meinung
„Bibliotheca Mystica” besteht aus dunklen und mystischen Geschichten über die Macht magischer Bücher, die selbst Tote erwecken können. Dabei spart das Manga nicht an gewaltvollen oder blutigen Szenen, die den Leser einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Dalian hingegen ist ein fast schon niedliches und naives kleines Mädchen mit vielen kindlichen Zügen. Sie wirkt wie eine verwöhnte und verfressene Göre aus reichem Hause. Sie schafft es in all den düsteren Erzählungen ein bisschen Humor hineinzubringen. Letztendlich fehlt es dem ersten Band vor allem an Handlungstiefe. Die Geschichten sind zwar ausgefallen, aber auch sehr verstörend. Fans von Serien wie „Elfenlied“ oder „Hellsing“ könnten hier allerdings auf ihre Kosten kommen.

© Izumi Mikage

Bibliotheca Mystica: © 2012 Gakuto Mikumo & Chako Abeno, Kadokawa Shoten/ EMA

Beyblade: Metal Fusion

Name: Beyblade: Metal Fusion
Englischer Name: Beyblade: Metal Fusion
Originaltitel: Metal Fight Beyblade
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2009
Deutschland: EMA 2010
Mangaka: Takafumi Adachi
Bände: 11 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Beyblade: Metal Fusion Band 1Story
Der Grundschüler Kenta Yumiya ist ein totaler Fan von Beyblade. Bei dieser neuen Kultsportart kämpft man mit Hightech-Kreiseln, sogenannten Beys. In jeder freien Minute gehen Kenta und seine Freunde zu ihrem geheimen Trainingsplatz neben einer Brücke, um Übungskämpfe miteinander auszutragen.

Eines Tages taucht eine Gruppe übler Face Hunter auf. Diese Fieslinge lieben es, mit ihren eigenen mächtigen Beyblades anzugeben. Sie zwingen Schwächere gegen sie anzutreten und kassieren nach ihrem Sieg die Beys ihrer Verlierer ein. Kentas Freunde ereilt dieses Schicksal. Und auch Kenta selbst steht schnell kurz davor seinen geliebten Bey „Sagittario“ zu verlieren, als plötzlich aus heiterem Himmel ein Junge mit flammend roten Haaren und Bandana-Stirnband von der Brücke mitten auf den Übungsplatz fällt und dadurch den Kampf unterbricht. Das schreit nach einer Wiederholung des Kampfs. Da er Kentas Angst und Sorge bemerkt, gibt der Neuankömmling dem Jüngeren einen wichtigen Tipp für den Fight: Das wichtigste ist, seinen Bey als Freund anzusehen und ihn mit ganzem Herzen anzufeuern! Tatsächlich schafft es Kenta, dank dieser Hilfe den Face Hunter zu besiegen. Von diesem Augenblick an sind er und Gingka, der Bandana-Junge, gute Freunde.

Doch diese Freundschaft beschwört neue Probleme herauf. Denn schnell zeigt sich, dass Gingka kein normaler Beyblader ist und noch dazu einen einzigartigen Bey besitzt, hinter dem viele her sind. Kyoya, seines Zeichen Anführer der Face Hunter, nimmt kurzerhand Kenta als Geisel, um Gingka anzulocken. Aber damit nicht genug, hetzt er auch noch seine 100 Untergebenen gleichzeitig auf den Blader mit dem Bandana. Doch Gingka ist zusammen mit seinem Bey „Pegasus“ über alle Tricks erhaben und schafft es sogar Kyoyas Bey „Leone“ zu schlagen. Damit erwirbt er sich auch den Respekt des Face Hunter Bosses und somit einen neuen Verbündeten und ständigen Rivalen.

Beyblade: Metal Fusion Band 2Freunde kann Gingka gut brauchen. Schon bald tauchen dunkle Gestalten in der Stadt auf, die Dark Nebula – Halunken, die Beyblades für bösartige Zwecke missbrauchen. An deren Spitze steht der skrupellose Ryuga, der sich einst den verbotenen Bey „L-Drago“ zu eigen machte. Werden Gingka und seine Freunde den Bösen das Handwerk legen können?

Eigene Meinung
„Beyblade: Metal Fusion“ (im Original: „Metal Fight Beyblade“) ist eine weitere Serie aus dem Universum rund um die Battle-Kreisel. Die Handlung dreht sich um einen Helden, der mit seinem Beyblade befreundet ist und daher haufenweise Siege einfährt und dessen Freunde. Zusammen müssen die Jungs sich gegen eine Horde Fieslinge zur Wehr setzen, die ihre Blades dazu benutzen, sich selbst mehr Macht zu verschaffen und Schwächere zu quälen oder die Kreisel für andere unlautere Zwecke missbrauchen. Beide Seiten verfügen dabei über besondere Kreisel mit ebenso besonderem Innenleben: besondere Wesen, die die Beys verstärken, diesmal nach den Sternzeichen des Tierkreises benannt. Das mag alles überspitzt formuliert sein, trifft aber letztlich den Kern der Sache. Wirklich neu ist kaum etwas an dieser Serie. Sicher, es gibt einige neue Charaktere, doch deren Charaktertypen entsprechen auch zum großen Teil denen der vorangegangenen Serien. Für kleine Gag-Einlagen sorgt u.a. ein Hund, der mit einem Beyblade umgehen kann. Aber auch das ist nicht gerade revolutionär.

Positiv für die unter Zwölfjährigen: Es gibt massig spannende Fights gegen immer stärkere Gegner. Ansonsten gibt es zu dieser Serie, zu der es im Übrigen einen Anime mit mittlerweile drei Staffeln (zwei in Deutschland) gibt, im Grunde nicht zu sagen. Die Kids und die Beyblade-Fans werden sie schon lesen – und wenn nicht, wird der Verlust durch die Mehreinnahmen beim Merchandising wieder ausgeglichen.

© Rockita

Beyblade: Metal Fusion: © 2009 Takafmi Adachi, Shogakukan / EMA

Erica Sakurazawa startet Terrific!

Between the SheetsDie offizielle Homepage des „Office You“-Magazins von Shueisha kündigt an, dass die Mangaka Erica Sakurazawa einen neuen Manga starten wird. In der Dezember-Ausgabe des Magazins, welche am 23. Oktober erscheint, wird der neue Titel Terrific! starten.

In dem neuen Manga geht es um Mina, die Innenarchitektin werden möchte und diese Ausbildung bei ihrer Mutter beginnt.

Seit Mai 2014 veröffentlicht die Mangaka im „Feel Young“-Magazin auch noch die Serie „Ballets Russes: Paris o Nekkyō Saseta Russia-jin“.

Hierzulande ist Erica Sakurazawa durch ihre Veröffentlichungen bei Tokyopop bekannt. So erschienen zwischen 2005 und 2006 die Serien „Between the Sheets“, „Angel“, „Angel Nest“, „The Rules of Love“, „Nothing but loving you“, „The Aromatic Bitters“ und „Angel Town“ unter dem Titel Erica Sakurazawa – Works.

Quelle: ANN

Loveless wird im Herbst fortgesetzt

Loveless Band 1In Japan erschien in den letzten Tagen ein Fanbook zu der Serie Loveless von Yun Kouga. Darin wurde ein Interview mit der Mangaka abgedruckt. In diesem Interview gibt sie bekannt, dass ihre derzeit pausierende Serie Loveless im Herbst wieder fortgesetzt werden soll. Ursprünglich sollte die Serie nur fünf Bände umfassen. Mittlerweile sind jedoch seit 2001 schon zwölf Bände in Japan erschienen. Sie plant noch weitere zwei bis drei Bände zu veröffentlichen.

Hierzulande wird die Serie seit 2006 bei EMA vertrieben. Anfang Oktober wird der 12. Band erscheinen.

Quelle: ANN

Beyblade

Name: Beyblade
Englischer Name: Beyblade
Originaltitel: Bakuten Shoot – Beyblade
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2000
Deutschland: Planet Manga 2003
Mangaka: Takao Aoki
Bände: 14 Bände (nach Band 5 in Deutschland eingestellt)
Preis pro Band: 5,00 €

Beyblade Band 1Story
Wie den Meisten bereits aus dem berühmten Anime dieser Serie bekannt sein dürfte, geht es in „Beyblade“ um den Jungen Tyson, der der beste Spieler des gleichnamigen Spiels werden möchte. Dafür trainiert er täglich sehr hart und lässt seine Strategien und Kampftechniken von seinem Kumpel Kenny analysieren. Die Spielregeln an sich sind einfach – bezwinge deinen Gegner indem du deinen Hightech-Kreisel, genannt Beyblade, gegen den deines Gegners antreten lässt und diesen mit geschicktem Vorgehen aus dem Kampfring beförderst.

Eines Tages hört Tyson von den bösartigen Machenschaften der „Blade Sharks“. Ein Anhänger dieser Gruppe stielt Tysons Schulkameraden die Beyblades, sobald diese in einem Kampf verloren haben. Das kann Tyson, der an seiner Schule ungeschlagener Meister ist, nicht zulassen, sodass er schnell zur Hilfe eilt. Doch auch ihm ergeht es nicht besser. Er wird von dem Jungen der „Blade Sharks“ buchstäblich überrannt und verliert das Duell haushoch. Von seinem Beyblade entledigt, möchte Tyson am liebsten ausrasten vor Wut, doch als er dem Jungen der Blade Sharks hinterher rennen möchte, wird er von einem unbekannten verhüllten Mann angerempelt, der ihn auffordert, seine Differenzen mit Hilfe eines erneuten Duells auszutragen anstatt mit Fäusten. Doch eher Tyson nach dem Namen des mysteriösen Kerls fragen kann, schleudert dieser einen Beyblade auf Tyson. Für einen kurzen Moment abgelenkt, nutzt der Unbekannt seine Chance und verschwindet. Zurück bleiben nur Tyson und ein Beyblade mit einem blauen Drachen darauf, den Tyson als Geschenk betrachtet und an sich nimmt. Schnell bemerkt er, dass dieser Beyblade um einiges stärker und schneller ist als sein vorheriger, sodass er mit seinem Beyblade „Dragoon“ den Jungen der „Blade Sharks“ erneut herausfordert. Seine Bedingung ist, dass er bei einem Sieg von Tyson alle gestohlenen Beyblades aushändigen muss. Indem Tyson im Duell seinen Beyblade hoch in die Luft schießt, gewinnt dieser durch den Fall an enormer Geschwindigkeit, sodass er seinen Gegner hochkant aus dem Ring befördert.

Beyblade Band 2Nach einiger Zeit trifft Tyson erneut auf seinen großzügigen unbekannten Beyblade-Spender, der ihm erklärt, dass in seinem Beyblade eine mysteriöse alte Kraft der Götter innewohnt. Es gibt vier Tier-Gottheiten, die sich in den Beyblades eingenistet haben –der blaue Drachen des Ostens, der Phönix des Südens, der weiße Tiger des Westens und die Drachenschildkröte des Nordens. In ihnen wohnt eine immense und geheimnisvolle Macht. Der Drachen des Ostens befindet sich nun in Tysons Besitz. Doch Tyson ahnt Böses, als er hört, dass sich der Phönix in Kais Gewalt befindet, dem Anführer der „Blade Sharks“!

Eigene Meinung
„Beyblade“ ist eine sehr bekannt Serie, die vor allem im deutschen Fernsehen mit der Anime-Serie großen Ruhm erlangt hat. Insgesamt ähnelt es vom Stil her Serien wie „Pokémon“ oder „Yu-Gi-Oh“ und ist damit hauptsächlich für das jüngere Publikum geeignet. besonders tiefsinnig ist die Handlung von „Beyblade“ leider nicht. Dafür überzeugt sie durch dynamische Bilder und Kampfszenen zwischen den Beyblades. In Deutschland wurde die Veröffentlichung des Manga mit Band fünf von insgesamt zwölf Bänden eingestellt.

© Izumi Mikage

Beyblade: © 2000 Takao Aoki, Shogakukan/Planet Manga

Between the Worlds

Name: Between the Worlds
Englischer Name: Between the Worlds
Originaltitel: Yamamoto Zenjirou to Moushimasu
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2007
Deutschland: Tokyopop 2009
Mangaka: Yoko Maki
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 6,50 €

Between the Worlds Band 1Story
Die zehnjährige Hotate ist ein Waisenkind. Ihre Mutter ist vor einiger Zeit gestorben und ihren Vater hat sie nie kennen gelernt. Bisher hat sie bei ihrer Oma gelebt, doch diese ist inzwischen zu alt. Sie kann sich nicht mehr um Hotate kümmern und überträgt die Verantwortung daher Hotates Onkel Zenjiro. Dieser scheint ein netter Kerl zu sein. Er freut sich wahnsinnig darüber Hotate ab sofort großziehen zu dürfen.

Gemeinsam fahren sie zu Zenjiros Wohnort auf dem Land. Es ist eine sehr schöne und idyllische Gegend. Empfangen werden sie von Makoto. Er ist ein Student, der ebenfalls bei Zenjiro lebt. Das kann ja wirklich lustig werden. Während der Begrüßung fällt ihnen auf, dass ein Mann des Dorfes mal wieder mit dem Bild seiner verstorbenen Frau auf der Parkbank sitzt. Hotate geht zu ihm hin. Sie teilt ihm mit, dass seine Frau sich gelbe Blumen wünscht. Die selben Blumen, die er ihr bei ihrer ersten Begegnung geschenkt hat. Der Mann schaut Hotate irritiert an. Aber es stimmt. Er schenkte seiner Frau damals gelbe Wicken und seither hat er ihr diese zu jedem Hochzeitstag geschenkt. Doch seit ihrem Tod sind selbst die Blumen im Garten verwelkt. Doch er wird ihr sofort Blumen kaufen gehen. Hotate lächelt ihn an und geht. Verwirrt schaut der Mann ihr nach. Woher konnte sie das wissen? Seltsames Mädchen.

Nun läuft sie zurück zu Zenjiro und Makoto. Die beiden hatten sich schon Sorgen gemacht, doch Hotate ist gut gelaunt. Denn sie hat das Gefühl etwas Gutes getan zu haben. Zenjiro kündigt an, dass sie sich nun auf den Weg zu ihrem Schloss machen. Dort angekommen stellt sich heraus, dass es zwar kein Schloss ist aber ein riesiges Haus aus Holz. Hotate ist begeistert. Sie bekommt sogar ein eigenes Zimmer. Es ist ein Haus umgeben von purer Natur. Zenjiro lebt von der Natur. Er erklärt ihr, dass sie hier so leben kann wie sie will. Das freut Hotate, denn ihre Oma hat einmal zu ihr gesagt, da Dinge die für Hotate normal sind, für andere nicht normal sind. Und deswegen müsse sie aufpassen, wem sie was erzählt.

Makoto erzählt ihr, dass Zenjiro schon seit Ewigkeiten alleine hier lebt. Er hatte früher mal eine Freundin, die er auch heiraten wollte aber die Eltern waren dagegen. Also ist er einfach hier in den Wäldern geblieben. Makoto findet das ziemlich dämlich, denn es gibt ja noch mehr Frauen. Hotate findet das gar nicht so dumm. Sie erzählt Makoto, dass Zenjiros Freundin damals an einer Krankheit gestorben ist und die beiden deswegen nicht heiraten durften. Makoto schaut sie erstaunt an und fragt sie woher sie das weiß, doch Hotate antwortet nicht darauf.

Between the Worlds Band 2Dann ist es so weit. Hotates erster Tag an ihrer neuen Schule. Sie freut sich schon richtig und hofft viele Freunde zu finden. Sie wird von ihrer Lehrerin begrüßt und zu ihrer Klasse geführt. Auf dem Weg dorthin erzählt Hotate, dass es an dieser Schule aber viele Geis……! Sie kann diesen Satz gar nicht zu ende aussprechen, da wird sie von der Lehrerin gepackt und beiseite gezogen. Die Lehrerin erklärt ihr, dass sie solche Sachen nicht laut aussprechen darf. Die anderen Kinder würden sie komisch finden und hänseln. Hotate ist darüber sehr traurig, denn sie dachte sie kann hier so leben wie sie es möchte.

Nach der Schule geht Hotate enttäuscht nach Hause. Sie geht in ihr Zimmer. Dann hört sie jemanden von draußen rufen. Sie schaut aus dem Fenster und sieht einen Jungen. Er stellt sich mit dem Namen Hayami vor und er sagt dass er in ihrer Klasse ist. Er fragt ob sie nicht zusammen spielen möchten. Sie solle an dem Baum vor ihrem Fenster hinunter klettern. Gemeinsam ziehen sie los.

In der Zwischenzeit schaut Zenjiro in Hotates Zimmer und bemerkt, dass sie nicht da ist. Er und Makoto fangen an sich Sorgen zu machen. Gemeinsam gehen sie auf die Suche. Als sie Hotate finden, sitzt ihnen der Schreck in den Knochen. Hotate steht auf einer Brücke und es sieht so aus als würde sie hinunter springen wollen. Zenjiro stürmt los, packt Hotate und schließt sie in die Arme. Er fragt sie warum sie das tun wollte und ob es so schlimm ist, dass sie nun bei ihm lebt. Hotate schaut ihn irritiert an. Sie wollte doch gar nichts schlimmes tun. Sie wollte nur mit ihrem Freund Hayami spielen, der da unten am Flussufer wartet. Zenjiro und Makoto schauen hinunter, können aber niemanden sehen.

Hotate fängt an zu weinen und fragt ob sie wirklich so komisch ist? Seit sie ganz klein ist, kann sie Geister sehen und wenn sie jemanden berührt, kann sie deren Gedanken lesen. Das ist auch der Grund warum ihre Oma sie weggegeben hat. Sie hatte Angst vor Hotate. Das konnte sie in ihrem Gedanken lesen. Zenjiro fragt sie, ob sie auch seine Gedanken lesen kann? Hotate antwortet, dass sie es schon längst weiß. Sie weiß das er ihr richtiger Vater ist, denn sie kann ihre Mutter immer bei ihm sehen. Wird Hotate trotz ihrer Begabung Freunde finden? Kann sie vielleicht auch anderen Menschen damit helfen?

Eigene Meinung
“Between the Worlds“ ist mal wieder ein Meisterwerk der Künstlerin Yoko Maki. Ich finde wirklich, dass ihre Mangas sich von anderen Shojo Mangas unterscheiden. Denn ihre Storys sind wirklich tiefgründig. Es sind nicht diese typischen Liebesgeschichten, sicher findet man so etwas auch in ihren Storys aber es steht nicht im Vordergrund. Ähnlich wie bei “Aishiteruze Baby“ steht hier ein kleines Mädchen mit einer tragischen Vergangenheit im Vordergrund. Und genau das fesselt den Leser. Ich bin wirklich gespannt wie die Geschichte weiter geht.

© AyaSan

Yamamoto Zenjiro to Moshimasu: © 2007 Yoko Maki, Shueisha/Tokyopop

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