Maria, the Virgin Witch

Name: Maria, the Virgin Witch
Englischer Name: Maria, the Virgin Witch
Originaltitel: Junketsu no Maria
Herausgebracht: Japan: Kodansha 2010
Deutschland: Kazé 2016
Mangaka: Masayuki Ishikawa
Bände: 3 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Die junge Maria lebt in einem Wald, verkauft Kräutermischungen und… ist eine Hexe. Obwohl sie alles dafür tut, um sich ein klassisches Hexen-Image anzueignen, entspricht sie in keiner Weise den gängigen Klischees. Schließlich ist sie freundlich und umgänglich und möchte gerne den Menschen helfen. Die Bevölkerung kann ihre Hilfe auch gut gebrauchen. Es ist kein Zuckerschlecken Ende des 14. Jahrhundert in Frankreich zu leben. Seit Jahrzehnten bringen die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich blutige Schlachten, Leid und Elend in das Land. Da können doch Kräuterpackungen nicht das Einzige sein, womit den Menschen geholfen werden kann.

Maria ist sich sicher: Nur ein andauernder Frieden könnte mittelfristig eine Verbesserung der Lage bewirken. Zu diesem Zweck hat sie sich einen Sukkubus erschaffen, ein weiblichen Hilfsdämon: Artemis. Die ist nicht nur eine Stimme der Vernunft für die häufig unbedarfte Maria, sondern weiß ihren äußerst gut bestückten Körper auch zielgerichtet einzusetzen. Des Nachts schleicht sie sich in die Feldlager und Festungen der Kriegsgegner und verführt die Befehlshaber, um ihnen die Kriegslust auszutreiben.

An sich eine Strategie, die greift. Aber was tun bei den homosexuellen Befehlshabern, die immer mal wieder Artemis Sexappeal wiederstehen? Ganz klar, es muss ein Inkubus, ein männlicher Partner für Artemis, her. Blöd nur, dass Maria zwar Tiere in Hilfsdämonen verwandeln kann, aber nur Dinge schaffen kann, die sie schon einmal gesehen hat. So kommt es, dass der neue Inkubus Priapus zwischen den Beinen etwas unvollkommen gerät. Denn Maria ist selbst Jungfrau! An sich würde sie gerne ihre Unschuld verlieren, doch andererseits…

Und da ist auch noch der Erzengel Michael. Der sieht es gar nicht gerne, wenn sich kleine Hexen in die großen Spiele der Politik einmischen.

Eigene Meinung
„Make Love not War“- Der Slogan der Friedensbewegung der 1960er und 70er-Jahre ist in „Maria, the Virgin Witch“ im Mittelalter Programm. Die Strategie, mit der die Protagonistin den Hundertjährigen Krieg beenden will, wirkt schon arg gezwungen. Und so dünn geht die Handlung denn auch weiter, trotz verschiedentlicher personeller Ergänzungen. Insbesondere liegt das an den oberflächlichen Charakteren, auf deren Innenleben entweder gar nicht eingegangen wird oder die in ihrer Konzeption ohne Entwicklungsmöglichkeit festhängen. Da wird schon einiges an interessantem Potenzial liegen gelassen. Auf der anderen Seite steht die Protagonistin Maria da als rastlose Person, die selbst nicht so ganz genau weiß, was sie will oder was ihre Prioritäten sind. Das fragt sich der Erzengel Michael ebenso wieder die Lesenden.

Optisch gesehen überzeugt der Manga deutlich mehr. Die Hintergründe, aber auch Bekleidung und Accessoires, sind reich an Schraffuren und schaffen auf natürliche Weise Substanz und Tiefe. Die detailreichen Zeichnungen sind ein echter Hingucker.

© Rockita

Maria, The Virgin Witch: © 2010  Masayuki Ishikawa  Kodansha / Kazé

 

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