Akame ga KILL!

Name: Akame ga KILL!
Englischer Name: Akame ga KILL!
Originaltitel: Akame ga KILL!
Herausgebracht: Japan: Square Enix 2010
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Story: Takahiro
Zeichnungen: Tetsuya Tashiro
Bände: 15 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Der talentierte junge Schwertkämpfer Tatsumi zieht zusammen mit zwei Freunden aus seinem Dorf in die Kaiserstadt, um deren Reichtum und Pracht sich viele Legenden ranken. Das Heimatdorf der drei ist nämlich sehr arm und um es zu retten, wollen sie der kaiserlichen Armee beitreten und viel Geld verdienen. Doch auf ihrer Reise werden sie getrennt, sodass Tatsumi die Kaiserstadt ganz alleine erreicht. Schnell muss er begreifen, dass es nicht so einfach ist, hier groß rauszukommen. Als er zu allem Überfluss auch noch den Großteil seiner Ersparnisse abgeluchst bekommt und im Freien schlafen muss, wird er von Aria, einem Mädchen aus reichem Hause, aufgelesen und kann für sie als Leibwächter arbeiten. Eines Nachts wird das Anwesen von einer Gruppe von Auftragsmördern überfallen, die allesamt Kaiserwaffen besitzen: Night Raid! Zu diesen Killern gehört unter anderem das schwarzhaarige Mädchen Akame mit den roten Augen und dem verfluchten Schwert Murasame, das jeden sofort tötet, den es berührt. Bei dem Versuch, Aria vor Night Raid zu beschützen, zeigen diese Tatsumi die Schattenseite der Kaiserstadt: Seine beiden Freunde wurden von den Aristokraten, die ihn so gastfreundlich aufgenommen haben, aus blankem Sadismus zu Tode gefoltert! Ohne zu zögern, tötet Tatsumi Aria eigenhändig und wird daraufhin von Night Raid verschleppt, die ihn als neues Mitglied rekrutieren wollen.

Außerhalb der Kaiserstadt leben Menschen und andere Rassen in Armut, während sich in der Kaiserstadt bösartige Dämonen in Menschengestalt breitgemacht haben, die Unschuldige foltern, missbrauchen, umbringen und vergewaltigen. Grund für die massiven Missstände überall auf der Welt ist der dämonische Minister Honest, der einem kleinen Jungen zum Kaiserthron verholfen hat und als dessen Berater indirekt das Land regiert. Night Raid hat es sich zur Aufgabe gemacht, jene schlechten Menschen zu töten und für die Revolutionsarmee Informationen zu beschaffen. So tritt Tatsumi also nach anfänglichem Zögern Night Raid bei, doch zu seinem Entsetzen soll er ausgerechnet von Akame ausgebildet werden, die ihn bereits zweimal umbringen wollte… Nach und nach lernt er die anderen Mitglieder von Night Raid besser kennen, erfährt von ihrer düsteren Vergangenheit und freundet sich mit ihnen an. Gemeinsam begehen sie erfolgreich ein paar Morde. Doch dann…

Eigene Meinung:
„Akame ga KILL!“ ist sicher bereits vielen von der TV-Ausstrahlung auf ProSieben MAXX bekannt. Da mich die Anime-Serie von Anfang bis Ende zu fesseln wusste und der Manga nach Band 8 andere Wege gehen soll, bin ich schon sehr gespannt auf das alternative Ende. Hätte ich Band 1 jedoch ohne meine Vorkenntnisse des Animes gelesen, würde meine Review mit Sicherheit deutlich negativer ausfallen. Denn „Akame ga KILL!“ ist weder besonders tiefgründig, noch hat es eine ausgefallene Story. Was diese Reihe so spannend macht, sind einzig und allein die Kämpfe zwischen Night Raid und den mit Kaiserwaffen ausgestatteten Soldaten der Kaiserarmee. Obwohl besagte Kaiserwaffen in Band 1 nur am Rande erwähnt werden, spielen sie im weiteren Verlauf der Geschichte noch eine sehr wichtige Rolle. Es handelt sich nämlich um Waffen, von denen nur 48 existieren und die so mächtig sind, dass nicht jeder eine führen kann. Wenn zwei Nutzer von Kaiserwaffen aufeinandertreffen, wird höchstens einer überleben. Darum kommt es schon sehr bald zu etlichen verlustreichen Kämpfen auf Leben und Tod. Lieb gewonnene Mitglieder von Night Raid kommen dabei genauso um wie Kämpfer auf der Gegenseite, was diesen Manga unheimlich tragisch und spannend macht.

Der erste Band ist fast identisch mit den ersten 3 Folgen der Anime-Serie, wobei die Fantasy-Elemente im Manga eine größere Rolle spielen als im Anime. So werden nur hier fremde Rassen erwähnt. Außerdem gibt es einen ziemlich genialen Gag, der es nicht in den Anime geschafft hat: Als sich Tatsumi Mine widersetzt, droht diese ihm an, ihn mit einem Roulette, auf dem hauptsächlich Horror-Titel wie „Corpse Party“ verzeichnet sind, in einen anderen Manga zu befördern. Diese Idee wird sogar in einem kurzen Bonus-Manga im Anhang noch einmal aufgegriffen, wo Tatsumi und Mine in den Manga „Hatsukiai“ teleportiert werden, der von der ersten Liebe handelt. Ziemlich ungewohnt war für mich zunächst der Zeichenstil. Die Kämpfe werden recht unübersichtlich dargestellt und die männlichen Charaktere sind bei Weitem nicht so gut gezeichnet wie im Anime. Wobei bei den weiblichen Charakteren seltsamerweise kein Unterschied festzustellen ist. Wem schon der Anime gefallen hat und wem harte Kämpfe, bei denen auch schonmal Hauptcharaktere sterben, wichtiger sind, als eine ausgeklügelte Story mit viel Tiefgang kommt um diesen Manga nicht herum! Er bietet viele sympathische und skurrile Charaktere, Action, Humor, Drama und sogar die ein oder andere unerwartete Liebesgeschichte. Was will man mehr?

Akame ga KILL!: © 2010 Takahiro, Tetsuya Tashiro, Square Enix / KAZÉ

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