Connichi 2013 – Teil 1

Herbst! Die in diesem Jahr einzige Jahreszeit, die pünktlich angereist ist. Am Freitag gab es dankenswerter Weise kaum Regen und abends sogar ein wenig Sonne, aber an das bombige Sommerwetter vom letzten Jahr konnte 2013 nicht anknüpfen. Dafür wurde es besonders am Samstag in der Stadthalle von Kassel richtig kuschelig. Zwar tummelten sich trotz Regen viele Besucher/Cosplayer der Connichi draußen, aber in der Stadthalle war es eindeutig trockener und angenehmer.

weriwDort drinnen gab es auch viel zu sehen: Neben Ständen von Tokyopop, Kazé und Nintendo, gab es auch wieder den alljährlichen Manga-Markt. Dort konnte man z.B. David Füleki und Marika Herzog treffen. Im Seitenfoyer gab es wieder einige Händler und Fan-Stände. Auch in diesem Jahr waren in den Kollonaden die vielen Händlerstände untergebracht. In der oberen Etage der Kollonaden gab es dazu noch zwei Workshop-Räume und den großem Gamesroom, der sich größter Beliebtheit erfreute. Der Bring & Buy war in diesem Jahr im Außenbereich in einem großen Zelt untergebracht.

Trotz wechselhaften Wetters tummelten sich wieder viele Cosplayer auf dem Gelände der Connichi. Eine kleine Auswahl findet ihr hier:

In einem bereits recht gut besetzten Stadtsaal startete das Programm mit dem musikalischen Auftritt der japanischen Herren Kubo und Toshihiro.
Der Komponist Kubo, welcher schon viele eigene CDs produziert hat, begeisterte mit seinem bemerkenswerten Spiel auf einer speziellen Art der Shamisen. Ungelenk umschrieben handelt es sich bei diesem Instrument um eine Mischung aus Saiteninstrument, welches bisweilen wie eine Gitarre klingt, und einem Schlagzeug. Das sehr flotte Spiel von Herrn Kubo und der einzigartige Sound seines Instruments zogen die Zuschauer in ihren Bann. Kraftvoll und überraschend melodisch spielte Yuta Toshihoro auf seinen Taiko-Trommeln. Das Zusammenspiel dieser beider Instrumente sorgte für einen beeindruckenden, saalfüllenden Sound. Zum Ende der vorwiegend japanischen Musikstücke spielten beide zu Michael Jacksons „Thriller“. Eine zwar gewagte, aber bravurös umgesetzte Idee!

Die Eröffnung
Die offizielle Eröffnung startete unmittelbar nach dem Konzert. Mit dem Thema Addams Family wurden die Besucher begrüßt und die Organisatoren sowie Helfer der diesjährigen Nichi vorgestellt. Die Eröffnung geriet unwillkürlich ins Stocken, als der bereits seit zehn Jahren für die Connichi tätigen Elli ein äußerst herzliches Dankeschön zuteilwurde. Sie war sichtlich gerührt und freute sich so sehr, dass sie sich praktisch gewaltsam in ihre Rolle als Morticia Addams zurückversetzen musste.

Die Vorstellung der Gäste, Ehrengäste und der Ressortverantwortlichen ging etwas staubig über die Bühne, aber das erwartungsfrohe Publikum klatschte brav. Neben den musikalischen Ehrengästen war auch wieder Studio Gainax personenstark vertreten. Bei aller Vorfreude auf das bevorstehende Wochenende sorgte jedoch etwas bereits für Unmut: Es waren über 30 (!) Sitzplätze in Reihe eins und zwei reserviert. Etwas viel, oder?

Pochi Award
Der Pochi Award ist eine Connichi-eigene Auszeichnung, welche in sechs Kategorien vergeben wird. Teilnehmer sind hierbei nicht die Fans, Conbesucher oder Cosplayer, sondern gewerbliche Publisher, Verlage oder Lizenzinhaber. Über 5.500 User-Votings kürten folgende Gewinner:

Audio-CD: „Mein Nachbar Totoro“ von KAZE
Videospiel: „Tales of Graces F“ von Namco Bandai
Manga national: „Grimms Manga Fanbook“ von Tokyopop
Manga international: „Codename Sailor V“ von Egmont
Anime-Film: „Children who chase lost voices“ von KAZE
Anime-Serie: „Guilty Crown“ von peppermint anime

Der erstmals verliehene Ehrenaward ging an den bereits 2006 verstorbenen Klaus M. Mrositzki, der bei Egmont Ehapa tätig war und praktisch dafür verantwortlich zeichnet, dass überhaupt erstmals Comics im großen Stil nach Deutschland kamen; darunter auch die ersten Manga „Appleseed“ und „Ghost in the shell“.

Später am Abend folgte, im Programm des Hauptsaales, der Connichi Cosplay Wettbewerb und die „AMV Nacht“.

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