Resident Evil – Heavenly Island

Name: Resident Evil – Heavenly Island
Englischer Name: Resident Evil – Heavenly Island
Originaltitel: Biohazard Heavenly Island
Herausgebracht: Japan: Akita Publishing 2015
Deutschland: Kazé 2016
Mangaka: Szenario: Capcom
Umsetzung: Naoki Serizawa
Bände: 5 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Ein amerikanisch-japanisches Filmteam reist zur Inselgruppe Tortuga, um dort eine Reality-TV-Show vor exotischer Kulisse zu drehen. Mit dabei: 30 namhafte Bikini-Schönheiten, die sich in einem Dschungelrennen miteinander messen. Zum Staff gehört auch der japanische Regieassistent Tominaga. Der ist zwar stolz auf diese berufliche Chance, sein größtes Interesse gilt aber Mayu, einem bekannten japanischen Fotomodel, das am Wettbewerb teilnimmt.

Doch die Insel ist nicht so paradiesisch, wie es den Anschein hat. In Wahrheit steht die ganze Region im Fokus der NGO TerraSave. Deren Top-Agentin Claire Redfield ist bereits an dem Fall dran. Auf einem Fischmarkt auf der Nachbarinsel wurde ein schwerst mutierter Fisch zum Verkauf angeboten. Doch nicht nur die Gewässer scheinen verunreinigt zu sein – auch auf den Inseln selbst gehen merkwürdige Dinge vor sich. Im Auftrag von Claire besucht ihre Kollegin Inez die Insel, auf der sich die TV-Leute befinden. Dort ist das Heimatdorf ihrer Freundin Marilou, die sich ebenfalls gegen Biowaffen engagiert.

Der TV-Crew sind die Vorbehalte einiger Dorfbewohner und der Organisation Terrasave allerdings egal. Sie bestehen auf den Dreh der Show, auch als eine der Akteurinnen verschwindet und das Schiff des Teams schwer beschädigt wird.

Beim Dreh im Dschungel kommt es zur Katastrophe: Mehrere bewaffnete Gestalten tauchen aus dem Nichts auf und beginnen Jagd auf die Teilnehmerinnen des Rennens zu machen.
Gleichzeitig versuchen Inez und Marilou den Ereignissen auf den Grund zu gehen. In einem alten Heiligtum stoßen sie auf einen Menschen, der zur Biowaffe umfunktioniert wurde. Doch wer steckt dahinter?

Eigene Meinung
„Resident Evil – Heavenly Island“ ist ein Spin-off zum “Resident Evil”-Ableger “Revelations 2”. Weniger als die Handlung steht bei dieser fünfbändigen Mini-Serie die Optik im Vordergrund. Zeichner Naoki Serizawa besticht mit detailreichen Illustrationen. In bewegungsreichen Szenen offenbaren diese allerdings handwerkliche Mängel, denn die Bewegungen sehen eher abgehackt als flüssig aus. Kann er aber mit Standszenen arbeiten, zeigt sich sein Talent für Postermotive, denn sämtliche Charaktere, v.a. aber die weiblichen, werden fast permanent in repräsentativen Posen abgebildet. Sehr natürlich wirkt das nicht. Stattdessen wirken manche Panels wie dem Playboy Beach Kalender entsprungen.

Das entlarvt, worum es bei dieser Serie eigentlich geht: Die Darstellung der Figuren. Die einfache und reichlich vorhersehbare Handlung übertüncht dieses Vorhaben nur unzureichend. Viel Story ist da einfach nicht. Eigentlich wäre es aber doch genau die Grundlage für einen Manga zu einem Videospiel gewesen, Hintergründe zu liefern oder eine spannende Side-Story zu bieten. Beide Ziele – falls es diese waren – verfehlt „Heavenly Island“ erheblich. Den einzigen Bezug zu „Resident Evil – Revelation 2“ liefert die Tatsache, dass Protagonistin Claire ebenfalls bei der NGO TerraSave arbeitet. Immerhin lässt das Ende des ersten Bandes noch auf die folgenden vier Bände hoffen..

© Rockita

Resident Evil – Heavenly Island: 2015  Capcom / Naoki Serizawa  Akita / Kazé

 

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Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung

Name: Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung
Englischer Name:
Originaltitel: Minamoto-kun Monogatari
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2011
Deutschland: Panini Manga 2015
Mangaka: Minori Inaba
Bände: 15 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 € (Band 1-8)
8,99 € (ab Band 9)

Story
Als der 18-jährige Terumi Minamoto an die Uni kommt, ändert sich sein Leben schlagartig. Er sitzt zu Hause und schaut nichts Böses ahnend auf dem Fenster. Er sieht seinen Vater mit einer schwangeren Frau. Nur wenige Minuten später offenbart ihm sein Vater, dass dieser bald erneut Vater wird und die schwangere Frau seine Stiefmutter wird. Für Terumi ist in seiner Wohnung kein Platz mehr. Aus diesem Grund soll er zu einer alten Freundin der Familie ziehen, die an der Uni Dozentin ist. Terumi bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Willen seines Vaters zu beugen.

Kaoruko Fujiwara ist mit 29 Jahren eine sehr junge und sehr gut gebaute Universitätsdozentin. Ihr Gebiet ist die klassische Literatur. Besonders angetan hat sie „Die Geschichte des Prinzen Genji“. Als sie das erste Mal auf Terumi trifft, weiß sie sofort, dass er immer von Mädchen gemobbt wurde. Sie beschließt, dass Terumi ihr Versuchskaninchen wird. Doch zuerst muss sie seine Frauenphobie heilen.

Terumi wird das alles zu dubiös. Am liebsten würde er abhauen, doch wohin? Schließlich erzählt sie ihm worin es in ihrer Forschung geht. Sie möchte, dass er eine feste Beziehung mit 14 Frauen eingeht – so wie Prinz Genji.

Am nächsten Tag trifft er nach vielen Jahren seine Kindheitsfreundin Asahi Momozono wieder. Sie ist die Nichte von Kaoruko und putzt bei ihr die Wohnung um ihre Noten aufzubessern. Von Kaoruko erhält Terumi den Auftrag Asahi zu verführen. Doch wie soll er das anstellen? Schließlich ist Asahi eine Kindheitsfreundin…

Eigene Meinung
„Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung“ ist die erste Serie von Minori Inaba in Deutschland. Der Manga ist ein Harem-Titel mit sehr viel Comedy.

Inhaltlich ist der Manga nicht sonderlich tiefsinnig. Jedoch wird die Geschichte interessant erzählt. Es ist sehr unterhaltsam Terumi dabei zu zusehen, wie er versucht die Frauenwelt von sich zu begeistern und ständig alles falsch macht.

Zeichnerisch ist die Serie gut umgesetzt. Die vielen weiblichen Charaktere kann man gut unterscheiden. Besonders männliche Leser werden auf ihre Kosten kommen.

Der Manga ist empfohlen ab 16 Jahren. Das passt sehr gut. Im ersten Band gibt es noch keine Bettszenen. Jedoch folgen diese in den Folgebänden. Diese sind aber nicht sonderlich explizit. Mehr Wert wird jedoch auf viel Oberweite und wenig Stoff gelegt.

Minamoto Monogatari – 14 Wege der Versuchung: © 2011 Minori Inaba, Shueisha / Panini Manga

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Fire Fire Fire

Name: Fire Fire Fire
Englischer Name: Fire Fire Fire
Originaltitel: Fire Fire Fire – Triple Fire
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2009
Deutschland: Kazé 2015
Mangaka: Shouji Sato
Bände: Japan: 2 Bände
Deutschland: Einzelband
Preis pro Band: 14,00 €

Story
Den jugendlichen Kämpfer und Möchtegernheld Jiga Kirishima zieht es von einem einsamen Nest in die große Stadt. Dort will er eine Frau finden, mit der er glücklich sein Leben teilen möchte. Dumm nur, dass Jiga ein absoluter Hinterwäldler ist. Unversehens landet er im Rotlichtviertel, wo er bis auf die Unterhose ausgeraubt wird. Beim Versuch seine Sachen zurückzuholen, legt er sich mit mächtigen Feinden an. Doch er hat Glück im Unglück: Seine Stärke und sein Mut imponieren Fay, der Geliebten des örtlichen Gangsterbosses, derart, dass sie sich Jiga anschließt und ihm sogar das wertvolle Schwert Orochimaru zurückgibt.

Als sich auch noch der Cyborg Shishima dem ungleichen Paar anschließt, ist das Chaos scheinbar perfekt. Dann aber tritt die Geheimorganisation L.E.N. auf den Plan. Deren Spezialagent tötet scheinbar willkürlich eine Prostituierte, mit der sich Jiga angefreundet hatte. Eine actionreiche Jagd beginnt.

Und was ist das für ein Geheimnis, dass die hübsche Fay mit der Geheimorganisation verbindet?

Eigene Meinung
Neben seiner Arbeit als Illustrator für den Zombie-Manga „Highschool oft he Dead“ blieb Zeichner Shouji Sato nicht untätig, sondern publizierte auch eigenständige Werke. Vor Beginn der noch laufenden Serie „Triage X“ brachte er mit „Fire Fire Fire“ eine Miniserie auf den Markt. Leider merkt man bei dieser Story arg, dass Sato sich im Ausdenken von Handlungen geübt hat. Das Ergebnis kann man am ehesten als klassischen Battle-Manga für Erwachsene bezeichnen. Wären die Charaktere nicht allesamt gut bestückt und ihr Antlitz nicht klar dem Ecchi-Bereich zuzuordnen, hätten die Handlung und das (inhaltliche) Characterdesign auch aus einem Shonen-Manga sein können. Besonders plump kommt der männliche Hauptcharakter daher, der zudem als einziger kein Bishonen ist. Aber auch bei den weiblichen Figuren kann von Charakterentwicklung kaum die Rede sein, dafür fallen aber ausnahmslos allen fast die Brüste aus den Oberteilen.

Was inhaltlich enttäuscht, mag v.a. für männliche Leser zumindest optisch sehenswert sein, denn Kostüme und Posen sind durchaus heiß. In diesem Sinne darf man denn auch den Titel interpretieren, wobei zumindest für japanische Leser auch ein Wortspiel eingebaut sein dürfte (das Schriftzeichen für „Feuer“ und das Zeichen für „Kraft“ kann man mit der gleichen Silbe lesen).

Kazé bringt die im Original zweibändige Serie für das deutschsprachige Publikum als großformatigen Doppelband inklusive Farbseiten und zweier Ausklappposter heraus. Wem die Optik reicht, dem sei dieser vergleichsweise günstige Band anempfohlen, alle anderen sollten sich eher an „Triage X“ halten.

© Rockita

Fire Fire Fire: © 2009:  Shouji Sato  Shueisha / Kazé

 

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Subaru – My Dirty Mistress

Name: Subaru – My Dirty Mistress
Englischer Name:
Originaltitel: Kimi wa midara na boku no joou
Herausgebracht: Japan: Shueisha 2012
Deutschland: Tokyopop 2017
Mangaka: Story: Lynn Okamoto
Zeichnungen: Mengo Yokoyari
Bände: 2 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Der Atem des Highschool-Schülers Akira gerät ins Stocken, wenn seine Klassenkameradin Subaru den Raum betritt. Wenn Sie erscheint, ist es, als würde die Zeit stehen bleiben. Alle Jungs der Schule schwärmen insgeheim für Subaru. Sie ist wunderschön, klug und anmutig. Natürlich traut sich auch Akira nicht, Subaru unbedarft anzusprechen. Dabei kennt sich beide schon seit ihrer Kindheit. Damals war sie noch unkompliziert und burschikos. Sie war für Subaru eher wie sein bester Kumpel und nicht wie seine Freundin.

Doch Subaru hat eigentlich schon immer in einer anderen Liga gespielt. Sie kommt aus guten Verhältnissen. Ihre Familie schwimmt in Geld und Luxus. Kein Wunder also, dass Subaru letztendlich auf eine elitäre Privatschule mit Internat eingeschult wurde.

Daraufhin vergrub sich Akira in seinen Schulbüchern. Er lernte unermüdlich, bis er endlich das heiß ersehnte Stipendium bekam, um dieselbe Highschool wie Subaru besuchen zu können. Doch nachdem er sogar die gleiche Klasse wie Subaru besucht, wird Akira von ihr eiskalt ignoriert.

Seine Liebe zu Subaru tut dies allerdings keinen Abbruch, sodass er sich eines Tages sogar an einem kindlichen Zauberspruch versucht. Er bittet den Versteckten Gott, in seinem Kleiderschrank einen Zugang zu Subarus Internatszimmer zu schaffen. Als Akira diese Gedanken gerade belächeln möchte, öffnen sich plötzlich die Türen seines Schrankes und Subaru steht vor ihm.

Als wäre das nicht verwirrend und verstörend genug, meldet sich auf einmal der versteckte Gott zu Wort, der sich in Akiras Kopfkissen manifestiert hat. Dieser kündigt an, als Preis für die Erfüllung des Wunsches jeden Tag eine Stunde menschliche Selbstkontrolle zu stehlen – aber nicht von Akira, sondern von Subaru! Immerhin hatte sie den gleichen Wunsch wie Akira und hat diesen sogar zuerst geäußert! Kaum hat der versteckte Gott seine Worte gesprochen, fängt Subaru an zu schwitzen. Sie reißt sich ihre Kleidung vom Körper und versucht Akira zu verführen. Kein einziges Wort der eindeutigen Anspielungen scheint ihr peinlich zu sein. Sie will, dass sie und Akira sich einander hingeben und zwingt ihn förmlich dazu. Seitdem ist kein Tag mehr normal. Ständig muss Subaru aufpassen, nicht in der Öffentlichkeit die Kontrolle zu verlieren. Und Akira ist dabei das Opfer, dass Subaru dabei beherbergen und vor allem widerstehen muss.

Eigene Meinung
Beim Anblick des Buchcovers könnte man den Anschein erlangen, „Subaru – My Dirty Mistress“ sei eine niedliche, humorvolle und einfühlsame Liebesgeschichte. Wer sich jedoch mit den Werken von Lynn Okamoto, wie „Elfenlied“, auskennt, weiß, dass diese Geschichten alles andere als 0-8-15 und harmlos sind. Allerdings hätte Kenner von Lynn Okamoto „Subaru – My Dirty Mistress“ bei einer Altersbeschränkung von 18+ wohl eher eine blutige und brutale Story erwartet. „Subaru“ setzt anstatt auf Brutalität aber eher auf Erotik. Tatsächlich sieht man gefühlt auf jeder 5. Seite nackte Körper und Subarus Busen. Und auch bei der Konversation während Subaru mal wieder die Beherrschung verliert, wird kein Blatt vor dem Mund genommen. Es wird also sehr vulgär und anzüglich.

Trotz viel Sexappeal schafft es „Subaru – My Dirty Mistress“ irgendwann überraschenderweise auch einen Hauch von Romantik aufzubauen. Akira und Subaru hegen auch ehrliche Gefühle füreinander, die, wenn sie endlich mal ausgesprochen werden, bei der sonst überspitzten Erotik, auffallen.

„Subaru – My Dirty Mistress“ war zunächst als One-Shot gedacht und tatsächlich wirkt die Geschichte in sich abgeschlossen. Wer Band 1 jedoch mochte, wird sich freuen, dass es Subaru zur Serie mit 2 Bänden geschafft hat.

© Izumi Mikage

Subaru – My Dirty Mistress: © 2012 Lynn Okamoto/Mengo Yokoyari, Shueisha/ Tokyopop

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Mai Ball – Fussball ist sexy!

Name: Mai Ball – Fussball ist sexy!
Englischer Name:
Originaltitel: Mai Ball!
Herausgebracht: Japan: Hakusensha 2013
Deutschland: Panini Manga 2015
Mangaka: Sora Inoue
Bände: 12 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,99 € (Band 1-9)
8,99 € (ab Band 10)

Story

Die Oberschülerin Mai Miyano ist die Sandkastenfreundin des Fußballstars Kunimitsu Hasuga. Seit ihrer Kindheit trainiert Mai jeden Morgen mit Kunimitsu und hat dabei viele Fußballtechniken gelernt. Nur der Spaß am Fußballspielen und den Wunsch ein Teil einer Mannschaft zu sein hatte sie bisher nicht. Mai hat sich in Kunimitsu verliebt. Ihr fehlt jedoch der Mut ihm dies zu gestehen und so verliert sie sich ständig in erotische Tagträume.

Als Mai und Kunimitsu morgens wieder beim Training sind, werden sie von Reika Hakurai beobachtet. Reika ist der weibliche Star der Kijiyama-Nord-Oberschule und ist nicht nur sehr sportlich, sondern auch bildhübsch und intelligent. Seit neustem interessiert sie sich für Fußball und hat an der Schule einen Club gegründet. Da sie ein Auge auf Kunimitsu geworfen hat, möchte sie Mai im Fußball herausfordern und zukünftig mit Kunimitsu morgens trainieren. Mai hat jedoch gar keine Lust dazu, denn sie hat schreckliches Lampenfieber und hasst es zu viele Zuschauer zu haben.

Als Mai und Reika auf dem Sportplatz stehen und es zum Duell kommt, beginnt Mai vor Anspannung nur noch zittert und fällt kurz darauf ohnmächtig um. Im Krankenzimmer teilt Reika ihr mit, dass sie zukünftig nicht mehr mit Kunimitsu trainieren braucht. Sie wird ihren Platz ab sofort übernehmen.

Am nächsten Morgen kommt Mai überhaupt nicht in die Gänge. Jegliche Energie ist von ihr gewichen und als Kunimitsu klingelt, läuft sie nur weinend davon. Nach einer Aussprache mit Kunimitsu fasst Mai neuen Mut. Sie will eine Revanche mit Reika und mit Hilfe eines besonderen Zaubers von Kunimitsu ist ihr Lampenfieber vergessen…

Eigene Meinung

„Mai Ball“ ist nach längerer Zeit wieder ein Sport-Manga, der den Weg nach Deutschland gefunden hat. Aber „Mai Ball“ kann man nicht mit „Captain Tsubasa“ oder anderen klassischen Sport-Manga vergleichen. Zwar dreht es sich in diesem Manga um Fußball, doch das Hauptaugenmerk liegt auf dem Fanservice. Ständig versackt Mai in ihren erotischen Tagträumen, mal mit Kunimitsu, mal mit Reika. Doch zu expliziten Szenen kommt es dabei nicht. Viel nackte Haut wird dennoch gezeigt, so dass die Leseempfehlung ab 16 Jahren liegt.

Zeichnerisch ist der Manga gut umgesetzt. Sora Inoue ist hierzulande aber auch kein Unbekannter. Mit „Zeroin“ und „Real Bout Highschool“ erschienen bereits zwei Serien bei EMA und Panini.

Der Lesefluss ist angenehm. Jedoch wird er leider immer wieder durch die Tagträume von Mai gestört.

Rundum ist „Mai Ball“ ein sehr unterhaltsamer Manga mit viel Witz, Fußball und jeder Menge Fanservice!

Mai Ball!: © 2013 Sora Inoue, Hakusensha / Panini Manga

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Angeloid

Name: Angeloid
Englischer Name:
Originaltitel: Sorano Otoshimono
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2007
Deutschland: Panini Manga 2013
Mangaka: Suu Minazuki
Bände: 20 Bände
Preis pro Band: 7,99 €

Story
Tomoki Sakurai ist ein ganz normaler Schüler. Da er alleine lebt, passt seine Kindheitsfreundin Sohara-san auf ihn auf. Seit seiner Kindheit hat er immer wieder einen Traum von einem Engel. Immer wieder erwacht er weinend. Sohara-san überredet ihn schließlich zu Sugata-sempai zu gehen und ihn um Rat bezüglich seines Traumes zu bitten. Sugata weiß sofort was es mit seinem Traum auf sich hat: es hat mit „dem neuen Kontinenten“ zu tun.

Tomoki hält das alles für Blödsinn und will nur noch weg. Sugata erzählt, dass der neue Kontinent um Mitternacht über ihre Stadt fliegt und sie dabei das Geheimnis seines Traums erfahren werden. Sugata, Tomoki und Sohara verabreden sich für Mitternacht neben dem Schrein. Doch am Ende kommt nur Tomoki zur Verabredung.

Kurz nach Mitternacht ruft Sugata Tomoki an und fordert ihn auf den Ort schnell zu verlassen. Doch zu spät. Genau in diesem Moment erscheint eine schwarze riesige Kugel und ein Engel rast mit enormer Geschwindigkeit auf ihn zu. Gerade noch rechtzeitig spring Tomoki zur Seite. Als der Rauch verschwindet sieht er den Engel am Boden liegen. Mehrere Felsen steuern auf den Engel zu, so dass Tomoki entschließt zum Engel rennt und versucht sie vor den Felsen zu schützen. Der Engel erwacht und rettet sich und Tomoki. Sie stellt sich als Ikaros vor, einem Kose-Angeloid des Typs Alpha. Sie möchte Tomoki von nun an jeden Wunsch erfüllen. Sie wurde nur für den Zweck gemacht, um ihrem Meister alle Wünsche zu erfüllen.

So beginnt das seltsame Zusammenleben zwischen Tomoki und Ikaros. Tomoki beginnt sich seine Wünsche von ihr erfüllen zu lassen: Geld, Unsichtbar sein, Zeit stehen lassen etc. Doch als er sich unbewusst die Weltherrschaft wünscht, gerät alles außer Kontrolle…

Eigene Meinung
„Angeloid“ ist die erste Serie von Suu Minazuki, die hierzulande erscheint. Zeichnerisch ist der Manga ordentlich umgesetzt.

Inhaltlich erinnert die Geschichte zu Beginn sehr an „Chobits“ oder „DearS“. Anfangs ist die Geschichte noch recht interessant, jedoch lässt sie im ersten Band recht schnell nach. Für meinen Geschmack ist die Geschichte zu vorhersehbar und oberflächlich. Ging es in „Chobits“ noch hauptsächlich um die Beziehung zwischen Chii und Hideki und den Chobits allgemein, dreht es sich in „Angeloid“ hauptsächlich um Tomoki (mit seinen pubertären Wünschen), Ikaros und Sohara, die in Ikaros (warum auch immer) eine Konkurrentin sieht. Die Frage woher die Angeloiden kommen und welchen Zweck sie wirklich haben ist zumindest im ersten Band der Serie die absolute Nebensache. Ein größeres Augenmerk wurde beim erzählen der Geschichte auf das Zeigen von Kurven und Unterhöschen der Damen gelegt…

Wer eine seichte Geschichte mit Fantasy, einer Portion Humor und ein bisschen Ecchi sucht, könnte mit „Angeloid“ einen guten Manga finden. Wer jedoch eine anspruchsvolle Geschichte bevorzugt, sollte lieber nach einem anderen Manga suchen.

Sorano Otoshimono: © 2007 Suu Minazuki, Kadokawa Shoten / Panini Manga

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Dragons Rioting

Name: Dragons Rioting
Englischer Name: Dragons Rioting
Originaltitel: Dragons Rioting
Herausgebracht: Japan: Kadokawa Shoten 2013
Deutschland: KAZÉ 2016
Mangaka: Tsuyoshi Watanabe
Bände: 9 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
Als der kleine Rintaro eine Herzattacke erleidet, nachdem er die großzügige Oberweite einer Frau aus nächster Nähe betrachtet hat, wird er von seinem besorgten Vater zum Arzt gebracht. Dort stellt sich heraus: Der sechsjährige leidet am sogenannten „Hentai-Syndrom“. Sexuelle Erregung ist für ihn lebensbedrohlich, darum ist die einzige Methode, ihm ein einigermaßen normales Leben zu ermöglichen, erstmal keine Frauen in seine Nähe zu lassen. Enthaltsamkeit ist angesagt.

Diese niederschmetternde Diagnose nimmt Rintaros Vater, ein Kampfkünstler, als Ansporn. In einem abgelegenen Trainingscamp jenseits aller Siedlungen bildet er seinen Sohn in den mächtigsten Künsten aus, um dessen Körper und Geist zu stählen. Zehn Jahre später ist Rintaro ein Meisterkämpfer und in jeder Hinsicht seelisch ausgeglichen. So durchtrainiert beschließt der Jugendliche, erstmals auf eine öffentliche Schule in der Stadt zu gehen. Er entscheidet sich für das renommierte Internat Nangokuren, aus Sicherheitsgründen natürlich eine Jungenschule.

Doch Rintaro hat sich verrechnet. Denn die Nagokuren ist nicht nur in Wirklichkeit eine gemischte Schule – tatsächlich handelte es sich bis zum Vorjahr um eine reine Mädchenschule, sodass immer noch die überwiegende Mehrheit aus attraktiven Schülerinnen besteht. Und nicht nur das! Die Nangokuren ist darüber hinaus auch noch für ihre Kampfkünstlerinnen bekannt, die sich in drei Parteien hinter die „Drachen“ scharen. Nur die drei stärksten Kämpferinnen der Schule erhalten diesen Ehrentitel. Als sie durch Zufall Rintaros  unglaubliche Stärke erkennt, bittet Ayane, die jüngste der drei Drachen, dass dieser sie als Schülerin annehmen soll.

Eigentlich aber will Rintaro nur noch eines: Nichts wie weg von dieser Schule! Aber wird ihm das gelingen, nun wo die „Drachen-Unruhen“ begonnen haben?

Eigene Meinung
Mit „Dragons Rioting“ kommt die nächste Highschool-Kampf-Serie nach Deutschland. Die Story ist eine Mischung aus „Ikki Tousen“ und „Prison School“.

Tatsächlich dehnt sich die Handlung wie Kaugummi. Es tut sich an der Grundkonstellation ziemlich wenig. Die Charaktere treten auf der Stelle, ohne dass sie eine Entwicklung durchmachen würden. Ist eine Sache abgehandelt, werden Nebencharaktere ausgetauscht. So stolpern die Charaktere von einer Situation in die nächste, von einer Peinlichkeit zur nächsten. Wer jetzt erwartet, dass sich ansprechende Witze aus der Situationskomik heraus ergeben, wird meistens enttäuscht. Running-Gags werden bereits im ersten Band ausgereizt und alles ist dermaßen vorhersehbar, dass man sich zum Lesen motivieren muss.

Aber seien wir ehrlich: „Dragons Rioting“ ist eine Serie, die kaum wegen der Story gekauft wird, sondern wegen der drallen Busenwunder, die darin in allen möglichen Richtungen posieren. Es ist mehr als unwahrscheinlich, dass frau sich mit derart großen Brüsten sportlich betätigen können, noch dazu meist ohne BH. Um Logik geht es aber auch gar nicht. Vielmehr sollen junge Männer mit Action und expliziten optischen Eindrücken bedient werden. Diese Aufgabe erfüllt die Serie fraglos. Mehr aber auch nicht.

© Rockita

Dragons Rioting: © 2013  Tsuyoshi Watanabe  Kadokawa Corp. / Kazé

 

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Nozomi & Kimio

Name: Nozomi & Kimio
Englischer Name:
Originaltitel: Nozo x Kimi
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2012
Deutschland: KAZÉ 2015
Mangaka: Wakoh Honna
Bände: 8 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story:
Kimio Suga ist 16 Jahre alt, geht in die 10. Klasse und ist eigentlich ein netter Typ. Doch an einem Tag soll sich sein Leben schlagartig ändern! Durch einen ganz blöden Zufall landet er in der Mädchenumkleide und versteckt sich vor Schreck in einem Spind. Dort bleibt er natürlich nicht unentdeckt. Seine Mitschülerin Nozomi Komine findet ihn, verpfeift ihn aber nicht an die anderen Mädchen. Als die Luft rein ist, lässt sie ihn raus. Aber dieses Geheimnis lässt sie sich gut von ihm „bezahlen“.

Nozomi ist ein sehr unscheinbares und stilles Mädchen. Sie wohnt im gleichen Haus wie Kimio, sogar auf der gleichen Etage und die Fenster liegen gegenüber. Als Kimio abends nichts Böses ahnend in seinem Zimmer ist, erhält er von Nozomi eine SMS. Sie teilt ihm mit, dass er immer aus dem Fenster gucken soll, wenn er eine SMS von ihr erhält. Dann wird sie sich unverhüllt vor ihm an ihrem Fenster zeigen und er soll es genauso tun. Als er daraufhin aus dem Fenster schaut, glaubt er seinen Augen kaum. Nur in Unterwäsche bekleidet, posiert Nozomi für ihn.

Als Kimio am nächsten Morgen wach wird, hofft er, dass alles nur ein böser Traum war. Doch als sein Handy klingelt, sieht er Nozomi wieder halbnackt am Fenster. Als sie dann zusammen wenig später zur Schule gehen, erklärt Nozomi ihm den Grund für das „Spielchen“. Als Nozomi ihn im Spint entdeckt hatte, hat ihr Herz wie verrückt gepocht. Sie möchte nun herausfinden, was es mit dem Herzklopfen auf sich hatte. Das ist der Beginn des schlüpfrigen Fenster-Spielchens…

Eigene Meinung
Nach „Heimliche Blicke“ ist „Nozomi & Kimio“ die zweite Serie von Wakoh Honna, die den Weg nach Deutschland findet. Die beiden Serien ähneln sich sehr, jedoch sind die Charaktere in „Nozomi & Kimio“ deutlich jünger.

Zeichnerisch ist die Serie gut. Die Panels sind ausgefüllt und die Hintergründe recht detailliert. Die Geschichte selbst ist ziemlich lustig. Man muss mit Kimio mitleiden. Jedoch habe ich mich den ganzen Band gefragt, warum man Kimio eigentlich nie in Unterwäsche sieht. Schließlich zeigen sie sich doch gegenseitig…?

Fans von „Heimliche Blicke“ können bei dieser Serie bedenkenlos zugreifen. Auch kommen Leser von etwas schlüpfrigen Comedygeschichten hier auf ihre Kosten. Ständig gibt es Schlüpfer und pralle Oberweiten (in Stoff) zu sehen, ohne wirklich expliziter zu werden. Es dreht sich schließlich nur ums Zeigen, nicht ums Ausprobieren.

Nozomi & Kimio: © 2012 Wakoh Honna, Shogakukan / KAZÉ

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Dein Verlangen gehört mir

Name: Dein Verlangen gehört mir
Englischer Name:
Originaltitel: Hitorijime – Chokyo Ganbo
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2014
Deutschland: Tokyopop 2016
Mangaka: Ai Hibiki
Bände: 10 Bände
Preis pro Band: 6,95 €

Story
In „Dein Verlangen gehört mir“ geht es um Mahiro und Rei. Beide sind in derselben Klasse und durch die Heirat ihrer Eltern nun auch noch Stiefgeschwister. Eine Tatsache die sie allerdings in der Schule verschweigen. Mahiro ist ein klassischer Frauenheld, der ständig jede Nacht mit einer anderen Frau Sex hat. Rei gängelt Mahiro dafür, wann immer es geht.

Dann gehen Mahiro allerdings einmal die Nerven durch und er vergeht sich beinahe gewaltsam an Rei, tut es aber dann doch nicht, da er sich gerade noch so beherrschen kann. Allerdings reagiert Rei anders, als Mahiro gedacht hätte, denn diese macht sein Verhalten eher an und hat ihn extra getriezt, damit er die Beherrschung verliert. Deswegen ist sie dann doch recht enttäuscht, das es nicht zum Äußersten gekommen ist, wie sie es sich erhofft hatte. Daraufhin sträubt Mahiro sich allerdings, ihr zu geben was sie zu verlangen scheint, woraufhin Rei sich ihm immer wieder offensiv anbietet.

Aber kann so etwas gut gehen? Kann Mahiro sich beherrschen und ist da im Grunde nicht mehr zwischen den Beiden? Kann aus ihnen ein richtiges Paar werden oder ist es wirklich nur Sex, den Rei von ihm will?

Eigene Meinung
„Dein Verlangen gehört mir“ ist für zwischendurch ok, aber bietet im Grunde nicht wirklich etwas Neues. Die Charaktere sind von den Zeichnungen her sehr typisch und bleiben nicht lange im Gedächtnis. Man könnte höchstens zu Gute halten, dass es diesmal das Mädchen ist, welches sich offensiv anbietet und mal nicht der Junge, der einem Mädchen nachstellt, aber das ist auch schon alles.

Die Zeichnungen sind gewohnt detailreich und schön, wie es bei Manga dieser Art nun mal der Fall ist. Die Sexszenen werden explizit dargestellt, sind aber dennoch geschmackvoll gehalten. Die Altersempfehlung von 16+ ist gerechtfertigt.

Der Lesefluss ist in Ordnung, da der Fokus in diesem Band eindeutig auf den Avancen Reis gegenüber Mahiro liegen und daher nicht viel gesagt werden muss. Die Panels sind daher auch nicht zu sehr mit Text versehen, wodurch man recht zügig durch den Manga kam.

Für Fans, die Geschichten mögen, die sich um Sex und Verlangen drehen, ist der Manga einen Blick wert.

Dein Verlangen gehört mir: © 2014 Ai Hibiki, Shogakukan/ Tokyopop

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Killing Bites

Name: Killing Bites
Englischer Name:
Originaltitel: Killing Bites
Herausgebracht: Japan: Shogakukan 2014
Deutschland: Carlsen 2016
Mangaka: Story: Shinya Murata
Zeichnungen: Kazasa Sumita
Bände: 13 Bände, wird fortgesetzt
Preis pro Band: 7,95 €

Story
Der Student Yuya Nomoto weiß gar nicht, wie ihm geschieht. Eigentlich hatten ihn flüchtige Bekannte von der Universität lediglich als Fahrer für einen nächtlichen Streifzug um die Häuser angeheuert. Als die Männer dann aber ein Schulmädchen ins Auto zerren und vergewaltigen wollen, hängt Nomoto plötzlich mit drin in einem Verbrechen. Gerade als er von diesem Zug wieder abspringen will, dreht sich die Situation völlig. Das Mädchen im Rückraum des Wagens – eigentlich das „Opfer“ – tötet ihre Entführer und zwingt nun ihrerseits Nomoto, sie an einen bestimmten Ort zu fahren.

An einem seltsamen Müllplatz angekommen erwarten den unbedarften Studenten gleich noch mehr Leichen. Und auch ein merkwürdiger Mann taucht auf. Als sich Nomoto unbeabsichtigt den Zorn dieses Mannes zuzieht, verwandelt sich dieser in ein löwenähnliches Wesen. In dieser verfahrenen Situation ist es ausgerechnet Hitomi, das vermeintliche Schulmädchen, die ihn rettet. Auch sie kann sich teilweise in ein Tier verwandeln. Mit der DNA wurden ihr auch die Fähigkeiten eines Honigdachses eingepflanzt.

Zur Überraschung aller gewinnt Hitomi das ungleiche Duell gegen den Löwen-Hybriden. Zum Dank nimmt Nomoto sie mit nach Hause und verarztet sie – seine wahren Probleme fangen damit jedoch erst an. Es stellt sich heraus, dass der Kampf, dessen Zeuge Nomoto wurde, nur ein einziger im Rahmen eines groß angelegten Turniers war, das die mächtigsten Wirtschaftsmogule Japans, die Zaibatsu, in regelmäßigen Abständen ausfechten, um die Vorherrschaft untereinander abzustecken. Und niemand anderes als Nomoto soll als Strohmann für die neue Kämpferin Hitomi fungieren, da ihr Vormund Herr Shido als Organisator des Turniers dafür nicht zur Verfügung steht.

Zu dem Job gehört es, dass Hitomi zu Nomoto in die Junggesellenbude zieht und dessen Alltag gehörig über den Haufen wirft. Dazu gehört es auch, dass der Student auf das Mädchen und den Wetteinsatz – immerhin 100 Millionen Yen – achtgibt. Gar nicht so einfach, denn Hitomi mag sehr stark sein, doch sie ist auch extrem launig und überheblich. Und die nächsten Kämpfe stehen schon bevor…

Eigene Meinung
Endlich wieder mal ein Manga, der für positive Überraschungen gut ist. Entgegen des Anscheins, den das Cover erweckt, hat „Killing Bites“ nämlich mehr zu bieten als knapp bekleidete, dralle Mädchen und Blut. Was zunächst wie ein klassischer Action-Ecchi-Manga daherkommt, offenbart nämlich schnell einen gewissen Charme. Das liegt einerseits an der Grundkonstellation, dass die Kämpfe zwar einen Bestandteil bilden, aber gleichzeitig die Strategien und Planungen um sie herum mindestens genauso wichtig sind.

Vor allem aber ist es der Verdienst der Charaktere, dass die Story nicht in alle Klischees abdriftet. So ist die kampfstarke Protagonistin Hitomi zwar eiskalt im Kampf, kann aber auch ein ganz normales Mädchen sein, das keine übertriebenen soziopahischen Anwandlungen aufweist. Ihr männliches Gegenüber Nomoto wiederum dient zwar als Sehhilfe des unbedarften Lesenden, verharrt aber nicht in dieser Rolle, sondern lernt rasch, wie etwa Hitomi zu nehmen ist.

Selbst ein gewisser Bildungsanspruch tritt zutage, denn dem Leser werden immer mal wieder in Exkursen besondere Fähigkeiten einzelner Tiere mitgeteilt. Und auch die Zaibatsu sind keine Erfindung, sondern realer Bestandteil des japanischen Wirtschaftslebens.
All das kommt in klassischer Optik daher, mit gut bestückten Mädchen, Höscheneinblicken und allem, was das Genre noch zu bieten hat.

© Rockita

Killing Bites: © 2014  Shinya Murata / Kazasa Sumita  Hero’s Ink / Carlsen

 

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